Eine Bronzeskulptur - Manila - Benin - Nigeria (Ohne mindestpreis)






Verfügt über einen Postgraduiertenabschluss in Afrikastudien und 15 Jahre Erfahrung in afrikanischer Kunst.
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Drei Manilla aus Benin/Edo, Nigeria, mit grünlich oxidierter Patina, Durchmesser 8 cm, authentisch.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Three Manilla, Nigeria, Benin/Edo region, greenish oxidized patina.
Manillas sind markant armbandförmige Objekte, typischerweise aus Kupfer oder Messing gegossen, die weite Verbreitung in Westafrika fanden, auch in der Benin/Edo-Region des heutigen Nigeria. In die westafrikanischen Handelnetzwerke vom 15. Jahrhundert an eingeführt, oft über portugiesische und später europäische Kaufleute, diente Manilla primär als Währung und erleichterte den Austausch in Gütern wie Stoffen, Palmöl und im Zeitalter des transatlantischen Handels auch von versklavten Menschen. Ihre gebogene, offen endende Form machte sie tragbar, teilbar und visuell erkennbar, was ihre weite Verbreitung in verschiedenen sozialen und wirtschaftlichen Kontexten ermöglichte.
Jenseits ihrer utilitarischen Funktion erlangten Manillas eine tiefe soziale, politische und rituelle Bedeutung innerhalb der Edo-Gesellschaft. Häuptlinge, reiche Kaufleute und rituelle Spezialisten sammelten sie, um Status zu zeigen, hierarchische Autorität zu festigen und an höfischen Zeremonien teilzunehmen. Sie wurden oft Göttern oder Ahnen geopfert, in Schreinsinstallationen integriert oder bei Übergangsriten verwendet, womit ihre Rolle als Vermittler zwischen materiellem Reichtum und spiritueller Kraft betont wird. Manillas wurden so zu Objekten, an denen sich das Ökonomische und das Kosmische schneiden, die sowohl weltlichen als auch heiligen Wert verkörpern.
Typologisch variieren Manillas in Größe, Gewicht und dekorativem Detail, wobei regionale Varianten Herkunft, beabsichtigte Verwendung oder symbolisches Gewicht signalisieren. In Benin etwa wurden einige kunstvoll gegossen, um während Festlichkeiten ceremonial verteilt oder als Tribut gegeben zu werden, wodurch Netzwerke von Loyalität und sozialer Kohäsion gestärkt wurden.
Als historische Artefakte veranschaulichen Manillas das komplexe Verflechten lokaler Handlungsfähigkeit und globalen Handels, indem importiertes Metall zu Instrumenten von Wohlstand, ritueller Praxis und kulturellem Ausdruck wird. Sie bleiben ein fesselndes Zeugnis der Fähigkeit des Edo-Volkes, fremde Materialien in beständige Systeme sozialer und spiritueller Bedeutung zu integrieren.
CAB36571
Durchmesser: 8 cm / 8 cm / 8 cm
Gewicht: 118 g / 122 g / 126 g
Der Verkäufer stellt sich vor
Übersetzt mit Google ÜbersetzerThree Manilla, Nigeria, Benin/Edo region, greenish oxidized patina.
Manillas sind markant armbandförmige Objekte, typischerweise aus Kupfer oder Messing gegossen, die weite Verbreitung in Westafrika fanden, auch in der Benin/Edo-Region des heutigen Nigeria. In die westafrikanischen Handelnetzwerke vom 15. Jahrhundert an eingeführt, oft über portugiesische und später europäische Kaufleute, diente Manilla primär als Währung und erleichterte den Austausch in Gütern wie Stoffen, Palmöl und im Zeitalter des transatlantischen Handels auch von versklavten Menschen. Ihre gebogene, offen endende Form machte sie tragbar, teilbar und visuell erkennbar, was ihre weite Verbreitung in verschiedenen sozialen und wirtschaftlichen Kontexten ermöglichte.
Jenseits ihrer utilitarischen Funktion erlangten Manillas eine tiefe soziale, politische und rituelle Bedeutung innerhalb der Edo-Gesellschaft. Häuptlinge, reiche Kaufleute und rituelle Spezialisten sammelten sie, um Status zu zeigen, hierarchische Autorität zu festigen und an höfischen Zeremonien teilzunehmen. Sie wurden oft Göttern oder Ahnen geopfert, in Schreinsinstallationen integriert oder bei Übergangsriten verwendet, womit ihre Rolle als Vermittler zwischen materiellem Reichtum und spiritueller Kraft betont wird. Manillas wurden so zu Objekten, an denen sich das Ökonomische und das Kosmische schneiden, die sowohl weltlichen als auch heiligen Wert verkörpern.
Typologisch variieren Manillas in Größe, Gewicht und dekorativem Detail, wobei regionale Varianten Herkunft, beabsichtigte Verwendung oder symbolisches Gewicht signalisieren. In Benin etwa wurden einige kunstvoll gegossen, um während Festlichkeiten ceremonial verteilt oder als Tribut gegeben zu werden, wodurch Netzwerke von Loyalität und sozialer Kohäsion gestärkt wurden.
Als historische Artefakte veranschaulichen Manillas das komplexe Verflechten lokaler Handlungsfähigkeit und globalen Handels, indem importiertes Metall zu Instrumenten von Wohlstand, ritueller Praxis und kulturellem Ausdruck wird. Sie bleiben ein fesselndes Zeugnis der Fähigkeit des Edo-Volkes, fremde Materialien in beständige Systeme sozialer und spiritueller Bedeutung zu integrieren.
CAB36571
Durchmesser: 8 cm / 8 cm / 8 cm
Gewicht: 118 g / 122 g / 126 g
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Klausenerplatz 7
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