Eine Holzskulptur - Urhobo - Nigeria (Ohne mindestpreis)






Verfügt über einen Postgraduiertenabschluss in Afrikastudien und 15 Jahre Erfahrung in afrikanischer Kunst.
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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Eine Mutter-Kind-Figur der Urhobo im Süden Nigerias, gesammelt im Delta-Staat im Süden.
Diese Mutter-Kind-Figur der Urhobo-Bevölkerung im Süden Nigerias, gesammelt im Delta-Staat, veranschaulicht die charakteristische skulpturale Sprache, die mit den Urhobo-Schnitztraditionen verbunden ist. Auf einem schlichten, ungeschmückten Stuhl sitzend, projiziert die üppige weibliche Figur mit ihren kräftigen Oberschenkeln und deutlich modellierten Gesäßpartien eine imposante physische Präsenz. Die Betonung körperlicher Fülle sollte nicht als bloßen Naturalismus verstanden werden; vielmehr artikuliert sie Ideale von Reife, Fruchtbarkeit und sozialer sowie biologischer Potenz.
Die leicht nach vorne geneigte Haltung ist kennzeichnend für urhobo-figürliche Skulpturen. Der Torso neigt sich subtil, wodurch ein Gefühl von eingefasster Dynamik entsteht – zwischen Stillstand und latentem Bewegungspotenzial. Die fest am Boden verankerten Beine verankern die Figur am Ground, vermitteln Stabilität und Verwurzelung, Werte, die tief in das soziale und spirituelle Gefüge der Urhobo eingewebt sind. Dieses kompositorische Gleichgewicht zwischen Masse und Neigung erzeugt eine skulpturale Spannung, die die ansonsten statische Sitzhaltung belebt.
Die Hände der Mutter sind groß und deutlich gearbeitet und halten das saugende Kind in einer Geste, die zugleich schützend und autoritativ ist. Eine solche unverhältnismäßige Behandlung der Hände ist ein bedeutendes stilistisches Merkmal, das Handeln, Fürsorge und schöpferische Kraft betont. Das Kind, in kleinerem Maßstab dargestellt und eng an den mütterlichen Körper gefügt, verstärkt die visuelle Hierarchie zwischen Mutter und Säugling, hebt Abhängigkeit und Kontinuität hervor.
Besonders bemerkenswert ist die Behandlung von Kopf und Blick. Wie bei vielen afrikanischen Mutterschafts-Figuren richtet sich die Blickführung der Mutter nicht zum stillenden Kind, sondern blickt nach außen, scheinbar ins Leere. Diese Distanz sollte nicht als emotionale Entfernung gelesen werden; vielmehr deutet sie auf eine Orientierung in eine metaphysische Sphäre hin. Der Ausdruck, oft zurückhaltend und introspektiv, verortet Mutterschaft in einer umfassenderen kosmologischen Ordnung, in der Fruchtbarkeit, Ahnenpräsenz und spiritueller Schutz sich kreuzen. In urhobo-Kontexten wurden solche Figuren häufig in rituelle Praxis eingebunden, wobei die geschnitzte Form als Gefäß für immaterielle Kräfte fungierte.
Die formale Ökonomie der Komposition – die Einfachheit des Stuhls, die klare Artikulation der Körpervolumen, die Priorisierung von Masse über aufwändige Details – erhöht die plastische Kohärenz der Skulptur. Die Verzierung ist zurückgenommen zugunsten klarer Formvolumina. Die Oberfläche bewahrt Spuren des Schnitzens, sodass die Materialität des Holzes wahrnehmbar und integraler Bestandteil der ästhetischen Wirkung des Werks bleibt.
Innerhalb des breiteren Urhobo-Korpuses, einer Tradition, die durch kulturellen Austausch mit benachbarten Gruppen in der Niger-Delta-Region geprägt wurde, nehmen Mutterschaftsfiguren eine zentrale ikonografische Stellung ein. Sie zeigen nicht bloß eine einzelne Mutter und ihr Kind, sondern materialisieren kollektive Ideale von weiblicher Stärke, Kontinuität und spiritueller Vermittlung. Diese Skulptur steht somit als eindrucksvolles Beispiel dafür, wie Urhobo-Künstler physische Monumentalität, formale Zurückhaltung und metaphysische Resonanz zu einer kraftvollen visuellen Aussage vereinten.
Der Verkäufer stellt sich vor
Übersetzt mit Google ÜbersetzerEine Mutter-Kind-Figur der Urhobo im Süden Nigerias, gesammelt im Delta-Staat im Süden.
Diese Mutter-Kind-Figur der Urhobo-Bevölkerung im Süden Nigerias, gesammelt im Delta-Staat, veranschaulicht die charakteristische skulpturale Sprache, die mit den Urhobo-Schnitztraditionen verbunden ist. Auf einem schlichten, ungeschmückten Stuhl sitzend, projiziert die üppige weibliche Figur mit ihren kräftigen Oberschenkeln und deutlich modellierten Gesäßpartien eine imposante physische Präsenz. Die Betonung körperlicher Fülle sollte nicht als bloßen Naturalismus verstanden werden; vielmehr artikuliert sie Ideale von Reife, Fruchtbarkeit und sozialer sowie biologischer Potenz.
Die leicht nach vorne geneigte Haltung ist kennzeichnend für urhobo-figürliche Skulpturen. Der Torso neigt sich subtil, wodurch ein Gefühl von eingefasster Dynamik entsteht – zwischen Stillstand und latentem Bewegungspotenzial. Die fest am Boden verankerten Beine verankern die Figur am Ground, vermitteln Stabilität und Verwurzelung, Werte, die tief in das soziale und spirituelle Gefüge der Urhobo eingewebt sind. Dieses kompositorische Gleichgewicht zwischen Masse und Neigung erzeugt eine skulpturale Spannung, die die ansonsten statische Sitzhaltung belebt.
Die Hände der Mutter sind groß und deutlich gearbeitet und halten das saugende Kind in einer Geste, die zugleich schützend und autoritativ ist. Eine solche unverhältnismäßige Behandlung der Hände ist ein bedeutendes stilistisches Merkmal, das Handeln, Fürsorge und schöpferische Kraft betont. Das Kind, in kleinerem Maßstab dargestellt und eng an den mütterlichen Körper gefügt, verstärkt die visuelle Hierarchie zwischen Mutter und Säugling, hebt Abhängigkeit und Kontinuität hervor.
Besonders bemerkenswert ist die Behandlung von Kopf und Blick. Wie bei vielen afrikanischen Mutterschafts-Figuren richtet sich die Blickführung der Mutter nicht zum stillenden Kind, sondern blickt nach außen, scheinbar ins Leere. Diese Distanz sollte nicht als emotionale Entfernung gelesen werden; vielmehr deutet sie auf eine Orientierung in eine metaphysische Sphäre hin. Der Ausdruck, oft zurückhaltend und introspektiv, verortet Mutterschaft in einer umfassenderen kosmologischen Ordnung, in der Fruchtbarkeit, Ahnenpräsenz und spiritueller Schutz sich kreuzen. In urhobo-Kontexten wurden solche Figuren häufig in rituelle Praxis eingebunden, wobei die geschnitzte Form als Gefäß für immaterielle Kräfte fungierte.
Die formale Ökonomie der Komposition – die Einfachheit des Stuhls, die klare Artikulation der Körpervolumen, die Priorisierung von Masse über aufwändige Details – erhöht die plastische Kohärenz der Skulptur. Die Verzierung ist zurückgenommen zugunsten klarer Formvolumina. Die Oberfläche bewahrt Spuren des Schnitzens, sodass die Materialität des Holzes wahrnehmbar und integraler Bestandteil der ästhetischen Wirkung des Werks bleibt.
Innerhalb des breiteren Urhobo-Korpuses, einer Tradition, die durch kulturellen Austausch mit benachbarten Gruppen in der Niger-Delta-Region geprägt wurde, nehmen Mutterschaftsfiguren eine zentrale ikonografische Stellung ein. Sie zeigen nicht bloß eine einzelne Mutter und ihr Kind, sondern materialisieren kollektive Ideale von weiblicher Stärke, Kontinuität und spiritueller Vermittlung. Diese Skulptur steht somit als eindrucksvolles Beispiel dafür, wie Urhobo-Künstler physische Monumentalität, formale Zurückhaltung und metaphysische Resonanz zu einer kraftvollen visuellen Aussage vereinten.
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