Cesare - Quae Extant Omnia - 1713






Spezialistin für alte Bücher, spezialisiert auf theologische Streitigkeiten seit 1999.
Käuferschutz auf Catawiki
Ihre Zahlung wird von uns sicher verwahrt, bis Sie Ihr Objekt erhalten.Details ansehen
Trustpilot 4.4 | 128340 Bewertungen
Auf Trustpilot als hervorragend bewertet.
Cesare, Quae Extant Omnia, illustrierte lateinische Ausgabe im Pergamenteinband, 1713 in Leiden und Delft erschienen, 1156 Seiten, in gutem Zustand mit Bildtafeln außerhalb des Textes.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
DIE GROSSEN CAMPAIGNEN CESARS UNTER DER KRITISCHEN LUPE DER MEISTER VON LEIDA
Dutch edition von außergewöhnlich hoher typografischer Qualität und wissenschaftlicher Ausstattung der vollständigen Werke von Gaio Giulio Cesare, veröffentlicht 1713 zwischen Leiden und Delft unter wissenschaftlicher Leitung von Johann Georg Graevius und mit Anmerkungen von Dionysius Vossius. Der Band fügt sich in die große philologische niederländische Epoche zwischen dem 17. und 18. Jahrhundert ein, in der die Niederlande das europäische Zentrum der klassischen Editoren darstellen. Angereichert durch den von Picart gesetzten Titel, ein graviertes Porträt, Landkarten und gefaltete Tafeln, verbindet das Werk Textgenauigkeit und ikonografische Pracht und wird rasch zu einer Editionsform, die “sehr begehrt und selten” ist, wie Schweiger und Dibdin bezeugen.
MARKTVALUE
Vollständige Kopien aller Tafeln, Karten und frontispizen, in einer zeitgleichen ledernen Pergamentbindung, sind heute auf dem internationalen Antiquariatsmarkt stark gefragt. Exemplare in guten Zuständen mit vollständigem bildlichen Apparat liegen im Allgemeinen in einer Preisspanne von 2.500 bis 4.500 Euro, mit Höchstpreisen für besonders frische Kopien, großzügigen Rändern und mit stolzen Provenienzen. Die Anwesenheit der drei gefalteten Landkarten und der elf Tafeln (davon fünf gefaltet), zusammen mit dem von Picart geätzten Titelbild und dem gravierten Porträt, beeinflusst die Bewertung deutlich.
PHYSICAL DESCRIPTION AND CONDITION
Graviertes Frontispiz (von Picart geätzter Titel), graviertes Porträt, 3 gefaltete Landkarten, 11 gravierte Tafeln, davon 5 gefaltet. Leichte Färbungen und Randhandlungen. Zeitgenössische Pergamentbindung, mit Eindruckornamenten und kaltem Goldauftragen, glatte Rückenpartie, leicht gezeichnete Platinen und geringe Spuren von Handhabung; insgesamt robust und strukturell intakt. Kollation: (16), 603; (2), 604-862, (52), 224 S. In alten Büchern, die eine jahrhundertelange Geschichte haben, können einige Mängel vorhanden sein, die in der Beschreibung nicht immer erfasst werden.
VOLLSTÄNDIGSTER TITEL UND AUTOR
Opera quae extant omnia, cum animadversionibus integris Dionysii Vossii et Johannis Davisii, aliisque variis notis; accedit Julius Celsus de vita et rebus gestis C. Julii Caesaris ex museo Joannis Georgii Graevii.
Leiden (Lugduni Batavorum), apud Viduam C. Boutesteyn & S. Luchtmans; Delft (Delphis), apud Adrianum Beman, 1713.
Cesare
Dionysii Vossii et Johannis Davisii
KONTEXT UND BEDEUTUNG
Diese Ausgabe gehört zur großen Tradition der niederländischen Variorum-Ausgaben, konzipiert als endgültige Arbeitsinstrumente für den klassischen Text. Die Arbeit von Dionysius Vossius und Johann Georg Graevius spiegelt den nord- bzw. nordwest-europäischen philologischen Ansatz wider, geprägt durch systematischen Vergleich der Varianten, Wiedergewinnung handschriftlicher Quellen und Integration früher humanistischer Ausgaben. Die Einbeziehung der Julius-Celsus-Biographie erweitert den historischen-kritischen Rahmen und bietet eine gelehrte Lektüre der cesarianischen Gestalt. Das ikonografische Apparat – militärische Karten und bildliche Tafeln – erfüllt den im 18. Jahrhundert typischen Bedarf, Philologie und visuelle Geschichtsdarstellung zu verbinden, was das Werk zu einem Studien- und Repräsentationsobjekt zugleich macht.
BIOGRAPHIE DES AUTORS
Gaius Iulius Caesar (100–44 v. Chr.) war römischer General, Politiker und Schriftsteller. Seine Werke – insbesondere die Commentarii de bello Gallico und de bello Civili – stellen nicht nur eine primäre Quelle für die römische Geschichte dar, sondern auch ein Muster lateinischer Prosa in Klarheit, Mäßigung und Erzählkonstruktion. Die Verlagstradition seiner Werke durchzieht die gesamte Geschichte des europäischen Druckwesens, von den Inkunabeln bis zu den großen modernen kritischen Ausgaben.
PRINTING HISTORY AND CIRCULATION
Gedruckt zwischen Leiden und Delft im Jahr 1713, steht die Ausgabe im Kontext des niederländischen akademischen Verlagswesens, damals eines der angesehensten Europas. Die Verleger Vidua Boutesteyn, S. Luchtmans und Adrianus Beman wirkten in einer stark internationalisierten Umgebung und richteten ihre Ausgaben an ein europäisches Publikum von Gelehrten und Sammlern. Die niederländische Variorum-Tradition trug dazu bei, einen Standard zu setzen, der spätere Ausgaben nachhaltig beeinflusste. Schweiger (II, 46) bezeichnet sie als “Sehr gesucht und selten”, während Dibdin (I, 363) ihren Stellenwert in der historischen Sammlergeschichte der cesarianischen Ausgaben betont.
BIBLIOGRAPHY AND REFERENCES
Schweiger, Handbuch der klassischen Bibliographie, II, Leipzig 1834, S. 46.
Dibdin, Introduction to the Knowledge of Rare and Valuable Editions of the Greek and Latin Classics, I, London 1802, S. 363.
Brunet, Manuel du libraire et de l’amateur de livres, I, Paris 1860, Sp. 1642–1644 (unter Caesar).
Graesse, Trésor de livres rares et précieux, II, Dresden 1863, S. 45–46.
Ebert, Allgemeines bibliographisches Lexikon, I, Leipzig 1821, S. 278–279 (unter Caesar).
Hoffmann, Lexicon bibliographicum, I, Leipzig 1832, S. 259–260.
Fabricius, Bibliotheca Latina, II, Hamburg 1722, S. 89–95 (im Hinblick auf die cesarianische Editions-Tradition).
ICCU – OPAC SBN, Bestandserhebung der Exemplare der Edition Lugduni Batavorum–Delphis, 1713 (Standortermittlung institutioneller Provenienzen).
WorldCat (OCLC), kumulative Datensätze zur Ausgabe 1713 Leiden/Delft, mit Angabe internationaler Holdings.
Der Verkäufer stellt sich vor
DIE GROSSEN CAMPAIGNEN CESARS UNTER DER KRITISCHEN LUPE DER MEISTER VON LEIDA
Dutch edition von außergewöhnlich hoher typografischer Qualität und wissenschaftlicher Ausstattung der vollständigen Werke von Gaio Giulio Cesare, veröffentlicht 1713 zwischen Leiden und Delft unter wissenschaftlicher Leitung von Johann Georg Graevius und mit Anmerkungen von Dionysius Vossius. Der Band fügt sich in die große philologische niederländische Epoche zwischen dem 17. und 18. Jahrhundert ein, in der die Niederlande das europäische Zentrum der klassischen Editoren darstellen. Angereichert durch den von Picart gesetzten Titel, ein graviertes Porträt, Landkarten und gefaltete Tafeln, verbindet das Werk Textgenauigkeit und ikonografische Pracht und wird rasch zu einer Editionsform, die “sehr begehrt und selten” ist, wie Schweiger und Dibdin bezeugen.
MARKTVALUE
Vollständige Kopien aller Tafeln, Karten und frontispizen, in einer zeitgleichen ledernen Pergamentbindung, sind heute auf dem internationalen Antiquariatsmarkt stark gefragt. Exemplare in guten Zuständen mit vollständigem bildlichen Apparat liegen im Allgemeinen in einer Preisspanne von 2.500 bis 4.500 Euro, mit Höchstpreisen für besonders frische Kopien, großzügigen Rändern und mit stolzen Provenienzen. Die Anwesenheit der drei gefalteten Landkarten und der elf Tafeln (davon fünf gefaltet), zusammen mit dem von Picart geätzten Titelbild und dem gravierten Porträt, beeinflusst die Bewertung deutlich.
PHYSICAL DESCRIPTION AND CONDITION
Graviertes Frontispiz (von Picart geätzter Titel), graviertes Porträt, 3 gefaltete Landkarten, 11 gravierte Tafeln, davon 5 gefaltet. Leichte Färbungen und Randhandlungen. Zeitgenössische Pergamentbindung, mit Eindruckornamenten und kaltem Goldauftragen, glatte Rückenpartie, leicht gezeichnete Platinen und geringe Spuren von Handhabung; insgesamt robust und strukturell intakt. Kollation: (16), 603; (2), 604-862, (52), 224 S. In alten Büchern, die eine jahrhundertelange Geschichte haben, können einige Mängel vorhanden sein, die in der Beschreibung nicht immer erfasst werden.
VOLLSTÄNDIGSTER TITEL UND AUTOR
Opera quae extant omnia, cum animadversionibus integris Dionysii Vossii et Johannis Davisii, aliisque variis notis; accedit Julius Celsus de vita et rebus gestis C. Julii Caesaris ex museo Joannis Georgii Graevii.
Leiden (Lugduni Batavorum), apud Viduam C. Boutesteyn & S. Luchtmans; Delft (Delphis), apud Adrianum Beman, 1713.
Cesare
Dionysii Vossii et Johannis Davisii
KONTEXT UND BEDEUTUNG
Diese Ausgabe gehört zur großen Tradition der niederländischen Variorum-Ausgaben, konzipiert als endgültige Arbeitsinstrumente für den klassischen Text. Die Arbeit von Dionysius Vossius und Johann Georg Graevius spiegelt den nord- bzw. nordwest-europäischen philologischen Ansatz wider, geprägt durch systematischen Vergleich der Varianten, Wiedergewinnung handschriftlicher Quellen und Integration früher humanistischer Ausgaben. Die Einbeziehung der Julius-Celsus-Biographie erweitert den historischen-kritischen Rahmen und bietet eine gelehrte Lektüre der cesarianischen Gestalt. Das ikonografische Apparat – militärische Karten und bildliche Tafeln – erfüllt den im 18. Jahrhundert typischen Bedarf, Philologie und visuelle Geschichtsdarstellung zu verbinden, was das Werk zu einem Studien- und Repräsentationsobjekt zugleich macht.
BIOGRAPHIE DES AUTORS
Gaius Iulius Caesar (100–44 v. Chr.) war römischer General, Politiker und Schriftsteller. Seine Werke – insbesondere die Commentarii de bello Gallico und de bello Civili – stellen nicht nur eine primäre Quelle für die römische Geschichte dar, sondern auch ein Muster lateinischer Prosa in Klarheit, Mäßigung und Erzählkonstruktion. Die Verlagstradition seiner Werke durchzieht die gesamte Geschichte des europäischen Druckwesens, von den Inkunabeln bis zu den großen modernen kritischen Ausgaben.
PRINTING HISTORY AND CIRCULATION
Gedruckt zwischen Leiden und Delft im Jahr 1713, steht die Ausgabe im Kontext des niederländischen akademischen Verlagswesens, damals eines der angesehensten Europas. Die Verleger Vidua Boutesteyn, S. Luchtmans und Adrianus Beman wirkten in einer stark internationalisierten Umgebung und richteten ihre Ausgaben an ein europäisches Publikum von Gelehrten und Sammlern. Die niederländische Variorum-Tradition trug dazu bei, einen Standard zu setzen, der spätere Ausgaben nachhaltig beeinflusste. Schweiger (II, 46) bezeichnet sie als “Sehr gesucht und selten”, während Dibdin (I, 363) ihren Stellenwert in der historischen Sammlergeschichte der cesarianischen Ausgaben betont.
BIBLIOGRAPHY AND REFERENCES
Schweiger, Handbuch der klassischen Bibliographie, II, Leipzig 1834, S. 46.
Dibdin, Introduction to the Knowledge of Rare and Valuable Editions of the Greek and Latin Classics, I, London 1802, S. 363.
Brunet, Manuel du libraire et de l’amateur de livres, I, Paris 1860, Sp. 1642–1644 (unter Caesar).
Graesse, Trésor de livres rares et précieux, II, Dresden 1863, S. 45–46.
Ebert, Allgemeines bibliographisches Lexikon, I, Leipzig 1821, S. 278–279 (unter Caesar).
Hoffmann, Lexicon bibliographicum, I, Leipzig 1832, S. 259–260.
Fabricius, Bibliotheca Latina, II, Hamburg 1722, S. 89–95 (im Hinblick auf die cesarianische Editions-Tradition).
ICCU – OPAC SBN, Bestandserhebung der Exemplare der Edition Lugduni Batavorum–Delphis, 1713 (Standortermittlung institutioneller Provenienzen).
WorldCat (OCLC), kumulative Datensätze zur Ausgabe 1713 Leiden/Delft, mit Angabe internationaler Holdings.
