Sylvain Barberot - Jouir - marbre gravé






Hat einen Bachelor-Abschluss in Kunstgeschichte und einen Master-Abschluss in Kunst- und Kulturmanagement.
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Sylvain Barberot präsentiert Jouir - marbre gravé, ein einzigartiges Kunstwerk aus Marmor von 2025 mit 22 Karat Blattgold in Weiß- und Grautönen, 61 cm breit, 62,5 cm hoch, 2 cm tief, 14 kg schwer, handsigniert, in ausgezeichnetem Zustand, Frankreich, direkt vom Künstler verkauft.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
"genießen" ist das Resultat einer Serie von Werken mit dem Titel "Epitaphe". Sie sind eine poetische Art, den Tod mit Poesie zu umarmen, indem man ein Wort wählt, das gewählt wird, um es zu sublimieren.
In diesem Werk ragt eine Marmortafel mit fließenden, fast organischen Adern empor, als wäre sie ein aus der Zeit gerissenes Fragment. Ihre Oberfläche, von grauen und elfenbeinfarbenen Schichten geprägt, evoziert zugleich geologische Sedimentation und das allmähliche Einritzen von Erinnerung. Nichts hier ist glatt: Der unregelmäßige, fast zufällige Rand erinnert an Bruch, Endlichkeit, Unvollständigkeit, wie sie jeder Existenz eigen ist.
Im Herzen dieses versteinerten Materials steckt ein Wort: genießen. Tief graviert, genügt es nicht, einfach eingeschrieben zu sein — es ist hineingekerbt, als müsse man den Stein selbst aufbrechen, um dem Sinn Gestalt zu geben. Das 24-Karat-Goldblatt fängt das Licht mit einer fast heiligen Intensität ein. Es betont die Konturen der Gravur und ruft eine feierliche Ästhetik hervor. Dieses kostbare Hervorheben erinnert nicht ohne Grund an die goldenen Buchstaben der Grabsteine, wo der Name und die Worte auch nach dem Verschwinden des Körpers bestehen bleiben.
Die Wahl des Verbs genießen wirkt als zentrales Spannungsfeld. Mit der Todheit verknüpft durch das Epigraphen-Arrangement verschiebt es die Erwartungen: Dort, wo Trauer erwartet wird, taucht Intensität auf; dort, wo der Stein Stille evoziert, ruft das Wort zur Erfahrung, zum Körper, zum gelebten Augenblick. Das Werk vollzieht so eine dezente, doch kraftvolle Umkehr: Es leugnet den Tod nicht, es begleitet ihn mit einer Aufforderung, voll zu leben.
In der Serie Épitaphe eingebettet, bietet dieses Stück einen poetischen Zugang zum Endlichen. Jedes gewählte Wort wird zu einem Versuch, das Verschwinden zu sublimieren — nicht indem man es mildert, sondern indem man ihm eine Form existenzieller Dichte entgegenstellt. Hier schließt der Stein nicht ab: Er behält, er verstärkt, er verwandelt. Aus genießen wird dann eher ein lebendiges Relikt, eine leuchtende Spur im Inneren der Materie, wie ein letzter Funke angesichts des Unvermeidlichen.
Künstler von internationaler Bedeutung, dessen Arbeit auf der Dichotomie zwischen Erinnerung und Vergessen basiert. Die Erinnerung ist meiner Ansicht nach das unentbehrliche Element, das unseren Körper mit der Welt verbindet. Doch während unsere Kultur bemüht ist, die Geschichte zu meißeln, bemühe ich mich, meine eigene Erinnerung zu inhibieren, zu zerlegen oder gar zu löschen. Ein weites Unterfangen, die Praxis des Vergessens… Der Körper ist lediglich Träger dieser Erinnerung, von ihr abhängig und bedürftig. Sie formt ihn, modelliert ihn und verwandelt ihn. Und wenn die Anamnese aus dem Griechischen als das Hervorsteigen der Erinnerung übersetzt wird, so verfolge ich sie, um mich besser von ihr zu lösen.
"genießen" ist das Resultat einer Serie von Werken mit dem Titel "Epitaphe". Sie sind eine poetische Art, den Tod mit Poesie zu umarmen, indem man ein Wort wählt, das gewählt wird, um es zu sublimieren.
In diesem Werk ragt eine Marmortafel mit fließenden, fast organischen Adern empor, als wäre sie ein aus der Zeit gerissenes Fragment. Ihre Oberfläche, von grauen und elfenbeinfarbenen Schichten geprägt, evoziert zugleich geologische Sedimentation und das allmähliche Einritzen von Erinnerung. Nichts hier ist glatt: Der unregelmäßige, fast zufällige Rand erinnert an Bruch, Endlichkeit, Unvollständigkeit, wie sie jeder Existenz eigen ist.
Im Herzen dieses versteinerten Materials steckt ein Wort: genießen. Tief graviert, genügt es nicht, einfach eingeschrieben zu sein — es ist hineingekerbt, als müsse man den Stein selbst aufbrechen, um dem Sinn Gestalt zu geben. Das 24-Karat-Goldblatt fängt das Licht mit einer fast heiligen Intensität ein. Es betont die Konturen der Gravur und ruft eine feierliche Ästhetik hervor. Dieses kostbare Hervorheben erinnert nicht ohne Grund an die goldenen Buchstaben der Grabsteine, wo der Name und die Worte auch nach dem Verschwinden des Körpers bestehen bleiben.
Die Wahl des Verbs genießen wirkt als zentrales Spannungsfeld. Mit der Todheit verknüpft durch das Epigraphen-Arrangement verschiebt es die Erwartungen: Dort, wo Trauer erwartet wird, taucht Intensität auf; dort, wo der Stein Stille evoziert, ruft das Wort zur Erfahrung, zum Körper, zum gelebten Augenblick. Das Werk vollzieht so eine dezente, doch kraftvolle Umkehr: Es leugnet den Tod nicht, es begleitet ihn mit einer Aufforderung, voll zu leben.
In der Serie Épitaphe eingebettet, bietet dieses Stück einen poetischen Zugang zum Endlichen. Jedes gewählte Wort wird zu einem Versuch, das Verschwinden zu sublimieren — nicht indem man es mildert, sondern indem man ihm eine Form existenzieller Dichte entgegenstellt. Hier schließt der Stein nicht ab: Er behält, er verstärkt, er verwandelt. Aus genießen wird dann eher ein lebendiges Relikt, eine leuchtende Spur im Inneren der Materie, wie ein letzter Funke angesichts des Unvermeidlichen.
Künstler von internationaler Bedeutung, dessen Arbeit auf der Dichotomie zwischen Erinnerung und Vergessen basiert. Die Erinnerung ist meiner Ansicht nach das unentbehrliche Element, das unseren Körper mit der Welt verbindet. Doch während unsere Kultur bemüht ist, die Geschichte zu meißeln, bemühe ich mich, meine eigene Erinnerung zu inhibieren, zu zerlegen oder gar zu löschen. Ein weites Unterfangen, die Praxis des Vergessens… Der Körper ist lediglich Träger dieser Erinnerung, von ihr abhängig und bedürftig. Sie formt ihn, modelliert ihn und verwandelt ihn. Und wenn die Anamnese aus dem Griechischen als das Hervorsteigen der Erinnerung übersetzt wird, so verfolge ich sie, um mich besser von ihr zu lösen.
