Postmedieval Glas Kleine Strijkkugel / Strijkglas / Bügelglas (Ohne mindestpreis)

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Kleine Strijkglas, postmittelalterliche Kultur, Glas, Durchmesser 66 mm, Höhe 37 mm, Gewicht 272 g, authentisch/original, Zustand Sehr gut +, Datensatz aus den Niederlanden.

KI-gestützte Zusammenfassung

Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung

Was ist ein Strijkbol, Strijkglas oder im Englischen ein ironing glass?

Was wir als Strijkglas bezeichnen, ist ein Gegenstand aus massivem Glas, der rund und kugelförmig ist. Der Hersteller brauchte vermutlich keinen Blasrohr, sondern benutzte einen Eisenstab oder Pontilstiel, um eine Glasmasse aus dem Ofen zu ziehen. Dieses Glas wurde vermutlich auf einer Form geformt, wahrscheinlich unter Verwendung einer Holzplanke oder eines nassen Tuchs. Durch Druckausübung an der Stelle, an der der Stab/Pontil am Glas befestigt war, wurde die Glasmasse etwas hineingedrückt und der Rest des noch vorhandenen Glases konnte bis zu einem Stiel herausgezogen werden. Das ist DIE Methode. Ballen und Stiel sind dann eine Einheit. Wenn der Glasmacher nur den Ball herstellen würde und später einen Stiel ansetzt, ist es nur eine Frage der Zeit, bis dieser Stiel abreißt. Das hat mit Krimpspannungen zwischen dem größeren, massiven/kugelartigen Teil und der vergleichsweise kleineren Oberfläche des Stiels zu tun.

Da im Laufe der Arbeit sehr viele Strijkglazen durch meine Hände gegangen sind, ist mir aufgefallen, dass es nur wenige Anzeichen gab, aus denen ich schließen konnte, dass einst zwingend ein Stiel vorhanden gewesen sein musste. Man könnte doch erwarten, dass Farbunterschiede oder kleine Glasspuren vorhanden sind, an denen eine Stielbefestigung gewesen ist? Es wird daher meiner Meinung nach mehr Strijkglazen ohne Stiel gegeben haben als mit Stiel. Erwähnenswert ist, dass eine multifunktionale Verwendung des „Strijkglas“ nicht ignoriert werden darf. So wurden Glas- oder Glaskugeln mit Stiel auch in der Druckerwelt verwendet. Man drückte/wischte hiermit Farbe und Tinte in die jeweiligen Muster für den Druck ein. Auch um Rohstoffe für Farbe zu mahlen und zu vermengen, war es ein nützliches Werkzeug. Diese Nutzungsweise wird in kleinen Druckereien noch angewendet. Aus England kommen regelmäßig Kugeln mit Stiel aus klarem Glas zu Händlern. Auf Auktionen werden sie als?.. Strijkglazen mit Stiel angeboten!

Wofür wurden Strijkglazen verwendet?
Wir beginnen am Anfang: Wenn Gewebe gefaltet werden musste oder ein Kleidungsstück, große Kragen, Manschetten und hohe Kopfbedeckungen glänzen sollten, benutzte man früher einfach die Hände, um die Falte zu glätten, und wärmte sich etwas länger, damit der Stoff glänzte. Das nun sehr knapp zusammengefasst. Im Büchlein „Strijken, Streek, Gestreken“ mehr darüber. Allgemein ist die Vorstellung, dass Falten in Stoffen oder deren Glanz der Grund war, warum Gegenstände aus Stein, Holz, Knochenmaterial und Glas aufkamen, mit denen gerieben werden konnte. Die Gegenstände mussten rund und glatt sein, um keine Beschädigungen zu verursachen. So soll der Strich/Glänzen entstanden sein. Bei Ausgrabungen sind diese Gegenstände, und die hier diskutierte Funktion zugeordnet, gefunden worden und datieren auf das 10. Jahrhundert.

Eine Glaskugel, die bequem in der Hand liegt, damit kann man Kleidungsstücke besser bearbeiten als mit etwas, das einen Stiel hat. Die Glaskugel wurde in die Hand genommen und so konnte man mit den glatten Seiten über das Kleidungsstück reiben. Die Hüte, die zur Tracht von Marken gehören, werden heute noch mit Arabischem Gummi auf diese Weise geglättet.

Das Strijkglas
Dass man auf der anderen Seite der Wölbung noch eine Glasspur sieht, hat damit zu tun, dass dort das Glas abgebrochen/geschnitten wurde. Pontil oder Nabel nennen wir das, und das hat nichts damit zu tun, dass jemals ein Stiel am Strijkglas gewesen wäre. Wichtig ist jedoch, dass der Glasmacher den Stab/Pontilstiel gut in das kugelige Material eindrückt, denn dann konnte er das Glas (Nabel) so abbrechen/abschneiden, dass es nicht herausragt und das Strijkglas beidseitig verwendet werden konnte.

Was mir aufgefallen ist: Strijkglazen aus „schwarzem“ Glas, wenn es sich um eine Bodenschatz handelt, sind nicht irisierend, aber sobald das Strijkglas aus grünlich-glasigem Glas hergestellt ist, zeigt es Zerfall!
Bei dem dunklen Strijkglas sind die Abriebs-Spuren auf der Ober- und Unterseite gut zu sehen, und ich frage mich, ob diese Abnutzung nur vom Glätten von Kleidungsstücken stammen kann. Die Kratzer im Glas müssen entstanden sein, weil das ‚Strijkglas‘ auch für andere Zwecke verwendet wurde. Diese Abnutzungsspuren treten bei mehreren Strijkglazen auf!

Allerdings sind es sehr seltene Stücke und sie werden nur selten zum Verkauf angeboten. Und schon gar nicht in diesem schönen Zustand!

Auch ist dieses im Vergleich zu anderen Strijkglazen sehr klein. Durchschnittlich sind Strijkglazen immer etwa 8 bis 10 cm im Durchmesser und ca. 4,5 bis 5 cm hoch.

Was auf den Fotos leider schlecht zu sehen ist, sind die hellblauen und grünen Farben, die hier und da durch die Irisation nach außen treten.

Durchmesser: 66 mm.
Höhe: 37 mm.
Gewicht: 272 g.

Zustand: Sehr guter Zustand ohne Mängel und/oder Beschädigungen.

Dieses Los wird sehr gut verpackt versendet über PostNL.

Eine Abholung in Dordrecht nach der Auktion ist natürlich auch möglich.

Was ist ein Strijkbol, Strijkglas oder im Englischen ein ironing glass?

Was wir als Strijkglas bezeichnen, ist ein Gegenstand aus massivem Glas, der rund und kugelförmig ist. Der Hersteller brauchte vermutlich keinen Blasrohr, sondern benutzte einen Eisenstab oder Pontilstiel, um eine Glasmasse aus dem Ofen zu ziehen. Dieses Glas wurde vermutlich auf einer Form geformt, wahrscheinlich unter Verwendung einer Holzplanke oder eines nassen Tuchs. Durch Druckausübung an der Stelle, an der der Stab/Pontil am Glas befestigt war, wurde die Glasmasse etwas hineingedrückt und der Rest des noch vorhandenen Glases konnte bis zu einem Stiel herausgezogen werden. Das ist DIE Methode. Ballen und Stiel sind dann eine Einheit. Wenn der Glasmacher nur den Ball herstellen würde und später einen Stiel ansetzt, ist es nur eine Frage der Zeit, bis dieser Stiel abreißt. Das hat mit Krimpspannungen zwischen dem größeren, massiven/kugelartigen Teil und der vergleichsweise kleineren Oberfläche des Stiels zu tun.

Da im Laufe der Arbeit sehr viele Strijkglazen durch meine Hände gegangen sind, ist mir aufgefallen, dass es nur wenige Anzeichen gab, aus denen ich schließen konnte, dass einst zwingend ein Stiel vorhanden gewesen sein musste. Man könnte doch erwarten, dass Farbunterschiede oder kleine Glasspuren vorhanden sind, an denen eine Stielbefestigung gewesen ist? Es wird daher meiner Meinung nach mehr Strijkglazen ohne Stiel gegeben haben als mit Stiel. Erwähnenswert ist, dass eine multifunktionale Verwendung des „Strijkglas“ nicht ignoriert werden darf. So wurden Glas- oder Glaskugeln mit Stiel auch in der Druckerwelt verwendet. Man drückte/wischte hiermit Farbe und Tinte in die jeweiligen Muster für den Druck ein. Auch um Rohstoffe für Farbe zu mahlen und zu vermengen, war es ein nützliches Werkzeug. Diese Nutzungsweise wird in kleinen Druckereien noch angewendet. Aus England kommen regelmäßig Kugeln mit Stiel aus klarem Glas zu Händlern. Auf Auktionen werden sie als?.. Strijkglazen mit Stiel angeboten!

Wofür wurden Strijkglazen verwendet?
Wir beginnen am Anfang: Wenn Gewebe gefaltet werden musste oder ein Kleidungsstück, große Kragen, Manschetten und hohe Kopfbedeckungen glänzen sollten, benutzte man früher einfach die Hände, um die Falte zu glätten, und wärmte sich etwas länger, damit der Stoff glänzte. Das nun sehr knapp zusammengefasst. Im Büchlein „Strijken, Streek, Gestreken“ mehr darüber. Allgemein ist die Vorstellung, dass Falten in Stoffen oder deren Glanz der Grund war, warum Gegenstände aus Stein, Holz, Knochenmaterial und Glas aufkamen, mit denen gerieben werden konnte. Die Gegenstände mussten rund und glatt sein, um keine Beschädigungen zu verursachen. So soll der Strich/Glänzen entstanden sein. Bei Ausgrabungen sind diese Gegenstände, und die hier diskutierte Funktion zugeordnet, gefunden worden und datieren auf das 10. Jahrhundert.

Eine Glaskugel, die bequem in der Hand liegt, damit kann man Kleidungsstücke besser bearbeiten als mit etwas, das einen Stiel hat. Die Glaskugel wurde in die Hand genommen und so konnte man mit den glatten Seiten über das Kleidungsstück reiben. Die Hüte, die zur Tracht von Marken gehören, werden heute noch mit Arabischem Gummi auf diese Weise geglättet.

Das Strijkglas
Dass man auf der anderen Seite der Wölbung noch eine Glasspur sieht, hat damit zu tun, dass dort das Glas abgebrochen/geschnitten wurde. Pontil oder Nabel nennen wir das, und das hat nichts damit zu tun, dass jemals ein Stiel am Strijkglas gewesen wäre. Wichtig ist jedoch, dass der Glasmacher den Stab/Pontilstiel gut in das kugelige Material eindrückt, denn dann konnte er das Glas (Nabel) so abbrechen/abschneiden, dass es nicht herausragt und das Strijkglas beidseitig verwendet werden konnte.

Was mir aufgefallen ist: Strijkglazen aus „schwarzem“ Glas, wenn es sich um eine Bodenschatz handelt, sind nicht irisierend, aber sobald das Strijkglas aus grünlich-glasigem Glas hergestellt ist, zeigt es Zerfall!
Bei dem dunklen Strijkglas sind die Abriebs-Spuren auf der Ober- und Unterseite gut zu sehen, und ich frage mich, ob diese Abnutzung nur vom Glätten von Kleidungsstücken stammen kann. Die Kratzer im Glas müssen entstanden sein, weil das ‚Strijkglas‘ auch für andere Zwecke verwendet wurde. Diese Abnutzungsspuren treten bei mehreren Strijkglazen auf!

Allerdings sind es sehr seltene Stücke und sie werden nur selten zum Verkauf angeboten. Und schon gar nicht in diesem schönen Zustand!

Auch ist dieses im Vergleich zu anderen Strijkglazen sehr klein. Durchschnittlich sind Strijkglazen immer etwa 8 bis 10 cm im Durchmesser und ca. 4,5 bis 5 cm hoch.

Was auf den Fotos leider schlecht zu sehen ist, sind die hellblauen und grünen Farben, die hier und da durch die Irisation nach außen treten.

Durchmesser: 66 mm.
Höhe: 37 mm.
Gewicht: 272 g.

Zustand: Sehr guter Zustand ohne Mängel und/oder Beschädigungen.

Dieses Los wird sehr gut verpackt versendet über PostNL.

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Details

Kultur
Postmedieval
Jahrhundert/ Zeitraum
16e / 17e eeuw
Name of object
Small ironing ball / ironing glass / ironing glass
Erworben von
Galerie/Antiquitätenhändler
Jahr des Erwerbs
2026
Material
Glas
Erwerbsland
Niederlande
Zustand
Sehr gut +
Vorbesitzer erworben von
Galerie/Antiquitätenhändler
Vorbesitzer – Jahr des Erwerbs
2025
Width
6,6 cm
Vorbesitzer – Erwerbsland
Niederlande
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Ja
Authentizität
Original/offiziell
Verkauft von
NiederlandeVerifiziert
63
Verkaufte Objekte
Privat

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