Vase - Porzellan





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Besitzt einen Masterabschluss in Kunstgeschichte mit Schwerpunkt Zweites Französisches Kaiserreich und Goldene Niederlande.
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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Es handelt sich um eine kleine Vase mit oktogonaler Querschnittsform (oder Binet/ Tintenpott) aus hartporzellan, die sich nahtlos in die große Tradition der Porzellanherstellung von Paris (Vieux Paris) am Ende der Louis-XVI-Ära oder ganz am Anfang der Directoire-/Empire-Periode (ca. 1790–1805) einfügt.
Der Detailgrad, die Abwechslung der Dekors und die Farbpalette deuten auf ein Stück von hoher Qualität hin, das aus einem Pariser Meisteratelier stammt.
1. Stilistische Analyse des Dekors
Dieses Vase ist ein hervorragendes Zeugnis des Übergangs vom Prunk des 18. Jahrhunderts zur geometrischen Strenge, die zu Beginn des 19. Jahrhunderts Einzug hielt:
Die flächen mit Dekor in „Grisaille“ oder „Camaïeu“ (Fotos 1 und 4): Diese Bouquet-Rosen- und Blattsträuße, nur in Nuancen von Schwarz, Grau und Sepia in einen kreisförmigen Medaillon gemalt, sind typisch für den neoklassizistischen Geschmack des späten 18. Jahrhunderts. Der leuchtend gelbe Hintergrund, der das Medaillon umgibt (oft als „gelber background serin“ bezeichnet), war eine sehr luxuriöse Farbe, schwer zu beherrschen beim Brennvorgang.
Die farbigen Flächen (Fotos 2 und 3): Sie zeigen eine Vase oder eine Schale aus Gold, aus der ein sehr farbenprächtiger Blumenkorb austritt (Rosen, Nelken). Der Girlandenkreis aus Perlen, der unter der Vase hängt, und die Zinnenmuster in Blautönen an den Ecken sind direkte Reminiszenzen an den Stil König Ludwig XIV.
Der obere Teil (der ausladende Hals): Er ist geschmückt mit prächtigen Motiven von Palmetten und stilisierten Girlanden, in Schwarz auf einem background Apricot/Honigton überzogen und mit Perlen akzentuiert. Dieses Ornamentvokabular schöpft seine Quellen direkt aus der Antike (herkuläisch und Pompejanisch), die unter Directoire und Empire sehr in Mode war.
Die Vergoldung: Sehr präsent, an einigen Stellen durch natürliche Abnutzung gekennzeichnet (was die Alterwürdigkeit bestätigt), betont sie die Kanten der oktogonalen Form und die geometrischen Fries der Basis.
2. Der Bezug zur Marke „P“
Die Analyse des Objekts bestätigt meisterhaft die Spur der unter dem Sockel gemalten Signatur in Braun. Ein so hohes Ausführungsniveau auf einer derart elaborierten geometrischen Form deutet stark in Richtung einiger prestigeträchtiger Pariser Manufakturen dieser prägenden Periode:
Die Spur „Pinhas“ (Jacob Pinhas): Maler und Dekorateur, aktiv Ende des 18. Jahrhunderts und zu Beginn des 19. Jahrhunderts, bekannt für seine äußerst feinen Dekore, oft inspiriert von naturalistischen Mustern und Einflüssen aus Mitteleuropa oder orientalischen Einflüssen, neu interpretiert für die Pariser Aristokratie. Seine Stücke zeichnen sich durch lebendige Farbtupfer (wie dieses Gelb oder Apricot) und eine miniaturistische Präzision in den Bouquets aus.
Die Manufacture de la Courtille (Rue de la Fontaine-au-Roi) oder Clignancourt: Diese Pariser Ateliers setzten gelegentlich monogramme oder Signaturen von spezifischen Malern für besonders sorgfältig gearbeitete Szenerien ein.
Ein unabhängiges Decoratelier: Zu jener Zeit wimmelte es in Paris von kleinen Ateliers von „Goldschmieden und Porzellanmalern“, die komplexe Formen in Weiß von Limoges oder lokalen Manufakturen bezogen und darauf prachtvolle Dekors in der Art auftrugen.
3. Zustand und Seltenheit
Der allgemeine Erhaltungszustand scheint bemerkenswert für ein Stück von über 220 Jahren zu sein. Die leichten Abnutzungen der Vergoldung an den oberen Randkanten sind normal und verleihen dem Porzellan der Epoche seinen Charme. Die Feinheit der Details (die goldenen Wolfzähne, die feinen Rinceaux wie Haare am Hals) machen es zu einem wunderbaren Sammlungsobjekt, das das Handwerk der Pariser Porzellanmaler der Epoche hervorragend repräsentiert.
Die Preisspanne
Auf dem Markt der öffentlichen Auktionen und bei spezialisierten Antiquitätengeschäften:
Expertise/Schätzung – niedriges Verkaufspreisspektrum: 250 € bis 400 €
Verkaufspreis im Antiquitätengeschäft: 500 € bis 800 €
Hinweis zur Attribution: Sollte eine ausführliche, persönliche Begutachtung die Signatur von Jacob Pinhas (oder einer führenden Manufaktur wie der Courtille) eindeutig gegenüber einem unabhängigen Maler der Epoche bestätigen, kann der Wert sofort in der oberen Hälfte des Spektrums liegen, eventuell sogar darüber hinaus wegen der Seltenheit signierter Stücke dieser Hand.
Es handelt sich um eine kleine Vase mit oktogonaler Querschnittsform (oder Binet/ Tintenpott) aus hartporzellan, die sich nahtlos in die große Tradition der Porzellanherstellung von Paris (Vieux Paris) am Ende der Louis-XVI-Ära oder ganz am Anfang der Directoire-/Empire-Periode (ca. 1790–1805) einfügt.
Der Detailgrad, die Abwechslung der Dekors und die Farbpalette deuten auf ein Stück von hoher Qualität hin, das aus einem Pariser Meisteratelier stammt.
1. Stilistische Analyse des Dekors
Dieses Vase ist ein hervorragendes Zeugnis des Übergangs vom Prunk des 18. Jahrhunderts zur geometrischen Strenge, die zu Beginn des 19. Jahrhunderts Einzug hielt:
Die flächen mit Dekor in „Grisaille“ oder „Camaïeu“ (Fotos 1 und 4): Diese Bouquet-Rosen- und Blattsträuße, nur in Nuancen von Schwarz, Grau und Sepia in einen kreisförmigen Medaillon gemalt, sind typisch für den neoklassizistischen Geschmack des späten 18. Jahrhunderts. Der leuchtend gelbe Hintergrund, der das Medaillon umgibt (oft als „gelber background serin“ bezeichnet), war eine sehr luxuriöse Farbe, schwer zu beherrschen beim Brennvorgang.
Die farbigen Flächen (Fotos 2 und 3): Sie zeigen eine Vase oder eine Schale aus Gold, aus der ein sehr farbenprächtiger Blumenkorb austritt (Rosen, Nelken). Der Girlandenkreis aus Perlen, der unter der Vase hängt, und die Zinnenmuster in Blautönen an den Ecken sind direkte Reminiszenzen an den Stil König Ludwig XIV.
Der obere Teil (der ausladende Hals): Er ist geschmückt mit prächtigen Motiven von Palmetten und stilisierten Girlanden, in Schwarz auf einem background Apricot/Honigton überzogen und mit Perlen akzentuiert. Dieses Ornamentvokabular schöpft seine Quellen direkt aus der Antike (herkuläisch und Pompejanisch), die unter Directoire und Empire sehr in Mode war.
Die Vergoldung: Sehr präsent, an einigen Stellen durch natürliche Abnutzung gekennzeichnet (was die Alterwürdigkeit bestätigt), betont sie die Kanten der oktogonalen Form und die geometrischen Fries der Basis.
2. Der Bezug zur Marke „P“
Die Analyse des Objekts bestätigt meisterhaft die Spur der unter dem Sockel gemalten Signatur in Braun. Ein so hohes Ausführungsniveau auf einer derart elaborierten geometrischen Form deutet stark in Richtung einiger prestigeträchtiger Pariser Manufakturen dieser prägenden Periode:
Die Spur „Pinhas“ (Jacob Pinhas): Maler und Dekorateur, aktiv Ende des 18. Jahrhunderts und zu Beginn des 19. Jahrhunderts, bekannt für seine äußerst feinen Dekore, oft inspiriert von naturalistischen Mustern und Einflüssen aus Mitteleuropa oder orientalischen Einflüssen, neu interpretiert für die Pariser Aristokratie. Seine Stücke zeichnen sich durch lebendige Farbtupfer (wie dieses Gelb oder Apricot) und eine miniaturistische Präzision in den Bouquets aus.
Die Manufacture de la Courtille (Rue de la Fontaine-au-Roi) oder Clignancourt: Diese Pariser Ateliers setzten gelegentlich monogramme oder Signaturen von spezifischen Malern für besonders sorgfältig gearbeitete Szenerien ein.
Ein unabhängiges Decoratelier: Zu jener Zeit wimmelte es in Paris von kleinen Ateliers von „Goldschmieden und Porzellanmalern“, die komplexe Formen in Weiß von Limoges oder lokalen Manufakturen bezogen und darauf prachtvolle Dekors in der Art auftrugen.
3. Zustand und Seltenheit
Der allgemeine Erhaltungszustand scheint bemerkenswert für ein Stück von über 220 Jahren zu sein. Die leichten Abnutzungen der Vergoldung an den oberen Randkanten sind normal und verleihen dem Porzellan der Epoche seinen Charme. Die Feinheit der Details (die goldenen Wolfzähne, die feinen Rinceaux wie Haare am Hals) machen es zu einem wunderbaren Sammlungsobjekt, das das Handwerk der Pariser Porzellanmaler der Epoche hervorragend repräsentiert.
Die Preisspanne
Auf dem Markt der öffentlichen Auktionen und bei spezialisierten Antiquitätengeschäften:
Expertise/Schätzung – niedriges Verkaufspreisspektrum: 250 € bis 400 €
Verkaufspreis im Antiquitätengeschäft: 500 € bis 800 €
Hinweis zur Attribution: Sollte eine ausführliche, persönliche Begutachtung die Signatur von Jacob Pinhas (oder einer führenden Manufaktur wie der Courtille) eindeutig gegenüber einem unabhängigen Maler der Epoche bestätigen, kann der Wert sofort in der oberen Hälfte des Spektrums liegen, eventuell sogar darüber hinaus wegen der Seltenheit signierter Stücke dieser Hand.
