Commynes - Memoires - 1579

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Ilaria Colombo
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Philippe de Commynes — Mémoires, 1. Ausgabe in diesem Format, Paris, Abel l’Angelier, 1579, Pergamenteinband, 1018 Seiten, auf Französisch (Originalsprache).

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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung

DAS SPIEGEL DES MACHT: LUDWIG XI. UND KARL VIII. IM LABYRINTH DES STAATSRÄSON
Diese seltene Pariser Ausgabe von 1579 der Mémoires von Philippe de Commynes gehört zu den grundlegendsten Texten der modernen politischen Historiographie. Als Werk eines Hofmannes, der die Spannungen zwischen Burgund und Frankreich aus dem Inneren erlebt hat, ist das Buch viel mehr als eine Chronik: Es ist ein implizites Traktat über die Natur der Macht, die Fragilität von Allianzen und die Psychologie der Herrscher. Gedruckt von Abel l’Angelier, einer zentralen Figur der französischen humanistischen Verlagswelt, bewahrt die Ausgabe den Text nahe am Original, angereichert durch bedeutende erudite Eingriffe des 16. Jahrhunderts und fügt sich in jene Epoche ein, in der das historische Gedächtnis zu einem politischen Instrument wird.
MARKET VALUE
Auf dem europäischen Antiquariatsmarkt schwanken die im-16°-Format gehaltenen sechszehnhundert-Ausgaben der Mémoires von Commynes in der Regel zwischen 500 und 800 Euro, je nach Vollständigkeit, Vorhandensein des Einbandleins und Zustand der Bindung. Pergamentexemplare aus der Zeit, vollständig und gut erhalten, können über 1.000 Euro erreichen.

PHYSICAL DESCRIPTION AND CONDITION
Einband aus ganzem weichem Pergament, leicht gelockert, Rückentitel per Hand, Spuren von Verschlussbändern. Notizen und Bleistiftzeichnungen am Rand einiger Blätter und auf dem letzten Blatt. Flecken auf dem Titelblatt, gleichmäßige und physiologische Bräunung. Bei alten Büchern mit jahrhundertelanger Geschichte können einige Mängel auftreten, die in der Beschreibung nicht immer erfasst sind. Seitenzahl: Pp. 6nn; 980; 32nn.

FULL TITLE AND AUTHOR
Les memoires sur les faits et gestes de Loys onziesme et de Charles huitiesme.
Paris, Abel l’Angelier, 1579.
Philippe de Commynes.

CONTEXT AND SIGNIFICANCE
Philippe de Commynes (1447–1511) war Berater zuerst von Karl dem Teme­rarren und später von Ludwig XI. und wurde zu einem der privilegierten Augenzeugen des Übergangs von der spätmittelalterlichen Feudalordnung zum modernen Staat. Seine Mémoires decken insbesondere die Herrschaften Ludwigs XI. und Karls VIII. ab und bieten eine desillusionierte und zutiefst politische Lektüre der Ereignisse.
Die Ausgabe von 1579 trägt zwar den Titel „Mémoires“ wie die von Denis Sauvage überarbeiteten Fassungen, bewahrt aber den Text der Originalausgaben, jenem von Jean de Selve festgelegt, ergänzt durch die „augmentations“ von Jean Sleidan und die Zusammenfassung des Lebens von Angelo Catto unter der Betreuung von Denis Sauvage. Diese schichtende Edition reflektiert das humanistische und confessionalistische Klima des 16. Jahrhunderts, in dem der historische Text aktualisiert und gemäß neuer politischer und religiöser Sensibilitäten neu interpretiert wird.
Commynes wird oft als Vorläufer Niccolò Machiavellis angesehen: Er systematisiert nicht, beobachtet jedoch mit Klarheit das Funktionieren des Hofes, die Diplomatie, den Verrat, die Vorsicht und die Kunst der Regierung. Die Mémoires sind daher ein Schlüssel­dokument zum Verständnis der Entstehung der „Raison d’État“ in Europa.

BIOGRAPHY OF THE AUTHOR
Philippe de Commynes wurde 1447 in den Niederlanden geboren und starb 1511. Von Burgund her ausgebildet, trat er in den Dienst Karls des Teme­rarren, wechselte aber 1472 an den Hof von Ludwig XI. von Frankreich, eine Entscheidung, die seine politische und diplomatische Laufbahn prägte. Er nahm an heiklen Missionen, internationalen Verhandlungen und dem Umgang mit innere­n Spannungen im Königreich teil. Nach Zeiten von Unglück und Gefangenschaft zog er sich schrittweise aus dem öffentlichen Leben zurück und widmete sich der Abfassung der Mémoires, wodurch er posthum zu einem der ersten großen Memorialisten und politischen Analytiker Europas wurde.

PRINTING HISTORY AND CIRCULATION
Die ersten Ausgaben der Mémoires erschienen im frühen 16. Jahrhundert, wenig nach dem Tod des Autors, und fanden in Frankreich und den Niederlanden eine bedeutende Verbreitung. Im Verlauf des 16. Jahrhunderts erlebte der Text zahlreiche Neuauflagen, oft überarbeitet und erweitert von Verlegern und Humanisten. Die Pariser Ausgabe von Abel l’Angelier aus dem Jahr 1579 reiht sich in diese Tradition gelehrter Neubearbeitungen ein, die sich an ein Publikum von Juristen, Hofleuten und Lesern richten, die an zeitgenössischer politischer Geschichte interessiert sind. Das Format in-16° deutet auch auf eine praktische und tragbare Zielsetzung hin, nicht nur auf Monumentalität, als Zeichen einer aktiven Lektüre und nicht nur als Repräsentationsbibliothek.

BIBLIOGRAPHY AND REFERENCES
Bibliotheca Belgica, C 179.
Vgl. von Denis Sauvage überarbeitete Ausgaben; Vergleich mit den Originalausgaben, festgelegt von Jean de Selve, und mit den Ergänzungen von Jean Sleidan.
Cataloghi ICCU/OPAC SBN (parisische Ausgaben von Commynes, 16. Jh.).
BnF, Catalogue général, Einträge "Commynes, Philippe de", Ausgaben von 1579.

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DAS SPIEGEL DES MACHT: LUDWIG XI. UND KARL VIII. IM LABYRINTH DES STAATSRÄSON
Diese seltene Pariser Ausgabe von 1579 der Mémoires von Philippe de Commynes gehört zu den grundlegendsten Texten der modernen politischen Historiographie. Als Werk eines Hofmannes, der die Spannungen zwischen Burgund und Frankreich aus dem Inneren erlebt hat, ist das Buch viel mehr als eine Chronik: Es ist ein implizites Traktat über die Natur der Macht, die Fragilität von Allianzen und die Psychologie der Herrscher. Gedruckt von Abel l’Angelier, einer zentralen Figur der französischen humanistischen Verlagswelt, bewahrt die Ausgabe den Text nahe am Original, angereichert durch bedeutende erudite Eingriffe des 16. Jahrhunderts und fügt sich in jene Epoche ein, in der das historische Gedächtnis zu einem politischen Instrument wird.
MARKET VALUE
Auf dem europäischen Antiquariatsmarkt schwanken die im-16°-Format gehaltenen sechszehnhundert-Ausgaben der Mémoires von Commynes in der Regel zwischen 500 und 800 Euro, je nach Vollständigkeit, Vorhandensein des Einbandleins und Zustand der Bindung. Pergamentexemplare aus der Zeit, vollständig und gut erhalten, können über 1.000 Euro erreichen.

PHYSICAL DESCRIPTION AND CONDITION
Einband aus ganzem weichem Pergament, leicht gelockert, Rückentitel per Hand, Spuren von Verschlussbändern. Notizen und Bleistiftzeichnungen am Rand einiger Blätter und auf dem letzten Blatt. Flecken auf dem Titelblatt, gleichmäßige und physiologische Bräunung. Bei alten Büchern mit jahrhundertelanger Geschichte können einige Mängel auftreten, die in der Beschreibung nicht immer erfasst sind. Seitenzahl: Pp. 6nn; 980; 32nn.

FULL TITLE AND AUTHOR
Les memoires sur les faits et gestes de Loys onziesme et de Charles huitiesme.
Paris, Abel l’Angelier, 1579.
Philippe de Commynes.

CONTEXT AND SIGNIFICANCE
Philippe de Commynes (1447–1511) war Berater zuerst von Karl dem Teme­rarren und später von Ludwig XI. und wurde zu einem der privilegierten Augenzeugen des Übergangs von der spätmittelalterlichen Feudalordnung zum modernen Staat. Seine Mémoires decken insbesondere die Herrschaften Ludwigs XI. und Karls VIII. ab und bieten eine desillusionierte und zutiefst politische Lektüre der Ereignisse.
Die Ausgabe von 1579 trägt zwar den Titel „Mémoires“ wie die von Denis Sauvage überarbeiteten Fassungen, bewahrt aber den Text der Originalausgaben, jenem von Jean de Selve festgelegt, ergänzt durch die „augmentations“ von Jean Sleidan und die Zusammenfassung des Lebens von Angelo Catto unter der Betreuung von Denis Sauvage. Diese schichtende Edition reflektiert das humanistische und confessionalistische Klima des 16. Jahrhunderts, in dem der historische Text aktualisiert und gemäß neuer politischer und religiöser Sensibilitäten neu interpretiert wird.
Commynes wird oft als Vorläufer Niccolò Machiavellis angesehen: Er systematisiert nicht, beobachtet jedoch mit Klarheit das Funktionieren des Hofes, die Diplomatie, den Verrat, die Vorsicht und die Kunst der Regierung. Die Mémoires sind daher ein Schlüssel­dokument zum Verständnis der Entstehung der „Raison d’État“ in Europa.

BIOGRAPHY OF THE AUTHOR
Philippe de Commynes wurde 1447 in den Niederlanden geboren und starb 1511. Von Burgund her ausgebildet, trat er in den Dienst Karls des Teme­rarren, wechselte aber 1472 an den Hof von Ludwig XI. von Frankreich, eine Entscheidung, die seine politische und diplomatische Laufbahn prägte. Er nahm an heiklen Missionen, internationalen Verhandlungen und dem Umgang mit innere­n Spannungen im Königreich teil. Nach Zeiten von Unglück und Gefangenschaft zog er sich schrittweise aus dem öffentlichen Leben zurück und widmete sich der Abfassung der Mémoires, wodurch er posthum zu einem der ersten großen Memorialisten und politischen Analytiker Europas wurde.

PRINTING HISTORY AND CIRCULATION
Die ersten Ausgaben der Mémoires erschienen im frühen 16. Jahrhundert, wenig nach dem Tod des Autors, und fanden in Frankreich und den Niederlanden eine bedeutende Verbreitung. Im Verlauf des 16. Jahrhunderts erlebte der Text zahlreiche Neuauflagen, oft überarbeitet und erweitert von Verlegern und Humanisten. Die Pariser Ausgabe von Abel l’Angelier aus dem Jahr 1579 reiht sich in diese Tradition gelehrter Neubearbeitungen ein, die sich an ein Publikum von Juristen, Hofleuten und Lesern richten, die an zeitgenössischer politischer Geschichte interessiert sind. Das Format in-16° deutet auch auf eine praktische und tragbare Zielsetzung hin, nicht nur auf Monumentalität, als Zeichen einer aktiven Lektüre und nicht nur als Repräsentationsbibliothek.

BIBLIOGRAPHY AND REFERENCES
Bibliotheca Belgica, C 179.
Vgl. von Denis Sauvage überarbeitete Ausgaben; Vergleich mit den Originalausgaben, festgelegt von Jean de Selve, und mit den Ergänzungen von Jean Sleidan.
Cataloghi ICCU/OPAC SBN (parisische Ausgaben von Commynes, 16. Jh.).
BnF, Catalogue général, Einträge "Commynes, Philippe de", Ausgaben von 1579.

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Details

Anzahl der Bücher
1
Thema
Geschichte
Buchtitel
Memoires
Autor/ Illustrator
Commynes
Zustand
Gut
Erscheinungsjahr (ältestes Objekt)
1579
Höhe
123 mm
Auflage
Erstausgabe in diesem Format
Breite
85 mm
Sprache
Französisch
Originalsprache
Ja
Verlag
Paris, Abel l’Angelier, 1579
Bindung
Pergament
Anzahl der Seiten
1018
Verkauft von
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