Robert Detheux (1932-2010) - Double présence - regards multiples - 2005





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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
« Double Présence – Regards Multiples » Robert Detheux (1932–2010) – Zeichnung in Sanguine, 2005 – Nackter Weibliche auf Papier 49,5 × 36 cm
• Künstler: Robert Detheux (Brüssel, 1932–2010)
• Vorgeschlagener Titel: Double Présence – Regards Multiples
• Jahr: 2005 ( signiert und unten rechts « Detheux 2005 »)
• Technik: Zeichnung in Sanguine mit Weißhöhungen auf hell körnigem, marmoriertem Papier, Wirbellinien, expressive Überlagerungen und skulpturale Modellierung
• Maße: 49,5 × 36 cm (vertikal, intim und intensiv)
• Signatur / Echtheit: Signiert und datiert auf der Vorderseite unten rechts « Detheux 2005 »
• Zustand: Ausgezeichnet. Die Flecken, Marmoreinträge, Weißräume und Textur-Effekte sind bewusste künstlerische Entscheidungen des Künstlers und gehören vollständig zum Werk. Sie stellen keinerlei Mängel dar. Kleine Falten unten sichtbar.
• Rahmen: Werk ungerahmt verkauft. Die Abbildungen mit Rahmen sind Vorschläge (Empfehlung: helles Naturholzrahmen oder mattes Schwarz, um den rötlichen Ton und den gespenstischen Effekt zu betonen).
• Provenienz: Atelierbestand des Künstlers, bis zur jüngsten Wiederentdeckung seines Werks unverändert erhalten.
Beschreibung des Werks
Eine Halbfigur einer Frau, der Oberkörper sinnlich und kraftvoll modelliert, deren Gesicht sich in einer psychischen Energie-Explosion vervielfacht. Mehrere Augen erscheinen übereinander, schaffen einen fragmentierten, allwissenden und hypnotisierenden Blick. Die Haare verwandeln sich in einen chaotischen Wirbel roter und weißer Linien, der sich in alle Richtungen ausbreitet, wie eine Aura oder eine freigesetzte innere Kraft.
Der Körper bleibt in einer fest verankerten, sinnlichen Präsenz, während der Kopf sich scheinbar in Mutation oder spectraler Auflösung befindet. Die Weißhöhungen auf der Sanguine erzeugen Transparenzeffekte und eine stark ausgeprägte ätherische Qualität, die das Nebeneinander mehrerer Bewusstseinszustände in einer einzigen Figur nahelegt.
Symbolische Lesung – Später surrealistischer Geist
Aus dem Jahr 2005 stammt dieses Werk, das eine intensive Erschließung der identitären Fragmentierung bei Detheux markiert. Das Motiv der multiplen Augen symbolisiert eine multiple innere Vision, die Überwachung der Seele oder die Zerlegung der Wahrnehmung. Es setzt das Thema der „doppelten Präsenz“ fort und treibt es hin zu einer radikaleren Vielfältigkeit: stabiler Körper gegenüber einem Geist in Aufruhr.
Dramaturgie der Form
In den 2000er-Jahren macht Detheux Zeichnung zu seinem bevorzugten Medium für die Selbstbetrachtung:
• Warme Sanguine für die Sinnlichkeit des Körpers
• Wirbelnde Linien und Überlagerungen, um psychische Bewegung zu übersetzen
• Kreativer Einsatz des Korns und der Unregelmäßigkeiten des Papiers als aktives Gestaltungselement
Ergebnis: eine bemerkenswerte Spannung zwischen materieller Sinnlichkeit und traumatischer Chaos.
Vergleiche und Stelle in der Kunstgeschichte
Dieses Drawing evoziert die Körperverformungen und Hybridisierungen von Hans Bellmer, bleibt aber verankert in der stillen Poesie des belgischen Surrealismus. Man spürt auch Anklänge an Francis Bacons verzerrte Gesichter und an die visionären Figuren von Leonor Fini. Es repräsentiert eine der mutigsten Ausprägungen der Periode der „Spektralporträts“ von Detheux.
Interpretation
„Double Présence – Regards Multiples“ hinterfragt die Komplexität des menschlichen Seins: Wie viele Blicke, wie viele Identitäten wohnen in uns? Ein kraftvolles, verstörendes und zutiefst hypnotisierendes Werk, das den Betrachter der Fragmentierung der Seele gegenüberstellt.
Biografie
Robert Detheux (1932–2010) ist eine zentrale Figur des belgischen Surrealismus und Dadaismus der Nachkriegszeit. Gewinner des Preises für Junges Belgisches Malen (1953, 1954, 1971), Absolvent der Saint-Luc-Schule, lehrte er bis 1996 am Institut für Grafik an der Akademie von Tournai und entwickelte zugleich ein persönliches Werk, das sich auf Material, Zeichen, Körper und Traum konzentriert. Seine Arbeiten der 1970er- und 1980er-Jahre (sinnliche Serien des Bauches, dunkle Kalligrafien) und der 2000er-Jahre (Spectra-Porträts, Erscheinungen, hybride Figuren) werden heute wiederentdeckt und befinden sich in den Sammlungen der Königlich Belgischen Museen für Schöne Künste sowie in privaten internationalen Sammlungen.
« Double Présence – Regards Multiples » Robert Detheux (1932–2010) – Zeichnung in Sanguine, 2005 – Nackter Weibliche auf Papier 49,5 × 36 cm
• Künstler: Robert Detheux (Brüssel, 1932–2010)
• Vorgeschlagener Titel: Double Présence – Regards Multiples
• Jahr: 2005 ( signiert und unten rechts « Detheux 2005 »)
• Technik: Zeichnung in Sanguine mit Weißhöhungen auf hell körnigem, marmoriertem Papier, Wirbellinien, expressive Überlagerungen und skulpturale Modellierung
• Maße: 49,5 × 36 cm (vertikal, intim und intensiv)
• Signatur / Echtheit: Signiert und datiert auf der Vorderseite unten rechts « Detheux 2005 »
• Zustand: Ausgezeichnet. Die Flecken, Marmoreinträge, Weißräume und Textur-Effekte sind bewusste künstlerische Entscheidungen des Künstlers und gehören vollständig zum Werk. Sie stellen keinerlei Mängel dar. Kleine Falten unten sichtbar.
• Rahmen: Werk ungerahmt verkauft. Die Abbildungen mit Rahmen sind Vorschläge (Empfehlung: helles Naturholzrahmen oder mattes Schwarz, um den rötlichen Ton und den gespenstischen Effekt zu betonen).
• Provenienz: Atelierbestand des Künstlers, bis zur jüngsten Wiederentdeckung seines Werks unverändert erhalten.
Beschreibung des Werks
Eine Halbfigur einer Frau, der Oberkörper sinnlich und kraftvoll modelliert, deren Gesicht sich in einer psychischen Energie-Explosion vervielfacht. Mehrere Augen erscheinen übereinander, schaffen einen fragmentierten, allwissenden und hypnotisierenden Blick. Die Haare verwandeln sich in einen chaotischen Wirbel roter und weißer Linien, der sich in alle Richtungen ausbreitet, wie eine Aura oder eine freigesetzte innere Kraft.
Der Körper bleibt in einer fest verankerten, sinnlichen Präsenz, während der Kopf sich scheinbar in Mutation oder spectraler Auflösung befindet. Die Weißhöhungen auf der Sanguine erzeugen Transparenzeffekte und eine stark ausgeprägte ätherische Qualität, die das Nebeneinander mehrerer Bewusstseinszustände in einer einzigen Figur nahelegt.
Symbolische Lesung – Später surrealistischer Geist
Aus dem Jahr 2005 stammt dieses Werk, das eine intensive Erschließung der identitären Fragmentierung bei Detheux markiert. Das Motiv der multiplen Augen symbolisiert eine multiple innere Vision, die Überwachung der Seele oder die Zerlegung der Wahrnehmung. Es setzt das Thema der „doppelten Präsenz“ fort und treibt es hin zu einer radikaleren Vielfältigkeit: stabiler Körper gegenüber einem Geist in Aufruhr.
Dramaturgie der Form
In den 2000er-Jahren macht Detheux Zeichnung zu seinem bevorzugten Medium für die Selbstbetrachtung:
• Warme Sanguine für die Sinnlichkeit des Körpers
• Wirbelnde Linien und Überlagerungen, um psychische Bewegung zu übersetzen
• Kreativer Einsatz des Korns und der Unregelmäßigkeiten des Papiers als aktives Gestaltungselement
Ergebnis: eine bemerkenswerte Spannung zwischen materieller Sinnlichkeit und traumatischer Chaos.
Vergleiche und Stelle in der Kunstgeschichte
Dieses Drawing evoziert die Körperverformungen und Hybridisierungen von Hans Bellmer, bleibt aber verankert in der stillen Poesie des belgischen Surrealismus. Man spürt auch Anklänge an Francis Bacons verzerrte Gesichter und an die visionären Figuren von Leonor Fini. Es repräsentiert eine der mutigsten Ausprägungen der Periode der „Spektralporträts“ von Detheux.
Interpretation
„Double Présence – Regards Multiples“ hinterfragt die Komplexität des menschlichen Seins: Wie viele Blicke, wie viele Identitäten wohnen in uns? Ein kraftvolles, verstörendes und zutiefst hypnotisierendes Werk, das den Betrachter der Fragmentierung der Seele gegenüberstellt.
Biografie
Robert Detheux (1932–2010) ist eine zentrale Figur des belgischen Surrealismus und Dadaismus der Nachkriegszeit. Gewinner des Preises für Junges Belgisches Malen (1953, 1954, 1971), Absolvent der Saint-Luc-Schule, lehrte er bis 1996 am Institut für Grafik an der Akademie von Tournai und entwickelte zugleich ein persönliches Werk, das sich auf Material, Zeichen, Körper und Traum konzentriert. Seine Arbeiten der 1970er- und 1980er-Jahre (sinnliche Serien des Bauches, dunkle Kalligrafien) und der 2000er-Jahre (Spectra-Porträts, Erscheinungen, hybride Figuren) werden heute wiederentdeckt und befinden sich in den Sammlungen der Königlich Belgischen Museen für Schöne Künste sowie in privaten internationalen Sammlungen.
