Eine Eisenglocke. - voodoo - Telefon - Togo (Ohne mindestpreis)

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Dimitri André
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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung

Diese ritualistische Skulptur gehört zur Tradition der Machtfiguren (bocio), die unter den Fon sprechenden Völkern im Süden Benins und angrenzenden Regionen Togos hergestellt werden. Innerhalb des religiösen Systems des Vodun fungieren solche Figuren als aktivierte rituelle Instrumente und nicht als rein repräsentative Kunstwerke. Sie werden von rituellen Spezialisten geschaffen und damit ausgestattet, um Individuen oder Gemeinschaften zu schützen, böswillige Kräfte zu bekämpfen und zwischen der menschlichen und der spirituellen Sphäre zu vermitteln.

Das vorliegende Exemplar ist um einen Holzrahmen herum aufgebaut, der von einer kleinen anthropomorphen Figur gekrönt wird. Dem Gestell sind Überreste von Leder und anderen organischen Materialien beigefügt, die einst Teil eines größeren Assemblages von Substanzen bildeten, die mit ritueller Potenz erfüllt waren. In der Praxis der Fon werden diese Materialien – oft gemeinschaftlich als bo bezeichnet – als Träger und Kanal spiritueller Kraft angesehen. Ihre Gegenwart und deren allmähliche Ansammlung über die Zeit zeugen von der lang anhaltenden rituellen Nutzung des Objekts.

Eiserne Elemente, die am Kopf montiert sind, darunter ein Donner-Eisen und eine kleine Glocke, betonen außerdem die schützende und autoritäre Funktion der Figur. Eisen hat in westafrikanischen Religions-Traditionen eine besondere symbolische Bedeutung und wird häufig mit mächtigen spirituellen Kräften in Verbindung gebracht, die mit Blitz, Krieg und Transformation verknüpft sind und die Sphäre von Gottheiten wie Shango heraufbeschwören. Glocken spielen ebenfalls eine wichtige Rolle in rituellen Praktiken, dienen dazu, spirituelle Wesen anzuziehen oder anzusprechen und Momente der Invocation zu markieren.

Die dunkle Oberfläche und die geschichtete Patina, bestehend aus Rückständen von Libationen, Opfergaben und wiederholtem Umgang, spiegeln das aktive rituelle Leben des Objekts wider. In der Kosmologie der Fon ist die Wirksamkeit eines bocio nicht statisch, sondern kumulativ: Seine Kraft wächst durch fortgesetzte rituelle Einbindung. Solche materiellen Akuumulationen repräsentieren daher nicht den Verfall, sondern die sichtbare Aufzeichnung der spirituellen Aktivierung des Objekts.

Nun auf einer modernen dunklen Basis zur Ausstellung montiert, steht die Skulptur als Zeugnis der komplexen materiellen und spirituellen Praktiken der Vodun-Ritualtraditionen im Küstenwestafrika.

CAB36994

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Diese ritualistische Skulptur gehört zur Tradition der Machtfiguren (bocio), die unter den Fon sprechenden Völkern im Süden Benins und angrenzenden Regionen Togos hergestellt werden. Innerhalb des religiösen Systems des Vodun fungieren solche Figuren als aktivierte rituelle Instrumente und nicht als rein repräsentative Kunstwerke. Sie werden von rituellen Spezialisten geschaffen und damit ausgestattet, um Individuen oder Gemeinschaften zu schützen, böswillige Kräfte zu bekämpfen und zwischen der menschlichen und der spirituellen Sphäre zu vermitteln.

Das vorliegende Exemplar ist um einen Holzrahmen herum aufgebaut, der von einer kleinen anthropomorphen Figur gekrönt wird. Dem Gestell sind Überreste von Leder und anderen organischen Materialien beigefügt, die einst Teil eines größeren Assemblages von Substanzen bildeten, die mit ritueller Potenz erfüllt waren. In der Praxis der Fon werden diese Materialien – oft gemeinschaftlich als bo bezeichnet – als Träger und Kanal spiritueller Kraft angesehen. Ihre Gegenwart und deren allmähliche Ansammlung über die Zeit zeugen von der lang anhaltenden rituellen Nutzung des Objekts.

Eiserne Elemente, die am Kopf montiert sind, darunter ein Donner-Eisen und eine kleine Glocke, betonen außerdem die schützende und autoritäre Funktion der Figur. Eisen hat in westafrikanischen Religions-Traditionen eine besondere symbolische Bedeutung und wird häufig mit mächtigen spirituellen Kräften in Verbindung gebracht, die mit Blitz, Krieg und Transformation verknüpft sind und die Sphäre von Gottheiten wie Shango heraufbeschwören. Glocken spielen ebenfalls eine wichtige Rolle in rituellen Praktiken, dienen dazu, spirituelle Wesen anzuziehen oder anzusprechen und Momente der Invocation zu markieren.

Die dunkle Oberfläche und die geschichtete Patina, bestehend aus Rückständen von Libationen, Opfergaben und wiederholtem Umgang, spiegeln das aktive rituelle Leben des Objekts wider. In der Kosmologie der Fon ist die Wirksamkeit eines bocio nicht statisch, sondern kumulativ: Seine Kraft wächst durch fortgesetzte rituelle Einbindung. Solche materiellen Akuumulationen repräsentieren daher nicht den Verfall, sondern die sichtbare Aufzeichnung der spirituellen Aktivierung des Objekts.

Nun auf einer modernen dunklen Basis zur Ausstellung montiert, steht die Skulptur als Zeugnis der komplexen materiellen und spirituellen Praktiken der Vodun-Ritualtraditionen im Küstenwestafrika.

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Details

Einheimischer Name des Objekts
voodoo
Ethnie/ Kultur
Fon
Herkunftsland
Togo
Material
Gusseisen, Holz
Sold with stand
Nein
Zustand
Angemessener Zustand
Titel des Kunstwerks
A iron bell
Höhe
27 cm
Gewicht
440 g
Authentizität
Original/offiziell
Verkauft von
DeutschlandVerifiziert
5964
Verkaufte Objekte
99,55 %
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Rechtliche Informationen des Verkäufers

Unternehmen:
Jaenicke Njoya GmbH
Repräsentant:
Wolfgang Jaenicke
Adresse:
Jaenicke Njoya GmbH
Klausenerplatz 7
14059 Berlin
GERMANY
Telefonnummer:
+493033951033
Email:
w.jaenicke@jaenicke-njoya.com
USt-IdNr.:
DE241193499

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