Chinesisches Altertum, Ming-Dynastie Holz Statuette eines Gottes - 43 cm






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Holzstatuette eines Ming-Dynastie-Gottesdieners, 43 cm hoch, polychrome Oberflächen, provenance Kanaka The Collection, aus Portugal erworben, Zustand mit erheblichen Abnutzungen und Erosionsspuren der Polychromie, authentisches Original.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Würdenträger
Ming-Dynastie
Ende des 16. – Anfang des 17. Jahrhunderts
Holz und Polychromie
Höhe 43 cm
Wichtige Holzskulptur, die einen Würdenträger darstellt, der frontal und feierlich sitzt – charakteristisch für Darstellungen von Autorität in der chinesischen Volkskunst. Der Torso aufrecht, Beine gespreizt und Arme angezogen, die geschlossenen Hände deuten auf eine Haltung von Kontrolle und Macht hin. Das Gesicht, stark expressiv, zeichnet sich durch weit geöffnete, fast hypnotische Augen und willkürlich betonte Züge aus, was der gesamten Figur eine fast einschüchternde Präsenz verleiht.
Der hohe, schematisierte, aber gut lesbare Kopfschmuck verweist auf einen offiziellen militärischen Status und ordnet die Skulptur dem ikonografischen Repertoire von Würdenträgern, Wachposten oder schützenden Geistern zu. Diese Art von Bildnis konnte an einem Hausaltar, in einem Ahnenheiligtum oder in einem kleinen lokalen Tempel platziert werden, wo sie eine apotropäische Rolle spielte, den Ort und seine Bewohner zu schützen.
Eines der bemerkenswertesten Merkmale dieses Werkes liegt in seiner alten Polychromie, die heute weitgehend beeinträchtigt, aber noch ablesbar ist. Mehrere Schichten von Pigmenten in Rot, Schwarz, Ocker und Weiß erscheinen unter einer dunklen Patina, tief gesprengt und zeugend von langjähriger ritueller Nutzung. Aufwölbungen der Materie, Ausbrüche und Risse des Holzes sollten nicht als einfache Verfälschungen interpretiert werden, sondern als Spuren einer länger währenden kultischen Lebens, die die Authentizität und die ausdrucksstarke Kraft des Stückes verstärken.
Stilistisch ordnet sich diese Skulptur vollständig in die Produktion der späten Ming-Dynastie ein, eine Periode, die von einem Aufschwung ritueller Hauskulturen und lokaler Kulte geprägt war. Während die kaiserlichen Werkstätten zu jener Zeit feine und codifizierte Werke herstellen, entwickelt die Provinzkunst parallel dazu eine direktere, freiere, teils nahezu naiv wirkende Sprache, die symbolische Effektivität über akademische Präzision stellt. Die Volumen sind hier bewusst vereinfacht, fast geometrisch, und die frontal ausgerichtete Haltung verstärkt die visuelle Wirkung der Figur.
Zustand: erhebliche Abnutzung und Erosion der Polychromie, strukturelle Risse des Holzes, Fehlstellen und Aufwerfungen der Oberfläche. Gesamt stabil, mit einer alten und kohärenten Patina.
Provenienz: Kanaka The Collection
Mit Echtheitszertifikat versandt
Versand mit UPS und Versicherung
Würdenträger
Ming-Dynastie
Ende des 16. – Anfang des 17. Jahrhunderts
Holz und Polychromie
Höhe 43 cm
Wichtige Holzskulptur, die einen Würdenträger darstellt, der frontal und feierlich sitzt – charakteristisch für Darstellungen von Autorität in der chinesischen Volkskunst. Der Torso aufrecht, Beine gespreizt und Arme angezogen, die geschlossenen Hände deuten auf eine Haltung von Kontrolle und Macht hin. Das Gesicht, stark expressiv, zeichnet sich durch weit geöffnete, fast hypnotische Augen und willkürlich betonte Züge aus, was der gesamten Figur eine fast einschüchternde Präsenz verleiht.
Der hohe, schematisierte, aber gut lesbare Kopfschmuck verweist auf einen offiziellen militärischen Status und ordnet die Skulptur dem ikonografischen Repertoire von Würdenträgern, Wachposten oder schützenden Geistern zu. Diese Art von Bildnis konnte an einem Hausaltar, in einem Ahnenheiligtum oder in einem kleinen lokalen Tempel platziert werden, wo sie eine apotropäische Rolle spielte, den Ort und seine Bewohner zu schützen.
Eines der bemerkenswertesten Merkmale dieses Werkes liegt in seiner alten Polychromie, die heute weitgehend beeinträchtigt, aber noch ablesbar ist. Mehrere Schichten von Pigmenten in Rot, Schwarz, Ocker und Weiß erscheinen unter einer dunklen Patina, tief gesprengt und zeugend von langjähriger ritueller Nutzung. Aufwölbungen der Materie, Ausbrüche und Risse des Holzes sollten nicht als einfache Verfälschungen interpretiert werden, sondern als Spuren einer länger währenden kultischen Lebens, die die Authentizität und die ausdrucksstarke Kraft des Stückes verstärken.
Stilistisch ordnet sich diese Skulptur vollständig in die Produktion der späten Ming-Dynastie ein, eine Periode, die von einem Aufschwung ritueller Hauskulturen und lokaler Kulte geprägt war. Während die kaiserlichen Werkstätten zu jener Zeit feine und codifizierte Werke herstellen, entwickelt die Provinzkunst parallel dazu eine direktere, freiere, teils nahezu naiv wirkende Sprache, die symbolische Effektivität über akademische Präzision stellt. Die Volumen sind hier bewusst vereinfacht, fast geometrisch, und die frontal ausgerichtete Haltung verstärkt die visuelle Wirkung der Figur.
Zustand: erhebliche Abnutzung und Erosion der Polychromie, strukturelle Risse des Holzes, Fehlstellen und Aufwerfungen der Oberfläche. Gesamt stabil, mit einer alten und kohärenten Patina.
Provenienz: Kanaka The Collection
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