Etui - Emaille, Emaille Visitenkartenetui, Frankreich (Limoges), um 1880, handbemalt, Neorokoko

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Antikes Emaille-Visitenkartenetui aus Frankreich (Limoges/Paris), ca. 1870–1890, Kupferkörper mit vergoldeter Bronze-Montage im Neorokoko-Stil, Vorder- und Rückseite Emailplatten, Maße 9,9 × 7,1 × 1 cm, guter Zustand.

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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung

Emaille-Visitenkartenetui (Galanterieware), vermutlich Frankreich (Limoges oder Paris), spätes 19. Jahrhundert, ca. 1870–1890.

Rechteckiges Etui mit abgerundeten Ecken, bestehend aus einer Metallkonstruktion (vermutlich Kupferkörper) mit aufgelegten, fein bemalten Emailplatten auf Vorder- und Rückseite.

Die Montierung aus vergoldeter Bronze bzw. Messing ist reich mit Rocaille-Ornamentik im Stil des Louis XV dekoriert.
Die Ränder zeigen ziselierte und gegossene Zierformen, typisch für historistische Luxusobjekte.

Die Vorderseite zeigt eine fein ausgeführte Emailminiatur mit einer idealisierten weiblichen Halbfigur in galanter Haltung.
Die Darstellung orientiert sich stilistisch an der Malerei des 18. Jahrhunderts (Rokoko), insbesondere an Vorbildern aus dem Umkreis von François Boucher oder Jean-Antoine Watteau, wie sie im 19. Jahrhundert häufig rezipiert und reproduziert wurden.
Die Figur ist von einem ovalen Medaillon eingefasst, das durch eine Reihe von punktförmigen, perlenartig wirkenden Emailapplikationen gerahmt ist.
Der Hintergrund besteht aus einem tiefen, transluziden Kobaltblau, das für hochwertige Emailarbeiten dieser Zeit charakteristisch ist.
Die umgebenden floralen Girlanden sind symmetrisch angeordnet und fein schattiert.

Die Rückseite zeigt ein reiches Blumenstillleben in polychromer Emailmalerei auf gleichem kobaltblauen Grund.
Dargestellt sind verschiedene Blüten, darunter Rosen und Streublumen, in naturalistischer, weich modellierter Malweise.
Die Komposition ist locker und asymmetrisch aufgebaut, typisch für dekorative Emailarbeiten des Historismus.

Die Emailmalerei wurde in der Technik der „peinture sur émail“ ausgeführt.
Dabei handelt es sich um eine aufwendig mehrschichtige Maltechnik, bei der fein gemahlene Metalloxide auf eine zuvor aufgebrachte Emailgrundierung aufgetragen und in mehreren Brennvorgängen bei hohen Temperaturen fixiert werden.
Die weichen Farbverläufe und die Detailausarbeitung, insbesondere im Gesicht der Figur und in den Blüten, sprechen für eine qualitätvolle Werkstattarbeit.

Das Innere ist mit roter Seide ausgeschlagen und verfügt über eingearbeitete Halteschlaufen zur Aufnahme von Visitenkarten oder kleinen Notizzetteln.
Diese Ausstattung entspricht der typischen Nutzung solcher Etuis im gesellschaftlichen Leben des 19. Jahrhunderts, insbesondere im Kontext der Visitenkartenkultur des gehobenen Bürgertums.

Eine Signatur oder Punze ist nicht vorhanden, was für diese Art von Galanterieware nicht ungewöhnlich ist.
Emailplatten und Montierungen wurden häufig arbeitsteilig in spezialisierten Werkstätten gefertigt, wobei insbesondere bei nicht aus Edelmetall bestehenden Montierungen auf Punzierungen verzichtet wurde.

Stilistisch und technisch lässt sich das Objekt dem Historismus zuordnen, mit deutlichem Bezug zum Neorokoko (Louis XV Revival).
Die Kombination aus kobaltblauem Fond, fein ausgeführter Miniaturmalerei, floraler Rückseite und vergoldeter Montierung ist charakteristisch für französische Arbeiten, insbesondere aus dem Umfeld der Emailproduktion in Limoges sowie Pariser Luxuswerkstätten des späten 19. Jahrhunderts.
Eine Herkunft aus Wien oder Norditalien ist grundsätzlich möglich, erscheint jedoch aufgrund der Malweise und Gesamtkomposition weniger wahrscheinlich.

Insgesamt handelt es sich um ein qualitätvolles Beispiel einer kunsthandwerklich gefertigten Galanterieware des späten 19. Jahrhunderts, das sowohl dekorativen als auch sammlerischen Wert besitzt.

Versand mit UPS

Emaille-Visitenkartenetui (Galanterieware), vermutlich Frankreich (Limoges oder Paris), spätes 19. Jahrhundert, ca. 1870–1890.

Rechteckiges Etui mit abgerundeten Ecken, bestehend aus einer Metallkonstruktion (vermutlich Kupferkörper) mit aufgelegten, fein bemalten Emailplatten auf Vorder- und Rückseite.

Die Montierung aus vergoldeter Bronze bzw. Messing ist reich mit Rocaille-Ornamentik im Stil des Louis XV dekoriert.
Die Ränder zeigen ziselierte und gegossene Zierformen, typisch für historistische Luxusobjekte.

Die Vorderseite zeigt eine fein ausgeführte Emailminiatur mit einer idealisierten weiblichen Halbfigur in galanter Haltung.
Die Darstellung orientiert sich stilistisch an der Malerei des 18. Jahrhunderts (Rokoko), insbesondere an Vorbildern aus dem Umkreis von François Boucher oder Jean-Antoine Watteau, wie sie im 19. Jahrhundert häufig rezipiert und reproduziert wurden.
Die Figur ist von einem ovalen Medaillon eingefasst, das durch eine Reihe von punktförmigen, perlenartig wirkenden Emailapplikationen gerahmt ist.
Der Hintergrund besteht aus einem tiefen, transluziden Kobaltblau, das für hochwertige Emailarbeiten dieser Zeit charakteristisch ist.
Die umgebenden floralen Girlanden sind symmetrisch angeordnet und fein schattiert.

Die Rückseite zeigt ein reiches Blumenstillleben in polychromer Emailmalerei auf gleichem kobaltblauen Grund.
Dargestellt sind verschiedene Blüten, darunter Rosen und Streublumen, in naturalistischer, weich modellierter Malweise.
Die Komposition ist locker und asymmetrisch aufgebaut, typisch für dekorative Emailarbeiten des Historismus.

Die Emailmalerei wurde in der Technik der „peinture sur émail“ ausgeführt.
Dabei handelt es sich um eine aufwendig mehrschichtige Maltechnik, bei der fein gemahlene Metalloxide auf eine zuvor aufgebrachte Emailgrundierung aufgetragen und in mehreren Brennvorgängen bei hohen Temperaturen fixiert werden.
Die weichen Farbverläufe und die Detailausarbeitung, insbesondere im Gesicht der Figur und in den Blüten, sprechen für eine qualitätvolle Werkstattarbeit.

Das Innere ist mit roter Seide ausgeschlagen und verfügt über eingearbeitete Halteschlaufen zur Aufnahme von Visitenkarten oder kleinen Notizzetteln.
Diese Ausstattung entspricht der typischen Nutzung solcher Etuis im gesellschaftlichen Leben des 19. Jahrhunderts, insbesondere im Kontext der Visitenkartenkultur des gehobenen Bürgertums.

Eine Signatur oder Punze ist nicht vorhanden, was für diese Art von Galanterieware nicht ungewöhnlich ist.
Emailplatten und Montierungen wurden häufig arbeitsteilig in spezialisierten Werkstätten gefertigt, wobei insbesondere bei nicht aus Edelmetall bestehenden Montierungen auf Punzierungen verzichtet wurde.

Stilistisch und technisch lässt sich das Objekt dem Historismus zuordnen, mit deutlichem Bezug zum Neorokoko (Louis XV Revival).
Die Kombination aus kobaltblauem Fond, fein ausgeführter Miniaturmalerei, floraler Rückseite und vergoldeter Montierung ist charakteristisch für französische Arbeiten, insbesondere aus dem Umfeld der Emailproduktion in Limoges sowie Pariser Luxuswerkstätten des späten 19. Jahrhunderts.
Eine Herkunft aus Wien oder Norditalien ist grundsätzlich möglich, erscheint jedoch aufgrund der Malweise und Gesamtkomposition weniger wahrscheinlich.

Insgesamt handelt es sich um ein qualitätvolles Beispiel einer kunsthandwerklich gefertigten Galanterieware des späten 19. Jahrhunderts, das sowohl dekorativen als auch sammlerischen Wert besitzt.

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Details

Epoche
1400-1900
Anzahl der Objekte
1
Herkunftsland
Frankreich
Material
Enamel calling-card case, France (Limoges), circa 1880, hand-painted, Neo-Rococo., Emaille
Stil
Antik
Zustand
Guter Zustand - gebraucht mit geringen Alterungsanzeichen
Höhe
9,9 cm
Breite
7,1 cm
Tiefe
1 cm
Geschätzter Zeitraum
1850-1900
Verkauft von
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