Erich Buchholz (1891-1972) - Composition





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Erich Buchholz, Composition (1920), eine handsignierte, limitierte Holzschnittdruck auf laid paper (vergé), 27,5 × 26 cm, Deutschland, in exzellentem Zustand.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Erich Buchholz — Komposition (1920)
Medium: Holzschnitt auf laid paper (vergé), veröffentlicht von Edition Panderma (Carl Laszlo), Basel.
Handunterzeichnet und datiert vom Künstler [Datum wie neben der Unterschrift vermerkt].
Zustand: neuwertig, archivischer Zustand.
Provenienz: Edition Panderma (Carl Laszlo), Basel; Galerie von Bartha, Basel; Privatbesitz, Basel.
Die 1920 entstandene Komposition hinter diesem Blatt gehört zu der radikalsten Phase von Buchholzs Werk. Erich Buchholz (1891–1972) war eine zentrale Figur in der Entwicklung der non-objektiven, proto-Konstruktivismus-Kunst in Berlin zwischen 1918 und 1924 – Teil des kleinen Kreises, der die Abstraktion in Richtung des konstituierten, geometrischen Bildes Jahre vor dessen Benennung vorantrieb. Seine erste Einzelausstellung, 1921 in Herwarth Waldens Galerie Der Sturm, präsentierte eine Serie von sechzehn Holzstöcken; der bekannteste, Planetenbahnen (Orbits of the Planets), begann als Druckmatrix und wurde zu einer autonomen bemalten Reliefarbeit – ein frühes Beispiel dafür, wie Druck und Platte zu einem einzelnen Objekt verschmolzen. Auf der Ausstellung Konstruktivismus und Suprematismus von 1922 in der Galerie van Diemen, Berlin, kam er in Kontakt mit László Moholy-Nagy, László Péri, Ernő Kállai und El Lissitzky – dem Netzwerk, durch das russischer Konstruktivismus und Suprematismus in das Berlin der Avantgarde Eingang fanden.
Sein Werdegang wurde dann zweimal unterbrochen: Er legte die Malerei 1925 aus wirtschaftlichen Gründen beiseite und durfte ab 1933 von den nationalsozialistischen Behörden nicht mehr malen, erst wieder ab 1945. Diese lange Stille gehört zu den Gründen, warum sein radikales Frühwerk jahrzehntelang so selten kursierte und warum seine Wiederentdeckung vergleichsweise spät erfolgte.
Der ursprüngliche Composition von 1920 befindet sich in der Dauerleihgabe des The Museum of Modern Art, New York (Gouache und Aquarell auf Karton, 33,3 × 28,2 cm; The Riklis Collection of McCrory Corporation, acc. 860.1983) – eine museale Referenz, die dieses Blatt direkt an ein dokumentiertes Werk der frühen deutschen Avantgarde bindet.
Der Verkäufer stellt sich vor
Erich Buchholz — Komposition (1920)
Medium: Holzschnitt auf laid paper (vergé), veröffentlicht von Edition Panderma (Carl Laszlo), Basel.
Handunterzeichnet und datiert vom Künstler [Datum wie neben der Unterschrift vermerkt].
Zustand: neuwertig, archivischer Zustand.
Provenienz: Edition Panderma (Carl Laszlo), Basel; Galerie von Bartha, Basel; Privatbesitz, Basel.
Die 1920 entstandene Komposition hinter diesem Blatt gehört zu der radikalsten Phase von Buchholzs Werk. Erich Buchholz (1891–1972) war eine zentrale Figur in der Entwicklung der non-objektiven, proto-Konstruktivismus-Kunst in Berlin zwischen 1918 und 1924 – Teil des kleinen Kreises, der die Abstraktion in Richtung des konstituierten, geometrischen Bildes Jahre vor dessen Benennung vorantrieb. Seine erste Einzelausstellung, 1921 in Herwarth Waldens Galerie Der Sturm, präsentierte eine Serie von sechzehn Holzstöcken; der bekannteste, Planetenbahnen (Orbits of the Planets), begann als Druckmatrix und wurde zu einer autonomen bemalten Reliefarbeit – ein frühes Beispiel dafür, wie Druck und Platte zu einem einzelnen Objekt verschmolzen. Auf der Ausstellung Konstruktivismus und Suprematismus von 1922 in der Galerie van Diemen, Berlin, kam er in Kontakt mit László Moholy-Nagy, László Péri, Ernő Kállai und El Lissitzky – dem Netzwerk, durch das russischer Konstruktivismus und Suprematismus in das Berlin der Avantgarde Eingang fanden.
Sein Werdegang wurde dann zweimal unterbrochen: Er legte die Malerei 1925 aus wirtschaftlichen Gründen beiseite und durfte ab 1933 von den nationalsozialistischen Behörden nicht mehr malen, erst wieder ab 1945. Diese lange Stille gehört zu den Gründen, warum sein radikales Frühwerk jahrzehntelang so selten kursierte und warum seine Wiederentdeckung vergleichsweise spät erfolgte.
Der ursprüngliche Composition von 1920 befindet sich in der Dauerleihgabe des The Museum of Modern Art, New York (Gouache und Aquarell auf Karton, 33,3 × 28,2 cm; The Riklis Collection of McCrory Corporation, acc. 860.1983) – eine museale Referenz, die dieses Blatt direkt an ein dokumentiertes Werk der frühen deutschen Avantgarde bindet.

