Eine Terrakotta-Skulptur. - Koussasse - Togo (Ohne mindestpreis)

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Dimitri André
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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung

Eine Terrakotta-Skulptur der Koussasse-Leute aus dem nördlichen Togo, bei der ein Arm gebrochen war und wieder zusammengefügt wurde.

Diese Terrakotta-Skulptur der Koussasse-People aus dem Norden Togos präsentiert ein eindrucksvolles Beispiel regionaler skulpturaler Ausdrucksformen, die formale Abstraktion mit subtilen anthropomorphen Hinweisen verbinden. Die Figur zeichnet sich durch verkürzte Gliedmaßen und einen ausgeprägten Nackenkeller oder Kragen aus, der eine stilisierte Herangehensweise an die Darstellung des Körpers nahelegt. Der Kragen, der den runden Hals umschließt, ist ein Merkmal, das in benachbarten Skulpturtraditionen, insbesondere bei den Moba, oft mit weiblichen Merkmalen assoziiert wird, wo solche Zierelemente weibliche Identität und soziale Rolle signalisieren.

Dennoch, im Kontrast zu den durch den Halszierat nahegelegten weiblichen Assoziationen scheint der Torso ein primäres männliches Geschlechtsmerkmal zu offenbaren, was eine interessante Ambiguität in der Geschlechtsdarstellung erzeugt. Diese Dualität könnte entweder auf eine symbolische Verschmelzung männlicher und weiblicher Attribute hindeuten oder auf eine lokale Auslegungskonvention in der koussasseischen künstlerischen Praxis, bei der das Zusammenspiel geschlechtsspezifischer Merkmale soziale, rituelle oder kosmologische Bedeutung vermittelt statt eine wörtliche biologische Identität zu repräsentieren.

Die Koussasse stehen historisch und kulturell in Beziehung zu den Moba- und Konkomba-Völkern, mit denen sie sprachliche, soziale und rituelle Verwandtschaften teilen. Während die Moba für robuste Terrakotta- und Steinstatuen bekannt sind, die oft geschlechtsspezifische oder ahnenbezogene Merkmale betonen, und die Konkomba für ihre Holz- und Stein-Efigen, die in Orakeln und rituellen Kontexten verwendet werden, nehmen die Koussasse-Skulpturen eine formale und symbolische Mittellage ein. Ihre Arbeiten spiegeln gemeinsame ästhetische Prinzipien wider, wie Abstraktion, Betonung des Rumpfes und kodifizierte Ornamentik, weisen aber zugleich charakteristische lokale Innovationen auf, wie die Kombination aus verkürzten Gliedmaßen und gender-ambiguen Körpermarkern.

Funktionell dienten diese Terrakotta-Figuren vermutlich als rituelle oder gedenkische Objekte, die soziale Erinnerung, Ahnenpräsenz oder moralische und kosmologische Prinzipien verkörpern. Die Ambiguität der geschlechtsspezifischen Merkmale könnte die Rolle der Figur als Vermittler zwischen Dualitäten verstärkt haben – Mann und Frau, Sterblichkeit und Spiritualität, Individuum und Gemeinschaft. Die polierte Oberfläche und die stilisierte Anatomie unterstreichen sowohl fachliches Können als auch ein Bewusstsein für visuelle Symbolik und integrieren Form, Material und Funktion zu einer kohärenten kulturellen Aussage.

Materialien und Bauweise: Ausgehauener Stein, polierte Oberfläche; Torso mit sichtbaren anatomischen Details; verkürzte Gliedmaßen; Halsring-Schmuck.

Bedeutung: Spiegelt das koussasseische Engagement mit den Skulpturtraditionen der Moba und Konkomba wider; verkörpert sowohl geschlechtsbezogene als auch symbolische Uneindeutigkeit; wahrscheinlich in rituellen, gedenkenden oder Ahnenkontexten verwendet; demonstriert das nuancierte Zusammenspiel regionaler stilistischer Konventionen und lokaler Innovation.

Informant: Ouro

CAB36278

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Eine Terrakotta-Skulptur der Koussasse-Leute aus dem nördlichen Togo, bei der ein Arm gebrochen war und wieder zusammengefügt wurde.

Diese Terrakotta-Skulptur der Koussasse-People aus dem Norden Togos präsentiert ein eindrucksvolles Beispiel regionaler skulpturaler Ausdrucksformen, die formale Abstraktion mit subtilen anthropomorphen Hinweisen verbinden. Die Figur zeichnet sich durch verkürzte Gliedmaßen und einen ausgeprägten Nackenkeller oder Kragen aus, der eine stilisierte Herangehensweise an die Darstellung des Körpers nahelegt. Der Kragen, der den runden Hals umschließt, ist ein Merkmal, das in benachbarten Skulpturtraditionen, insbesondere bei den Moba, oft mit weiblichen Merkmalen assoziiert wird, wo solche Zierelemente weibliche Identität und soziale Rolle signalisieren.

Dennoch, im Kontrast zu den durch den Halszierat nahegelegten weiblichen Assoziationen scheint der Torso ein primäres männliches Geschlechtsmerkmal zu offenbaren, was eine interessante Ambiguität in der Geschlechtsdarstellung erzeugt. Diese Dualität könnte entweder auf eine symbolische Verschmelzung männlicher und weiblicher Attribute hindeuten oder auf eine lokale Auslegungskonvention in der koussasseischen künstlerischen Praxis, bei der das Zusammenspiel geschlechtsspezifischer Merkmale soziale, rituelle oder kosmologische Bedeutung vermittelt statt eine wörtliche biologische Identität zu repräsentieren.

Die Koussasse stehen historisch und kulturell in Beziehung zu den Moba- und Konkomba-Völkern, mit denen sie sprachliche, soziale und rituelle Verwandtschaften teilen. Während die Moba für robuste Terrakotta- und Steinstatuen bekannt sind, die oft geschlechtsspezifische oder ahnenbezogene Merkmale betonen, und die Konkomba für ihre Holz- und Stein-Efigen, die in Orakeln und rituellen Kontexten verwendet werden, nehmen die Koussasse-Skulpturen eine formale und symbolische Mittellage ein. Ihre Arbeiten spiegeln gemeinsame ästhetische Prinzipien wider, wie Abstraktion, Betonung des Rumpfes und kodifizierte Ornamentik, weisen aber zugleich charakteristische lokale Innovationen auf, wie die Kombination aus verkürzten Gliedmaßen und gender-ambiguen Körpermarkern.

Funktionell dienten diese Terrakotta-Figuren vermutlich als rituelle oder gedenkische Objekte, die soziale Erinnerung, Ahnenpräsenz oder moralische und kosmologische Prinzipien verkörpern. Die Ambiguität der geschlechtsspezifischen Merkmale könnte die Rolle der Figur als Vermittler zwischen Dualitäten verstärkt haben – Mann und Frau, Sterblichkeit und Spiritualität, Individuum und Gemeinschaft. Die polierte Oberfläche und die stilisierte Anatomie unterstreichen sowohl fachliches Können als auch ein Bewusstsein für visuelle Symbolik und integrieren Form, Material und Funktion zu einer kohärenten kulturellen Aussage.

Materialien und Bauweise: Ausgehauener Stein, polierte Oberfläche; Torso mit sichtbaren anatomischen Details; verkürzte Gliedmaßen; Halsring-Schmuck.

Bedeutung: Spiegelt das koussasseische Engagement mit den Skulpturtraditionen der Moba und Konkomba wider; verkörpert sowohl geschlechtsbezogene als auch symbolische Uneindeutigkeit; wahrscheinlich in rituellen, gedenkenden oder Ahnenkontexten verwendet; demonstriert das nuancierte Zusammenspiel regionaler stilistischer Konventionen und lokaler Innovation.

Informant: Ouro

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Details

Ethnie/ Kultur
Koussasse
Herkunftsland
Togo
Material
Terracotta
Sold with stand
Nein
Zustand
Angemessener Zustand
Titel des Kunstwerks
A terracotta sculpture
Höhe
32 cm
Gewicht
1,1 kg
Authentizität
Original/offiziell
Verkauft von
DeutschlandVerifiziert
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Verkaufte Objekte
99,55 %
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