Eine Holzskulptur - Kusu - DR Kongo (Ohne mindestpreis)

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Dimitri André
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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung

Diese stehende Figur der Kusu aus Zaire (Demokratische Republik Kongo) veranschaulicht die skulpturale Tradition des Kusu-Volkes, einer ethnischen Gruppe im Südosten des Kongo-Gebiets, in der Nähe der Flusstäler von Lualaba und Lomami. Die Figur steht auf einer abgerundeten Basis, ein typisches Merkmal der Kusu-Statuen, das Stabilität bietet und die Vertikalität betont, während ihre verlängerten Proportionen und die vereinfachten yet ausdrucksstarken Züge sowohl ästhetische Verfeinerung als auch rituelle Kraft widerspiegeln.

Unter den Kusu dienten stehende Figuren in der Regel als Ahnen- oder Schutzobjekte in privaten oder gemeinschaftlichen Schreinen. Sie wurden in Zeremonien verwendet, um Stammesgründer zu ehren, spirituelle Führung heraufzubeschwören oder das Wohlbefinden des Haushalts oder des Dorfes zu schützen. Oberflächenabnutzung und Patina deuten auf wiederholte rituelle Handhabung hin und unterstreichen das aktive spirituelle Leben dieser Objekte über ihre rein visuelle Wirkung hinaus.

Besonders auffällig in diesem Beispiel ist das Vorhandensein von geflochtenen Textilien, die am Kopf befestigt sind – ein Merkmal, das eine tiefgreifende symbolische und rituelle Bedeutung trägt. In der Kusu-Kosmologie gilt der Kopf als Ort spiritueller Energie und Identität. Die geflochtenen Faserstränge dienen dazu, die Figur zu aktivieren, oft mit medizinischen Pulvern, heiligem Erdreich oder anderen rituellen Substanzen beladen, und verwandeln sie in ein Gefäß dolle Ahnen- oder Schutzmacht. Sie signalisieren außerdem den Status der Figur als spiritueller Agent, erinnern an menschliche Frisuren oder zeremonielle Kopfbedeckungen und bewahren die Kontinuität zwischen lebenden Gemeinschaften und der in der Skulptur verkörperten spirituellen Präsenz. Durch diese Eingriffe wird das Objekt ständig erneuert und verstärkt seine Wirksamkeit innerhalb des Schreins oder des rituellen Raums.

Kulturell nimmt die Kusu-Skulptur eine eigenständige Stellung im breiteren künstlerischen Gefüge des südöstlichen Kongo ein. Während sie mit benachbarten Gruppen verwandt ist, unterscheiden sich Kusu-Formen deutlich von Hemba- und Luba-Skulpturen. Hemba-Figuren betonen stark abstrakte, introspektive Köpfe mit markanter Sarcierung, eng verbunden mit Ahnenkulten und Herrschaft, während Luba-Statuen oft elaborierte modellierte Torso-Objekte oder Gegenstände in den Händen zeigen, die politische Autorität und kosmologische Symbolik widerspiegeln. Kusu-Figuren hingegen verbinden Vertikalität und expressive Abstraktion mit einer zurückhaltenden Ästhetik, wobei die spirituelle Präsenz stärker betont wird als eine hierarchische Schau.

Diese stehende Figur, mit sorgfältigem Modellieren, zurückhaltenden Details und rituell aktivierten Frisieradornamen, veranschaulicht die Kusu-Synthese aus Abstraktion, ritueller Funktion und symbolischer Ausdruckskraft und bietet Einblick in eine eigenständige kulturelle und künstlerische Linie im Südosten des Kongo, während sie die Vielfalt zentralafrikanischer Skulpturtraditionen hervorhebt.

CAB37548

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Diese stehende Figur der Kusu aus Zaire (Demokratische Republik Kongo) veranschaulicht die skulpturale Tradition des Kusu-Volkes, einer ethnischen Gruppe im Südosten des Kongo-Gebiets, in der Nähe der Flusstäler von Lualaba und Lomami. Die Figur steht auf einer abgerundeten Basis, ein typisches Merkmal der Kusu-Statuen, das Stabilität bietet und die Vertikalität betont, während ihre verlängerten Proportionen und die vereinfachten yet ausdrucksstarken Züge sowohl ästhetische Verfeinerung als auch rituelle Kraft widerspiegeln.

Unter den Kusu dienten stehende Figuren in der Regel als Ahnen- oder Schutzobjekte in privaten oder gemeinschaftlichen Schreinen. Sie wurden in Zeremonien verwendet, um Stammesgründer zu ehren, spirituelle Führung heraufzubeschwören oder das Wohlbefinden des Haushalts oder des Dorfes zu schützen. Oberflächenabnutzung und Patina deuten auf wiederholte rituelle Handhabung hin und unterstreichen das aktive spirituelle Leben dieser Objekte über ihre rein visuelle Wirkung hinaus.

Besonders auffällig in diesem Beispiel ist das Vorhandensein von geflochtenen Textilien, die am Kopf befestigt sind – ein Merkmal, das eine tiefgreifende symbolische und rituelle Bedeutung trägt. In der Kusu-Kosmologie gilt der Kopf als Ort spiritueller Energie und Identität. Die geflochtenen Faserstränge dienen dazu, die Figur zu aktivieren, oft mit medizinischen Pulvern, heiligem Erdreich oder anderen rituellen Substanzen beladen, und verwandeln sie in ein Gefäß dolle Ahnen- oder Schutzmacht. Sie signalisieren außerdem den Status der Figur als spiritueller Agent, erinnern an menschliche Frisuren oder zeremonielle Kopfbedeckungen und bewahren die Kontinuität zwischen lebenden Gemeinschaften und der in der Skulptur verkörperten spirituellen Präsenz. Durch diese Eingriffe wird das Objekt ständig erneuert und verstärkt seine Wirksamkeit innerhalb des Schreins oder des rituellen Raums.

Kulturell nimmt die Kusu-Skulptur eine eigenständige Stellung im breiteren künstlerischen Gefüge des südöstlichen Kongo ein. Während sie mit benachbarten Gruppen verwandt ist, unterscheiden sich Kusu-Formen deutlich von Hemba- und Luba-Skulpturen. Hemba-Figuren betonen stark abstrakte, introspektive Köpfe mit markanter Sarcierung, eng verbunden mit Ahnenkulten und Herrschaft, während Luba-Statuen oft elaborierte modellierte Torso-Objekte oder Gegenstände in den Händen zeigen, die politische Autorität und kosmologische Symbolik widerspiegeln. Kusu-Figuren hingegen verbinden Vertikalität und expressive Abstraktion mit einer zurückhaltenden Ästhetik, wobei die spirituelle Präsenz stärker betont wird als eine hierarchische Schau.

Diese stehende Figur, mit sorgfältigem Modellieren, zurückhaltenden Details und rituell aktivierten Frisieradornamen, veranschaulicht die Kusu-Synthese aus Abstraktion, ritueller Funktion und symbolischer Ausdruckskraft und bietet Einblick in eine eigenständige kulturelle und künstlerische Linie im Südosten des Kongo, während sie die Vielfalt zentralafrikanischer Skulpturtraditionen hervorhebt.

CAB37548

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Details

Ethnie/ Kultur
Kusu
Herkunftsland
DR Kongo
Material
Holz
Sold with stand
Nein
Zustand
Angemessener Zustand
Titel des Kunstwerks
A wooden sculpture
Höhe
55 cm
Gewicht
2,9 kg
Authentizität
Original/offiziell
Verkauft von
DeutschlandVerifiziert
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Verkaufte Objekte
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