Vase - Steinzeug - Early design piece






Kunsthistoriker mit umfassender Erfahrung bei verschiedenen Auktionshäusern im Bereich Antiquitäten.
Käuferschutz auf Catawiki
Ihre Zahlung wird von uns sicher verwahrt, bis Sie Ihr Objekt erhalten.Details ansehen
Trustpilot 4.4 | 133802 Bewertungen
Auf Trustpilot als hervorragend bewertet.
Eine experimentelle Westerwalder Steinzeugvase aus ca. 1900–1910 mit Kobaltblau, Kupfergrün und Manganschwarz glaze, Maße ca. 16 × 16 × 25 cm, ornamentales Vegetabildekor im Jugendstil/Art Nouveau, signiert „Leban.C.“; Zustand mäßig mit starkem Gebrauch und möglicherweise fehlenden Kleinteilen.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
WESTERWALD | Experimentelle Vase aus Steinzeug, Arts & Crafts (1890/1910)
Diese außergewöhnliche, experimentelle Vase aus Steinzeug, die um 1900 entstanden sein dürfte, weist zahlreiche Innovationen auf - etwa die Bemalung mit Kupfergrün und Manganschwarz neben dem traditionellen Kobaltblau, und die ungewöhnliche Ornamentik, die zwischen Historismus, Jugendstil und Moderne steht. Vieles spricht für ein künstlerisches Experimentalstück oder die Arbeit einer Keramik-Fachschule. Signiert "Leban.C." oder ähnlich (Lebau C. bzw. V. oder O. sind ebenfalls mögllich. Dadurch, dass der Boden beim Brand geschrumpft ist, ist der Boden leicht undicht. Das Stück könnte aus dem Umfeld des Deutschen Werkbundes stammen.
Wohl Westerwald oder Elsaß.
Maße: ca. 16 x 16 x 25 cm.
Die Ornamentik ist in mehrere horizontale Zonen: Am Hals und am Fuß erscheinen Reihen kleiner, dunkler Punkt- bzw. Perlornamente, als eingedrückte oder aufgelegte Noppen akzentuiert. Diese Punktreihen rahmen den Gefäßkörper und verleihen dem Dekor eine klare Bordürenstruktur.
Den Hauptdekor bildet eine umlaufende Folge stilisierter vegetabiler Motive. Zu erkennen sind längliche, lanzettförmige Blätter oder Blütenstände, die mit eingeritzten Binnenlinien versehen sind. Diese wirken nicht naturalistisch, sondern stark ornamentalisiert: Die Pflanzenformen sind symmetrisiert, flächig gebunden und in eine rhythmische Reihung gebracht. Das verweist auf den floralen Jugendstil, allerdings in einer eher handwerklich-volkstümlichen Steinzeugtradition.
Auffällig sind die großen blauen S-förmigen Voluten im unteren Wandungsbereich. Sie erinnern an Rankenwerk oder stilisierte Blatt- und Wellenformen. Zusammen mit den vertikalen Pflanzenmotiven entsteht ein Wechsel von aufstrebenden und geschwungenen Formen.
Technisch wurde der Dekor durch Ritzung, Reliefauflage bzw. Modellierung und farbige Glasurakzente gestaltet zu sein. Die dunkelblauen Linien und Voluten entsprechen der für Westerwälder Steinzeug charakteristischen Kobaltblau-Dekoration. Die dunkleren Partien in Braun- bis Schwarzton könnten als manganhaltige Farb- oder Glasurakzente gelesen werden. Die Oberfläche ist glänzend und salzglasurartig, mit leicht unregelmäßiger, handwerklicher Textur.
Kunsthistorisch lässt sich die Ornamentik als stilisierter vegetabiler Flächendekor mit Jugendstilanklängen beschreiben. Sie verbindet traditionelle Westerwälder Schmuckformen — Kobaltblau, Punktbänder, Ritzdekor, reliefierte Ornamente — mit einer um 1900 modernen Vorliebe für geschwungene Linien, abstrahierte Pflanzenformen und rhythmische Flächenfüllung.
Aus einer privaten Kunst- und Designsammlung. Alles wird sehr sorgfältig von mir verpackt!
WESTERWALD | Experimentelle Vase aus Steinzeug, Arts & Crafts (1890/1910)
Diese außergewöhnliche, experimentelle Vase aus Steinzeug, die um 1900 entstanden sein dürfte, weist zahlreiche Innovationen auf - etwa die Bemalung mit Kupfergrün und Manganschwarz neben dem traditionellen Kobaltblau, und die ungewöhnliche Ornamentik, die zwischen Historismus, Jugendstil und Moderne steht. Vieles spricht für ein künstlerisches Experimentalstück oder die Arbeit einer Keramik-Fachschule. Signiert "Leban.C." oder ähnlich (Lebau C. bzw. V. oder O. sind ebenfalls mögllich. Dadurch, dass der Boden beim Brand geschrumpft ist, ist der Boden leicht undicht. Das Stück könnte aus dem Umfeld des Deutschen Werkbundes stammen.
Wohl Westerwald oder Elsaß.
Maße: ca. 16 x 16 x 25 cm.
Die Ornamentik ist in mehrere horizontale Zonen: Am Hals und am Fuß erscheinen Reihen kleiner, dunkler Punkt- bzw. Perlornamente, als eingedrückte oder aufgelegte Noppen akzentuiert. Diese Punktreihen rahmen den Gefäßkörper und verleihen dem Dekor eine klare Bordürenstruktur.
Den Hauptdekor bildet eine umlaufende Folge stilisierter vegetabiler Motive. Zu erkennen sind längliche, lanzettförmige Blätter oder Blütenstände, die mit eingeritzten Binnenlinien versehen sind. Diese wirken nicht naturalistisch, sondern stark ornamentalisiert: Die Pflanzenformen sind symmetrisiert, flächig gebunden und in eine rhythmische Reihung gebracht. Das verweist auf den floralen Jugendstil, allerdings in einer eher handwerklich-volkstümlichen Steinzeugtradition.
Auffällig sind die großen blauen S-förmigen Voluten im unteren Wandungsbereich. Sie erinnern an Rankenwerk oder stilisierte Blatt- und Wellenformen. Zusammen mit den vertikalen Pflanzenmotiven entsteht ein Wechsel von aufstrebenden und geschwungenen Formen.
Technisch wurde der Dekor durch Ritzung, Reliefauflage bzw. Modellierung und farbige Glasurakzente gestaltet zu sein. Die dunkelblauen Linien und Voluten entsprechen der für Westerwälder Steinzeug charakteristischen Kobaltblau-Dekoration. Die dunkleren Partien in Braun- bis Schwarzton könnten als manganhaltige Farb- oder Glasurakzente gelesen werden. Die Oberfläche ist glänzend und salzglasurartig, mit leicht unregelmäßiger, handwerklicher Textur.
Kunsthistorisch lässt sich die Ornamentik als stilisierter vegetabiler Flächendekor mit Jugendstilanklängen beschreiben. Sie verbindet traditionelle Westerwälder Schmuckformen — Kobaltblau, Punktbänder, Ritzdekor, reliefierte Ornamente — mit einer um 1900 modernen Vorliebe für geschwungene Linien, abstrahierte Pflanzenformen und rhythmische Flächenfüllung.
Aus einer privaten Kunst- und Designsammlung. Alles wird sehr sorgfältig von mir verpackt!
