Saint Clement - Emile Gallé - Teller (6) - Fayence - 6 Dessertteller





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Besitzt einen Masterabschluss in Kunstgeschichte mit Schwerpunkt Zweites Französisches Kaiserreich und Goldene Niederlande.
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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Durchbrochener Faïence-Teller
Manufaktur Saint-Clément – Édition Gallé Nancy
Lothringen, ca. 1870–1880
Durchmesser: 21,5 cm
Teller aus feiner Faïence mit durchbrochenem Rand, dekoriert in Blautönen. Die Mitte zeigt ein Wappen, von Palmzweigen umrahmt, überragt von einer grafenähnlichen Krone, begleitet von dem Wahlspruch « Non inultus premor » (Ich werde nicht ungestraft angegriffen).
Rückseite trägt den Stempel der Manufaktur Saint-Clément mit der Bezeichnung « Gallé Nancy », der die Edition durch Charles Gallé (Vater von Émile) bzw. unter dem direkten Einfluss von Émile Gallé bestätigt, der zu jener Zeit in den dekorativen Künsten tätig war, bevor er sich dem Glas widmete.
Das Dekor bezieht sich auf die Distel, traditionelles Symbol Lothringens. Sein Wahlspruch, « Non inultus premor », erinnert daran, dass man die Distel nicht zerdrücken kann, ohne darunter zu leiden – ein metaphorisches Bild der Widerstandsfähigkeit des lothringischen Volkes. Nach dem Krieg von 1870 und der Annexion eines Teils von Lothringen durch das Deutsche Kaiserreich gewann dieser Wahlspruch eine starke symbolische und patriotische Bedeutung.
Die Manufaktur Saint-Clément, seit dem 18. Jahrhundert aktiv, schloss sich in dieser Epoche der Familie Gallé an, um feine Service-Sets für die Bourgeoisie und die lokale Noblesse zu fertigen. Die Modelle mit durchbrochenem Rand stellten eine technische Meisterleistung dar und waren besonders begehrt.
Diese Stücke zeugen vom Zusammenhang zwischen regionaler Tradition, keramischem Handwerk und identitätsstiftender Selbstbehauptung. Sie antizipieren auch die Rolle, die Émile Gallé einige Jahre später in der Art-Nouveau-Bewegung spielen wird, wo der Distel ein wiederkehrendes Motiv seines dekorativen Vokabulars bleibt.
Heute sind diese Teller wertvolle Zeugnisse der lothringischen Kunst des 19. Jahrhunderts, an der Schnittstelle von politischer Geschichte und dekorativem Kunsthandwerk.
Durchbrochener Faïence-Teller
Manufaktur Saint-Clément – Édition Gallé Nancy
Lothringen, ca. 1870–1880
Durchmesser: 21,5 cm
Teller aus feiner Faïence mit durchbrochenem Rand, dekoriert in Blautönen. Die Mitte zeigt ein Wappen, von Palmzweigen umrahmt, überragt von einer grafenähnlichen Krone, begleitet von dem Wahlspruch « Non inultus premor » (Ich werde nicht ungestraft angegriffen).
Rückseite trägt den Stempel der Manufaktur Saint-Clément mit der Bezeichnung « Gallé Nancy », der die Edition durch Charles Gallé (Vater von Émile) bzw. unter dem direkten Einfluss von Émile Gallé bestätigt, der zu jener Zeit in den dekorativen Künsten tätig war, bevor er sich dem Glas widmete.
Das Dekor bezieht sich auf die Distel, traditionelles Symbol Lothringens. Sein Wahlspruch, « Non inultus premor », erinnert daran, dass man die Distel nicht zerdrücken kann, ohne darunter zu leiden – ein metaphorisches Bild der Widerstandsfähigkeit des lothringischen Volkes. Nach dem Krieg von 1870 und der Annexion eines Teils von Lothringen durch das Deutsche Kaiserreich gewann dieser Wahlspruch eine starke symbolische und patriotische Bedeutung.
Die Manufaktur Saint-Clément, seit dem 18. Jahrhundert aktiv, schloss sich in dieser Epoche der Familie Gallé an, um feine Service-Sets für die Bourgeoisie und die lokale Noblesse zu fertigen. Die Modelle mit durchbrochenem Rand stellten eine technische Meisterleistung dar und waren besonders begehrt.
Diese Stücke zeugen vom Zusammenhang zwischen regionaler Tradition, keramischem Handwerk und identitätsstiftender Selbstbehauptung. Sie antizipieren auch die Rolle, die Émile Gallé einige Jahre später in der Art-Nouveau-Bewegung spielen wird, wo der Distel ein wiederkehrendes Motiv seines dekorativen Vokabulars bleibt.
Heute sind diese Teller wertvolle Zeugnisse der lothringischen Kunst des 19. Jahrhunderts, an der Schnittstelle von politischer Geschichte und dekorativem Kunsthandwerk.
