Marco Ercoli - Happiness is a warm gun





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Zeitgenössische Skulptur von Marco Ercoli (2016) mit Paper-Layering, Titel Happiness is a warm gun, Abmessungen 30 × 16 × 5 cm, handschriftlich signiert, Italien.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Marco Ercoli (1986) Italien
Titel: Happiness is a warm gun
Technik: Paper-layering
Komposition: Über 10.000 bunte Blatt Papier vom Hersteller, persönlich ausgewählt in 180 g, ausgeschnitten, geformt und jeweils von Hand aufgeklebt.
Prozess: Jedes Blatt folgt dem millimetergenauen Querschnitt der Waffe und schafft eine solide Struktur, die durch Dichte und Gewicht das Papier zu seiner ursprünglichen Essenz zurückführt: Holz.
Chormatismus: Sorgfältige Auswahl komplementärer Farben, nebeneinandergestellt, um einen lebendigen visuellen Kontrast und eine starke ästhetische Wirkung zu erzeugen.
Jahr: 2016
Dimensionen: 1:1 Python. 357 (30x16x5)
Unterschrift unter dem Schaft
Happiness is a warm gun - Das chromatische Oxymoron
Kürzlich in Handarbeit in Maßstab 1:1 realisierte zeitgenössische Skulptur, die die Abschnitte der berühmten Python .357 originalgetreu reproduziert. Das Werk ist nicht nur ein einfaches Modell, sondern das Ergebnis eines extremen Stratifizierungsprozesses
Die Architektur des Paradoxons: Eine Genesis aus Papier
In einer Epoche, die von digitaler Sofortigkeit und technischer Reproduzierbarkeit dominiert wird, fungiert dieses Werk als Monument der Zen-Geduld und semantischen Schichtung. Die Entscheidung, eine Python .357 – Ikone roher Durchschlagskraft und Industriedesign – durch die obsessive Ansammlung von über 10.000 Papierfragmenten zu reproduzieren, verwandelt die Waffe vom Zerstörungsinstrument in ein meditatives Skulpturobjekt.
Formale und matérielle Analyse
Der Künstler vollzieht eine invertierte alchemistische Operation: Das Papier, komprimiert und Blatt für Blatt von Hand aufgeklebt, durchläuft eine fysieke Metamorphose, kehrt zurück zur Dichte und Widerstandsfähigkeit von Holz, seiner ursprünglichen Essenz.
Die Technik: Das manuelle Zuschneiden jeder 1:1-Sektion ist nicht nur eine Übung in Präzision, sondern ein Dekonstruktionsritual. Der Künstler teilt die Waffe nicht, um ihre Mechanik zu studieren, sondern um sie von ihrer Funktion zu leeren.
Chormatismus und Kontrast: Der mutige Einsatz komplementärer Farben schafft eine optische Vibration, die die kalte Monochromie des Stahls negiert und eine symbolische Rüstung bildet: Die Farben kleiden das Skelett der Gewalt.
Der Gedanke: Das Oxymoron als soziales Spiegelbild
Das Oxymoron wirkt wie ein Detonator, der die Realität und die Essenz eines zur Gewohnheit gewordenen Elements entlarvt. Das Herz des Werks liegt in seiner intrinsischen Widersprüchlichkeit. Eine „Papierpistole“ ist definitionsgemäß eine funktionale Unmöglichkeit. Und doch liegt genau in diesem militärischen Unnütze seine kritische Kraft.
Der Künstler stellt sich nicht moralisch auf ein Podest; er gesteht die eigene Widersprüchlichkeit ein, seine Teilnahme an diesem Konsummechanismus.
Der Akt des Aufklebens von Tausenden von Blättern wird somit zu einem Akt der Akzeptanz der Realität, wobei der Grundpfeiler nicht die Lösung des Konflikts, sondern seine plastische Behauptung ist.
Kritische Beurteilung
Wir stehen vor einer Arbeit, die die Wahrnehmung des Betrachters herausfordert. Die Python .357, ihrer tödlichen Wirkung beraubt, wird zu einem soliden, zerbrechlichen und gleichzeitig schwergewichtigen Objekt. Es ist eine scharfe, dennoch visuell freudige Kritik an der zeitgenössischen Blindheit. Der Künstler gelingt es, Gewalt in ein chromatisches Volumen zu verwandeln und uns zum Nachdenken darüber zu zwingen, wie in unserer Gesellschaft der äußere Anschein das einzig wirklich geladene Mittel bleibt.
Die Werke von Marco Ercoli wurden durch das Auktionshaus Colasanti geführt:
https://www.colasantiaste.com/it/artisti/marco-ercoli-1327
Der Künstler ist im Katalog der Arsvalue aufgeführt:
https://www.arsvalue.com/en/lots/1278322/marco-ercoli-roma-1986-albero-della-vita
Instagram-Seite:
https://www.instagram.com/marco__ercoli/
Marco Ercoli
Künstlerischer Werdegang
Preise und Auszeichnungen
2024: Ausgewählt unter den „222 Artisten, in die man 2024 investieren sollte“, Herausgabevolume kuratiert von Exibart.
2023 – Gualdo Tadino: Realisierung des Palio für die Ausgabe 2023 der „Giochi de le Porte“, vorgestellt mit Standing Ovation in der Monumentalkirche San Francesco.
2019 – Isernia: Siegerpreis P.A.C.I., Qualitätspreis, Auditorium Città d'Isernia.
2012 – Frankreich: Stipendium der Colart am Atelier „Plessix-Madeuc“.
2008 – Rom: Sieger „MarteLive“, Qualitätspreis, Malerei-Sektion.
Solore Exhibitions (Einzelausstellungen)
2023 – Gualdo Tadino (PG): "In deinen Augen", Museumspolo – Monumentalkirche San Francesco, kuratiert von Cesare Biasini Selvaggi.
2022 – Rom: "Epimetheus", Galerie 28 Piazza di Pietra, kuratiert von Giorgia Basili.
2021 – Massa Lubrense (NA): "Notturno", Art Hotel Villa Fiorella, kuratiert von Giorgia Basili.
2016 – Rom: "7", Galerie Curva Pura, kuratiert von Serena Di Giovanni.
2010 – Rom: "F(R)ame", Libreria Einaudi.
2009 – Rom: "Kollektion von Schmetterlingen".
2009 – Rom: "Materie und Ego", Galerie Casina Giustiniani.
Gruppenausstellungen und Pavillons
2018 – Basel (Schweiz): "Sommerausstellung", Galerie Eulenspiegel.
2018 – Rom: "Profanes flüssig, nur extern zu verwenden", Studio Giga, kuratiert von Bianca Catalano.
2015 – Rom: "Radiate", TakeawayGallery.
2015 – Fermo: Stripe Festival Kunst und Architektur.
2015 – Mailand: Affordable Art Fair Milano (AAF), Superstudio Più, Stand E5 (White Noise Gallery).
2015 – Rom: "Any Given Post-it", White Noise Gallery.
2013 – Rom: "First Art Hotel", Galerie Muciaccia.
2012 – Rom: "Rendez-vous", Galerie ArtePerOggi.
2012 – Frankreich: "Les Atelier du Plessix-Madeuc", Abtei St Magloire, Lehon.
2011 – Turin: Biennale di Venezia, Pavillon Italia.
Installationen und Sonderprojekte
2018 – Civitella D'Agliano (VT): "Agora", Permanente Installation, Projekt 1 Artist 1 Day, Contaminazioni d'Arte.
Marco Ercoli (1986) Italien
Titel: Happiness is a warm gun
Technik: Paper-layering
Komposition: Über 10.000 bunte Blatt Papier vom Hersteller, persönlich ausgewählt in 180 g, ausgeschnitten, geformt und jeweils von Hand aufgeklebt.
Prozess: Jedes Blatt folgt dem millimetergenauen Querschnitt der Waffe und schafft eine solide Struktur, die durch Dichte und Gewicht das Papier zu seiner ursprünglichen Essenz zurückführt: Holz.
Chormatismus: Sorgfältige Auswahl komplementärer Farben, nebeneinandergestellt, um einen lebendigen visuellen Kontrast und eine starke ästhetische Wirkung zu erzeugen.
Jahr: 2016
Dimensionen: 1:1 Python. 357 (30x16x5)
Unterschrift unter dem Schaft
Happiness is a warm gun - Das chromatische Oxymoron
Kürzlich in Handarbeit in Maßstab 1:1 realisierte zeitgenössische Skulptur, die die Abschnitte der berühmten Python .357 originalgetreu reproduziert. Das Werk ist nicht nur ein einfaches Modell, sondern das Ergebnis eines extremen Stratifizierungsprozesses
Die Architektur des Paradoxons: Eine Genesis aus Papier
In einer Epoche, die von digitaler Sofortigkeit und technischer Reproduzierbarkeit dominiert wird, fungiert dieses Werk als Monument der Zen-Geduld und semantischen Schichtung. Die Entscheidung, eine Python .357 – Ikone roher Durchschlagskraft und Industriedesign – durch die obsessive Ansammlung von über 10.000 Papierfragmenten zu reproduzieren, verwandelt die Waffe vom Zerstörungsinstrument in ein meditatives Skulpturobjekt.
Formale und matérielle Analyse
Der Künstler vollzieht eine invertierte alchemistische Operation: Das Papier, komprimiert und Blatt für Blatt von Hand aufgeklebt, durchläuft eine fysieke Metamorphose, kehrt zurück zur Dichte und Widerstandsfähigkeit von Holz, seiner ursprünglichen Essenz.
Die Technik: Das manuelle Zuschneiden jeder 1:1-Sektion ist nicht nur eine Übung in Präzision, sondern ein Dekonstruktionsritual. Der Künstler teilt die Waffe nicht, um ihre Mechanik zu studieren, sondern um sie von ihrer Funktion zu leeren.
Chormatismus und Kontrast: Der mutige Einsatz komplementärer Farben schafft eine optische Vibration, die die kalte Monochromie des Stahls negiert und eine symbolische Rüstung bildet: Die Farben kleiden das Skelett der Gewalt.
Der Gedanke: Das Oxymoron als soziales Spiegelbild
Das Oxymoron wirkt wie ein Detonator, der die Realität und die Essenz eines zur Gewohnheit gewordenen Elements entlarvt. Das Herz des Werks liegt in seiner intrinsischen Widersprüchlichkeit. Eine „Papierpistole“ ist definitionsgemäß eine funktionale Unmöglichkeit. Und doch liegt genau in diesem militärischen Unnütze seine kritische Kraft.
Der Künstler stellt sich nicht moralisch auf ein Podest; er gesteht die eigene Widersprüchlichkeit ein, seine Teilnahme an diesem Konsummechanismus.
Der Akt des Aufklebens von Tausenden von Blättern wird somit zu einem Akt der Akzeptanz der Realität, wobei der Grundpfeiler nicht die Lösung des Konflikts, sondern seine plastische Behauptung ist.
Kritische Beurteilung
Wir stehen vor einer Arbeit, die die Wahrnehmung des Betrachters herausfordert. Die Python .357, ihrer tödlichen Wirkung beraubt, wird zu einem soliden, zerbrechlichen und gleichzeitig schwergewichtigen Objekt. Es ist eine scharfe, dennoch visuell freudige Kritik an der zeitgenössischen Blindheit. Der Künstler gelingt es, Gewalt in ein chromatisches Volumen zu verwandeln und uns zum Nachdenken darüber zu zwingen, wie in unserer Gesellschaft der äußere Anschein das einzig wirklich geladene Mittel bleibt.
Die Werke von Marco Ercoli wurden durch das Auktionshaus Colasanti geführt:
https://www.colasantiaste.com/it/artisti/marco-ercoli-1327
Der Künstler ist im Katalog der Arsvalue aufgeführt:
https://www.arsvalue.com/en/lots/1278322/marco-ercoli-roma-1986-albero-della-vita
Instagram-Seite:
https://www.instagram.com/marco__ercoli/
Marco Ercoli
Künstlerischer Werdegang
Preise und Auszeichnungen
2024: Ausgewählt unter den „222 Artisten, in die man 2024 investieren sollte“, Herausgabevolume kuratiert von Exibart.
2023 – Gualdo Tadino: Realisierung des Palio für die Ausgabe 2023 der „Giochi de le Porte“, vorgestellt mit Standing Ovation in der Monumentalkirche San Francesco.
2019 – Isernia: Siegerpreis P.A.C.I., Qualitätspreis, Auditorium Città d'Isernia.
2012 – Frankreich: Stipendium der Colart am Atelier „Plessix-Madeuc“.
2008 – Rom: Sieger „MarteLive“, Qualitätspreis, Malerei-Sektion.
Solore Exhibitions (Einzelausstellungen)
2023 – Gualdo Tadino (PG): "In deinen Augen", Museumspolo – Monumentalkirche San Francesco, kuratiert von Cesare Biasini Selvaggi.
2022 – Rom: "Epimetheus", Galerie 28 Piazza di Pietra, kuratiert von Giorgia Basili.
2021 – Massa Lubrense (NA): "Notturno", Art Hotel Villa Fiorella, kuratiert von Giorgia Basili.
2016 – Rom: "7", Galerie Curva Pura, kuratiert von Serena Di Giovanni.
2010 – Rom: "F(R)ame", Libreria Einaudi.
2009 – Rom: "Kollektion von Schmetterlingen".
2009 – Rom: "Materie und Ego", Galerie Casina Giustiniani.
Gruppenausstellungen und Pavillons
2018 – Basel (Schweiz): "Sommerausstellung", Galerie Eulenspiegel.
2018 – Rom: "Profanes flüssig, nur extern zu verwenden", Studio Giga, kuratiert von Bianca Catalano.
2015 – Rom: "Radiate", TakeawayGallery.
2015 – Fermo: Stripe Festival Kunst und Architektur.
2015 – Mailand: Affordable Art Fair Milano (AAF), Superstudio Più, Stand E5 (White Noise Gallery).
2015 – Rom: "Any Given Post-it", White Noise Gallery.
2013 – Rom: "First Art Hotel", Galerie Muciaccia.
2012 – Rom: "Rendez-vous", Galerie ArtePerOggi.
2012 – Frankreich: "Les Atelier du Plessix-Madeuc", Abtei St Magloire, Lehon.
2011 – Turin: Biennale di Venezia, Pavillon Italia.
Installationen und Sonderprojekte
2018 – Civitella D'Agliano (VT): "Agora", Permanente Installation, Projekt 1 Artist 1 Day, Contaminazioni d'Arte.

