Zeremonienschale / Ceremonial bowl - ca. 1965-1975 - Easter Island (Ohne mindestpreis)

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Dimitri André
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Zeremonienschale aus Holz von Osterninsel, ca. 1965–1975 datiert, in exzellenter Verfassung und authentisch, aus einer Privatsammlung, ein Stück, Gewicht 1100 g, Maße 23 cm Breite, 59 cm Tiefe, 13 cm Höhe, ohne Ständer verkauft.

KI-gestützte Zusammenfassung

Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung

Mit einer Länge von mehr als einem halben Meter und einem Gewicht von mehr als einem Kilo zählt diese künstlerisch herausragende Zeremonialschale, die mit zwei Rauchseeschwalben verziert ist, zu den wirklich großen Figuren dieses Typs. Sie stammt aus dem Besitz eines deutschen Diplomaten und wurde ihn vermutlich zwischen 1965 und 1975 zu einem offiziellen Anlass - wohl einem Fest - auf der Insel überreicht.

Die Augen aus einem weißen Material, wohl Muschelscheiben und das Zierband mit Osterinselschrift Rongorongo betonen die Qualität dieses Originals. Da das Wissen über die Schrift verloren gegangen ist, wurde offenbar ein alter Text kopiert.

Die Rauchseeschwalbe (Onychoprion fuscatus), auf Rapa Nui „Manu Tara“ genannt, hatte eine zentrale religiöse und kulturelle Bedeutung für die Kultur der Osterinsel. Sie spielte insbesondere im sogenannten Vogelmann-Kult (Tangata Manu) eine wichtige Rolle, der zu den bedeutendsten religiösen Traditionen der Insel in der Zeit nach der Moai-Kultur gehörte. Das jährliche Erscheinen der Rauchseeschwalben markierte den Beginn eines wichtigen religiösen Rituals, bei dem die Vögel auf den vorgelagerten Inseln Motu Nui, Motu Iti und Motu Kao Kao nisteten.

Von besonderer Bedeutung war das erste gelegte Ei der Rauchseeschwalbe, das als heilig galt und als Zeichen göttlicher Gunst angesehen wurde. Vertreter verschiedener Clans nahmen an einem Wettbewerb teil, bei dem sie vom Kultzentrum Orongo die steilen Klippen hinabstiegen und zur Insel Motu Nui schwammen. Derjenige Teilnehmer, der als Erster ein unbeschädigtes Ei zurückbrachte, entschied den Wettbewerb für sich. Der Häuptling seines Clans wurde daraufhin zum Tangata Manu, dem sogenannten Vogelmann, ernannt.

Der Vogelmann galt für die Dauer eines Jahres als religiöser Führer und sakraler Herrscher der Insel. Die Rauchseeschwalbe wurde daher zu einem Symbol für Fruchtbarkeit, Erneuerung und die Verbindung zur spirituellen Welt sowie für die göttliche Legitimation politischer Macht. Besonders nachdem die Moai-Tradition an Bedeutung verloren hatte, entwickelte sich der Vogelmann-Kult zu einem zentralen Bestandteil der religiösen Ordnung der Rapa-Nui-Kultur.

Heute wird die Erinnerung an diese Tradition wieder gepflegt. Seit den 1970er Jahren wird auf der Osterinsel erneut ein kulturelles Fest veranstaltet, das an den Vogelmann-Kult erinnert. Im Rahmen moderner kultureller Feiern und Wettbewerbe wird die historische Bedeutung der Rauchseeschwalbe und des Tangata-Manu-Rituals symbolisch wiederbelebt.

Die Rauchseeschwalbe war somit eines der wichtigsten heiligen Tiere der Osterinsel und stand im Mittelpunkt eines religiösen Systems, das Spiritualität, Naturbeobachtung und politische Macht eng miteinander verband.

Objekte wie diese Schale wurden im 20. Jahrhundert als Willkommensgeschenke eingesetzt. Den im 19. Jahrhundert von Peru aus versklavten Bewohnern der Osterinsel, den Rapa Nui, gelang es mit ihrer kunsthandwerklichen Produktion, ihre Identität zu bewahren, weshalb Stücke aus der Mitte des 20. Jahrhunderts aktuell eine Neubewertung erfahren.



Mit einer Länge von mehr als einem halben Meter und einem Gewicht von mehr als einem Kilo zählt diese künstlerisch herausragende Zeremonialschale, die mit zwei Rauchseeschwalben verziert ist, zu den wirklich großen Figuren dieses Typs. Sie stammt aus dem Besitz eines deutschen Diplomaten und wurde ihn vermutlich zwischen 1965 und 1975 zu einem offiziellen Anlass - wohl einem Fest - auf der Insel überreicht.

Die Augen aus einem weißen Material, wohl Muschelscheiben und das Zierband mit Osterinselschrift Rongorongo betonen die Qualität dieses Originals. Da das Wissen über die Schrift verloren gegangen ist, wurde offenbar ein alter Text kopiert.

Die Rauchseeschwalbe (Onychoprion fuscatus), auf Rapa Nui „Manu Tara“ genannt, hatte eine zentrale religiöse und kulturelle Bedeutung für die Kultur der Osterinsel. Sie spielte insbesondere im sogenannten Vogelmann-Kult (Tangata Manu) eine wichtige Rolle, der zu den bedeutendsten religiösen Traditionen der Insel in der Zeit nach der Moai-Kultur gehörte. Das jährliche Erscheinen der Rauchseeschwalben markierte den Beginn eines wichtigen religiösen Rituals, bei dem die Vögel auf den vorgelagerten Inseln Motu Nui, Motu Iti und Motu Kao Kao nisteten.

Von besonderer Bedeutung war das erste gelegte Ei der Rauchseeschwalbe, das als heilig galt und als Zeichen göttlicher Gunst angesehen wurde. Vertreter verschiedener Clans nahmen an einem Wettbewerb teil, bei dem sie vom Kultzentrum Orongo die steilen Klippen hinabstiegen und zur Insel Motu Nui schwammen. Derjenige Teilnehmer, der als Erster ein unbeschädigtes Ei zurückbrachte, entschied den Wettbewerb für sich. Der Häuptling seines Clans wurde daraufhin zum Tangata Manu, dem sogenannten Vogelmann, ernannt.

Der Vogelmann galt für die Dauer eines Jahres als religiöser Führer und sakraler Herrscher der Insel. Die Rauchseeschwalbe wurde daher zu einem Symbol für Fruchtbarkeit, Erneuerung und die Verbindung zur spirituellen Welt sowie für die göttliche Legitimation politischer Macht. Besonders nachdem die Moai-Tradition an Bedeutung verloren hatte, entwickelte sich der Vogelmann-Kult zu einem zentralen Bestandteil der religiösen Ordnung der Rapa-Nui-Kultur.

Heute wird die Erinnerung an diese Tradition wieder gepflegt. Seit den 1970er Jahren wird auf der Osterinsel erneut ein kulturelles Fest veranstaltet, das an den Vogelmann-Kult erinnert. Im Rahmen moderner kultureller Feiern und Wettbewerbe wird die historische Bedeutung der Rauchseeschwalbe und des Tangata-Manu-Rituals symbolisch wiederbelebt.

Die Rauchseeschwalbe war somit eines der wichtigsten heiligen Tiere der Osterinsel und stand im Mittelpunkt eines religiösen Systems, das Spiritualität, Naturbeobachtung und politische Macht eng miteinander verband.

Objekte wie diese Schale wurden im 20. Jahrhundert als Willkommensgeschenke eingesetzt. Den im 19. Jahrhundert von Peru aus versklavten Bewohnern der Osterinsel, den Rapa Nui, gelang es mit ihrer kunsthandwerklichen Produktion, ihre Identität zu bewahren, weshalb Stücke aus der Mitte des 20. Jahrhunderts aktuell eine Neubewertung erfahren.



Details

Anzahl der Artikel
1
Ethnie/ Kultur
Easter Island
Material
Holz
Sold with stand
Nein
Zustand
exzellenter Zustand
Titel des Kunstwerks
Ceremonial bowl / Ceremonial bowl - ca. 1965-1975
Höhe
13 cm
Breite
23 cm
Tiefe
59 cm
Gewicht
1100 g
Herkunft
Privatsammlung
Authentizität
Original/offiziell
Verkauft von
DeutschlandVerifiziert
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Verkaufte Objekte
100 %
Privat

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