Eine Holzskulptur - Losso - Togo (Ohne mindestpreis)






Verfügt über einen Postgraduiertenabschluss in Afrikastudien und 15 Jahre Erfahrung in afrikanischer Kunst.
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Eine Holzschnitzerei aus der Losso-Region im Nord-Togo, aus Hartholz mit schwarzer Patina, 64 cm hoch, 1,9 kg schwer, in fairer Verfassung und authentisch als Original.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Ein männliche Skulptur aus der Losso-Region im nördlichen Togo, aufrecht stehend mit strenger Miene. Helles Holz mit schwarzer Patina; mit einem Riss, der vom Scheitel des Kopfes bis zur Brusthöhe verläuft.
Diese Skulptur aus der Losso-Region zeigt eindrucksvoll die ästhetische und konzeptionelle Verdichtung, die für zahlreiche westafrikanische Bildhauerei-Traditionen kennzeichnend ist. Aus Hartholz gehauen und mit einer tiefen, schwarzen Patina überzogen, entfaltet die männliche Figur eine visuelle Präsenz, die sowohl Reduktion als auch expressive Intensität markiert. Die Oberfläche suggeriert nicht nur Alter und Benutzung, sondern kann auch als sedimentierter Rest ritueller Praxis, Berührung und möglicher Trankopfer gedeutet werden.
Die physiognomischen Merkmale sind auf wenige knappe Formen reduziert. Augen, Nase, Mund und Ohren erscheinen nicht als naturalistische Repräsentationen, sondern als abstrahierte Symbole, die eher eine supraindividuelle, vielleicht archetypische Qualität betonen. Diese formale Ökonomie lenkt den Blick auf das Wesentliche: die Präsenz der Figur als Träger sozialer, spiritueller oder kultureller Bedeutung. Damit ist die Reduktion kein Vereinfachen, sondern eine bewusste Fokussierung auf das Semantisch Geladene. Diese Skulpturen werden überwiegend in privaten oder gemeinschaftlichen Schreinen verwendet, wo sie als Mittlerinnen zwischen den Lebenden und den Ahnen- oder Spirituellen Bereichen dienen. Insbesondere Figuren mit hoch- oder armselig gestreckten Armen gilt es als aktive Beschützer, Bittsteller oder Boten des Gebets zu verstehen.
Die am Körper sichtbaren Narbenbildungen, in Form linearer Einschnitte und reliefartiger Markierungen, verdienen besondere Beachtung. Diese sind nicht als rein dekorative Elemente zu verstehen, sondern weisen auf komplizierte Systeme der Identitätsbildung, der sozialen Zugehörigkeit und möglicherweise auch Initiation hin. Hier wird der Körper zur Oberfläche kultureller Codes, die sowohl individuelle Biografien als auch kollektive Ordnungen einschreiben. Die betonten Brustwarzen und der deutlich definierte Nabel stärken diese physische Präsenz und können als Verweise auf Fruchtbarkeit, Vitalität oder genealogische Kontinuität interpretiert werden.
Literatur:
Perrois, L. (2008). Art Ancestral du Togo: Les Figures des Cultes Vodou et des Ancêtres. Paris: Editions Dapper.
Gruner, F. (1991). Togo: Kunst und Religion im Land der Ewe, Kabre und Losso. Museum für Völkerkunde, Berlin.
Meyer, L. (2001). Art of the Northern Peoples of Togo. In Visions of Africa series. Milan: 5 Continents Editions.
Blier, S. P. (1998). African Vodun: Art, Psychology, and Power. Chicago: University of Chicago Press.
CAB39334
Der Verkäufer stellt sich vor
Übersetzt mit Google ÜbersetzerEin männliche Skulptur aus der Losso-Region im nördlichen Togo, aufrecht stehend mit strenger Miene. Helles Holz mit schwarzer Patina; mit einem Riss, der vom Scheitel des Kopfes bis zur Brusthöhe verläuft.
Diese Skulptur aus der Losso-Region zeigt eindrucksvoll die ästhetische und konzeptionelle Verdichtung, die für zahlreiche westafrikanische Bildhauerei-Traditionen kennzeichnend ist. Aus Hartholz gehauen und mit einer tiefen, schwarzen Patina überzogen, entfaltet die männliche Figur eine visuelle Präsenz, die sowohl Reduktion als auch expressive Intensität markiert. Die Oberfläche suggeriert nicht nur Alter und Benutzung, sondern kann auch als sedimentierter Rest ritueller Praxis, Berührung und möglicher Trankopfer gedeutet werden.
Die physiognomischen Merkmale sind auf wenige knappe Formen reduziert. Augen, Nase, Mund und Ohren erscheinen nicht als naturalistische Repräsentationen, sondern als abstrahierte Symbole, die eher eine supraindividuelle, vielleicht archetypische Qualität betonen. Diese formale Ökonomie lenkt den Blick auf das Wesentliche: die Präsenz der Figur als Träger sozialer, spiritueller oder kultureller Bedeutung. Damit ist die Reduktion kein Vereinfachen, sondern eine bewusste Fokussierung auf das Semantisch Geladene. Diese Skulpturen werden überwiegend in privaten oder gemeinschaftlichen Schreinen verwendet, wo sie als Mittlerinnen zwischen den Lebenden und den Ahnen- oder Spirituellen Bereichen dienen. Insbesondere Figuren mit hoch- oder armselig gestreckten Armen gilt es als aktive Beschützer, Bittsteller oder Boten des Gebets zu verstehen.
Die am Körper sichtbaren Narbenbildungen, in Form linearer Einschnitte und reliefartiger Markierungen, verdienen besondere Beachtung. Diese sind nicht als rein dekorative Elemente zu verstehen, sondern weisen auf komplizierte Systeme der Identitätsbildung, der sozialen Zugehörigkeit und möglicherweise auch Initiation hin. Hier wird der Körper zur Oberfläche kultureller Codes, die sowohl individuelle Biografien als auch kollektive Ordnungen einschreiben. Die betonten Brustwarzen und der deutlich definierte Nabel stärken diese physische Präsenz und können als Verweise auf Fruchtbarkeit, Vitalität oder genealogische Kontinuität interpretiert werden.
Literatur:
Perrois, L. (2008). Art Ancestral du Togo: Les Figures des Cultes Vodou et des Ancêtres. Paris: Editions Dapper.
Gruner, F. (1991). Togo: Kunst und Religion im Land der Ewe, Kabre und Losso. Museum für Völkerkunde, Berlin.
Meyer, L. (2001). Art of the Northern Peoples of Togo. In Visions of Africa series. Milan: 5 Continents Editions.
Blier, S. P. (1998). African Vodun: Art, Psychology, and Power. Chicago: University of Chicago Press.
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- Jaenicke Njoya GmbH
- Repräsentant:
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- Jaenicke Njoya GmbH
Klausenerplatz 7
14059 Berlin
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