Josef Kuba - Vase - Porzellan

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Florentin Brunz Gaborieau
Experte
Von Florentin Brunz Gaborieau ausgewählt

Besitzt einen Masterabschluss in Kunstgeschichte mit Schwerpunkt Zweites Französisches Kaiserreich und Goldene Niederlande.

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Porzellanvase von Josef Kuba, Carlsbad, ca. 1930–1940, mit großem keilförmigen Körper, grünem Empire-Band und Goldverzierung, zentraler farbiger Figurszene und grünem unteren Bereich; Höhe 28,5 cm, Durchmesser 24,5 cm, in gutem gebrauchten Zustand mit leichten Alterserscheinungen.

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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung

Vase, der sich als großer Krug oder bowiger Porzellankrug präsentiert, mit einem sehr großzügigen, runden Bauch, der sich zu einer stabilen kreisförmigen Basis verengt. Die Schulter ist weich und geht in einen kurzen Hals über, der mit einer nach außen erweiterten Öffnung und goldenem Rand endet. Der Stil erinnert allgemein an die europäische Produktion der späten 19. Jahrhundert bis Anfang des 20. Jahrhunderts (z. B. Neoclassic, Historicismus oder porzellan im viennese/deutschem Stil). Der Krug ist horizontal in drei Hauptzonen geteilt: Der Hals ist in heller/weißer Tönung gehalten. Auf der Schulter verläuft ein Band von intensivem Smaragdgrün oder Kaisergrün, das am oberen Rand mit stilisierten Blattmotiven in Golddruck verziert und unten durch eine feine Goldlinie abgegrenzt ist. Die zentrale Zone hat ein breites weißes Feld als Hintergrund für eine mehrfarbige figürliche Szene in fortlaufender Darstellung, mit großer Detailgenauigkeit und sanften Schattierungen, die an akademische Malerei erinnern. Der Hintergrund der Szene zeigt ein leicht angedeutetes Bergland und einen Himmel, der in Rosa- und Blau-Tönen verläuft.
Die untere Hälfte des Kruges übernimmt das dunkle Smaragdgrün, veredelt im oberen Bereich durch eine reiche und komplexe Goldstickerei in Drähtenarbeit (Goldzisel), mit geometrischen, floralen und hängenden Motiven (Girlanden). Die gemalte Szene zeigt einen dionysischen Triumph (oder Bacchanale), ein klassisches Motiv der griechischen und römischen Mythologie, verbunden mit dem Kult des Dionysos (Bacchus), dem Gott des Weins, des Festes und der Ausschweifung.
Von links nach rechts unterscheiden sich verschiedene Figuren, typisch für diesen Zug (der Thiasos): Der Silenos und die Maenad auf dem Esel: Eine weibliche Gestalt (vielleicht eine Maenad oder Bacchantin), mit Zweigen geschmückt, sitzt auf dem Rücken eines Esels, der von Leopardenhaut bedeckt ist. Die Frau hält eine Oenochoe (Weinkanne) in der Hand. Das Tier wird von einem älteren, bärtigen Mann geführt, vermutlich Silenos, dem weisen, oft betrübten Hüter Dionysos. In der Mitte schreiten zwei männliche Figuren freudig voran: Einer spielt ein langes, gekrümmtes Horn aus Messing, der andere, halbnackt, mit Fell um die Taille und einer Efeu- oder Weinnote auf dem Kopf, tanzt und hält Platten oder kleine Schellen in der Hand. Rechts tänzelt eine Frau und schwingt ein Tamburin (tympanum). Neben ihr befinden sich zwei kleine Satyrn (oder Faunen), göttliche Wesen mit Ziegenbeinen: Einer ist ein junger Faun, der andere ein kleiner Satyr liegt am Boden auf dem Rücken, in spielerischer Pose. Das Werk zeichnet sich durch eine hohe Ausführungsgüte aus, sichtbar in der Anatomie der Körper, dem fließenden Draper der Gewänder und der Präzision der glänzenden Vergoldungen, die sich deutlich vom dunklen Grün des Hintergrunds abheben. Das Gesamtbild evoziert ein Gefühl von Bewegung, Festlichkeit und klassischer Eleganz.
Im Sockelgrund befindet sich das Siegel mit dem oval grünen und goldenen Schild, der Krone mit fünf Zacken und den Buchstaben „J.K.“ (manchmal angegeben als J.K.W. oder J.W.K.), der berühmten Manufaktur und Decor-Werkstatt von Josef Kuba (Josef Kuba Porzellanmalerei / Werkstätte). Kuba war berühmt für die Dekoration hochwertiger Porzellane im „Wiener Stil“ (Alt Wien), oft mit intensiven Hintergründen in Smaragdgrün, Kobaltblau oder Bordeaux, reichem Goldschmuck und galanten oder mythologischen Szenen, zentriert gedruckt oder gemalt (inspiriert von Jean-Honoré Fragonard). Die Bezeichnung „CARLSBAD“ ( Karlsbad, heute Karlovy Vary in der Tschechischen Republik) verweist auf die Herkunftsstadt, in der die Tätigkeit gegründet wurde und in der frühen Geschichte aktiv war. Zur damaligen Zeit gehörte das Gebiet zu Böhmen/Tschechoslowakei (mit starkem deutschen Einfluss und Bevölkerung). Hinweis zur Manufaktur: Josef Kuba erwarb oft rohe Porzellane („in Weiß“) von bedeutenden Herstellern aus Bayern (wie Hutschenreuther oder Rosenthal) oder aus Böhmen, um sie anschließend in seinem eigenen Labor fein zu dekorieren. Aus diesem Grund findet man auf vielen Stücken dieses Herstellers sowohl das Rohporzellan-Markenzeichen als auch den Dekor-Stempel von Kuba.
Dieses spezifische kreisförmige/ovale grün-goldene Stempelzeichen mit der Aufschrift „J.K. DECOR CARLSBAD“ stammt aus der Zeit zwischen 1930 und 1945. Die Firma wurde 1930 in Carlsbad gegründet. Nach dem Zweiten Weltkrieg (1945), infolge der Vertreibung der deutschsprachigen Bevölkerung aus den tschechoslowakischen Gebieten, musste Josef Kuba sein Labor nach Deutschland, nach Wiesau (in Bayern), verlegen. Die Marken nach 1945/1947 behalten zwar gelegentlich den historischen Verweis auf Carlsbad bei, integrieren jedoch fast immer die Schriftzüge „Bavaria“, „Germany“ oder „Western Germany“. Das Fehlen von Hinweisen auf Deutschland und das bloße Vorhandensein von Carlsbad positioniert das Objekt daher in die frühe Produktionszeit der Manufaktur, grob in den 1930er oder frühesten 1940er Jahren (Böhmen/Tschechoslowakei). Maße: Höhe 28,5 x Durchmesser 24,5 cm.

Vase, der sich als großer Krug oder bowiger Porzellankrug präsentiert, mit einem sehr großzügigen, runden Bauch, der sich zu einer stabilen kreisförmigen Basis verengt. Die Schulter ist weich und geht in einen kurzen Hals über, der mit einer nach außen erweiterten Öffnung und goldenem Rand endet. Der Stil erinnert allgemein an die europäische Produktion der späten 19. Jahrhundert bis Anfang des 20. Jahrhunderts (z. B. Neoclassic, Historicismus oder porzellan im viennese/deutschem Stil). Der Krug ist horizontal in drei Hauptzonen geteilt: Der Hals ist in heller/weißer Tönung gehalten. Auf der Schulter verläuft ein Band von intensivem Smaragdgrün oder Kaisergrün, das am oberen Rand mit stilisierten Blattmotiven in Golddruck verziert und unten durch eine feine Goldlinie abgegrenzt ist. Die zentrale Zone hat ein breites weißes Feld als Hintergrund für eine mehrfarbige figürliche Szene in fortlaufender Darstellung, mit großer Detailgenauigkeit und sanften Schattierungen, die an akademische Malerei erinnern. Der Hintergrund der Szene zeigt ein leicht angedeutetes Bergland und einen Himmel, der in Rosa- und Blau-Tönen verläuft.
Die untere Hälfte des Kruges übernimmt das dunkle Smaragdgrün, veredelt im oberen Bereich durch eine reiche und komplexe Goldstickerei in Drähtenarbeit (Goldzisel), mit geometrischen, floralen und hängenden Motiven (Girlanden). Die gemalte Szene zeigt einen dionysischen Triumph (oder Bacchanale), ein klassisches Motiv der griechischen und römischen Mythologie, verbunden mit dem Kult des Dionysos (Bacchus), dem Gott des Weins, des Festes und der Ausschweifung.
Von links nach rechts unterscheiden sich verschiedene Figuren, typisch für diesen Zug (der Thiasos): Der Silenos und die Maenad auf dem Esel: Eine weibliche Gestalt (vielleicht eine Maenad oder Bacchantin), mit Zweigen geschmückt, sitzt auf dem Rücken eines Esels, der von Leopardenhaut bedeckt ist. Die Frau hält eine Oenochoe (Weinkanne) in der Hand. Das Tier wird von einem älteren, bärtigen Mann geführt, vermutlich Silenos, dem weisen, oft betrübten Hüter Dionysos. In der Mitte schreiten zwei männliche Figuren freudig voran: Einer spielt ein langes, gekrümmtes Horn aus Messing, der andere, halbnackt, mit Fell um die Taille und einer Efeu- oder Weinnote auf dem Kopf, tanzt und hält Platten oder kleine Schellen in der Hand. Rechts tänzelt eine Frau und schwingt ein Tamburin (tympanum). Neben ihr befinden sich zwei kleine Satyrn (oder Faunen), göttliche Wesen mit Ziegenbeinen: Einer ist ein junger Faun, der andere ein kleiner Satyr liegt am Boden auf dem Rücken, in spielerischer Pose. Das Werk zeichnet sich durch eine hohe Ausführungsgüte aus, sichtbar in der Anatomie der Körper, dem fließenden Draper der Gewänder und der Präzision der glänzenden Vergoldungen, die sich deutlich vom dunklen Grün des Hintergrunds abheben. Das Gesamtbild evoziert ein Gefühl von Bewegung, Festlichkeit und klassischer Eleganz.
Im Sockelgrund befindet sich das Siegel mit dem oval grünen und goldenen Schild, der Krone mit fünf Zacken und den Buchstaben „J.K.“ (manchmal angegeben als J.K.W. oder J.W.K.), der berühmten Manufaktur und Decor-Werkstatt von Josef Kuba (Josef Kuba Porzellanmalerei / Werkstätte). Kuba war berühmt für die Dekoration hochwertiger Porzellane im „Wiener Stil“ (Alt Wien), oft mit intensiven Hintergründen in Smaragdgrün, Kobaltblau oder Bordeaux, reichem Goldschmuck und galanten oder mythologischen Szenen, zentriert gedruckt oder gemalt (inspiriert von Jean-Honoré Fragonard). Die Bezeichnung „CARLSBAD“ ( Karlsbad, heute Karlovy Vary in der Tschechischen Republik) verweist auf die Herkunftsstadt, in der die Tätigkeit gegründet wurde und in der frühen Geschichte aktiv war. Zur damaligen Zeit gehörte das Gebiet zu Böhmen/Tschechoslowakei (mit starkem deutschen Einfluss und Bevölkerung). Hinweis zur Manufaktur: Josef Kuba erwarb oft rohe Porzellane („in Weiß“) von bedeutenden Herstellern aus Bayern (wie Hutschenreuther oder Rosenthal) oder aus Böhmen, um sie anschließend in seinem eigenen Labor fein zu dekorieren. Aus diesem Grund findet man auf vielen Stücken dieses Herstellers sowohl das Rohporzellan-Markenzeichen als auch den Dekor-Stempel von Kuba.
Dieses spezifische kreisförmige/ovale grün-goldene Stempelzeichen mit der Aufschrift „J.K. DECOR CARLSBAD“ stammt aus der Zeit zwischen 1930 und 1945. Die Firma wurde 1930 in Carlsbad gegründet. Nach dem Zweiten Weltkrieg (1945), infolge der Vertreibung der deutschsprachigen Bevölkerung aus den tschechoslowakischen Gebieten, musste Josef Kuba sein Labor nach Deutschland, nach Wiesau (in Bayern), verlegen. Die Marken nach 1945/1947 behalten zwar gelegentlich den historischen Verweis auf Carlsbad bei, integrieren jedoch fast immer die Schriftzüge „Bavaria“, „Germany“ oder „Western Germany“. Das Fehlen von Hinweisen auf Deutschland und das bloße Vorhandensein von Carlsbad positioniert das Objekt daher in die frühe Produktionszeit der Manufaktur, grob in den 1930er oder frühesten 1940er Jahren (Böhmen/Tschechoslowakei). Maße: Höhe 28,5 x Durchmesser 24,5 cm.

Details

Epoche
1900-2000
Gewicht
0 g
Anzahl der Objekte
1
Herkunftsland
Tschechien
Material
Porzellan
Hersteller / Marke
Josef Kuba
Zustand
Guter Zustand - gebraucht, mit geringfügigen Altersspuren & Mängeln
Höhe
0 cm
Breite
0 cm
Tiefe
0 cm
Geschätzter Zeitraum
1930-1940
Verkauft von
ItalienVerifiziert
490
Verkaufte Objekte
97,81 %
Privat

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