Seneca - [Incunable] Tragoediae - 1493

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Ilaria Colombo
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Seneca, Tragoediae, ein Inkunabel aus Venedig 1493, gedruckt von Matteo Capcasam parmensem, mit zwei humanistischen Kommentaren, handcolorierte Illustrationen, lateinisch/altgriechisch, 300 Seiten, Hardcover.

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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung

EIN LEBENDES INCUNABUL: POSTILLE, RUBRIKEN UND eine seltene Notiz über Erasmus
Die venezianische Ausgabe vom 18. Juli 1493 der Tragödien von Seneca, gedruckt von Matteo Capcasa Parmense, stellt einen der Schlüsselmomente in der renaissancezeitlichen Rezeption des lateinischen Theaters dar. Es handelt sich nicht um eine bloße Transmission des Textes, sondern um ein echtes exegetisches Instrument: zwei humanistische Kommentare, programmatische Widmungen, poetische Paratexte und eine Typografie, die für philologische Lektüre und Annotation gedacht ist. Der Band präsentiert sich als Buch der Studie, konzipiert, um diskutiert und glossoirt zu werden. Der hier beschriebene Exemplarkonfirmation diese Bestimmung vollständig: Es ist vollständig postilliert und bewahrt antike Rubriken, marginale Notizen und einen bedeutenden handschriftlichen Kommentar zu Erasmus, der auf das leere Blatt der vierten Karte geklebt ist. In dieser Form wird das Buch zu einer direkten Zeugenschaft der humanistischen Lesepraxis: Seneca ist nicht nur tragischer Autor, sondern ein Feld moralischer, rhetorischer und philologischer Übung für aktive Leser zwischen dem Vierzehnten und dem Sechzehnten Jahrhundert.
MARKET VALUE
Voraussichtliche Preisspanne in Euro für die Ausgabe Venetiis, gedruckt von Matheum Capcasam parmensem, 18. Juli 1493 (ISTC is00437000), invaryierenden Zustand: 3.000 €– 6.000 €. Die Schwankungen hängen von Vollständigkeit, konservativem Zustand, Qualität der Bindung und dem Vorhandensein alter handschriftlicher Eingriffe ab. Exemplarisch reich postillierte Exemplare, wie das vorliegende, können zusätzliches Interesse bei Gelehrten der Lektüregeschichte und der humanistischen Philologie wecken. Vollständige, frische Ausgaben mit dokumentierten Provenienzen können diese Schwelle in privaten spezialisierten Verhandlungen überschreiten.
PHYSICAL DESCRIPTION AND CONDITION
Exemplar vollständig postilliert. Holzschnittinitialen mit antiken Rubriken in Rot und Blau; zahlreiche illustrierte Initialen. Spätere Bindung mit Deckeln, bedeckt mit Blättern eines alten Antiphonariums mit zeitgenössischen Rubrizierungen. Auf dem weißen Rückblatt der vierten Karte ist ein altes handschriftliches Kommentar zu Erasmus aufgeklebt, von besonderem Interesse für die Geschichte der humanistischen Rezeption.
Vorsatzblatt abgebildet auf alterm Papier. Kleine Holzwurmlöcher restauriert. Text in zwei Spalten; Freiräume für Initialen mit Leitbuchstaben. Blätter CXXXXV und CXXXXVI fälschlich nummeriert als CXXXV und CXXXVI.
In-Folio. Blätter [4], CXXXVI [d.h. 146].
Signaturen: A⁴, a-b⁸, c-z⁶, &⁴.
Sprache: Lateinisch und Altgriechisch.
Signature: u-r. doSe **** peta (3) 1493 (R).
In alten Büchern mit jahrhundertelanger Geschichte können einige Unvollkommenheiten vorhanden sein, die in der Beschreibung nicht immer erfasst werden.
FULL TITLE AND AUTHOR
L. Annei Senecae Tragoediae cum duobus commentis.
Venetiis: per Matheum Capcasam parmensem, die xviii iulii 1493.
Autor: Lucius Annaeus Seneca (4 v.Chr.–65 n.Chr.).
Kommentatoren: Daniele Gaetani; Gellio Bernardino Marmitta.
CONTEXT AND SIGNIFICANCE
Im späten 15. Jahrhundert wird die kommentierte Ausgabe zu einem der zentralen Werkzeuge der humanistischen Pädagogik. Die Tragödien von Seneca – darunter Medea, Thyestes, Phaedra und Hercules furens – werden gelesen nicht nur als literarische Texte, sondern als Repertoire von Leidenschaften, Rhetorikmodellen und moralischen Reflexionen.
Die doppelte Kommentierung von Daniele Gaetani und Gellio Bernardino Marmitta verwandelt das Werk in ein komplexes interpretatives System. Die Widmungen an Leonardo Mocenigo und an Guillaume de Rochefort verankern die Ausgabe in einem internationalen politischen und diplomatischen Netzwerk, während das Lobgedicht Polidorus Cabaliatus die literarische Dimension des Verlagsprojekts stärkt.
Das Layout mit Doppelspalten und die gleichzeitige Nutzung von Lateinisch und Griechisch offenbaren ein hochentwickeltes philologisches Umfeld, in dem der klassische Text linguistisch und interpretativ gegenübergestellt wird. Die Anwesenheit von Postillen und einer alten Erasmus-Notiz macht dieses Exemplar besonders bedeutsam: Sie belegen, wie incunabula-Bücher keine statischen Objekte waren, sondern lebendige Werkzeuge von Studium und intellektuellem Dialog im Herzen des europäischen Humanismus.
BIOGRAPHY OF THE AUTHOR
Lucius Annaeus Seneca wurde um 4 v.Chr. in Corduba geboren und starb 65 n.Chr. in Rom. Stoischer Philosoph, Politiker und Schriftsteller mit enormem Einfluss, war er Lehrer des Kaisers Nero und Autor von moralischen Dialogen, philosophischen Traktaten und Briefen. Seine Tragödien, gekennzeichnet durch starke rhetorische Spannung, psychologische Innenperspektive und extreme Darstellungen menschlicher Leidenschaften, beeinflussten Stark das Renaissance- und Barocktheater Europas.
PRINTING HISTORY AND CIRCULATION
Die Ausgabe von 1493 gehört zur reiferen Phase der venezianischen Incunabula-Produktion und folgt der Erstdruckausgabe (Princeps) von 1478 der Seneca-Tragödien. Die Anwesenheit zweier humanistischer Kommentare machte sie zu einem privilegierten Studieninstrument in Schulen und Universitäten. Die Capcasa- Parmense-Werkstatt arbeitete in Venedig in einem äußerst dynamischen Verlagskontext, in dem der Druck der lateinischen Klassiker begleitet von exegetischen Apparaten zu einem der vitalsten Segmente des Buchmarkts gehörte. Die breite Verbreitung, belegt durch bibliografische Verzeichnisse, bezeugt die Bedeutung dieser Ausgabe in der renaissancellen Überlieferung des Seneca-Theaters.
BIBLIOGRAPHY AND REFERENCES
ISTC is00437000
IGI 8909
Hain-Copinger 14668
GW M41444
BMC V 484
Bod-inc S-148
BSB-Ink S-273
Goff S437
Gesamtkatalog der Wiegendrucke, Band 23, S. 335-336
Kristeller, Iter Italicum, Verzeichnisse zu den humanistischen Kommentatoren Gaetani und Marmitta.

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EIN LEBENDES INCUNABUL: POSTILLE, RUBRIKEN UND eine seltene Notiz über Erasmus
Die venezianische Ausgabe vom 18. Juli 1493 der Tragödien von Seneca, gedruckt von Matteo Capcasa Parmense, stellt einen der Schlüsselmomente in der renaissancezeitlichen Rezeption des lateinischen Theaters dar. Es handelt sich nicht um eine bloße Transmission des Textes, sondern um ein echtes exegetisches Instrument: zwei humanistische Kommentare, programmatische Widmungen, poetische Paratexte und eine Typografie, die für philologische Lektüre und Annotation gedacht ist. Der Band präsentiert sich als Buch der Studie, konzipiert, um diskutiert und glossoirt zu werden. Der hier beschriebene Exemplarkonfirmation diese Bestimmung vollständig: Es ist vollständig postilliert und bewahrt antike Rubriken, marginale Notizen und einen bedeutenden handschriftlichen Kommentar zu Erasmus, der auf das leere Blatt der vierten Karte geklebt ist. In dieser Form wird das Buch zu einer direkten Zeugenschaft der humanistischen Lesepraxis: Seneca ist nicht nur tragischer Autor, sondern ein Feld moralischer, rhetorischer und philologischer Übung für aktive Leser zwischen dem Vierzehnten und dem Sechzehnten Jahrhundert.
MARKET VALUE
Voraussichtliche Preisspanne in Euro für die Ausgabe Venetiis, gedruckt von Matheum Capcasam parmensem, 18. Juli 1493 (ISTC is00437000), invaryierenden Zustand: 3.000 €– 6.000 €. Die Schwankungen hängen von Vollständigkeit, konservativem Zustand, Qualität der Bindung und dem Vorhandensein alter handschriftlicher Eingriffe ab. Exemplarisch reich postillierte Exemplare, wie das vorliegende, können zusätzliches Interesse bei Gelehrten der Lektüregeschichte und der humanistischen Philologie wecken. Vollständige, frische Ausgaben mit dokumentierten Provenienzen können diese Schwelle in privaten spezialisierten Verhandlungen überschreiten.
PHYSICAL DESCRIPTION AND CONDITION
Exemplar vollständig postilliert. Holzschnittinitialen mit antiken Rubriken in Rot und Blau; zahlreiche illustrierte Initialen. Spätere Bindung mit Deckeln, bedeckt mit Blättern eines alten Antiphonariums mit zeitgenössischen Rubrizierungen. Auf dem weißen Rückblatt der vierten Karte ist ein altes handschriftliches Kommentar zu Erasmus aufgeklebt, von besonderem Interesse für die Geschichte der humanistischen Rezeption.
Vorsatzblatt abgebildet auf alterm Papier. Kleine Holzwurmlöcher restauriert. Text in zwei Spalten; Freiräume für Initialen mit Leitbuchstaben. Blätter CXXXXV und CXXXXVI fälschlich nummeriert als CXXXV und CXXXVI.
In-Folio. Blätter [4], CXXXVI [d.h. 146].
Signaturen: A⁴, a-b⁸, c-z⁶, &⁴.
Sprache: Lateinisch und Altgriechisch.
Signature: u-r. doSe **** peta (3) 1493 (R).
In alten Büchern mit jahrhundertelanger Geschichte können einige Unvollkommenheiten vorhanden sein, die in der Beschreibung nicht immer erfasst werden.
FULL TITLE AND AUTHOR
L. Annei Senecae Tragoediae cum duobus commentis.
Venetiis: per Matheum Capcasam parmensem, die xviii iulii 1493.
Autor: Lucius Annaeus Seneca (4 v.Chr.–65 n.Chr.).
Kommentatoren: Daniele Gaetani; Gellio Bernardino Marmitta.
CONTEXT AND SIGNIFICANCE
Im späten 15. Jahrhundert wird die kommentierte Ausgabe zu einem der zentralen Werkzeuge der humanistischen Pädagogik. Die Tragödien von Seneca – darunter Medea, Thyestes, Phaedra und Hercules furens – werden gelesen nicht nur als literarische Texte, sondern als Repertoire von Leidenschaften, Rhetorikmodellen und moralischen Reflexionen.
Die doppelte Kommentierung von Daniele Gaetani und Gellio Bernardino Marmitta verwandelt das Werk in ein komplexes interpretatives System. Die Widmungen an Leonardo Mocenigo und an Guillaume de Rochefort verankern die Ausgabe in einem internationalen politischen und diplomatischen Netzwerk, während das Lobgedicht Polidorus Cabaliatus die literarische Dimension des Verlagsprojekts stärkt.
Das Layout mit Doppelspalten und die gleichzeitige Nutzung von Lateinisch und Griechisch offenbaren ein hochentwickeltes philologisches Umfeld, in dem der klassische Text linguistisch und interpretativ gegenübergestellt wird. Die Anwesenheit von Postillen und einer alten Erasmus-Notiz macht dieses Exemplar besonders bedeutsam: Sie belegen, wie incunabula-Bücher keine statischen Objekte waren, sondern lebendige Werkzeuge von Studium und intellektuellem Dialog im Herzen des europäischen Humanismus.
BIOGRAPHY OF THE AUTHOR
Lucius Annaeus Seneca wurde um 4 v.Chr. in Corduba geboren und starb 65 n.Chr. in Rom. Stoischer Philosoph, Politiker und Schriftsteller mit enormem Einfluss, war er Lehrer des Kaisers Nero und Autor von moralischen Dialogen, philosophischen Traktaten und Briefen. Seine Tragödien, gekennzeichnet durch starke rhetorische Spannung, psychologische Innenperspektive und extreme Darstellungen menschlicher Leidenschaften, beeinflussten Stark das Renaissance- und Barocktheater Europas.
PRINTING HISTORY AND CIRCULATION
Die Ausgabe von 1493 gehört zur reiferen Phase der venezianischen Incunabula-Produktion und folgt der Erstdruckausgabe (Princeps) von 1478 der Seneca-Tragödien. Die Anwesenheit zweier humanistischer Kommentare machte sie zu einem privilegierten Studieninstrument in Schulen und Universitäten. Die Capcasa- Parmense-Werkstatt arbeitete in Venedig in einem äußerst dynamischen Verlagskontext, in dem der Druck der lateinischen Klassiker begleitet von exegetischen Apparaten zu einem der vitalsten Segmente des Buchmarkts gehörte. Die breite Verbreitung, belegt durch bibliografische Verzeichnisse, bezeugt die Bedeutung dieser Ausgabe in der renaissancellen Überlieferung des Seneca-Theaters.
BIBLIOGRAPHY AND REFERENCES
ISTC is00437000
IGI 8909
Hain-Copinger 14668
GW M41444
BMC V 484
Bod-inc S-148
BSB-Ink S-273
Goff S437
Gesamtkatalog der Wiegendrucke, Band 23, S. 335-336
Kristeller, Iter Italicum, Verzeichnisse zu den humanistischen Kommentatoren Gaetani und Marmitta.

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Details

Anzahl der Bücher
1
Thema
Geschichte
Buchtitel
[Incunable] Tragoediae
Autor/ Illustrator
Seneca
Zustand
Gut
Erscheinungsjahr (ältestes Objekt)
1493
Höhe
319 mm
Auflage
Erstausgabe in diesem Format
Breite
229 mm
Sprache
Griechisch, Latein
Originalsprache
Ja
Verlag
Venetiis: per Matheum Capcasam parmensem, 1493. die xviii iulii
Bindung
Gebundene Ausgabe
Extras
Per Hand eingefärbte Illustrationen
Anzahl der Seiten
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