Großbritannien 1823/1835 - Großbritannien, Abgeordneter aus Oxfordshire, 1796–1824





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Großbritannien, MP Oxfordshire, 1796–1824; gebrauchte Vorderseite eines frühen 19. Jahrhunderts Briefes mit der Frankierung durch Abgeordnete, datiert 5. Mai 1823, signiert von J. Fane und rotem 'FREE'-Stempel.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Dieses Bild zeigt eine „Free Front“ – den adressierten Teil eines Umschlags aus dem frühen 19. Jahrhundert. Vor der Einführung des Penny Black im Jahr 1840 hatten Abgeordnete des Parlaments (MPs) und Peers das Privileg, Post kostenfrei zu versenden, wenn sie die Front unterschrieben.
Dokument-Übersicht
• Dateline: "London May fifth 1823" (am oberen Rand geschrieben).
• Adressat: "The Revd. Charles Langley / Ch. Ch. [Christ Church] / Oxford."
• Die Unterschrift: Unten links befindet sich die Unterschrift "Free J. Fane", die zu John Fane (1751–1824) gehört.
• Poststempel: Rechts ist ein roter kreisförmiger Datumsstempel mit der Aufschrift "FREE" sichtbar, der bestätigt, dass der Brief wegen Fanes parlamentarem Status ohne Gebühr bearbeitet wurde.
Historischer Kontext
John Fane war langjähriger Abgeordneter für Oxfordshire und hatte seinen Sitz 28 Jahre lang bis zu seinem Tod im Jahr 1824 inne. Da dieses Front-Exemplar auf den 5. Mai 1823 datiert ist, gehört es zu den letzten Jahren seiner politischen Laufbahn. Der Empfänger, Charles Langley, befand sich am Christ Church in Oxford, das (und ist) eine der renommiertesten Hochschulen der Universität.
Das auf diesem 1823-Dokument zu sehende System der "Free Franking" war ein mächtiges – und oft umstrittenes – Privileg des britischen politischen Lebens. Es ermöglichte im Wesentlichen der Elite, ein Postsystem zu umgehen, das ansonsten außerordentlich teuer war.
Wie das System funktionierte
Vor 1840 basierte die Kostenerhebung für den Versand eines Briefes in Großbritannien nicht auf Gewicht, sondern auf der Anzahl der Blätter und der zurückgelegten Strecke. Ein einseitiger Brief konnte die Tageslöhne eines Arbeiters kosten.
Um Beamte bei der Führung staatlicher Geschäfte zu unterstützen, erlaubte das "Franking Privilege" bestimmten Gruppen, kostenlos Post zu versenden und zu empfangen:
• Parlamentsabgeordnete (MPs)
• Peers (Herrenhaus)
• Hochrangige Regierungsbeamte
• Erzbischöfe und Bischöfe
Um einen Brief zu "frankieren", musste der Abgeordnete das Datum, das Ziel und seine Unterschrift auf die Vorderseite schreiben (daher der Begriff "Free Front"). Die Post würde dann einen speziellen Stempel "FREE" – oft in roter Tinte – anbringen, um anzuzeigen, dass keine Zahlung fällig war.
Regeln und "The Inspector of Franks"
Da das System so weit verbreitet genutzt wurde, musste die Post strenge Regeln erstellen, um zu verhindern, dass der Staat zu große Einnahmen verliert:
• Gewichtsbeschränkungen: Zu Fanes Zeit waren Briefe in der Regel auf 1 Unze begrenzt.
• Tagesquoten: MPs wurden schließlich darauf beschränkt, pro Tag 10 Briefe zu versenden und 15 Briefe zu empfangen – kostenfrei.
• Die Inspektoren: Eine spezialisierte Gruppe von Poststellenbeschäftigten namens "Inspectors of Franks" überwachte die Post. Sie suchten nach gefälschten Unterschriften oder Briefen, die das Gewichtslimit überschritten. War ein Brief "Above Privilege", musste der Empfänger die volle (und stolze) Portogebühr zahlen.
Lot L-GBfeb06, 5-10
Dieses Bild zeigt eine „Free Front“ – den adressierten Teil eines Umschlags aus dem frühen 19. Jahrhundert. Vor der Einführung des Penny Black im Jahr 1840 hatten Abgeordnete des Parlaments (MPs) und Peers das Privileg, Post kostenfrei zu versenden, wenn sie die Front unterschrieben.
Dokument-Übersicht
• Dateline: "London May fifth 1823" (am oberen Rand geschrieben).
• Adressat: "The Revd. Charles Langley / Ch. Ch. [Christ Church] / Oxford."
• Die Unterschrift: Unten links befindet sich die Unterschrift "Free J. Fane", die zu John Fane (1751–1824) gehört.
• Poststempel: Rechts ist ein roter kreisförmiger Datumsstempel mit der Aufschrift "FREE" sichtbar, der bestätigt, dass der Brief wegen Fanes parlamentarem Status ohne Gebühr bearbeitet wurde.
Historischer Kontext
John Fane war langjähriger Abgeordneter für Oxfordshire und hatte seinen Sitz 28 Jahre lang bis zu seinem Tod im Jahr 1824 inne. Da dieses Front-Exemplar auf den 5. Mai 1823 datiert ist, gehört es zu den letzten Jahren seiner politischen Laufbahn. Der Empfänger, Charles Langley, befand sich am Christ Church in Oxford, das (und ist) eine der renommiertesten Hochschulen der Universität.
Das auf diesem 1823-Dokument zu sehende System der "Free Franking" war ein mächtiges – und oft umstrittenes – Privileg des britischen politischen Lebens. Es ermöglichte im Wesentlichen der Elite, ein Postsystem zu umgehen, das ansonsten außerordentlich teuer war.
Wie das System funktionierte
Vor 1840 basierte die Kostenerhebung für den Versand eines Briefes in Großbritannien nicht auf Gewicht, sondern auf der Anzahl der Blätter und der zurückgelegten Strecke. Ein einseitiger Brief konnte die Tageslöhne eines Arbeiters kosten.
Um Beamte bei der Führung staatlicher Geschäfte zu unterstützen, erlaubte das "Franking Privilege" bestimmten Gruppen, kostenlos Post zu versenden und zu empfangen:
• Parlamentsabgeordnete (MPs)
• Peers (Herrenhaus)
• Hochrangige Regierungsbeamte
• Erzbischöfe und Bischöfe
Um einen Brief zu "frankieren", musste der Abgeordnete das Datum, das Ziel und seine Unterschrift auf die Vorderseite schreiben (daher der Begriff "Free Front"). Die Post würde dann einen speziellen Stempel "FREE" – oft in roter Tinte – anbringen, um anzuzeigen, dass keine Zahlung fällig war.
Regeln und "The Inspector of Franks"
Da das System so weit verbreitet genutzt wurde, musste die Post strenge Regeln erstellen, um zu verhindern, dass der Staat zu große Einnahmen verliert:
• Gewichtsbeschränkungen: Zu Fanes Zeit waren Briefe in der Regel auf 1 Unze begrenzt.
• Tagesquoten: MPs wurden schließlich darauf beschränkt, pro Tag 10 Briefe zu versenden und 15 Briefe zu empfangen – kostenfrei.
• Die Inspektoren: Eine spezialisierte Gruppe von Poststellenbeschäftigten namens "Inspectors of Franks" überwachte die Post. Sie suchten nach gefälschten Unterschriften oder Briefen, die das Gewichtslimit überschritten. War ein Brief "Above Privilege", musste der Empfänger die volle (und stolze) Portogebühr zahlen.
Lot L-GBfeb06, 5-10

