Lothar Schreyer (1886-1966) - Mutter Erde





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Lothar Schreyer, Mutter Erde, 1920, handsignierter Gouache-Holzschnitt aus Deutschland, limitierte Ausgabe, 31 × 31 cm, auf rotem Karton montiert.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Lothar Schreyer: Mutter Erde (1920)
Holzschnitt mit handaufgetragenem Gouache auf Papier, auf rotem Karton montiert. Eine figurative Komposition aus Schreyers radikalster expressionistischer Phase, entstanden während seiner Amtszeit als Direktor der Sturm-Bühne in Berlin und ein Jahr vor seiner Ernennung zum Bauhaus.
Blatt 26,5 × 17 cm, auf rotem Karton montiert 31 × 31 cm.
Von Hand vom Künstler signiert und betitelt in Bleistift. In archivisch einwandfreiem Zustand.
Provenienz:
Edition Panderma, Carl Laszlo, Basel
Galerie von Bartha, Basel
Private Sammlung, Basel
Lothar Schreyer (1886–1966) studierte Kunstgeschichte in Heidelberg und Rechtswissenschaften in Berlin und Leipzig, promovierte 1910 über literarische und künstlerische Mitautorenschaft. Von 1911 bis 1918 arbeitete er als Dramaturg und Assistent der Direktion am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg. Zwischen 1916 und 1928 fungierte er als Herausgeber der expressionistischen Zeitschrift Der Sturm von Herwarth Walden und lehrte bis 1924 an der Sturm-Schule für Bühnenkunst und Pantomime. 1918 gründete er gemeinsam mit Walden die Sturm-Bühne, die er bis 1921 leitete und für die er Kreuzigung und Kindssterben inszenierte.
1921 ernannte ihn Walter Gropius zum Meister und Direktor der Bauhaus-Bühnenwerkstatt in Weimar, wo er bis 1923 tätig war. Nach der umstrittenen Rezeption seiner Produktion Mondspiel verließ Schreyer das Bauhaus und trat dem Zentralinstitut für Erziehung und Unterricht in Berlin bei. 1924 war er Gründungsmitglied des Berlin Waldorf-Schullebens und leitete die Kunstschule Der Weg bis 1927. Von 1928 bis 1932 war er als Chefredakteur für kulturelle und literarische Veröffentlichungen beim Hanseatischen Verlagsanstalt in Hamburg tätig. Nach seiner Konversion zum Katholizismus 1933 schrieb er unter dem Pseudonym Angelus Pauper und veröffentlichte Lebensbeschreibungen für den Caritasverlag. Bis zu seinem Tod 1966 malte er weiter.
Mutter Erde gehört zu dem kleinen Kreis von Holzschnitten, die Schreyer während seiner Sturm-Bühne-Jahre schuf, als sein visuelles Werk untrennbar mit seinen teatralischen und typografischen Experimenten bei Der Sturm verbunden war. Der handaufgetragene Gouache verwandelt jeden Abdruck in ein einzigartiges Blatt innerhalb der Druckserie.
Der Verkäufer stellt sich vor
Lothar Schreyer: Mutter Erde (1920)
Holzschnitt mit handaufgetragenem Gouache auf Papier, auf rotem Karton montiert. Eine figurative Komposition aus Schreyers radikalster expressionistischer Phase, entstanden während seiner Amtszeit als Direktor der Sturm-Bühne in Berlin und ein Jahr vor seiner Ernennung zum Bauhaus.
Blatt 26,5 × 17 cm, auf rotem Karton montiert 31 × 31 cm.
Von Hand vom Künstler signiert und betitelt in Bleistift. In archivisch einwandfreiem Zustand.
Provenienz:
Edition Panderma, Carl Laszlo, Basel
Galerie von Bartha, Basel
Private Sammlung, Basel
Lothar Schreyer (1886–1966) studierte Kunstgeschichte in Heidelberg und Rechtswissenschaften in Berlin und Leipzig, promovierte 1910 über literarische und künstlerische Mitautorenschaft. Von 1911 bis 1918 arbeitete er als Dramaturg und Assistent der Direktion am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg. Zwischen 1916 und 1928 fungierte er als Herausgeber der expressionistischen Zeitschrift Der Sturm von Herwarth Walden und lehrte bis 1924 an der Sturm-Schule für Bühnenkunst und Pantomime. 1918 gründete er gemeinsam mit Walden die Sturm-Bühne, die er bis 1921 leitete und für die er Kreuzigung und Kindssterben inszenierte.
1921 ernannte ihn Walter Gropius zum Meister und Direktor der Bauhaus-Bühnenwerkstatt in Weimar, wo er bis 1923 tätig war. Nach der umstrittenen Rezeption seiner Produktion Mondspiel verließ Schreyer das Bauhaus und trat dem Zentralinstitut für Erziehung und Unterricht in Berlin bei. 1924 war er Gründungsmitglied des Berlin Waldorf-Schullebens und leitete die Kunstschule Der Weg bis 1927. Von 1928 bis 1932 war er als Chefredakteur für kulturelle und literarische Veröffentlichungen beim Hanseatischen Verlagsanstalt in Hamburg tätig. Nach seiner Konversion zum Katholizismus 1933 schrieb er unter dem Pseudonym Angelus Pauper und veröffentlichte Lebensbeschreibungen für den Caritasverlag. Bis zu seinem Tod 1966 malte er weiter.
Mutter Erde gehört zu dem kleinen Kreis von Holzschnitten, die Schreyer während seiner Sturm-Bühne-Jahre schuf, als sein visuelles Werk untrennbar mit seinen teatralischen und typografischen Experimenten bei Der Sturm verbunden war. Der handaufgetragene Gouache verwandelt jeden Abdruck in ein einzigartiges Blatt innerhalb der Druckserie.

