Ahnenfigur - VEZO - Sakalava - Madagaskar - sehr selten






Verfügt über einen Postgraduiertenabschluss in Afrikastudien und 15 Jahre Erfahrung in afrikanischer Kunst.
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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
AL09, ca. 1900, 80 x 60 x 14 cm, Hauptfigur einer ursprünglich größeren AloAlo. massiv aus einer Holzbohle gearbeitet. Region Beharona
Die größte Volksgruppe Madagaskars sind die Sakalava im Südwesten der Insel. Die große Ethnie der SAKALAVA pflegt einen ähnlichen Totenkult wie die MAHAFALY. Die Sakalava Grabanlagen sind jedoch weniger prunkvoll und haben anstatt der pompösen Steingräber meistens einen hölzernen Palisadenzaun als Einfassung. An den Ecken dieses astrologisch ausgerichteten Grabes sind (ähnlich den AloAlo) beschnitzte Pfosten und Skulpturen angebracht, welche meist heilige Tiere darstellen. Diese dienen als Seelengefässe für den Razana (die Seele) des Toten. Dies sind meistens Ibis, Höckerente, Zeburind, Krokodil und Chamäleon. Berühmt sind auch die Nackt- und Erotikdarstellungen der Ethnie (porno de sakalava), welche der Verehrung von Fruchtbarkeit, Zeugungsakt und Geschlecht dienten.
Auch androgyne, geschlechtslose Skulpturen sind verbreitet, weil man sich nicht festlegen möchte oder dies bei den Objekten belanglos schien. Seit der prüden Kolonialzeit und in der späteren sozialistischen Phase wird dieser Kult jedoch verlacht und unterdrückt. Die SAKALAVA vollziehen regelmäßig sogenannte TROMBA Sitzungen das sind Versammlungen, bei denen ausgewählte Teinehmer in Trancezustände verfallen um so Kontakte mit den Ahnen zu erlangen. Die Skulpuren zeigen sehr oft die typische Lockenfrisur des Volksstammes. Die ATANDROY, BARA und ANTANOSY pflegen auch Ahnenkulte mit skulpturellen Darstellungen, jedoch nicht so ausgeprägt. Objekte dieser Ethnien sind deshalb seltener. Die Gräber der südlichen Ethnien werden nach der Bestattung nicht gepflegt oder besucht. Meistens ist es den Familien sogar verboten die Grabanlagen zu passieren oder gar zu berühren. Damit man den Tod nicht in das Dorf holt werden die Grabanlagen immer ausserhalb der Wohnstätten errichtet. Nach einigen Generationen zerfallen die von der Witterung zerfressenen Stelen und man schichtet diese am Grabrand auf. Seit die Europäer Kunstobjekte als Sammlerstücken entdeckt haben werden von den Familienmitgliedern auch AloAlo verkauft. Dies geschieht meistens über eine Person des Vertrauens in den großen Städten oder durch eine Reise in die Hauptstadt. Ein Grabraub ist jedoch (bei Verfolgung bis zum Tode) für alle Madagassen tabu ! Die hier angebotenen Skulpturen sind meistens diesen Weg gegangen und legal in unseren Besitz gekommen.
Diese eindrucksvolle, fragmentarische und nackte Frauenskulpur diente ursprünglich als Trägerfigur eines Totems.
Man erkennt die eigentümliche Lockenfrisur der südlichen Sakalava Ethnie, die freie Darstellung der Nacktheit und die eingeknickte Körperhaltung spricht für ein hohes Alter ohne kolonialen (katholischen) Einfluss.
Das verwendete, harte Kampferholz ist innerlich nicht verrottet oder brüchig ! Durch den Aussenaufenthalt an der Oberfläche jedoch stark verwittert und grau oxidiert. Der seltene Regen hat tiefe Rinnen in das Holz gewaschen und es gibt Abbrüche der letzten Jahrzehnte. Dieses sind sichere Altersindikatoren, die nicht künstlich erzeugt werden können, Fund- und Kaufort 1977 Sakalava Land zwischen Morandava und Tulear Südwest Madagaskar. Die Ausfuhr nach Deutschland erfolgte 1979 ( siehe Frachtbrief).
Die echten AloAlo sind eine künstlerische Rarität, weil der Ahnenkult, welcher aus Papa Neuginea stammt weltweit nur in Madagaskar in diesen Stelen körperlichen Ausdruck fand. Nur sehr selten findet man echte Sakalava - Stelen in diesem Alter auf dem Kunstmarkt. In bedeutenden Auktionshäusern erzielten diese bis vor einigen Jahren 5 stellige Gebote.
Die Ausfuhr von Kulturgut / Antiquitäten ist in Madagaskar streng limitiert. Unsere alten Originale sind teilweise schon seit 1975 im Familienbesitz und stellen durch den steigenden Sammlerwert auch eine fruchtbare Investition dar. (Referenz im Buch "Arts ancients de Madagascar, S. 250).
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AL09, ca. 1900, 80 x 60 x 14 cm, Hauptfigur einer ursprünglich größeren AloAlo. massiv aus einer Holzbohle gearbeitet. Region Beharona
Die größte Volksgruppe Madagaskars sind die Sakalava im Südwesten der Insel. Die große Ethnie der SAKALAVA pflegt einen ähnlichen Totenkult wie die MAHAFALY. Die Sakalava Grabanlagen sind jedoch weniger prunkvoll und haben anstatt der pompösen Steingräber meistens einen hölzernen Palisadenzaun als Einfassung. An den Ecken dieses astrologisch ausgerichteten Grabes sind (ähnlich den AloAlo) beschnitzte Pfosten und Skulpturen angebracht, welche meist heilige Tiere darstellen. Diese dienen als Seelengefässe für den Razana (die Seele) des Toten. Dies sind meistens Ibis, Höckerente, Zeburind, Krokodil und Chamäleon. Berühmt sind auch die Nackt- und Erotikdarstellungen der Ethnie (porno de sakalava), welche der Verehrung von Fruchtbarkeit, Zeugungsakt und Geschlecht dienten.
Auch androgyne, geschlechtslose Skulpturen sind verbreitet, weil man sich nicht festlegen möchte oder dies bei den Objekten belanglos schien. Seit der prüden Kolonialzeit und in der späteren sozialistischen Phase wird dieser Kult jedoch verlacht und unterdrückt. Die SAKALAVA vollziehen regelmäßig sogenannte TROMBA Sitzungen das sind Versammlungen, bei denen ausgewählte Teinehmer in Trancezustände verfallen um so Kontakte mit den Ahnen zu erlangen. Die Skulpuren zeigen sehr oft die typische Lockenfrisur des Volksstammes. Die ATANDROY, BARA und ANTANOSY pflegen auch Ahnenkulte mit skulpturellen Darstellungen, jedoch nicht so ausgeprägt. Objekte dieser Ethnien sind deshalb seltener. Die Gräber der südlichen Ethnien werden nach der Bestattung nicht gepflegt oder besucht. Meistens ist es den Familien sogar verboten die Grabanlagen zu passieren oder gar zu berühren. Damit man den Tod nicht in das Dorf holt werden die Grabanlagen immer ausserhalb der Wohnstätten errichtet. Nach einigen Generationen zerfallen die von der Witterung zerfressenen Stelen und man schichtet diese am Grabrand auf. Seit die Europäer Kunstobjekte als Sammlerstücken entdeckt haben werden von den Familienmitgliedern auch AloAlo verkauft. Dies geschieht meistens über eine Person des Vertrauens in den großen Städten oder durch eine Reise in die Hauptstadt. Ein Grabraub ist jedoch (bei Verfolgung bis zum Tode) für alle Madagassen tabu ! Die hier angebotenen Skulpturen sind meistens diesen Weg gegangen und legal in unseren Besitz gekommen.
Diese eindrucksvolle, fragmentarische und nackte Frauenskulpur diente ursprünglich als Trägerfigur eines Totems.
Man erkennt die eigentümliche Lockenfrisur der südlichen Sakalava Ethnie, die freie Darstellung der Nacktheit und die eingeknickte Körperhaltung spricht für ein hohes Alter ohne kolonialen (katholischen) Einfluss.
Das verwendete, harte Kampferholz ist innerlich nicht verrottet oder brüchig ! Durch den Aussenaufenthalt an der Oberfläche jedoch stark verwittert und grau oxidiert. Der seltene Regen hat tiefe Rinnen in das Holz gewaschen und es gibt Abbrüche der letzten Jahrzehnte. Dieses sind sichere Altersindikatoren, die nicht künstlich erzeugt werden können, Fund- und Kaufort 1977 Sakalava Land zwischen Morandava und Tulear Südwest Madagaskar. Die Ausfuhr nach Deutschland erfolgte 1979 ( siehe Frachtbrief).
Die echten AloAlo sind eine künstlerische Rarität, weil der Ahnenkult, welcher aus Papa Neuginea stammt weltweit nur in Madagaskar in diesen Stelen körperlichen Ausdruck fand. Nur sehr selten findet man echte Sakalava - Stelen in diesem Alter auf dem Kunstmarkt. In bedeutenden Auktionshäusern erzielten diese bis vor einigen Jahren 5 stellige Gebote.
Die Ausfuhr von Kulturgut / Antiquitäten ist in Madagaskar streng limitiert. Unsere alten Originale sind teilweise schon seit 1975 im Familienbesitz und stellen durch den steigenden Sammlerwert auch eine fruchtbare Investition dar. (Referenz im Buch "Arts ancients de Madagascar, S. 250).
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