Gerd Arntz (1900-1988) - Bespiegelungen II






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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Gerd Arntz: Bespiegelungen II (Komposition 1932), Edition Panderma, Basel
Eine handsignierte Linolschnittarbeit von Gerd Arntz, einer der schärfsten Sozialkritiker unter den deutschen Modernisten zwischen den Kriegen. Die Komposition entfaltet Arntzs zentrales Thema als scharfen Schwarz-Weiß-Kontrast: Links steht eine einsame Figur hinter den Gitterstäben einer Zelle eingeschlossen; rechts, auf einem sonnendurchfluteten Schwelle, eine Gruppe bürgerlicher Figuren — ein nackt gezeigter Oberkörper von hinten, elegant gekleidete Damen, ein Zylinderträger mit Gehstock. Gefangenschaft gegenüber Privileg, Arbeit gegenüber Freizeit: Die Bespiegelungen („Reflexionen“) halten die beiden Welten in einem einzigen Rahmen einander gegenüber.
Arntz reduzierte den menschlichen Körper auf eine flache, hochkontrastreiche Silhouette – dieselbe radikale Formökonomie, die er auch in die Isotype-Piktogramme überführte. Hier dient dieser Wortschatz ausdrücklich politischen Zwecken, in der Art seiner Arbeiten für die Kölner Progressiven. Die Komposition stammt aus dem Jahr 1932; dieses Blatt ist eine spätere Gesamdruckausgabe der Edition Panderma (Carl Laszlo) in Basel, handsigniert mit Bleistift vom Künstler.
La Lune en Rodage, Carl Laszlos editionierte Anthologie der Nachkriegs- und Avantgarde-Bewegung, versammelte Figuren aus der europäischen Avantgarde; Arntzs Beitrag führt die interwar social woodcut-Tradition in diesen Kontext ein.
In gutem Zustand, mit einigen leichten altersbedingten Gebrauchsspuren am Papier.
Titel: Bespiegelungen II
Komposition: 1932 (diese Druckausgabe späterer Edition Panderma) [siehe Anmerkung]
Technik: Linolschnitt auf Papier [siehe Anmerkung]
Auflage: Auflage von 230
Signatur: Handsigniert in Bleistift
Maße: 21 x 28 cm
Zustand: Gut; leichte altersbedingte Gebrauchsspuren am Papier
Verleger: Edition Panderma (Carl Laszlo), Basel
provenance: Edition Panderma (Carl Laszlo), Basel — Galerie von Bartha, Basel — Private Sammlung, Basel
Gerd Arntz (1900 Remscheid – 1988 Den Haag) war ein deutscher Modernistischer Druckgrafiker und Kernelement der Kölner Progressiven, der Klasse, Arbeit und sozialen Konflikt in seinen charakteristischen hochkontrastierenden Schwarz-Weiß-Holz- und Linolschnitten darstellte. Politisch war er Rätekommunist; er übernahm 1925 Otto Dix’ Düsseldorfer Atelier. Ab 1929 arbeitete er mit dem Soziologen Otto Neurath in Wien, wo er der Hauptgestalter des Isotype (International System of Typographic Picture Education) wurde – die Piktogrammsprache, die moderne Informationsgrafik prägte. Sein künstlerisches Erbe wird vom Kunstmuseum Den Haag (ehemals Gemeentemuseum) verwaltet.
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Gerd Arntz: Bespiegelungen II (Komposition 1932), Edition Panderma, Basel
Eine handsignierte Linolschnittarbeit von Gerd Arntz, einer der schärfsten Sozialkritiker unter den deutschen Modernisten zwischen den Kriegen. Die Komposition entfaltet Arntzs zentrales Thema als scharfen Schwarz-Weiß-Kontrast: Links steht eine einsame Figur hinter den Gitterstäben einer Zelle eingeschlossen; rechts, auf einem sonnendurchfluteten Schwelle, eine Gruppe bürgerlicher Figuren — ein nackt gezeigter Oberkörper von hinten, elegant gekleidete Damen, ein Zylinderträger mit Gehstock. Gefangenschaft gegenüber Privileg, Arbeit gegenüber Freizeit: Die Bespiegelungen („Reflexionen“) halten die beiden Welten in einem einzigen Rahmen einander gegenüber.
Arntz reduzierte den menschlichen Körper auf eine flache, hochkontrastreiche Silhouette – dieselbe radikale Formökonomie, die er auch in die Isotype-Piktogramme überführte. Hier dient dieser Wortschatz ausdrücklich politischen Zwecken, in der Art seiner Arbeiten für die Kölner Progressiven. Die Komposition stammt aus dem Jahr 1932; dieses Blatt ist eine spätere Gesamdruckausgabe der Edition Panderma (Carl Laszlo) in Basel, handsigniert mit Bleistift vom Künstler.
La Lune en Rodage, Carl Laszlos editionierte Anthologie der Nachkriegs- und Avantgarde-Bewegung, versammelte Figuren aus der europäischen Avantgarde; Arntzs Beitrag führt die interwar social woodcut-Tradition in diesen Kontext ein.
In gutem Zustand, mit einigen leichten altersbedingten Gebrauchsspuren am Papier.
Titel: Bespiegelungen II
Komposition: 1932 (diese Druckausgabe späterer Edition Panderma) [siehe Anmerkung]
Technik: Linolschnitt auf Papier [siehe Anmerkung]
Auflage: Auflage von 230
Signatur: Handsigniert in Bleistift
Maße: 21 x 28 cm
Zustand: Gut; leichte altersbedingte Gebrauchsspuren am Papier
Verleger: Edition Panderma (Carl Laszlo), Basel
provenance: Edition Panderma (Carl Laszlo), Basel — Galerie von Bartha, Basel — Private Sammlung, Basel
Gerd Arntz (1900 Remscheid – 1988 Den Haag) war ein deutscher Modernistischer Druckgrafiker und Kernelement der Kölner Progressiven, der Klasse, Arbeit und sozialen Konflikt in seinen charakteristischen hochkontrastierenden Schwarz-Weiß-Holz- und Linolschnitten darstellte. Politisch war er Rätekommunist; er übernahm 1925 Otto Dix’ Düsseldorfer Atelier. Ab 1929 arbeitete er mit dem Soziologen Otto Neurath in Wien, wo er der Hauptgestalter des Isotype (International System of Typographic Picture Education) wurde – die Piktogrammsprache, die moderne Informationsgrafik prägte. Sein künstlerisches Erbe wird vom Kunstmuseum Den Haag (ehemals Gemeentemuseum) verwaltet.
