Sylvain Barberot - Kiss me






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Kiss me ist eine Karamell-Skulptur eines Schädels von Sylvain Barberot, 19 cm hoch, 11 cm breit, 17 cm tief, wiegt 4 kg, handsigniert, entstanden 2026, im zeitgenössischen Stil, Herkunft Frankreich, direkt vom Künstler verkauft.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
"Kiss me" ist die Gussform eines menschlichen Schädels aus Karamell. Dieser Schädel hängt 1,7 m über dem Boden und 37 cm von der Wand entfernt so, dass der Zuschauer ihn ablecken, ihn küssen kann. Die Sterben zu küssen, um es zu beseitigen. Es handelt sich also um ein nicht langlebiges Werk, dem die Zeit nicht überdauern wird.
Das Werk Kiss fügt sich mit bemerkenswerter Schärfe in die Tradition der Vanitas ein, und bietet zugleich eine tiefzeitgenössische, partizipative Neuinterpretation. Auf den ersten Blick erzeugt das Objekt eine verunsichernde Präsenz: Ein menschlicher Schädel, universelle Form der Sterblichkeit, wird hier mit nahezu anatomischer Präzision reproduziert, aber durch ein unerwartetes Material transfiguriert, Karamell. Diese Substanz, zugleich verlockend und vergänglich, erzeugt eine unmittelbare Spannung zwischen Anziehung und Abstoßung.
Die Wahl des Karamells ist kein Zufall. Sie ruft die Welt der Kindheit, süßen Genuss, unmittelbaren Begierden herauf. Dennoch wird diese Süße auf die Repräsentation des Todes angewendet, was einen eindrucksvollen Kontrast erzeugt. Wo klassische Vanitas Reichtum und Vergänglichkeit gegenüberstellten, inszeniert Kiss eine Dialektik zwischen Konsum und Verschwinden. Der Zuschauer steht nicht mehr einfach vor dem Bild des Todes: Er wird eingeladen, daran physisch teilzunehmen.
Die partizipatorische Dimension des Werks bildet seine radikalste Geste. An Mundhöhe aufgehängt, wird der Schädel zugänglich, fast angeboten. Der Titel Kiss führt eine wesentliche Ambiguität ein: Handelt es sich um einen Kuss, eine Geste der Zuneigung und Intimität, oder um einen primitivere Kontakt, jene Zunge, die kostet, entnimmt, verändert? Wenn der Betrachter das Werk leckt, setzt er seinen eigenen Körper in einen Transformationsprozess ein. Er wird zum Agenten der Erosion, zum Akteur des fortschreitenden Verschwinden der Form.
So beschränkt sich das Werk nicht darauf, die Vanität zu repräsentieren: Es performt sie. Jede Interaktion reduziert das Objekt, verformt es, bis zu seiner möglichen Vernichtung. Die Zeit, die in traditionellen Vanitas häufig angedeutet wird, wird hier beschleunigt und sichtbar gemacht. Die Dekadenz ist nicht mehr abstrakt, sondern greifbar, fast intim. Diese Geste des Konsums verweist auch auf eine Form symbolischer Kannibalismus: Den Schädel zu absorbieren bedeutet, den Tod zu integrieren, ihn vorübergehend zu einer eigenen Sache zu machen.
Darüber hinaus hinterfragt Kiss die Beziehung zwischen Werk und Betrachter im zeitgenössischen Kontext. Wo die Kunst oft geschützt, heilig gesprochen wird, ist sie hier verletzlich, exponiert, von den Gesten des Publikums abhängig. Das Werk akzeptiert sein eigenes Ende als Bedingung seiner Existenz. Es ist nur in seiner programmatischen Zerstörung vollständig.
Schließlich bietet Kiss eine scharfe Meditation über die Endlichkeit des Menschen, indem es ein klassisches Motiv in eine sensorische und kollektive Erfahrung verwandelt. Zwischen Verlangen und Zerstörung, Sanftheit und Makabrem erinnert es daran, dass jede Lust vergänglich ist und dass das Verschwinden nicht nur eine Idee ist, sondern ein Prozess, an dem wir teilnehmen, manchmal mit verstörender Freude.
"Kiss me" ist die Gussform eines menschlichen Schädels aus Karamell. Dieser Schädel hängt 1,7 m über dem Boden und 37 cm von der Wand entfernt so, dass der Zuschauer ihn ablecken, ihn küssen kann. Die Sterben zu küssen, um es zu beseitigen. Es handelt sich also um ein nicht langlebiges Werk, dem die Zeit nicht überdauern wird.
Das Werk Kiss fügt sich mit bemerkenswerter Schärfe in die Tradition der Vanitas ein, und bietet zugleich eine tiefzeitgenössische, partizipative Neuinterpretation. Auf den ersten Blick erzeugt das Objekt eine verunsichernde Präsenz: Ein menschlicher Schädel, universelle Form der Sterblichkeit, wird hier mit nahezu anatomischer Präzision reproduziert, aber durch ein unerwartetes Material transfiguriert, Karamell. Diese Substanz, zugleich verlockend und vergänglich, erzeugt eine unmittelbare Spannung zwischen Anziehung und Abstoßung.
Die Wahl des Karamells ist kein Zufall. Sie ruft die Welt der Kindheit, süßen Genuss, unmittelbaren Begierden herauf. Dennoch wird diese Süße auf die Repräsentation des Todes angewendet, was einen eindrucksvollen Kontrast erzeugt. Wo klassische Vanitas Reichtum und Vergänglichkeit gegenüberstellten, inszeniert Kiss eine Dialektik zwischen Konsum und Verschwinden. Der Zuschauer steht nicht mehr einfach vor dem Bild des Todes: Er wird eingeladen, daran physisch teilzunehmen.
Die partizipatorische Dimension des Werks bildet seine radikalste Geste. An Mundhöhe aufgehängt, wird der Schädel zugänglich, fast angeboten. Der Titel Kiss führt eine wesentliche Ambiguität ein: Handelt es sich um einen Kuss, eine Geste der Zuneigung und Intimität, oder um einen primitivere Kontakt, jene Zunge, die kostet, entnimmt, verändert? Wenn der Betrachter das Werk leckt, setzt er seinen eigenen Körper in einen Transformationsprozess ein. Er wird zum Agenten der Erosion, zum Akteur des fortschreitenden Verschwinden der Form.
So beschränkt sich das Werk nicht darauf, die Vanität zu repräsentieren: Es performt sie. Jede Interaktion reduziert das Objekt, verformt es, bis zu seiner möglichen Vernichtung. Die Zeit, die in traditionellen Vanitas häufig angedeutet wird, wird hier beschleunigt und sichtbar gemacht. Die Dekadenz ist nicht mehr abstrakt, sondern greifbar, fast intim. Diese Geste des Konsums verweist auch auf eine Form symbolischer Kannibalismus: Den Schädel zu absorbieren bedeutet, den Tod zu integrieren, ihn vorübergehend zu einer eigenen Sache zu machen.
Darüber hinaus hinterfragt Kiss die Beziehung zwischen Werk und Betrachter im zeitgenössischen Kontext. Wo die Kunst oft geschützt, heilig gesprochen wird, ist sie hier verletzlich, exponiert, von den Gesten des Publikums abhängig. Das Werk akzeptiert sein eigenes Ende als Bedingung seiner Existenz. Es ist nur in seiner programmatischen Zerstörung vollständig.
Schließlich bietet Kiss eine scharfe Meditation über die Endlichkeit des Menschen, indem es ein klassisches Motiv in eine sensorische und kollektive Erfahrung verwandelt. Zwischen Verlangen und Zerstörung, Sanftheit und Makabrem erinnert es daran, dass jede Lust vergänglich ist und dass das Verschwinden nicht nur eine Idee ist, sondern ein Prozess, an dem wir teilnehmen, manchmal mit verstörender Freude.
