Maurice Boel (1913-1998) - Het Stoeltje





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Het Stoeltje, Gouache auf Papier von Maurice Boel aus dem Jahr 1949, Originalausgabe im Abstrakten Expressionismus, ein Interieur‑Bild, rechts unten signiert, 93 cm hoch und 77 cm breit, Belgien, verkauft mit Rahmen.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Ein abstraktes, expressionistisches Werk eines Modells auf einem Stuhl im Atelier des Künstlers.
Gouache auf Papier.
Unten rechts signiert: Boel.
Gedatert: 49.
Maurice Boel unterlag während seiner Studienjahre dem Einfluss von Alfred Bastien. Doch nach seinem Wehrdienst wählte er resolut den Weg des Expressionismus in der Art von Constant Permeke.
Maurice Boel hatte seine erste Einzelausstellung 1938 in der Galerie »Studio« in Oostende. James Ensor, der bekannt war für sein zynisches Verhalten gegenüber jungen Talenten, bestand darauf, eine Einleitung zu schreiben, und zollte ihm darin alle Lorbeeren.
Er studierte 1950 und 1951 an der Vrije Académie »La Grande Chaumière« in Paris. Dort verkaufte er einige Werke an eine Galerie. Während dieses Aufenthalts lernte er Künstler wie Hartung, Zadkine, Braque und Fouyiata kennen. Dies war eine Offenbarung für ihn und gab den Anstoß zu einem gründlichen Erneuerungsprozess in seinem Stil. Er löste sich von der Figuration und entwickelte sich allmählich zu einer geometrischen, lyrischen Abstraktion bei Bewahrung von Farbe und Rhythmus. Er löste sich von dem Einfluss Permekes, der „Lokalkolorierung“ und dem Anekdotischen aus seinen bisherigen Werken. Allmählich fand er seinen eigenen Stil. Dennoch schuf er später noch neofigurativen Arbeiten, insbesondere die Darstellung von Landschaften in Devon, seinem bevorzugten Urlaubsziel.
1960 wurde er der erste Preisträger des Nederlandse Talensprijs, als dieser auf Belgien ausgeweitet wurde. Fortan folgte von Ausstellung zu Ausstellung.
Er verließ zu dieser Zeit erneut Spanien und belegte dort einen Sprachkurs in Cádiz. Er zog mit seiner Frau dorthin und arbeitete neben seinen Radierungen und Gemälden auch spanische Gedichte. Später entdeckte er das Badeort Salou, zeichnete dort u.a. » Fantastische Reiter« (1957) und hielt Vorträge über die Entwicklung der Kunst. Zurück in Belgien malte er Wanddekorationen mit abstrakten Vertikalen im Ostend Hotel (1956). Er wagte sich in den dritten Raum und entwarf im Auftrag der Stadt Oostende einige Installationen, von denen eine für die Expo ’58 ausgewählt wurde.
Er zog 1960 nach Italien und hatte dort eine Ausstellung in Florenz zusammen mit Anne Dubois. Dank eines Stipendiums des Ministeriums für Öffentliche Bildung konnte er 1961 in Rom an der Academia Belgica arbeiten. Im Juli 1961 gab er dort eine gemeinsame Ausstellung mit Camille De Taye und Jeanne Rucquoi. Später im selben Jahr stellte er seine italienischen Arbeiten im Kursaal von Oostende aus.
In diesem Jahrzehnt wandelte sich das straffe, kühle Vertikalismus in seinen Gemälden zu breiteren Streifen, die geschickter gruppiert wurden. Unter dem Einfluss des italienischen Lichts änderte er seinen Stil und verzichtete auf die strengeren Formen der Fünfzigerjahre. Er integrierte in seine abstrakten Kompositionen reichere und subtilere Farbschattierungen, die sich in goldenen und silbernen Farben im Hintergrund widerspiegeln.
Immer stärker entwickelte er sich weiter zu einer lyrischen Abstraktion. Seine Schöpfungen werden zu »Geisteslandschaften«, nur für den Künstler sichtbar. Für den Betrachter ist dies rein abstrakte Kunst.
Seine Arbeiten weisen eine wohlüberlegte Aufbauweise mit rhythmischen Vertikallinien und unregelmäßigen Flächen auf. Sie sind durchdacht und emotional geladen. Die Farbgebung dieser Vertikalen kontrastiert mit einem eher düsteren Hintergrund, in dem doch gelegentlich farbigere Pinselstriche auftauchen. Er lässt seinem Gefühl für Farben und harmonische, kontrastierende Formen freien Lauf, ohne in eine berechnende Strenge oder eine kalte Abstraktion zu verfallen. Er schafft ein Spiel von Farben und Schatten bzw. eher farbige Kanten, die dem Gemälde eine gewisse Reliefer geben. Er erreicht denselben Effekt durch enge Zwischenräume zwischen seinen Vertikalen. Die typischen Vertikallinien mit ungleichen Höhen, die wie glattgestrichene Falten über die Leinwand fallen, werden mit Teppichbildnissen oder schmalen Orgelpfeifen verglichen.
Maurice Boel gehörte zu einer neuen Malergeneration wie Mendelson, Kurt Lewy oder Mig Quinet, die die abstrakte Malerei wiederbelebt haben, nachdem sich eine vorangegangene Generation abstrakter Maler, wie Peeters, Joostens, Baugniet, Servranckx oder Donas, davon distanziert hatte.
1988 präsentierte das Museum für Schöne Künste in Oostende eine Retrospektive seines Werks. Im Februar 2010 wurde in den Venetiaanse Gaanderijen in Oostende eine neue Retrospektive eröffnet.
Zustand: Das Werk befindet sich in gutem Zustand, gerahmt und hinter Glas, und Sie erhalten es kostenlos dazu.
Dieses Kunstwerk wird sorgfältig verpackt versendet.
Sollte trotz dieser sorgfältigen Verpackung dennoch Glasbruch und etwaige Folgeschäden entstehen, geht dies zu Ihrem Risiko.
Abholung ist ebenfalls möglich.
Ein abstraktes, expressionistisches Werk eines Modells auf einem Stuhl im Atelier des Künstlers.
Gouache auf Papier.
Unten rechts signiert: Boel.
Gedatert: 49.
Maurice Boel unterlag während seiner Studienjahre dem Einfluss von Alfred Bastien. Doch nach seinem Wehrdienst wählte er resolut den Weg des Expressionismus in der Art von Constant Permeke.
Maurice Boel hatte seine erste Einzelausstellung 1938 in der Galerie »Studio« in Oostende. James Ensor, der bekannt war für sein zynisches Verhalten gegenüber jungen Talenten, bestand darauf, eine Einleitung zu schreiben, und zollte ihm darin alle Lorbeeren.
Er studierte 1950 und 1951 an der Vrije Académie »La Grande Chaumière« in Paris. Dort verkaufte er einige Werke an eine Galerie. Während dieses Aufenthalts lernte er Künstler wie Hartung, Zadkine, Braque und Fouyiata kennen. Dies war eine Offenbarung für ihn und gab den Anstoß zu einem gründlichen Erneuerungsprozess in seinem Stil. Er löste sich von der Figuration und entwickelte sich allmählich zu einer geometrischen, lyrischen Abstraktion bei Bewahrung von Farbe und Rhythmus. Er löste sich von dem Einfluss Permekes, der „Lokalkolorierung“ und dem Anekdotischen aus seinen bisherigen Werken. Allmählich fand er seinen eigenen Stil. Dennoch schuf er später noch neofigurativen Arbeiten, insbesondere die Darstellung von Landschaften in Devon, seinem bevorzugten Urlaubsziel.
1960 wurde er der erste Preisträger des Nederlandse Talensprijs, als dieser auf Belgien ausgeweitet wurde. Fortan folgte von Ausstellung zu Ausstellung.
Er verließ zu dieser Zeit erneut Spanien und belegte dort einen Sprachkurs in Cádiz. Er zog mit seiner Frau dorthin und arbeitete neben seinen Radierungen und Gemälden auch spanische Gedichte. Später entdeckte er das Badeort Salou, zeichnete dort u.a. » Fantastische Reiter« (1957) und hielt Vorträge über die Entwicklung der Kunst. Zurück in Belgien malte er Wanddekorationen mit abstrakten Vertikalen im Ostend Hotel (1956). Er wagte sich in den dritten Raum und entwarf im Auftrag der Stadt Oostende einige Installationen, von denen eine für die Expo ’58 ausgewählt wurde.
Er zog 1960 nach Italien und hatte dort eine Ausstellung in Florenz zusammen mit Anne Dubois. Dank eines Stipendiums des Ministeriums für Öffentliche Bildung konnte er 1961 in Rom an der Academia Belgica arbeiten. Im Juli 1961 gab er dort eine gemeinsame Ausstellung mit Camille De Taye und Jeanne Rucquoi. Später im selben Jahr stellte er seine italienischen Arbeiten im Kursaal von Oostende aus.
In diesem Jahrzehnt wandelte sich das straffe, kühle Vertikalismus in seinen Gemälden zu breiteren Streifen, die geschickter gruppiert wurden. Unter dem Einfluss des italienischen Lichts änderte er seinen Stil und verzichtete auf die strengeren Formen der Fünfzigerjahre. Er integrierte in seine abstrakten Kompositionen reichere und subtilere Farbschattierungen, die sich in goldenen und silbernen Farben im Hintergrund widerspiegeln.
Immer stärker entwickelte er sich weiter zu einer lyrischen Abstraktion. Seine Schöpfungen werden zu »Geisteslandschaften«, nur für den Künstler sichtbar. Für den Betrachter ist dies rein abstrakte Kunst.
Seine Arbeiten weisen eine wohlüberlegte Aufbauweise mit rhythmischen Vertikallinien und unregelmäßigen Flächen auf. Sie sind durchdacht und emotional geladen. Die Farbgebung dieser Vertikalen kontrastiert mit einem eher düsteren Hintergrund, in dem doch gelegentlich farbigere Pinselstriche auftauchen. Er lässt seinem Gefühl für Farben und harmonische, kontrastierende Formen freien Lauf, ohne in eine berechnende Strenge oder eine kalte Abstraktion zu verfallen. Er schafft ein Spiel von Farben und Schatten bzw. eher farbige Kanten, die dem Gemälde eine gewisse Reliefer geben. Er erreicht denselben Effekt durch enge Zwischenräume zwischen seinen Vertikalen. Die typischen Vertikallinien mit ungleichen Höhen, die wie glattgestrichene Falten über die Leinwand fallen, werden mit Teppichbildnissen oder schmalen Orgelpfeifen verglichen.
Maurice Boel gehörte zu einer neuen Malergeneration wie Mendelson, Kurt Lewy oder Mig Quinet, die die abstrakte Malerei wiederbelebt haben, nachdem sich eine vorangegangene Generation abstrakter Maler, wie Peeters, Joostens, Baugniet, Servranckx oder Donas, davon distanziert hatte.
1988 präsentierte das Museum für Schöne Künste in Oostende eine Retrospektive seines Werks. Im Februar 2010 wurde in den Venetiaanse Gaanderijen in Oostende eine neue Retrospektive eröffnet.
Zustand: Das Werk befindet sich in gutem Zustand, gerahmt und hinter Glas, und Sie erhalten es kostenlos dazu.
Dieses Kunstwerk wird sorgfältig verpackt versendet.
Sollte trotz dieser sorgfältigen Verpackung dennoch Glasbruch und etwaige Folgeschäden entstehen, geht dies zu Ihrem Risiko.
Abholung ist ebenfalls möglich.

