Kuriose antike georgianische Tabakdose aus Horn und Bakelit – Meisterhafte Ausführung des 19. - Anhänger





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Antike Georgiana Tabaktasche aus Horn und Bakelit, ca. 1800–1850, Unisex, 75 g mit sichtbaren Gebrauchsspuren.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Antike Tabakdose Georgiana aus Horn und Bakelit – Meisterschaft des XIX. Jahrhunderts
Der Historische Kontext: Die Eleganz der Geste
In Europa zu Beginn des 19. Jahrhunderts war es ein gesellschaftliches Ritual, eine Prise Tabak aus einer eleganten Dose zu genießen. Dieses Exemplar verkörpert perfekt die Ästhetik der Regency-/Georgian-Zeit, in der Kartonmasse (Papiermaché) und Horn durch sorgfältige Bearbeitung zu noblen Materialien erhoben wurden. Einen Gegenstand wie diesen zu besitzen, bedeutete, einer soziale Klasse anzugehören, die Wert auf Detail und haptische Qualität ihrer Accessoires legte.
Analyse der Materialien und der Fertigung
Das bearbeitete Horn als "Faux Tortoiseshell": Der Deckel ist ein Meisterwerk der Nachahmung. Durch einen Wärmeprozess wurde das natürliche Horn gepresst und mit natürlichen Pigmenten gefärbt, um die Maserung der Meeresschildkröte zu imitieren (zu jener Zeit extrem teuer). Die Oberfläche behält einen glasigen Glanz und eine chromatische Tiefe, die vom antiken Gold bis zum dunkleren, verbrannten Braun variiert.
Die Kartä-Mache (Papier-Mâché) lackiert: Die tragende Struktur besteht nicht einfach aus Papier, sondern aus einem gepressten Gemisch, das mit Schichten schwarzer Lackierung behandelt wurde (oft als "Japanware" bezeichnet). Dieses Material wurde dem Silber oder Holz vorgezogen, weil es das Aroma des Tabaks nicht beeinflusste und Stöße auf Reisen im Kutschwagen besser widerstand.
Besonderheiten der Bauweise
Integrierte Brosche: Man bemerkt die millimetergenaue Präzision des "versenkten" Schlosses. In diesen Exemplaren ist das Scharnier oft integraler Bestandteil der Struktur selbst und zeugt von einer handwerklichen Meisterschaft, die heute verloren gegangen ist.
Ergonomie der Epoche: Die Kontur der Ränder wurde so gestaltet, dass sie sich problemlos in die Innentasche der damaligen Jacken schieben lässt, um feine Seide oder Wollstoffe nicht zu beschädigen.
Zustand der Konservierung und Sammlerwert
Der Gegenstand wird mit seiner ursprünglichen Patina präsentiert, nie aggressiv poliert, um die Geschichte zu bewahren, die er mit sich trägt. Die leichten Gebrauchsspuren auf der Hornoberfläche sind keine Defekte, sondern "Qualitätsnachweise der Authentizität", die sicherstellen, dass das Stück kein moderner Nachdruck ist.
Für den Sammler ist dies ein Stück zum Studium, ideal, um eine Vitrine mit Schreib- oder Herrenaccessoires des XIX. Jahrhunderts zu vervollständigen.
Stellen Sie sich vor, Sie befinden sich im London des Jahres 1815. Die Luft ist dicht von Nebel und dem Lärm der Kutschen, die über gepflasterte Straßen fahren. Wir treten in einen exklusiven Gentlemen-Club in St. James ein. Im Zentrum des Raumes, nahe dem knisternden Kamin, sitzt ein distinguierter Mann. Er trägt eine dunkle Samtjacke und ein makelloses Seidenhandtuch. Mit einer langsamen, studierten Geste steckt er die Hand in die Tasche seines Weste und zieht dieses Tabakdose heraus.
Die Wärme des Tastgefühls
Es ist kein Gold, weil Gold zu auffällig wäre. Es ist aus Horn und Kartonmasse, die Wahl des Kenners. Während seine Finger den Deckel streifen, spürt man die organische Wärme des Horns, glattpoliert durch jahrelangen Gebrauch. Im Kerzenlicht schimmert der Schildpatt-Effekt in honigbraunen Reflexen, als ob im Inneren eine Flamme eingeschlossen wäre.
Das Ritual des Tabakgenusses
Mit einem trockenen, präzisen "Klick" – dem Klang der perfekten Mechanik vor zwei Jahrhunderten – öffnet sich der Deckel. Innen verströmt der dunkle Tabak einen erdigen und würzigen Duft. Der Mann entnimmt eine Prise zwischen Daumen und Zeigefinger, führt sie an die Nase und schließt einen Moment die Augen. In diesem Moment ist die Tabakdose nicht nur ein Objekt: Sie ist sein Gedankenbegleiter, stiller Zeuge politischer Entscheidungen, von Vertraulichkeiten unter Freunden und von langen Lesestunden.
Eine Reise über zwei Jahrhunderte
Nach dem Club hat diese Schachtel ihren Weg gemacht. Sie ging von Hand zu Hand, überstand Kriege, Umzüge und Stilwechsel. Sie wurde in Ebenholzschubladen versteckt und in staubigen Dachkammern vergessen, bewahrte dabei dennoch ihre Würde.
Heute befindet sich eben jene Tabakdose in Ihren Händen. Die Kartonmasse ist weiterhin fest, das Horn behielt seine tiefe Glanzlichkeit. Sie verkaufen hier nicht nur ein Antiquitätengut: Sie verkaufen ein Zeitfragment, das zwei Jahrhunderte Geschichte überstand, um zu uns zu gelangen.
NB: Das Objekt weist altersbedingte Gebrauchsspuren und Verfärbungen auf, die es noch faszinierender machen.
Antike Tabakdose Georgiana aus Horn und Bakelit – Meisterschaft des XIX. Jahrhunderts
Der Historische Kontext: Die Eleganz der Geste
In Europa zu Beginn des 19. Jahrhunderts war es ein gesellschaftliches Ritual, eine Prise Tabak aus einer eleganten Dose zu genießen. Dieses Exemplar verkörpert perfekt die Ästhetik der Regency-/Georgian-Zeit, in der Kartonmasse (Papiermaché) und Horn durch sorgfältige Bearbeitung zu noblen Materialien erhoben wurden. Einen Gegenstand wie diesen zu besitzen, bedeutete, einer soziale Klasse anzugehören, die Wert auf Detail und haptische Qualität ihrer Accessoires legte.
Analyse der Materialien und der Fertigung
Das bearbeitete Horn als "Faux Tortoiseshell": Der Deckel ist ein Meisterwerk der Nachahmung. Durch einen Wärmeprozess wurde das natürliche Horn gepresst und mit natürlichen Pigmenten gefärbt, um die Maserung der Meeresschildkröte zu imitieren (zu jener Zeit extrem teuer). Die Oberfläche behält einen glasigen Glanz und eine chromatische Tiefe, die vom antiken Gold bis zum dunkleren, verbrannten Braun variiert.
Die Kartä-Mache (Papier-Mâché) lackiert: Die tragende Struktur besteht nicht einfach aus Papier, sondern aus einem gepressten Gemisch, das mit Schichten schwarzer Lackierung behandelt wurde (oft als "Japanware" bezeichnet). Dieses Material wurde dem Silber oder Holz vorgezogen, weil es das Aroma des Tabaks nicht beeinflusste und Stöße auf Reisen im Kutschwagen besser widerstand.
Besonderheiten der Bauweise
Integrierte Brosche: Man bemerkt die millimetergenaue Präzision des "versenkten" Schlosses. In diesen Exemplaren ist das Scharnier oft integraler Bestandteil der Struktur selbst und zeugt von einer handwerklichen Meisterschaft, die heute verloren gegangen ist.
Ergonomie der Epoche: Die Kontur der Ränder wurde so gestaltet, dass sie sich problemlos in die Innentasche der damaligen Jacken schieben lässt, um feine Seide oder Wollstoffe nicht zu beschädigen.
Zustand der Konservierung und Sammlerwert
Der Gegenstand wird mit seiner ursprünglichen Patina präsentiert, nie aggressiv poliert, um die Geschichte zu bewahren, die er mit sich trägt. Die leichten Gebrauchsspuren auf der Hornoberfläche sind keine Defekte, sondern "Qualitätsnachweise der Authentizität", die sicherstellen, dass das Stück kein moderner Nachdruck ist.
Für den Sammler ist dies ein Stück zum Studium, ideal, um eine Vitrine mit Schreib- oder Herrenaccessoires des XIX. Jahrhunderts zu vervollständigen.
Stellen Sie sich vor, Sie befinden sich im London des Jahres 1815. Die Luft ist dicht von Nebel und dem Lärm der Kutschen, die über gepflasterte Straßen fahren. Wir treten in einen exklusiven Gentlemen-Club in St. James ein. Im Zentrum des Raumes, nahe dem knisternden Kamin, sitzt ein distinguierter Mann. Er trägt eine dunkle Samtjacke und ein makelloses Seidenhandtuch. Mit einer langsamen, studierten Geste steckt er die Hand in die Tasche seines Weste und zieht dieses Tabakdose heraus.
Die Wärme des Tastgefühls
Es ist kein Gold, weil Gold zu auffällig wäre. Es ist aus Horn und Kartonmasse, die Wahl des Kenners. Während seine Finger den Deckel streifen, spürt man die organische Wärme des Horns, glattpoliert durch jahrelangen Gebrauch. Im Kerzenlicht schimmert der Schildpatt-Effekt in honigbraunen Reflexen, als ob im Inneren eine Flamme eingeschlossen wäre.
Das Ritual des Tabakgenusses
Mit einem trockenen, präzisen "Klick" – dem Klang der perfekten Mechanik vor zwei Jahrhunderten – öffnet sich der Deckel. Innen verströmt der dunkle Tabak einen erdigen und würzigen Duft. Der Mann entnimmt eine Prise zwischen Daumen und Zeigefinger, führt sie an die Nase und schließt einen Moment die Augen. In diesem Moment ist die Tabakdose nicht nur ein Objekt: Sie ist sein Gedankenbegleiter, stiller Zeuge politischer Entscheidungen, von Vertraulichkeiten unter Freunden und von langen Lesestunden.
Eine Reise über zwei Jahrhunderte
Nach dem Club hat diese Schachtel ihren Weg gemacht. Sie ging von Hand zu Hand, überstand Kriege, Umzüge und Stilwechsel. Sie wurde in Ebenholzschubladen versteckt und in staubigen Dachkammern vergessen, bewahrte dabei dennoch ihre Würde.
Heute befindet sich eben jene Tabakdose in Ihren Händen. Die Kartonmasse ist weiterhin fest, das Horn behielt seine tiefe Glanzlichkeit. Sie verkaufen hier nicht nur ein Antiquitätengut: Sie verkaufen ein Zeitfragment, das zwei Jahrhunderte Geschichte überstand, um zu uns zu gelangen.
NB: Das Objekt weist altersbedingte Gebrauchsspuren und Verfärbungen auf, die es noch faszinierender machen.

