Sekino Jun'ichirō - Ainu-Muster (Nackt) - 1980 - Holzschnitt Sosaku Hanga - Japan - 20. Jahrhundert





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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Künstler: SEKINO Jun'ichirō (関野凖一郎)
Titel: Ainu Moyō (アイヌ模様) – Ainu Patterns (Nude)
Technik: Farbholzschnitt (mokuhanga) – Sōsaku Hanga
Datum: 1980 (basierend auf einem Gemälde von 1940)
Verleger: Selbstverlag (eigene Ausgabe des Künstlers)
Auflage: 75/180
Format: Ōban 大判 – 27,0 × 37,5 cm (10,6 × 14,8 Zoll), gedruckt auf Washi-Papier
Signatur: Bleistift signiert "Jun. Sekino" im Bild, mit Auflagenzahl (75/180)
1. Eindruck & Farben:
Sehr guter Eindruck mit lebendigen, wunderschön gesättigten Farben durchgehend. Die kühne Farbpalette – tiefes Smaragdgrün mit wirbelnden, von den Ainu inspirierten Mustern, warme goldene Gelbtöne, sanftes Flieder und sensibel modulierte Hauttöne – ist außergewöhnlich gut erhalten.
2. Papier:
Guter Gesamtzustand. Leichte alterstypische Verfärbungen sind vor allem an den Rändern vorhanden, konsistent mit dem Alter des Drucks. Einige verstreute Rußflecken (foxing) sind vorwiegend von der Rückseite aus sichtbar und beeinträchtigen das Bild auf der Vorderseite nicht wesentlich. Das Papier behält Substanz und Biegsamkeit.
3. Ainu-Muster und das Nackte – Vierzigjährige künstlerische Reise:
Diese eindrucksvolle Komposition zeigt eine sitzende Frau in Rückenlage auf einem Tagesbett in einem reich dekorierten Interieur, umgeben von kühnen Textilmustern, die aus den künstlerischen Traditionen der Ainu stammen. Der wirbelnde grüne Teppich mit seinem charakteristischen kurvilinearen Schriftzug, die geometrischen Chevrons der Polsterung und der gepunktete Streifen-Wandbelag beziehen sich alle auf den dekorativen Wortschatz des indigenen Ainu-Volkes Japans – ein Motiv, das Sekino während seiner gesamten Karriere tief und nachhaltig fasziniert hat.
Die Komposition hat einen bemerkenswerten Ursprung: Sie basiert auf einem Gemälde, das Sekino 1940 schuf, und wurde vier Jahrzehnte später als Holzschnitt neu interpretiert. Diese lange Reife spricht für die Bedeutung, die das Bild für den Künstler hatte. Die nackte Figur, auf weißem Tuch gebettet und umgeben von dichtem Musterreichtum des Innenraums, schafft einen spannenden Dialog zwischen organischer menschlicher Form und der geometrischen Energie der umliegenden Textilien. Die Szene erinnert an die Innenräume von Matisse oder Bonnard in ihrer dekorativen Üppigkeit, doch die Technik ist eindeutig mokuhanga – jede flache Farbfläche, jede klare Kontur, erreicht durch handgeschnittene und handgedruckte Holzblöcke.
Die Bedeutung des Drucks innerhalb von Sekinos Œuvre wird weiter durch seine Auswahl als Titelbild für sein Portfolio Rafu to Joyū (裸婦と女優 — „Nudes and Actresses“) von 1984 bestätigt, eine seiner wichtigen späten Publikationen, in einer limitierten Auflage von 180 Exemplaren. Rechts von der Figur ergänzt eine Schminkkommode mit Spiegel und offenbar eine Flasche Kosmetik die intime häusliche Szenerie und verankert die Komposition in einem gelebten, persönlichen Raum.
4. Sekino Jun'ichirō: Meister des Sōsaku-Hanga:
Sekino Jun'ichirō (1914–1988) gehört zu den meist gefeierten und vielseitigsten Künstlern der Sōsaku-Hanga-Bewegung (kreative Drucke). Als engagierter Praktiker des Sōsaku-Hanga-Ideals entwarf, schnitzte und druckte Sekino persönlich alle seine Werke und übte vollständige künstlerische Kontrolle vom Konzept bis zum fertigen Eindruck aus.
Geboren in der Stadt Aomori im Norden Japans, wuchs Sekino gemeinsam mit Shikō Munakata auf und studierte bei Kōshirō Onchi, dem Gründer der Sōsaku-Hanga-Bewegung. Früh erkennbare Anerkennung gewann er durch den Teiten-Preis für Kupferstich im Jahr 1936 und erhielt später einige der höchsten kulturellen Ehren Japans: den Art Encouragement Prize des Bildungsministeriums (芸術選奨文部大臣賞) 1975 und die Purple Ribbon-Medaille (紫綬褒章) 1981.
Sekinos lebenslange Interesse an der Ainu-Kultur und ihren unverwechselbaren künstlerischen Traditionen – insbesondere deren kühne Textilmuster und dekorative Motive – taucht in seinem gesamten Werk wieder und verleiht Drucke wie diesem eine einzigartig japanische kulturelle Tiefe. Obwohl er international vor allem durch seine berühmte Serie Fifty-Three Stations of the Tōkaidō und seine kraftvollen Porträts bekannt ist, war Sekinos Spektrum außergewöhnlich breit: Landschaften, Stillleben, Tiere, Puppen und Studien von Figuren. Seine Drucke befinden sich in bedeutenden Sammlungen weltweit, darunter das Museum of Modern Art in New York, das Art Institute of Chicago, das Museum of Fine Arts in Boston und das British Museum.
Der Verkäufer stellt sich vor
Übersetzt mit Google ÜbersetzerKünstler: SEKINO Jun'ichirō (関野凖一郎)
Titel: Ainu Moyō (アイヌ模様) – Ainu Patterns (Nude)
Technik: Farbholzschnitt (mokuhanga) – Sōsaku Hanga
Datum: 1980 (basierend auf einem Gemälde von 1940)
Verleger: Selbstverlag (eigene Ausgabe des Künstlers)
Auflage: 75/180
Format: Ōban 大判 – 27,0 × 37,5 cm (10,6 × 14,8 Zoll), gedruckt auf Washi-Papier
Signatur: Bleistift signiert "Jun. Sekino" im Bild, mit Auflagenzahl (75/180)
1. Eindruck & Farben:
Sehr guter Eindruck mit lebendigen, wunderschön gesättigten Farben durchgehend. Die kühne Farbpalette – tiefes Smaragdgrün mit wirbelnden, von den Ainu inspirierten Mustern, warme goldene Gelbtöne, sanftes Flieder und sensibel modulierte Hauttöne – ist außergewöhnlich gut erhalten.
2. Papier:
Guter Gesamtzustand. Leichte alterstypische Verfärbungen sind vor allem an den Rändern vorhanden, konsistent mit dem Alter des Drucks. Einige verstreute Rußflecken (foxing) sind vorwiegend von der Rückseite aus sichtbar und beeinträchtigen das Bild auf der Vorderseite nicht wesentlich. Das Papier behält Substanz und Biegsamkeit.
3. Ainu-Muster und das Nackte – Vierzigjährige künstlerische Reise:
Diese eindrucksvolle Komposition zeigt eine sitzende Frau in Rückenlage auf einem Tagesbett in einem reich dekorierten Interieur, umgeben von kühnen Textilmustern, die aus den künstlerischen Traditionen der Ainu stammen. Der wirbelnde grüne Teppich mit seinem charakteristischen kurvilinearen Schriftzug, die geometrischen Chevrons der Polsterung und der gepunktete Streifen-Wandbelag beziehen sich alle auf den dekorativen Wortschatz des indigenen Ainu-Volkes Japans – ein Motiv, das Sekino während seiner gesamten Karriere tief und nachhaltig fasziniert hat.
Die Komposition hat einen bemerkenswerten Ursprung: Sie basiert auf einem Gemälde, das Sekino 1940 schuf, und wurde vier Jahrzehnte später als Holzschnitt neu interpretiert. Diese lange Reife spricht für die Bedeutung, die das Bild für den Künstler hatte. Die nackte Figur, auf weißem Tuch gebettet und umgeben von dichtem Musterreichtum des Innenraums, schafft einen spannenden Dialog zwischen organischer menschlicher Form und der geometrischen Energie der umliegenden Textilien. Die Szene erinnert an die Innenräume von Matisse oder Bonnard in ihrer dekorativen Üppigkeit, doch die Technik ist eindeutig mokuhanga – jede flache Farbfläche, jede klare Kontur, erreicht durch handgeschnittene und handgedruckte Holzblöcke.
Die Bedeutung des Drucks innerhalb von Sekinos Œuvre wird weiter durch seine Auswahl als Titelbild für sein Portfolio Rafu to Joyū (裸婦と女優 — „Nudes and Actresses“) von 1984 bestätigt, eine seiner wichtigen späten Publikationen, in einer limitierten Auflage von 180 Exemplaren. Rechts von der Figur ergänzt eine Schminkkommode mit Spiegel und offenbar eine Flasche Kosmetik die intime häusliche Szenerie und verankert die Komposition in einem gelebten, persönlichen Raum.
4. Sekino Jun'ichirō: Meister des Sōsaku-Hanga:
Sekino Jun'ichirō (1914–1988) gehört zu den meist gefeierten und vielseitigsten Künstlern der Sōsaku-Hanga-Bewegung (kreative Drucke). Als engagierter Praktiker des Sōsaku-Hanga-Ideals entwarf, schnitzte und druckte Sekino persönlich alle seine Werke und übte vollständige künstlerische Kontrolle vom Konzept bis zum fertigen Eindruck aus.
Geboren in der Stadt Aomori im Norden Japans, wuchs Sekino gemeinsam mit Shikō Munakata auf und studierte bei Kōshirō Onchi, dem Gründer der Sōsaku-Hanga-Bewegung. Früh erkennbare Anerkennung gewann er durch den Teiten-Preis für Kupferstich im Jahr 1936 und erhielt später einige der höchsten kulturellen Ehren Japans: den Art Encouragement Prize des Bildungsministeriums (芸術選奨文部大臣賞) 1975 und die Purple Ribbon-Medaille (紫綬褒章) 1981.
Sekinos lebenslange Interesse an der Ainu-Kultur und ihren unverwechselbaren künstlerischen Traditionen – insbesondere deren kühne Textilmuster und dekorative Motive – taucht in seinem gesamten Werk wieder und verleiht Drucke wie diesem eine einzigartig japanische kulturelle Tiefe. Obwohl er international vor allem durch seine berühmte Serie Fifty-Three Stations of the Tōkaidō und seine kraftvollen Porträts bekannt ist, war Sekinos Spektrum außergewöhnlich breit: Landschaften, Stillleben, Tiere, Puppen und Studien von Figuren. Seine Drucke befinden sich in bedeutenden Sammlungen weltweit, darunter das Museum of Modern Art in New York, das Art Institute of Chicago, das Museum of Fine Arts in Boston und das British Museum.
