Schale - Majolika - Seltene kompendiärische Aufstellung






Besitzt einen Masterabschluss in Kunstgeschichte mit Schwerpunkt Zweites Französisches Kaiserreich und Goldene Niederlande.
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Seltene Compendiario-Stil Majolika Altaraufsatz aus Emilia-Romagna, Italien, ca. 1550–1600, Durchmesser 26 cm, Höhe 6 cm, Dekor Compendiario.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Rara Aufsatzsühling im kompendiären Stil – „Bianchi di Faenza“, späte XVI. – Anfang XVII. Jh.
Faszinierende und seltene Aufsatzfigur auf niedrigem Ringfuß aus hochwertiger Majolika der hohen Epoche, superbe Ausdrucksform der berühmten Manufaktur der „Bianchi di Faenza“ im vollen kompendiären Stil, datierbar zwischen dem Ende des 16. Jahrhunderts (XVI. Jh.) und den allerersten Jahren des 17. Jahrhunderts (ca. 1595–1610). Das Werk ist vollständig überzogen, sowohl Vorder- als auch Rückseite, von dem typischen milchweißen stannifer Lack-Email, dicht und deckend, der als räumlicher Protagonist gemäß der bekannten späten Renaissance-Stilreform der Faenza gilt. Im Zentrum der Kavette ragt die fein skizzierte Gestalt eines Heiligen hervor, der dem Orden der Dominikaner angehört und mit Sicherheit als San Giacinto d’Onia identifiziert wird (im Jahr 1594 kanonisiert). Der Heilige wird mit seinen unverkennbaren ikonografischen Attributen dargestellt: der Stab mit drei Lilien in der linken Hand und die goldene Hostienbehälter (Kiborium) fest in der rechten Hand, in Erinnerung an das Wunder der Rettung des Heiligsten Sakraments während der Belagerung von Kiew. Die heilige Gestalt und der geometrische Serienkranz, der den Dachrand schmückt, wurden mit großer Hitze in die klassische und maßvolle kompendiäre Farbpalette ausgeführt: schnelle, knappe Pinselstriche mit großer pittorischer Frische in Blau, Safran-/Orangetönen und Umrissen in bräunlichem Mangan.
Zustandsbericht (Condition Report):
Der Gegenstand präsentiert sich in insgesamt noch tragfähigem strukturellem Zustand, vollständig kohärent mit einem Majolika-Objekt von über vier Jahrhunderten Lebensdauer. Wie eindeutig durch die Detailfotos belegt: Am unteren Rand des Daches des Teskes befindet sich eine frühere konservierende Restaurierung mit Ergänzung aus Stuck/ Gips zur Ausbesserung einer Lücke am Lippenrand. Von diesem Punkt geht eine historische Überführung aus, sichtbar sowohl auf der Vorder- als auch auf der Rückseite, die den unteren Plattenbereich vertikal durchläuft; der Riss ist derzeit vollständig stabil.
Rara Aufsatzsühling im kompendiären Stil – „Bianchi di Faenza“, späte XVI. – Anfang XVII. Jh.
Faszinierende und seltene Aufsatzfigur auf niedrigem Ringfuß aus hochwertiger Majolika der hohen Epoche, superbe Ausdrucksform der berühmten Manufaktur der „Bianchi di Faenza“ im vollen kompendiären Stil, datierbar zwischen dem Ende des 16. Jahrhunderts (XVI. Jh.) und den allerersten Jahren des 17. Jahrhunderts (ca. 1595–1610). Das Werk ist vollständig überzogen, sowohl Vorder- als auch Rückseite, von dem typischen milchweißen stannifer Lack-Email, dicht und deckend, der als räumlicher Protagonist gemäß der bekannten späten Renaissance-Stilreform der Faenza gilt. Im Zentrum der Kavette ragt die fein skizzierte Gestalt eines Heiligen hervor, der dem Orden der Dominikaner angehört und mit Sicherheit als San Giacinto d’Onia identifiziert wird (im Jahr 1594 kanonisiert). Der Heilige wird mit seinen unverkennbaren ikonografischen Attributen dargestellt: der Stab mit drei Lilien in der linken Hand und die goldene Hostienbehälter (Kiborium) fest in der rechten Hand, in Erinnerung an das Wunder der Rettung des Heiligsten Sakraments während der Belagerung von Kiew. Die heilige Gestalt und der geometrische Serienkranz, der den Dachrand schmückt, wurden mit großer Hitze in die klassische und maßvolle kompendiäre Farbpalette ausgeführt: schnelle, knappe Pinselstriche mit großer pittorischer Frische in Blau, Safran-/Orangetönen und Umrissen in bräunlichem Mangan.
Zustandsbericht (Condition Report):
Der Gegenstand präsentiert sich in insgesamt noch tragfähigem strukturellem Zustand, vollständig kohärent mit einem Majolika-Objekt von über vier Jahrhunderten Lebensdauer. Wie eindeutig durch die Detailfotos belegt: Am unteren Rand des Daches des Teskes befindet sich eine frühere konservierende Restaurierung mit Ergänzung aus Stuck/ Gips zur Ausbesserung einer Lücke am Lippenrand. Von diesem Punkt geht eine historische Überführung aus, sichtbar sowohl auf der Vorder- als auch auf der Rückseite, die den unteren Plattenbereich vertikal durchläuft; der Riss ist derzeit vollständig stabil.
