Michna - Mischnajoth - 1815





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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
**MISHNAYOT — Seder Toharot — mit Kommentaren von Rabbeinu Ovadia von Bertinoro und Tosafot Yom Tov — Anton Schmid, Wien, 1815**
**Bibliografische Identifikation**
Mishnayot, *Seder Toharot* (Reihenfolge der Reinheiten), sechste und letzte Ordnung der Mischna, mit den klassischen Kommentaren von Rabbeinu Ovadia von Bertinoro (Bartenora, XIV–XV Jahrhundert) und den *Tosafot Yom Tov* von Rabbi Yom Tov Lipmann Heller (1578–1654), zu denen sich *Tosafot Hadashim* (neue Kommentare) des Gaon R. Shimshon von Metz und weitere Autoritäten gesellen, sowie die *Tosafot Rishon LeTzion*. Gedruckt von Anton Schmid, kaiserlich-königlich privilegierter Drucker, deutscher und orientalischer Buchdrucker aus Niederösterreich, Wien, 1815. Nur der Band (Band VI einer vollständigen Ausgabe der Mishnayot in mehreren Bänden, wie der Hinweis *Tom. VI* im Text sichtbar zeigt). Traditionelles Satzbild auf drei Spalten: Zentraler mishnaischer Text in größerem quadratischen Schriftbild, umgeben von den Kommentaren in Rashi- und halbwantig kursiver Schrift. Rote Falze am Rand auf einigen Blättern. Vorhandensein von geometrischen Holzschnitte-Diagrammen, die die halachischen Diskussionen über Maße und rituelle Volumen (Traktat *Kelim*, *Ohalot*) illustrieren.
**Inhalt**
Der *Seder Toharot* ist die sechste Ordnung der Mischna und befasst sich mit den Gesetzen der rituellen Reinheit und Unreinheit (*tahara* und *tum’a*). Er umfasst zwölf Tratä (Unterteilungen), darunter *Kelim* (Utensilien), *Ohalot* (Zelte, Unreinheit durch den Kontakt mit den Toten), *Nega'im* (rituelle Aussatz), *Para* (Rothkobold— rote Kuh), *Toharot*, *Mikvaot* (rituelles Bad), *Nidda*, *Makhshirin*, *Zavim*, *Tevul Yom*, *Yadaim* und *Uktzin*. Dieser Band enthält neben dem mishnaischen Text und den beiden Hauptkommentaren auch *Tosafot Hadashim*, die Analysen und Verknüpfungen mit talmudischen Quellen und Poskim liefern, sowie die *Tosafot Rishon LeTzion*. Die Einleitung enthält eine Liste von rabbinischen Autoritäten, die herangezogen werden sollen, und ein Inhaltsverzeichnis des Seder. Manuskripte Randnotizen in ashkenazischer Kurrentschrift sind im Band vorhanden.
**Herkunft**
Der Band trägt mehrere handschriftliche Einträge in ashkenazischer Kursivschrift, darunter ein mehrfach wiederholter Exlibrisstempel auf dem Vorwort und dem Titelblatt: *Shlomo ben Moshe Wohl* (שלמה בן משה וואהל), klassischer Ausweis der Eigentümerschaft in hebräischen Büchern. Der Familienname Wohl/Wahl wird von einer rabbinischen Familie aus Mitteleuropa getragen.
**Einband**
Alter Einband aus braun marmoriertem Kalbfleischleder auf Kartondeckeln, Rückseite mit Riemen und gegliederten Feldchen mit geprägter Verzierung, Restgoldprägung an den Riegeln. Rote Kanten teilweise erhalten.
** Zustand**
Der Einband zeigt eine deutliche und alte Abnutzung: Rücken stark beschädigt mit erheblichen Lederverlusten an mehreren Feldern, Kopfleiste abgerissen, Ecken stumpf und beschädigt, Scharniere gelockert. Die Deckel behalten das Leder, weisen aber zahlreiche Kratzer, alte Schimmelspuren und eine allgemeine Verfärbung auf. Das Innere ist besser erhalten: dicker, stabiler Papierkörper, Text vollständig lesbar, vereinzelt Beflecken, einige Blätter zerknittert oder leicht zerrissen am Rand, ohne Textverlust, handschriftliche Notizen in brauner Tinte gut erhalten. Die Fotografien dienen als Zustandsbeschreibung und gehören zum Inhalt.
**Bedeutung**
Die Druckerei Anton Schmid in Wien war eine der wenigen Einrichtungen, die im Anfang des 19. Jahrhunderts Hebräische Bücher im Österreichischen Kaiserreich drucken durfte, und ihre Mishna-Ausgaben gehören zu den Referenzproduktionen jener Epoche. Der *Seder Toharot* ist der seltenste Band der Mishnayot-Ausgaben, da er häufig weniger konsultiert wurde als die praktischeren Ordnungen des täglichen Lebens und daher in geringerer Stückzahl produziert wurde. Die Anwesenheit des handschriftlichen Exlibris *Shlomo ben Moshe Wohl* sowie der Randnotizen verleiht diesem Exemplar eine dokumentarische Provenienz. Dieser Band interessiert Sammler alter hebräischer Bücher, spezialisierte Bibliotheken für Judaistik sowie Forscher zur Geschichte des jüdischen Buchwesens in Mittel- und Osteuropa im 19. Jahrhundert.
**MISHNAYOT — Seder Toharot — mit Kommentaren von Rabbeinu Ovadia von Bertinoro und Tosafot Yom Tov — Anton Schmid, Wien, 1815**
**Bibliografische Identifikation**
Mishnayot, *Seder Toharot* (Reihenfolge der Reinheiten), sechste und letzte Ordnung der Mischna, mit den klassischen Kommentaren von Rabbeinu Ovadia von Bertinoro (Bartenora, XIV–XV Jahrhundert) und den *Tosafot Yom Tov* von Rabbi Yom Tov Lipmann Heller (1578–1654), zu denen sich *Tosafot Hadashim* (neue Kommentare) des Gaon R. Shimshon von Metz und weitere Autoritäten gesellen, sowie die *Tosafot Rishon LeTzion*. Gedruckt von Anton Schmid, kaiserlich-königlich privilegierter Drucker, deutscher und orientalischer Buchdrucker aus Niederösterreich, Wien, 1815. Nur der Band (Band VI einer vollständigen Ausgabe der Mishnayot in mehreren Bänden, wie der Hinweis *Tom. VI* im Text sichtbar zeigt). Traditionelles Satzbild auf drei Spalten: Zentraler mishnaischer Text in größerem quadratischen Schriftbild, umgeben von den Kommentaren in Rashi- und halbwantig kursiver Schrift. Rote Falze am Rand auf einigen Blättern. Vorhandensein von geometrischen Holzschnitte-Diagrammen, die die halachischen Diskussionen über Maße und rituelle Volumen (Traktat *Kelim*, *Ohalot*) illustrieren.
**Inhalt**
Der *Seder Toharot* ist die sechste Ordnung der Mischna und befasst sich mit den Gesetzen der rituellen Reinheit und Unreinheit (*tahara* und *tum’a*). Er umfasst zwölf Tratä (Unterteilungen), darunter *Kelim* (Utensilien), *Ohalot* (Zelte, Unreinheit durch den Kontakt mit den Toten), *Nega'im* (rituelle Aussatz), *Para* (Rothkobold— rote Kuh), *Toharot*, *Mikvaot* (rituelles Bad), *Nidda*, *Makhshirin*, *Zavim*, *Tevul Yom*, *Yadaim* und *Uktzin*. Dieser Band enthält neben dem mishnaischen Text und den beiden Hauptkommentaren auch *Tosafot Hadashim*, die Analysen und Verknüpfungen mit talmudischen Quellen und Poskim liefern, sowie die *Tosafot Rishon LeTzion*. Die Einleitung enthält eine Liste von rabbinischen Autoritäten, die herangezogen werden sollen, und ein Inhaltsverzeichnis des Seder. Manuskripte Randnotizen in ashkenazischer Kurrentschrift sind im Band vorhanden.
**Herkunft**
Der Band trägt mehrere handschriftliche Einträge in ashkenazischer Kursivschrift, darunter ein mehrfach wiederholter Exlibrisstempel auf dem Vorwort und dem Titelblatt: *Shlomo ben Moshe Wohl* (שלמה בן משה וואהל), klassischer Ausweis der Eigentümerschaft in hebräischen Büchern. Der Familienname Wohl/Wahl wird von einer rabbinischen Familie aus Mitteleuropa getragen.
**Einband**
Alter Einband aus braun marmoriertem Kalbfleischleder auf Kartondeckeln, Rückseite mit Riemen und gegliederten Feldchen mit geprägter Verzierung, Restgoldprägung an den Riegeln. Rote Kanten teilweise erhalten.
** Zustand**
Der Einband zeigt eine deutliche und alte Abnutzung: Rücken stark beschädigt mit erheblichen Lederverlusten an mehreren Feldern, Kopfleiste abgerissen, Ecken stumpf und beschädigt, Scharniere gelockert. Die Deckel behalten das Leder, weisen aber zahlreiche Kratzer, alte Schimmelspuren und eine allgemeine Verfärbung auf. Das Innere ist besser erhalten: dicker, stabiler Papierkörper, Text vollständig lesbar, vereinzelt Beflecken, einige Blätter zerknittert oder leicht zerrissen am Rand, ohne Textverlust, handschriftliche Notizen in brauner Tinte gut erhalten. Die Fotografien dienen als Zustandsbeschreibung und gehören zum Inhalt.
**Bedeutung**
Die Druckerei Anton Schmid in Wien war eine der wenigen Einrichtungen, die im Anfang des 19. Jahrhunderts Hebräische Bücher im Österreichischen Kaiserreich drucken durfte, und ihre Mishna-Ausgaben gehören zu den Referenzproduktionen jener Epoche. Der *Seder Toharot* ist der seltenste Band der Mishnayot-Ausgaben, da er häufig weniger konsultiert wurde als die praktischeren Ordnungen des täglichen Lebens und daher in geringerer Stückzahl produziert wurde. Die Anwesenheit des handschriftlichen Exlibris *Shlomo ben Moshe Wohl* sowie der Randnotizen verleiht diesem Exemplar eine dokumentarische Provenienz. Dieser Band interessiert Sammler alter hebräischer Bücher, spezialisierte Bibliotheken für Judaistik sowie Forscher zur Geschichte des jüdischen Buchwesens in Mittel- und Osteuropa im 19. Jahrhundert.

