Barberot Sylvain - MEMORY






Studierte Kunstgeschichte an der Ecole du Louvre und spezialisierte sich über 25 Jahre auf zeitgenössische Kunst.
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Sylvain Barberots MEMORY ist ein Spiegelkunstwerk aus dem Jahr 2026, 138 cm hoch, 32 cm breit, 20 cm tief, wiegt 3,1 kg, mit dem auf der Oberfläche gravierten Wort ‘memory’, handschriftlich signiert, in hervorragendem Zustand, in Frankreich hergestellt und direkt vom Künstler verkauft.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
In diesem Werk aus der Serie Self Portrait wendet der Künstler ein vertrautes Objekt — den Spiegel — ab, um eine unsichtbare Dimension zu enthüllen: seine Fähigkeit, Erinnerungen zu enthalten, anzusammeln und vielleicht zu verlieren.
Die Vergilberung, teilweise mit dem Wort « memory » graviert, wird hier zu einer paradoxen Fläche. Normalerweise dazu bestimmt, das Bild der Welt treu wiederzugeben, ist sie verändert, fragilisiert, fast ausgelöscht. Die Gravur wirkt wie eine Inschrift in die Substanz des Gedächtnisses selbst: « memory » auf einen Spiegel zu schreiben, bedeutet, das Gedächtnis in das Werkzeug selbst zu schreiben, das als stummer Zeuge davon dienen würde.
Doch dieser Spiegel spiegelt nicht mehr vollständig. Seine zunehmende Undurchsichtigkeit, seine verdunkelten oder freigelegten Flächen, deuten auf eine Sättigung hin. Als ob jede geschichtete Reflexion, jedes Gesicht, jeder Moment sich darin abgesetzt hätte, bis sie seine ursprüngliche Funktion beeinträchtigt.
Der Spiegel, als unbeabsichtigtes Archiv des Reellen, trägt eine übermäßige Erinnerung in sich — und diese Erinnerung lässt ihn schließlich verschwinden.
In dieser Logik schlägt das Werk eine subtile Umkehr vor: Nicht mehr der Subjekt betrachtet sich im Spiegel, sondern der Spiegel selbst wird zu einem Selbstporträt. Ein Selbstporträt nicht von Aussehen, sondern von Funktion und Erschöpfung. Das « Self » hier ist nicht nur das des Künstlers, sondern das des Objekts — ein Objekt, das, indem es zu viele Bilder ansammelt, seine Fähigkeit verliert, weitere Bilder zu produzieren.
So wird die reflektierende Oberfläche zu einem Ort der Spannung zwischen Erscheinung und Auslöschung, zwischen Erinnerung und Vergessen. Wenn das Gedächtnis zu voll ist, verschwindet die Vergoldung — und damit auch die Möglichkeit, sich überhaupt zu sehen.
Internationaler Künstler, dessen Arbeit auf der Dichotomie zwischen Gedächtnis und Vergessen beruht.
Die Erinnerung ist meines Erachtens das unverzichtbare Element, das unseren Körper mit der Welt verbindet. Allerdings, und während unsere Kultur bestrebt ist, die Geschichte mit dem Meißel zu gravieren, bemühe ich mich, mein eigenes Gedächtnis zu hemmen, zu zerlegen, ja zu löschen. Eine gewaltige Aufgabe, die Übung des Vergessens…
Der Körper ist nur der Träger dieses Gedächtnisses, von dem er abhängig ist, ja bedürftig scheint. Es baut es ihn, formt ihn und verwandelt ihn. Und wenn Anamnese aus dem Griechischen als Wiedererhebung der Erinnerung übersetzt wird, jage ich ihr nach, um mich besser von ihr zu lösen.
In diesem Werk aus der Serie Self Portrait wendet der Künstler ein vertrautes Objekt — den Spiegel — ab, um eine unsichtbare Dimension zu enthüllen: seine Fähigkeit, Erinnerungen zu enthalten, anzusammeln und vielleicht zu verlieren.
Die Vergilberung, teilweise mit dem Wort « memory » graviert, wird hier zu einer paradoxen Fläche. Normalerweise dazu bestimmt, das Bild der Welt treu wiederzugeben, ist sie verändert, fragilisiert, fast ausgelöscht. Die Gravur wirkt wie eine Inschrift in die Substanz des Gedächtnisses selbst: « memory » auf einen Spiegel zu schreiben, bedeutet, das Gedächtnis in das Werkzeug selbst zu schreiben, das als stummer Zeuge davon dienen würde.
Doch dieser Spiegel spiegelt nicht mehr vollständig. Seine zunehmende Undurchsichtigkeit, seine verdunkelten oder freigelegten Flächen, deuten auf eine Sättigung hin. Als ob jede geschichtete Reflexion, jedes Gesicht, jeder Moment sich darin abgesetzt hätte, bis sie seine ursprüngliche Funktion beeinträchtigt.
Der Spiegel, als unbeabsichtigtes Archiv des Reellen, trägt eine übermäßige Erinnerung in sich — und diese Erinnerung lässt ihn schließlich verschwinden.
In dieser Logik schlägt das Werk eine subtile Umkehr vor: Nicht mehr der Subjekt betrachtet sich im Spiegel, sondern der Spiegel selbst wird zu einem Selbstporträt. Ein Selbstporträt nicht von Aussehen, sondern von Funktion und Erschöpfung. Das « Self » hier ist nicht nur das des Künstlers, sondern das des Objekts — ein Objekt, das, indem es zu viele Bilder ansammelt, seine Fähigkeit verliert, weitere Bilder zu produzieren.
So wird die reflektierende Oberfläche zu einem Ort der Spannung zwischen Erscheinung und Auslöschung, zwischen Erinnerung und Vergessen. Wenn das Gedächtnis zu voll ist, verschwindet die Vergoldung — und damit auch die Möglichkeit, sich überhaupt zu sehen.
Internationaler Künstler, dessen Arbeit auf der Dichotomie zwischen Gedächtnis und Vergessen beruht.
Die Erinnerung ist meines Erachtens das unverzichtbare Element, das unseren Körper mit der Welt verbindet. Allerdings, und während unsere Kultur bestrebt ist, die Geschichte mit dem Meißel zu gravieren, bemühe ich mich, mein eigenes Gedächtnis zu hemmen, zu zerlegen, ja zu löschen. Eine gewaltige Aufgabe, die Übung des Vergessens…
Der Körper ist nur der Träger dieses Gedächtnisses, von dem er abhängig ist, ja bedürftig scheint. Es baut es ihn, formt ihn und verwandelt ihn. Und wenn Anamnese aus dem Griechischen als Wiedererhebung der Erinnerung übersetzt wird, jage ich ihr nach, um mich besser von ihr zu lösen.
