Italienische Schule (XVII) - Madonna con Bambino






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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
BESCHREIBUNG
"Madonna mit Kind", Öl auf Leinwand, 61 x 48 cm mit Rahmen, 48 x 35 cm die Leinwand allein, datierbar zur Mitte des 17. Jahrhunderts, italienische Schule, vermutlich Emilia oder Mittelitalien.
Das Werk, entstanden für die private Andacht des Auftraggebers, der rechts unten dargestellt ist, stellt eine interessante Variante zum Thema der Unbefleckten Empfängnis dar. Der Künstler wendet die Mondscheibe, typisch für die Ikonografie der Frau aus der Offenbarung beschrieben im Buch des Johannes (Offb. 12,1), an und platziert die Madonna in Halbfigur über der Mondscheibe, statt der üblichen Ganzfigur, die mit diesem Thema verbunden ist. Dieser gestalterische Kunstgriff fungiert als echtes visuelles Escamotage: Er ermöglicht es, zwei Lesarten zu erzeugen, indem er die Aufmerksamkeit auf die mütterliche Intimität der Jungfrau lenkt, während die Mondscheibe weiterhin als symbolische Basis dient. Dieses Element ist nicht nur ein himmlisches Attribut, sondern repräsentiert den Sieg der Jungfrau über die Wandelbarkeit der Zeit, über die Vergänglichkeit des Lebens und über die Sünde. Unterhalb der Mondscheibe verknüpft sich der untere Bereich stärker mit der irdischen Sphäre: rechts tritt das Bild des in Gebet vertieften Auftraggebers hervor, während in der Mitte eine dämonische Gestalt erscheint, die von der göttlichen Gegenwart metaphorisch zerdrückt wird. Auf der linken Seite positioniert sich ein Paar geflügelter Putten.
Der theologische Kern des Werks liegt in der kleinen Kartusche, die das Jesuskind zart hält, mit der Aufschrift "Sine Labe Concepta" (Unbefleckte Empfängnis). Diese Formel macht die Natur der Unbefleckten deutlich, die seit ihrer Empfängnis vor der Originalsünde bewahrt bleibt – ein Thema intensiver Debatte und großer Andacht im 17. Jahrhundert. Stilistisch zeichnet sich das Gemälde durch einen starken Hell-Dunkel-Kontrast aus, der die Figuren vom bräunlichen Hintergrund abheben, typisch für die barocke Poetik der Epoche. Die Farbgebung konzentriert sich auf die Tiefe des grünen Mantels und die Blässe der Gewänder des Jesuskindes, wobei der Pinselstrich Formkraft mit einer allgemein lichtspielerischen Sensibilität verbindet. Das Werk fügt sich hervorragend in die posttridentin-devozionale Produktion ein, in der symbolische Genauigkeit – von der apokalyptischen Mondscheibe bis zum besiegten Dämon – dazu diente, den Gläubigen zu lehren und die heilbringende Rolle der Jungfrau zu feiern. Eine schöne und organisch gegliederte Komposition mit angenehmem ästhetischen Eindruck.
ZUSTANDSBERICHT
Allgemein guter Zustand. Das Werk ist in allen Teilen intakt, mit lebendiger Farbgebung und deutlich lesbarer Pinselführung. Das Gemälde weist Anzeichen konservatorischer Restaurierung auf; auf der Rückseite ist es retinatiert und neu aufgezogen.
Das Foto des Gemäldes, das in eine Umgebung eingefügt wurde, wurde mit künstlicher Intelligenz erzeugt und ist rein exemplarisch. Nur die verbleibenden Fotos, die das Objekt und seine Merkmale treu zeigen, sind maßgeblich.
Versand mit Tracking und Versicherung, in angemessener Verpackung."
BESCHREIBUNG
"Madonna mit Kind", Öl auf Leinwand, 61 x 48 cm mit Rahmen, 48 x 35 cm die Leinwand allein, datierbar zur Mitte des 17. Jahrhunderts, italienische Schule, vermutlich Emilia oder Mittelitalien.
Das Werk, entstanden für die private Andacht des Auftraggebers, der rechts unten dargestellt ist, stellt eine interessante Variante zum Thema der Unbefleckten Empfängnis dar. Der Künstler wendet die Mondscheibe, typisch für die Ikonografie der Frau aus der Offenbarung beschrieben im Buch des Johannes (Offb. 12,1), an und platziert die Madonna in Halbfigur über der Mondscheibe, statt der üblichen Ganzfigur, die mit diesem Thema verbunden ist. Dieser gestalterische Kunstgriff fungiert als echtes visuelles Escamotage: Er ermöglicht es, zwei Lesarten zu erzeugen, indem er die Aufmerksamkeit auf die mütterliche Intimität der Jungfrau lenkt, während die Mondscheibe weiterhin als symbolische Basis dient. Dieses Element ist nicht nur ein himmlisches Attribut, sondern repräsentiert den Sieg der Jungfrau über die Wandelbarkeit der Zeit, über die Vergänglichkeit des Lebens und über die Sünde. Unterhalb der Mondscheibe verknüpft sich der untere Bereich stärker mit der irdischen Sphäre: rechts tritt das Bild des in Gebet vertieften Auftraggebers hervor, während in der Mitte eine dämonische Gestalt erscheint, die von der göttlichen Gegenwart metaphorisch zerdrückt wird. Auf der linken Seite positioniert sich ein Paar geflügelter Putten.
Der theologische Kern des Werks liegt in der kleinen Kartusche, die das Jesuskind zart hält, mit der Aufschrift "Sine Labe Concepta" (Unbefleckte Empfängnis). Diese Formel macht die Natur der Unbefleckten deutlich, die seit ihrer Empfängnis vor der Originalsünde bewahrt bleibt – ein Thema intensiver Debatte und großer Andacht im 17. Jahrhundert. Stilistisch zeichnet sich das Gemälde durch einen starken Hell-Dunkel-Kontrast aus, der die Figuren vom bräunlichen Hintergrund abheben, typisch für die barocke Poetik der Epoche. Die Farbgebung konzentriert sich auf die Tiefe des grünen Mantels und die Blässe der Gewänder des Jesuskindes, wobei der Pinselstrich Formkraft mit einer allgemein lichtspielerischen Sensibilität verbindet. Das Werk fügt sich hervorragend in die posttridentin-devozionale Produktion ein, in der symbolische Genauigkeit – von der apokalyptischen Mondscheibe bis zum besiegten Dämon – dazu diente, den Gläubigen zu lehren und die heilbringende Rolle der Jungfrau zu feiern. Eine schöne und organisch gegliederte Komposition mit angenehmem ästhetischen Eindruck.
ZUSTANDSBERICHT
Allgemein guter Zustand. Das Werk ist in allen Teilen intakt, mit lebendiger Farbgebung und deutlich lesbarer Pinselführung. Das Gemälde weist Anzeichen konservatorischer Restaurierung auf; auf der Rückseite ist es retinatiert und neu aufgezogen.
Das Foto des Gemäldes, das in eine Umgebung eingefügt wurde, wurde mit künstlicher Intelligenz erzeugt und ist rein exemplarisch. Nur die verbleibenden Fotos, die das Objekt und seine Merkmale treu zeigen, sind maßgeblich.
Versand mit Tracking und Versicherung, in angemessener Verpackung."
