Katze namens Koro & Katze namens Mee - Sosaku Hanga - Japanischer Holzschnitt - Kusaki Ippei 草木一平 (b 1937) - Japan - 20. Jahrhundert






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Zwei zusammengehörende Sōsaku Hanga-Holzschnittdrucke von Kusaki Ippei, Koro und Mee, aus dem Jahr 1979, jeweils in einer Auflage von 170 Abdrücken, bleischriftlich signiert mit Editionsnummer, ca. 61 × 36 cm groß, als Diptychon in exzellentem Originalzustand.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
KUSAKI Ippei (草木一平)
Koro to iu Neko (コロという猫) – Eine Katze namens Koro
Mee to iu Neko (ミーという猫) – Eine Katze namens Mee
Technik: Holzschnitt (mokuhanga) – Sōsaku Hanga
Datum: 1979
Auflage: Limitierte Ausgabe von jeweils 170 Abdrücken, stiftlich numeriert und signiert
Format: Großformat, ca. 61 × 36 cm (24 × 14¼ Zoll) je Druck — deutlich größer als standardmäßige hanga
Unterschrift: Stiftlich signiert mit der Angabe von „Kusaki“ im unteren Rand samt Auflagennummer, Datum und Titel; rote Signatur des Künstlers (Chop) in der unteren Ecke jedes Bildes
1. Zustand
Koro (gelber/bernsteinfarbener Hintergrund):
Ausgezeichnet. Kräftige, lebendige Farben durchgängig. Das Papier ist sauber und unversehrt ohne Vergilbung, Toning, Risse oder Verluste. Alle vier Ränder vollständig und ungeschnitten. Nicht montiert oder rückseitig verstärkt. Eine hervorragende Abbildung mit reichhaltiger Tinten-Färbung.
Mee (roter Hintergrund):
Ausgezeichnet insgesamt. Ebenso lebendige und frische Farben mit hervorragender Tintenintensität. Der Bildbereich ist sauber und makellos. Sehr geringe, winzige Vergilbungsflecken beschränkt auf die äußeren Ränder — leicht zu übersehen und beeinträchtigen das Bild keineswegs. Alle vier Ränder vollständig und ungeschnitten.
2. Zwei Katzen, eine Vision — Warum diese Drucke zusammengehören:
Diese beiden Drucke begegnet man fast immer einzeln — über Jahrzehnte des Sammelns, Rahmenens und Weiterverkaufs rund um den Globus getrennt. Stell man sie aber nebeneinander, geschieht etwas Bemerkenswertes: Sie werden zu einem Gespräch. Koro und Mee sind nicht einfach zwei Drucke mit demselben Motiv. Sie bilden eine einzige künstlerische Aussage, auf zwei Blättern verteilt — ein Diptychon in allem außer dem Namen.
Die Komposition ist identisch: dieselbe königliche Katze, in derselben monumentalen Pose sitzend, mit derselben kühnen geometrischen Präzision wiedergegeben. Was sich ändert, ist die Welt dahinter. Koro sitzt vor einem lodernden Bernstein-Gold, warm wie das Nachmittagslicht. Mee sitzt vor einem tiefen, gesättigten Karmesin — intensiv und nächtlich. Gemeinsam zeichnen sie den Verlauf eines Tages nach: Goldenes Tageslicht weicht dem warmen Glühen des Abends. Man kann sie als Morgen- und Abenddämmerung, Yin und Yang, zwei Hälften einer Meditation über Farbe, Stimmung und die stille Würde einer Katze sehen, die alles gesehen hat.
Die Namen erzählen ihre eigene Geschichte. Auf Japanisch sind „Koro“ (コロ) und „Mee“ (ミー) gebräuchliche, liebevolle Namen für echte Hauskatzen — das Äquivalent dazu, einer Katze im Englischen „Whiskers“ oder „Kitty“ zu nennen. Es handelt sich hier nicht um abstrakte Symbole. Es sind Porträts von Begleitern, die Kusaki kannte und liebte, die durch seine Kunst zu etwas Monumentalem erhoben wurden.
3. Die Holzmaserung – Wenn ein Druck wie eine Malerei aussieht:
Was sofort auffällt an diesen Drucken — und was Fotografien nur annähernd vermitteln können — ist das außergewöhnliche Mokume (木目) Holzmaserungs-Muster, das den gesamten Hintergrund füllt. Das ist kein gedruckter Textur- oder dekoratives Nachdenken. Es ist die eigentliche Maserung des Holzdruckblocks selbst, eingeritzt und so meisterhaft übertragen, dass jeder Wirbel, jede Faser, jeder Knoten des ursprünglichen Bretts auf dem Papier erhalten bleibt.
Der Effekt ist malerisch. Im gelben Druck strahlt die Maserung nach außen in weiten, fast flammenartigen Bögen und lässt den Eindruck entstehen, goldenes Licht komme hinter der Katze hervor. Im roten Druck ist die Maserung enger, stärker vertikal, erzeugt eine reiche, lackartige Oberfläche, die an japanisches Urushi erinnert. Halten Sie jeden Druck in den Händen, und Sie fragen sich, ob Sie einen Druck oder ein Gemälde betrachten — die Tiefe und Leuchtkraft der Farbe, aufgebaut aus Schichten wasserbasierter Pigmente auf handgeschöpftem Maulbeerpapier, transcenden das, was die meisten Menschen vom Holzschnitt erwarten.
Diese absichtliche Nutzung des natürlichen Charakters des Holzes ist ein Kennzeichen der Sōsaku Hanga-Philosophie: Der Künstler kämpft nicht gegen das Material — er arbeitet mit ihm zusammen. Kusaki wählte diese speziellen Holzblöcke wegen ihrer Maserung aus, wodurch jeder Eindruck innerhalb derselben Auflage subtil einzigartig ist.
4. Kusaki Ippei — Ein Meister des kreativen Drucks:
Kusaki Ippei (geb. 1937, Präfektur Ibaraki) ist ein wahrer Handwerker der japanischen Holzschnitt-Tradition. Als traditioneller Drucker ausgebildet — er verbrachte Jahre damit, neu geschnittene Ausgaben der großen Ukiyo-e-Meister wie Hiroshige und Sharaku herzustellen — wurde Kusaki von Jahrhunderten Techniken geprägt, bevor er sich seiner eigenen kreativen Vision zuwandte. Mitte der 1970er Jahre trat er der renommierten Nihon Hanga Kyōkai (Japan Print Association) bei und zeigte kühne, figurative Werke, die seine tiefe technische Beherrschung mit der expressiven Freiheit der Sōsaku Hanga-Bewegung verbanden.
Seine Katzen-Drucke gehören zu seinen berühmtesten Werken. Während Inagaki Tomoo die Katze in kubistische Ebenen zerlegte und Sekino Jun'ichirō Katzen in ruhigen, intimen Momenten festhielt, verfolgte Kusaki einen anderen Ansatz: Er machte die Katze ikonisch. Seine Katzen sind heraldisch, fast totemisch — kühne Konturen, abgeflachte Formen und durchdringende Augen, die dem Betrachter mit unmissverständlicher feline Autorität entgegenblicken. Der Einfluss seiner Ukiyo-e-Ausbildung zeigt sich in der selbstbewussten, entschlossenen Linienführung; der Einfluss der Moderne der Mitte des Jahrhunderts zeigt sich in der radikalen Vereinfachung der Form.
Als Sōsaku Hanga-Künstler entwarf, schnitt und druckte Kusaki jeden Abdruck selbst — ein anspruchsvoller Prozess, der jedem Druck die Intimität eines handgemachten Objekts verleiht. Unter der Anleitung von Toyohisa Inoue verfeinerte er einen Stil, der modern, aber figurativ ist, kühn und zugleich tief verwurzelt in japanischem Handwerk.
Der Verkäufer stellt sich vor
Übersetzt mit Google ÜbersetzerKUSAKI Ippei (草木一平)
Koro to iu Neko (コロという猫) – Eine Katze namens Koro
Mee to iu Neko (ミーという猫) – Eine Katze namens Mee
Technik: Holzschnitt (mokuhanga) – Sōsaku Hanga
Datum: 1979
Auflage: Limitierte Ausgabe von jeweils 170 Abdrücken, stiftlich numeriert und signiert
Format: Großformat, ca. 61 × 36 cm (24 × 14¼ Zoll) je Druck — deutlich größer als standardmäßige hanga
Unterschrift: Stiftlich signiert mit der Angabe von „Kusaki“ im unteren Rand samt Auflagennummer, Datum und Titel; rote Signatur des Künstlers (Chop) in der unteren Ecke jedes Bildes
1. Zustand
Koro (gelber/bernsteinfarbener Hintergrund):
Ausgezeichnet. Kräftige, lebendige Farben durchgängig. Das Papier ist sauber und unversehrt ohne Vergilbung, Toning, Risse oder Verluste. Alle vier Ränder vollständig und ungeschnitten. Nicht montiert oder rückseitig verstärkt. Eine hervorragende Abbildung mit reichhaltiger Tinten-Färbung.
Mee (roter Hintergrund):
Ausgezeichnet insgesamt. Ebenso lebendige und frische Farben mit hervorragender Tintenintensität. Der Bildbereich ist sauber und makellos. Sehr geringe, winzige Vergilbungsflecken beschränkt auf die äußeren Ränder — leicht zu übersehen und beeinträchtigen das Bild keineswegs. Alle vier Ränder vollständig und ungeschnitten.
2. Zwei Katzen, eine Vision — Warum diese Drucke zusammengehören:
Diese beiden Drucke begegnet man fast immer einzeln — über Jahrzehnte des Sammelns, Rahmenens und Weiterverkaufs rund um den Globus getrennt. Stell man sie aber nebeneinander, geschieht etwas Bemerkenswertes: Sie werden zu einem Gespräch. Koro und Mee sind nicht einfach zwei Drucke mit demselben Motiv. Sie bilden eine einzige künstlerische Aussage, auf zwei Blättern verteilt — ein Diptychon in allem außer dem Namen.
Die Komposition ist identisch: dieselbe königliche Katze, in derselben monumentalen Pose sitzend, mit derselben kühnen geometrischen Präzision wiedergegeben. Was sich ändert, ist die Welt dahinter. Koro sitzt vor einem lodernden Bernstein-Gold, warm wie das Nachmittagslicht. Mee sitzt vor einem tiefen, gesättigten Karmesin — intensiv und nächtlich. Gemeinsam zeichnen sie den Verlauf eines Tages nach: Goldenes Tageslicht weicht dem warmen Glühen des Abends. Man kann sie als Morgen- und Abenddämmerung, Yin und Yang, zwei Hälften einer Meditation über Farbe, Stimmung und die stille Würde einer Katze sehen, die alles gesehen hat.
Die Namen erzählen ihre eigene Geschichte. Auf Japanisch sind „Koro“ (コロ) und „Mee“ (ミー) gebräuchliche, liebevolle Namen für echte Hauskatzen — das Äquivalent dazu, einer Katze im Englischen „Whiskers“ oder „Kitty“ zu nennen. Es handelt sich hier nicht um abstrakte Symbole. Es sind Porträts von Begleitern, die Kusaki kannte und liebte, die durch seine Kunst zu etwas Monumentalem erhoben wurden.
3. Die Holzmaserung – Wenn ein Druck wie eine Malerei aussieht:
Was sofort auffällt an diesen Drucken — und was Fotografien nur annähernd vermitteln können — ist das außergewöhnliche Mokume (木目) Holzmaserungs-Muster, das den gesamten Hintergrund füllt. Das ist kein gedruckter Textur- oder dekoratives Nachdenken. Es ist die eigentliche Maserung des Holzdruckblocks selbst, eingeritzt und so meisterhaft übertragen, dass jeder Wirbel, jede Faser, jeder Knoten des ursprünglichen Bretts auf dem Papier erhalten bleibt.
Der Effekt ist malerisch. Im gelben Druck strahlt die Maserung nach außen in weiten, fast flammenartigen Bögen und lässt den Eindruck entstehen, goldenes Licht komme hinter der Katze hervor. Im roten Druck ist die Maserung enger, stärker vertikal, erzeugt eine reiche, lackartige Oberfläche, die an japanisches Urushi erinnert. Halten Sie jeden Druck in den Händen, und Sie fragen sich, ob Sie einen Druck oder ein Gemälde betrachten — die Tiefe und Leuchtkraft der Farbe, aufgebaut aus Schichten wasserbasierter Pigmente auf handgeschöpftem Maulbeerpapier, transcenden das, was die meisten Menschen vom Holzschnitt erwarten.
Diese absichtliche Nutzung des natürlichen Charakters des Holzes ist ein Kennzeichen der Sōsaku Hanga-Philosophie: Der Künstler kämpft nicht gegen das Material — er arbeitet mit ihm zusammen. Kusaki wählte diese speziellen Holzblöcke wegen ihrer Maserung aus, wodurch jeder Eindruck innerhalb derselben Auflage subtil einzigartig ist.
4. Kusaki Ippei — Ein Meister des kreativen Drucks:
Kusaki Ippei (geb. 1937, Präfektur Ibaraki) ist ein wahrer Handwerker der japanischen Holzschnitt-Tradition. Als traditioneller Drucker ausgebildet — er verbrachte Jahre damit, neu geschnittene Ausgaben der großen Ukiyo-e-Meister wie Hiroshige und Sharaku herzustellen — wurde Kusaki von Jahrhunderten Techniken geprägt, bevor er sich seiner eigenen kreativen Vision zuwandte. Mitte der 1970er Jahre trat er der renommierten Nihon Hanga Kyōkai (Japan Print Association) bei und zeigte kühne, figurative Werke, die seine tiefe technische Beherrschung mit der expressiven Freiheit der Sōsaku Hanga-Bewegung verbanden.
Seine Katzen-Drucke gehören zu seinen berühmtesten Werken. Während Inagaki Tomoo die Katze in kubistische Ebenen zerlegte und Sekino Jun'ichirō Katzen in ruhigen, intimen Momenten festhielt, verfolgte Kusaki einen anderen Ansatz: Er machte die Katze ikonisch. Seine Katzen sind heraldisch, fast totemisch — kühne Konturen, abgeflachte Formen und durchdringende Augen, die dem Betrachter mit unmissverständlicher feline Autorität entgegenblicken. Der Einfluss seiner Ukiyo-e-Ausbildung zeigt sich in der selbstbewussten, entschlossenen Linienführung; der Einfluss der Moderne der Mitte des Jahrhunderts zeigt sich in der radikalen Vereinfachung der Form.
Als Sōsaku Hanga-Künstler entwarf, schnitt und druckte Kusaki jeden Abdruck selbst — ein anspruchsvoller Prozess, der jedem Druck die Intimität eines handgemachten Objekts verleiht. Unter der Anleitung von Toyohisa Inoue verfeinerte er einen Stil, der modern, aber figurativ ist, kühn und zugleich tief verwurzelt in japanischem Handwerk.
