Eine Holzskulptur - Puguli - Lobi - Burkina Faso






Verfügt über einen Postgraduiertenabschluss in Afrikastudien und 15 Jahre Erfahrung in afrikanischer Kunst.
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Eine Holzskulptur aus Burkina Faso mit dem Titel „A wooden sculpture”, von Lobi Puguli, 85,5 cm hoch, 3,3 kg schwer, in befriedigendem Zustand, Original-/offizielle Echtheit, ohne Ständer.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Ein männlicher Lobi Puguli-Skulptur, Burkina Faso, gemäß Petra Schütz und Detlev Linse dürfte es sich um den Schnitzer Outtara Zoumou, geb. 1968, handeln oder dessen Vater Outtara Kounkoro. Kunst & Kontext, 22, S. 40–42,
Die skulpturale Tradition der Lobi-Kulturregion im Südwesten Burkinas und der angrenzenden Grenzgebiete der Elfenbeinküste und Ghana nehmen eine eigenständige Stellung innerhalb der Untersuchung westafrikanischer religiöser Kunst ein. Unter den Gruppen, die diese Region bewohnen, haben die Lobi und die eng verwandten Puguli-Gemeinschaften ein Korpus hölzerner Figuren entwickelt, das zugleich materiell bescheiden und konzeptionell komplex ist. Diese Skulpturen dienen nicht primär ästhetischen Zwecken, die äußeren Rezipienten gefallen sollen, sondern sind vielmehr rituelle Instrumente, eingebettet in ein lebendiges System von Glauben und Praxis. Ihre Bedeutung ergibt sich aus ihrer Beziehung zu spirituellen Kräften, sozialen Strukturen und den architektonischen Räumen des Haushaltsaltars. In diesem Sinn verlangt das Studium von Lobi- und Puguli-Skulptur einen Ansatz, der formale Analyse mit ethnografischer Beobachtung verbindet.
Innerhalb der Lobi-Kosmologie fungieren geschnitzte Figuren, die gemeinhin als bateba bezeichnet werden, als Vermittler zwischen Menschen und den unsichtbaren spirituellen Entitäten, den Thila. Diese Geister sollen die moralische und soziale Ordnung der Gemeinschaft regulieren und in Angelegenheiten von Krankheit, Schutz, Fruchtbarkeit und Glück eingreifen. Die Beauftragung einer Figur erfolgt in der Regel durch Orakelbefragung. Ein Wahrsager interpretiert den Willen der Thila und instruziert die Familie, eine bestimmte Art von Skulptur zu beschaffen. Einmal geschnitzt, wird die Figur auf einem Schrein oder Altar innerhalb des Familienkomplexes installiert, wo sie zu einem aktiven Teilnehmer des Rituallebens wird. Opfergaben, Trankopfer und regelmäßige Konsultationen bestätigen die Beziehung zwischen Haushalt und Geisterwelt. Die Skulptur fungiert daher weniger als Repräsentation eines Geistes als vielmehr als Ort, durch den spirituelle Kraft stabilisiert und adressiert werden kann.
Das formale Erscheinungsbild von Lobi- und Puguli-Figuren spiegelt sowohl die rituellen Anforderungen dieses Kontexts als auch die in lokalen Schnitztraditionen übermittelten Konventionen wider. Skulpturen werden typischerweise aus dichtem Hartholz geschnitzt und zeigen eine frontale, aufrechte Haltung mit vereinfachten anatomischen Formen. Gliedmaßen sind oft als zylindrische Fortsetzungen wiedergegeben, während der Kopf unverhältnismäßig groß erscheinen kann, wodurch der Ort der Wahrnehmung und der spirituellen Handlungsfähigkeit betont wird. Die Oberflächenbearbeitung ist in der Regel minimal, und Spuren rituellen Gebrauchs—wie Opferreste oder Anhäufungen von Ton und Ölen—verändern das Erscheinungsbild des Objekts oft im Laufe der Zeit. Obwohl die visuelle Sprache dieser Figuren aus einer westlich-kunsthistorischen Perspektive abstrakt oder streng wirken mag, wird sie lokal durch ein Netz symbolischer Assoziationen und ritueller Vorgaben verstanden.
Die Puguli, eine kleinere Gruppe innerhalb der breiteren Lobi-Kulturwelt, teilen viele kosmologische und rituelle Praktiken mit ihren Nachbarn, bewahren dabei jedoch bestimmte charakteristische skulpturale Tendenzen. Puguli-Figuren zeichnen sich oft durch besonders verlängerte oder schlanke Proportionen und eine markante geometrische Reduktion des Körpers aus. Wie bei der Lobi-Skulptur werden auch diese Werke für Schreinke contexts in Auftrag gegeben und von lokalen Schnitzern hergestellt, die innerhalb familiärer oder regionaler Traditionen arbeiten. Die Verbreitung skulpturaler Ideen über benachbarte Gemeinschaften hinweg erschwert starre stilistische Klassifizierungen und hinterfragt frühere Museums-Taxonomien, die versuchten, Figuren rigid ethnischen Kategorien zuzuordnen.
Die Forschung von Petra Schütz und Detlef Linse stellt einen bedeutenden Beitrag zum Verständnis dieser Skulpturentradition dar. Seit den späten 1990er Jahren führten sie eine anhaltende Feldforschung in der Lobi-Region durch, mit dem Ziel, Skulpturen in ihrem ursprünglichen kulturellen Umfeld zu dokumentieren. Ihr Ansatz reagiert auf ein seit langem bestehendes Problem in der Historiographie der afrikanischen Kunst: Die Mehrzahl der Objekte in europäischen und nordamerikanischen Sammlungen wurde im zwanzigsten Jahrhundert erworben, ohne detaillierte Informationen über ihre Schöpfer, Besitzer oder rituellen Funktionen. Infolgedessen wurden viele Werke nach verallgemeinerten Stillabeln klassifiziert, oft losgelöst von den spezifischen Gemeinschaften und Individuen, die für ihre Entstehung verantwortlich waren.
Schütz und Linse bemühen sich, diesen fehlenden Kontext durch sorgfältige Dokumentation von Schreinen, Bildhauern und lokalen Produktionsgeschichten wiederherzustellen. Durch Besuche in Dörfern, Interviews mit Schnitzern und Schreinsbesitzern sowie Fotografieren der Skulpturen zu Ort haben sie einzelne Künstler identifiziert und Netzwerke von Lehre und Weitergabe rekonstruiert. Diese Methodik hinterfragt die anhaltende Vorstellung, dass afrikanische Ritualskulptur grundsätzlich anonym sei. Vielmehr offenbart sie ein dynamisches Feld künstlerischer Praxis, in dem identifizierbare Individuen erkennbare Stile entwickeln, während sie gleichzeitig auf die rituellen Anforderungen ihrer Gemeinschaften reagieren.
Ein zentraler Aspekt ihrer Forschung ist die Korrelation von skulpturaler Form mit bestimmten Schnitzern und Werkstätten. Durch vergleichende visuelle Analysen und ethnografische Befragungen haben sie Familien von Bildhauern dokumentiert, deren Werke bestimmte strukturelle Merkmale teilen, wie die Behandlung der Glieder, die Formung des Kopfes oder die Artikulation des Rumpfes. In einigen Fällen konnten lebende Bildhauer Werke identifizieren, die von ihren Lehrern oder Verwandten gefertigt wurden, was eine seltene Kontinuität zwischen historischen Objekten und aktuellem Wissen ermöglicht. Dieser Prozess zeigt, dass stilistische Variationen in der Lobi-Region nicht einfach das Resultat abstrakter „Stammesstile“ sind, sondern die kreative Handlung einzelner Hersteller widerspiegeln, die innerhalb geteilter Konventionen arbeiten.
Gleich wichtig ist die Aufmerksamkeit, die Schütz und Linse dem räumlichen und rituellen Umfeld der Skulpturen widmen. Anstatt die Figur isoliert als Kunstobjekt zu betrachten, situieren sie sie in der Architektur des Haushaltsaltars, umgeben von anderen rituellen Elementen wie Opfersteinen, Tonvasen und Ansammlungen von Offerings. Diese Kontexte zeigen, wie Skulpturen mit einem breiteren Ensemble von Materialien und Praktiken interagieren, die zusammen die spirituelle Wirksamkeit des Schreins ausmachen. Die Bedeutung einer Figur ist daher untrennbar mit ihrer Platzierung, ihrer Geschichte der rituellen Aktivierung und der fortlaufenden Beziehung zwischen Haushalt und den Geistern verbunden, die sie adressiert.
Ihre Forschung greift auch kritisch den internationalen Kunstmarkt und die Geschichte der Museums-Sammlung auf. Viele Lobi- und Puguli-Skulpturen gelangten in Sammlungen zu Zeiten, als kaum Anstrengungen unternommen wurden, Herkunfts- oder Schöpferinformationen zu dokumentieren. Folglich wurden Objekte oft breiten stilistischen Kategorien zugeordnet oder kultureller Herkunft falsch identifiziert. Durch detaillierte Felddokumentation und das Herstellen von Verbindungen zwischen einzelnen Bildhauern und bestimmten Werken tragen Schütz und Linse zu einem nuancierteren Verständnis dieser Objekte bei und hinterfragen frühere interpretative Rahmungen.
In dieser Perspektive erscheint Lobi- und Puguli-Skulptur nicht nur als ästhetische Tradition, sondern als komplexe kulturelle Praxis, die von religiösem Glauben, sozialen Beziehungen und individuellem künstlerischem Können geformt wird. Die Figuren verkörpern einen Dialog zwischen menschlichen Gemeinschaften und den unsichtbaren Kräften, die ihre Welt strukturieren. Zugleich tragen sie den Abdruck bestimmter Hände und lokaler Schnitzereigeschichten. Die Arbeit von Schütz und Linse demonstriert, dass die sorgfältige Integration kunsthistorischer Analyse mit langfristiger ethnografischer Forschung beide Dimensionen beleuchten kann, sodass die Skulpturen zugleich als rituelle Akteure und als Produkte identifizierbarer künstlerischer Traditionen verstanden werden können.
Der Verkäufer stellt sich vor
Übersetzt mit Google ÜbersetzerEin männlicher Lobi Puguli-Skulptur, Burkina Faso, gemäß Petra Schütz und Detlev Linse dürfte es sich um den Schnitzer Outtara Zoumou, geb. 1968, handeln oder dessen Vater Outtara Kounkoro. Kunst & Kontext, 22, S. 40–42,
Die skulpturale Tradition der Lobi-Kulturregion im Südwesten Burkinas und der angrenzenden Grenzgebiete der Elfenbeinküste und Ghana nehmen eine eigenständige Stellung innerhalb der Untersuchung westafrikanischer religiöser Kunst ein. Unter den Gruppen, die diese Region bewohnen, haben die Lobi und die eng verwandten Puguli-Gemeinschaften ein Korpus hölzerner Figuren entwickelt, das zugleich materiell bescheiden und konzeptionell komplex ist. Diese Skulpturen dienen nicht primär ästhetischen Zwecken, die äußeren Rezipienten gefallen sollen, sondern sind vielmehr rituelle Instrumente, eingebettet in ein lebendiges System von Glauben und Praxis. Ihre Bedeutung ergibt sich aus ihrer Beziehung zu spirituellen Kräften, sozialen Strukturen und den architektonischen Räumen des Haushaltsaltars. In diesem Sinn verlangt das Studium von Lobi- und Puguli-Skulptur einen Ansatz, der formale Analyse mit ethnografischer Beobachtung verbindet.
Innerhalb der Lobi-Kosmologie fungieren geschnitzte Figuren, die gemeinhin als bateba bezeichnet werden, als Vermittler zwischen Menschen und den unsichtbaren spirituellen Entitäten, den Thila. Diese Geister sollen die moralische und soziale Ordnung der Gemeinschaft regulieren und in Angelegenheiten von Krankheit, Schutz, Fruchtbarkeit und Glück eingreifen. Die Beauftragung einer Figur erfolgt in der Regel durch Orakelbefragung. Ein Wahrsager interpretiert den Willen der Thila und instruziert die Familie, eine bestimmte Art von Skulptur zu beschaffen. Einmal geschnitzt, wird die Figur auf einem Schrein oder Altar innerhalb des Familienkomplexes installiert, wo sie zu einem aktiven Teilnehmer des Rituallebens wird. Opfergaben, Trankopfer und regelmäßige Konsultationen bestätigen die Beziehung zwischen Haushalt und Geisterwelt. Die Skulptur fungiert daher weniger als Repräsentation eines Geistes als vielmehr als Ort, durch den spirituelle Kraft stabilisiert und adressiert werden kann.
Das formale Erscheinungsbild von Lobi- und Puguli-Figuren spiegelt sowohl die rituellen Anforderungen dieses Kontexts als auch die in lokalen Schnitztraditionen übermittelten Konventionen wider. Skulpturen werden typischerweise aus dichtem Hartholz geschnitzt und zeigen eine frontale, aufrechte Haltung mit vereinfachten anatomischen Formen. Gliedmaßen sind oft als zylindrische Fortsetzungen wiedergegeben, während der Kopf unverhältnismäßig groß erscheinen kann, wodurch der Ort der Wahrnehmung und der spirituellen Handlungsfähigkeit betont wird. Die Oberflächenbearbeitung ist in der Regel minimal, und Spuren rituellen Gebrauchs—wie Opferreste oder Anhäufungen von Ton und Ölen—verändern das Erscheinungsbild des Objekts oft im Laufe der Zeit. Obwohl die visuelle Sprache dieser Figuren aus einer westlich-kunsthistorischen Perspektive abstrakt oder streng wirken mag, wird sie lokal durch ein Netz symbolischer Assoziationen und ritueller Vorgaben verstanden.
Die Puguli, eine kleinere Gruppe innerhalb der breiteren Lobi-Kulturwelt, teilen viele kosmologische und rituelle Praktiken mit ihren Nachbarn, bewahren dabei jedoch bestimmte charakteristische skulpturale Tendenzen. Puguli-Figuren zeichnen sich oft durch besonders verlängerte oder schlanke Proportionen und eine markante geometrische Reduktion des Körpers aus. Wie bei der Lobi-Skulptur werden auch diese Werke für Schreinke contexts in Auftrag gegeben und von lokalen Schnitzern hergestellt, die innerhalb familiärer oder regionaler Traditionen arbeiten. Die Verbreitung skulpturaler Ideen über benachbarte Gemeinschaften hinweg erschwert starre stilistische Klassifizierungen und hinterfragt frühere Museums-Taxonomien, die versuchten, Figuren rigid ethnischen Kategorien zuzuordnen.
Die Forschung von Petra Schütz und Detlef Linse stellt einen bedeutenden Beitrag zum Verständnis dieser Skulpturentradition dar. Seit den späten 1990er Jahren führten sie eine anhaltende Feldforschung in der Lobi-Region durch, mit dem Ziel, Skulpturen in ihrem ursprünglichen kulturellen Umfeld zu dokumentieren. Ihr Ansatz reagiert auf ein seit langem bestehendes Problem in der Historiographie der afrikanischen Kunst: Die Mehrzahl der Objekte in europäischen und nordamerikanischen Sammlungen wurde im zwanzigsten Jahrhundert erworben, ohne detaillierte Informationen über ihre Schöpfer, Besitzer oder rituellen Funktionen. Infolgedessen wurden viele Werke nach verallgemeinerten Stillabeln klassifiziert, oft losgelöst von den spezifischen Gemeinschaften und Individuen, die für ihre Entstehung verantwortlich waren.
Schütz und Linse bemühen sich, diesen fehlenden Kontext durch sorgfältige Dokumentation von Schreinen, Bildhauern und lokalen Produktionsgeschichten wiederherzustellen. Durch Besuche in Dörfern, Interviews mit Schnitzern und Schreinsbesitzern sowie Fotografieren der Skulpturen zu Ort haben sie einzelne Künstler identifiziert und Netzwerke von Lehre und Weitergabe rekonstruiert. Diese Methodik hinterfragt die anhaltende Vorstellung, dass afrikanische Ritualskulptur grundsätzlich anonym sei. Vielmehr offenbart sie ein dynamisches Feld künstlerischer Praxis, in dem identifizierbare Individuen erkennbare Stile entwickeln, während sie gleichzeitig auf die rituellen Anforderungen ihrer Gemeinschaften reagieren.
Ein zentraler Aspekt ihrer Forschung ist die Korrelation von skulpturaler Form mit bestimmten Schnitzern und Werkstätten. Durch vergleichende visuelle Analysen und ethnografische Befragungen haben sie Familien von Bildhauern dokumentiert, deren Werke bestimmte strukturelle Merkmale teilen, wie die Behandlung der Glieder, die Formung des Kopfes oder die Artikulation des Rumpfes. In einigen Fällen konnten lebende Bildhauer Werke identifizieren, die von ihren Lehrern oder Verwandten gefertigt wurden, was eine seltene Kontinuität zwischen historischen Objekten und aktuellem Wissen ermöglicht. Dieser Prozess zeigt, dass stilistische Variationen in der Lobi-Region nicht einfach das Resultat abstrakter „Stammesstile“ sind, sondern die kreative Handlung einzelner Hersteller widerspiegeln, die innerhalb geteilter Konventionen arbeiten.
Gleich wichtig ist die Aufmerksamkeit, die Schütz und Linse dem räumlichen und rituellen Umfeld der Skulpturen widmen. Anstatt die Figur isoliert als Kunstobjekt zu betrachten, situieren sie sie in der Architektur des Haushaltsaltars, umgeben von anderen rituellen Elementen wie Opfersteinen, Tonvasen und Ansammlungen von Offerings. Diese Kontexte zeigen, wie Skulpturen mit einem breiteren Ensemble von Materialien und Praktiken interagieren, die zusammen die spirituelle Wirksamkeit des Schreins ausmachen. Die Bedeutung einer Figur ist daher untrennbar mit ihrer Platzierung, ihrer Geschichte der rituellen Aktivierung und der fortlaufenden Beziehung zwischen Haushalt und den Geistern verbunden, die sie adressiert.
Ihre Forschung greift auch kritisch den internationalen Kunstmarkt und die Geschichte der Museums-Sammlung auf. Viele Lobi- und Puguli-Skulpturen gelangten in Sammlungen zu Zeiten, als kaum Anstrengungen unternommen wurden, Herkunfts- oder Schöpferinformationen zu dokumentieren. Folglich wurden Objekte oft breiten stilistischen Kategorien zugeordnet oder kultureller Herkunft falsch identifiziert. Durch detaillierte Felddokumentation und das Herstellen von Verbindungen zwischen einzelnen Bildhauern und bestimmten Werken tragen Schütz und Linse zu einem nuancierteren Verständnis dieser Objekte bei und hinterfragen frühere interpretative Rahmungen.
In dieser Perspektive erscheint Lobi- und Puguli-Skulptur nicht nur als ästhetische Tradition, sondern als komplexe kulturelle Praxis, die von religiösem Glauben, sozialen Beziehungen und individuellem künstlerischem Können geformt wird. Die Figuren verkörpern einen Dialog zwischen menschlichen Gemeinschaften und den unsichtbaren Kräften, die ihre Welt strukturieren. Zugleich tragen sie den Abdruck bestimmter Hände und lokaler Schnitzereigeschichten. Die Arbeit von Schütz und Linse demonstriert, dass die sorgfältige Integration kunsthistorischer Analyse mit langfristiger ethnografischer Forschung beide Dimensionen beleuchten kann, sodass die Skulpturen zugleich als rituelle Akteure und als Produkte identifizierbarer künstlerischer Traditionen verstanden werden können.
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- Repräsentant:
- Wolfgang Jaenicke
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