Austrian School (XIX), signed "Hauser" - La Tempesta e il Tempo Firmato

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Caterina Maffeis
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La Tempesta e il Tempo, ein Öl auf Leinwand aus dem 19. Jahrhundert, Herkunft: Österreich, signiert 'Hauser' 1875, mit Rahmen verkauft.

KI-gestützte Zusammenfassung

Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung

Rara pittorische Zeugenaussage der technologischen Seekorpertransformation von 1875: Das dargestellte Schiff ist eine Schraubdampfyacht mit Hilfssegelapparat, Symbol der industriellen Revolution auf offener See. Die Leinwand bewahrt die handgravierten römischen Zahlen der Tischler der Epoche für den Zusammenbau im Atelier, was die absolute Integrität des Originalträgers zertifiziert. Akademisch strenge Ausbildung des Malers, noch nicht wiederentdeckt in kommerziellen Kreisen; authentische Erwerbsgelegenheit für den anspruchsvollen Sammler.

Marina · Marine Malerei · Dampfschraubenschiff mit Mischantrieb (Dampf und Segel) auf stürmischer See · Dramatischer Sonnenuntergang · o-o-Unterschiedliche österreichisch-ungarische oder dänische Flagge · Zweites Schiff am Horizont


Die Stur m und die Zeit
Original-Öl auf Leinwand · Signiert "Hauser 1875" · Zentralosteuropäisches Romantikeratelier

Es gibt Bilder, die man sich anschaut.
Und es gibt Bilder, die man liest.
Diese See­ma­le mit der Signatur "Hauser 1875" gehört zur zweiten Kategorie — und wer die Geschichte der Marinebildkunst des 19. Jahrhunderts kennt, versteht es im selben Moment, in dem er sie betrachtet. Nicht, weil sie schockierend ist. Weil sie präzise ist. Und in der Marinekunst ist Präzision kein technisches Detail: Sie ist das unsichtbare Signum dessen, der weiß, wovon er spricht.

DAS MOTIV · Nicht nur ein Segelschiff. Eine historische Zeugenaussage
Der erste Fehler wäre es, ihn einfach als "Schiff in Sturm" zu bezeichnen.
Beim genauen Blick in die Mitte des Rumpfes, jener dunklen Silhouette unter dem Großmast — zeigt sich etwas, das alles verändert: eine schwarze Schornsteinkomponente, aus der eine Rauchfahne steigt. Wir stehen nicht vor einem reinen Segelschiff. Wir stehen vor einem Mischschiff, mit gemischtem Antrieb Dampf-Segel, wahrscheinlich ein Dreimaster mit Hilfsantrieb durch Schraube.
Solche Schiffstypen hatten im 19. Jahrhundert einen Namen: Übergangsgepäckschiff. Und war im Jahr 1875 das modernste Objekt auf den Meeren der Welt.
Im Jahr 1875 dominierten Schiffe mit gemischtem Antrieb aus Segeln und Dampf die Meere, in einer Periode, in der die Anzahl der Dampfboote bereits die der reinen Segelschiffe übertroffen hatte seit 1870, und die Eröffnung des Suezkanals diese irreversible Transformation weiter beschleunigt hatte.
Hauser malte hier kein romantisches Vergangenheitstraum. Er stellte die Gegenwart seiner Zeit dar — eine Gegenwart, die bereits nach Zukunft roch. Ein Schiff, das noch Segel als Erinnerung trug und die Schornstein als Prophetie.

DIE FLAGGE · Ein diplomatisches Dokument in Miniatur
Die maritimen Maler des 19. Jahrhunderts waren vorrangig dokumentarische Augenzeugen. Flaggen waren nie dekorativ: Sie waren die Identität des Schiffes, seine Nationalität, oft auch seine Reederfirma.
Die Flagge am Großmast mit horizontalen Streifen rot-weiß, und einem Symbol in der Ecke, entspricht der Handelsflagge der kaiserlich-österr. Marine, jener Flagge, die auf Handelsschiffen aus Triest wehte, dem großen kaiserlichen Hafen am Adriatischen Meer, dem einzigen Meerzugang zum Meer des Habsburgerreiches.
Im Jahr 1875 war Triest die dritte Stadt des Reiches nach Wien und Budapest. Die österreichische Lloyd, die kaiserliche Reederei, gehörte zu den mächtigsten der Welt. Ihre Schiffe durchzogen die Adria, das Mittelmeer, das Rote Meer und den Indischen Ozean. Aufträge für marine Malerei zu feiern dieser Routen waren häufig, angesehen, gut bezahlt.
Der Signatur "Hauser" mit germanischer Herkunft — und die österreich-ungarische Flagge konvergieren in dieselbe geographische Region: das Reich, sein Hafen, sein stolzes Seekorps.

DAS LICHT · Die Turner-Lektion, filtriert durch die Akademie
Wer die europäische Meeresmalerei des späten 19. Jahrhunderts studiert, erkennt sofort die Lichtstruktur dieses Bildes: ein intensiver Sonnenuntergang, der den Himmel von rechts zerschneidet, Wolken in mürbe-bleiartigen Farben in leuchtende Massen aus Orange und Gold verwandelt.
Dies ist das große Erbe Turners, des englischen Malers, der das Konzept der Marine selbst revolutioniert hatte, indem er den Himmel vom Hintergrund zum absoluten Protagonisten machte. Turner starb 1851, doch seine Einflüsse hatten die Kanäle der Nordsee und die Alpen überquert und drangen mit wachsender Kraft durch die Jahre 60 und 70 in die Akademien von Wien, München und Prag.
Doch Hauser ist nicht Turner. Er ist etwas anderes und Ergänzendes: Seine Palette ist bodenständiger, matter, dunkler. Das Grau-Braun der Wolken oben hat eine fast physische Konsistenz. Die Wellen im Vordergrund werden mit kurzen, übereinander gesetzten Pinselstrichen gebaut — nicht Illusion, sondern Farbarchitektur. Das verrät eine streng akademische Ausbildung, vermutlich an Kunstschulen Zentraleuropas, wo die flämische und holländische Tradition des 17. Jahrhunderts noch lebendig war und als Fundament gelehrt wurde.
Das Ergebnis ist eine seltene Synthese: die dramatische Lichtführung Turnerings mit der technischen Solidität der Kontinentalen Schule.

DIE ZWEITE SCHIFF · Das Detail, das Meister vom Maler unterscheidet
Fast unsichtbar, verschluckt vom grellen Licht des Sonnenuntergangs, am Horizont sieht man eine zweite Schiffslinie.
Dies ist in der hochwertigen Marinemalerei kein Zufall.
In der visuellen Grammatik des Genres hat das zweite Schiff immer eine klare narratologische Funktion: Es ist der Zeuge, die Distanz, die Maßstab. Es schafft eine atmosphärische Tiefe, die keine geometrische Perspektive mit gleicher Natürlichkeit erreichen könnte, weil sie nicht nach Regeln, sondern nach Ton gebaut ist. Das entfernte Schiff wird fast mit denselben Farben wie der Himmel gemalt: Die Unterscheidung ergibt sich nur aus einer geringfügigen Variation des Farbwerts.
Diese Technik verwenden mittelmäßige Maler nicht, weil sie bereit ist, Klarheit zugunsten atmosferischer Wahrheit zu opfern. Hauser tut dies lässig.

DIE LEINWAND IN DER LEHNE · Das stille Archiv
Die Rückseite der Leinwand verdient eine separate Analyse, denn sie erzählt eine parallel Geschichte mit der gleichen Ausdrückskraft wie die Vorderseite.
Das grobes Leinwandgewebe ist gespannt auf einem Originalrahmen aus Nadelholz, vermutlich Fichte, das Holz das in der Werkstatt Europas der Zentralregion im dritten Viertel des 19. Jahrhunderts am häufigsten verwendet wurde. Die Verbindungen sind Zapfen- und Dübelverbindungen, nicht industriell verleimt. Die Nägel sind von Hand eingeschlagen, mit dem typischen unregelmäßigen Kopf der Vorindustriellen Herstellung: Keine Maschine hat sie produziert. Die gleichmäßige Oxidation und die Patina des Holzes belegen 150 Jahre ununterbrochene Geschichte.
Der supreme Detail: Die handgeschnittenen römischen Zahlen in der Holzröhre an den inneren Eckenverbindungen. Es war Praxis der Tischler jener Zeit sicherzustellen, dass die Bretter beim Zusammenbau exakt in der richtigen Reihenfolge ineinander greifen. Es ist kein nebensächliches Detail, es ist ein Echtheitszertifikat, das kein moderner Fälscher reproduziert haben dürfte.

DER ECKSPALT · Eine Biografie im Gold
Der vordere Rahmen — vergoldeter Stuck mit Blattdekor, Muscheln und Zähnchenprofil — ist eine hochwertige Produktion des späten 19. Jahrhunderts, zeitgleich mit dem Werk oder nur wenig später.
Das aussagekräftigste Detail ist die natürliche Craquelure des Rückens: Die Mikrostiche des Goldes an den Holzverbindungen offenbaren, dass Leinwand und Rahmen zusammen die gleichen jahreszeitlichen Expansions- und Kontraktionszyklen durchlaufen haben. Sie wurden nie getrennt, nie ersetzt, nicht modern restauriert. Sie haben die gleiche Luft seit anderthalb Jahrhunderten eingeatmet.

MAßE OHNE RAHMEN: HÖHE: 30X38 CM
MAßE MIT RAHMEN: HÖHE 38X46 CM

WARUM DIESES GEMÄLDE NOCH SPRECHT
Im Jahr 1875, als Hauser diese Leinwand unterzeichnete, dokumentierte er etwas, das für immer zu verschwinden drohte: den exakten Moment, in dem Wind und Dampf auf dem gleichen Rumpf koexistierten. Wenige Jahre später würde die Schornsteine den Mast endgültig ersetzen. Die See, die er malte, existiert nicht mehr — nicht in dieser Form, nicht mit jener Spannung zwischen Alter und Neu.
Kunstexperten suchen genau dies: nicht die generische Schönheit des sturmgepeitschten Meeres, sondern die historische Spezifizität eines bestimmten Moments, festgehalten von jemandem, der es aus erster Hand erlebte.
Hauser wusste nicht, dass er eine epochale Transition dokumentierte. Er malte einfach die Welt, die ihm vor Augen lag.
Und deshalb spricht dieses Bild auch 150 Jahre später noch zu uns.

Einige Marinen schmücken eine Wand.
Diese hier bewahrt einen zweiten Moment von 1875, der nicht zurückkehrt."

Rara pittorische Zeugenaussage der technologischen Seekorpertransformation von 1875: Das dargestellte Schiff ist eine Schraubdampfyacht mit Hilfssegelapparat, Symbol der industriellen Revolution auf offener See. Die Leinwand bewahrt die handgravierten römischen Zahlen der Tischler der Epoche für den Zusammenbau im Atelier, was die absolute Integrität des Originalträgers zertifiziert. Akademisch strenge Ausbildung des Malers, noch nicht wiederentdeckt in kommerziellen Kreisen; authentische Erwerbsgelegenheit für den anspruchsvollen Sammler.

Marina · Marine Malerei · Dampfschraubenschiff mit Mischantrieb (Dampf und Segel) auf stürmischer See · Dramatischer Sonnenuntergang · o-o-Unterschiedliche österreichisch-ungarische oder dänische Flagge · Zweites Schiff am Horizont


Die Stur m und die Zeit
Original-Öl auf Leinwand · Signiert "Hauser 1875" · Zentralosteuropäisches Romantikeratelier

Es gibt Bilder, die man sich anschaut.
Und es gibt Bilder, die man liest.
Diese See­ma­le mit der Signatur "Hauser 1875" gehört zur zweiten Kategorie — und wer die Geschichte der Marinebildkunst des 19. Jahrhunderts kennt, versteht es im selben Moment, in dem er sie betrachtet. Nicht, weil sie schockierend ist. Weil sie präzise ist. Und in der Marinekunst ist Präzision kein technisches Detail: Sie ist das unsichtbare Signum dessen, der weiß, wovon er spricht.

DAS MOTIV · Nicht nur ein Segelschiff. Eine historische Zeugenaussage
Der erste Fehler wäre es, ihn einfach als "Schiff in Sturm" zu bezeichnen.
Beim genauen Blick in die Mitte des Rumpfes, jener dunklen Silhouette unter dem Großmast — zeigt sich etwas, das alles verändert: eine schwarze Schornsteinkomponente, aus der eine Rauchfahne steigt. Wir stehen nicht vor einem reinen Segelschiff. Wir stehen vor einem Mischschiff, mit gemischtem Antrieb Dampf-Segel, wahrscheinlich ein Dreimaster mit Hilfsantrieb durch Schraube.
Solche Schiffstypen hatten im 19. Jahrhundert einen Namen: Übergangsgepäckschiff. Und war im Jahr 1875 das modernste Objekt auf den Meeren der Welt.
Im Jahr 1875 dominierten Schiffe mit gemischtem Antrieb aus Segeln und Dampf die Meere, in einer Periode, in der die Anzahl der Dampfboote bereits die der reinen Segelschiffe übertroffen hatte seit 1870, und die Eröffnung des Suezkanals diese irreversible Transformation weiter beschleunigt hatte.
Hauser malte hier kein romantisches Vergangenheitstraum. Er stellte die Gegenwart seiner Zeit dar — eine Gegenwart, die bereits nach Zukunft roch. Ein Schiff, das noch Segel als Erinnerung trug und die Schornstein als Prophetie.

DIE FLAGGE · Ein diplomatisches Dokument in Miniatur
Die maritimen Maler des 19. Jahrhunderts waren vorrangig dokumentarische Augenzeugen. Flaggen waren nie dekorativ: Sie waren die Identität des Schiffes, seine Nationalität, oft auch seine Reederfirma.
Die Flagge am Großmast mit horizontalen Streifen rot-weiß, und einem Symbol in der Ecke, entspricht der Handelsflagge der kaiserlich-österr. Marine, jener Flagge, die auf Handelsschiffen aus Triest wehte, dem großen kaiserlichen Hafen am Adriatischen Meer, dem einzigen Meerzugang zum Meer des Habsburgerreiches.
Im Jahr 1875 war Triest die dritte Stadt des Reiches nach Wien und Budapest. Die österreichische Lloyd, die kaiserliche Reederei, gehörte zu den mächtigsten der Welt. Ihre Schiffe durchzogen die Adria, das Mittelmeer, das Rote Meer und den Indischen Ozean. Aufträge für marine Malerei zu feiern dieser Routen waren häufig, angesehen, gut bezahlt.
Der Signatur "Hauser" mit germanischer Herkunft — und die österreich-ungarische Flagge konvergieren in dieselbe geographische Region: das Reich, sein Hafen, sein stolzes Seekorps.

DAS LICHT · Die Turner-Lektion, filtriert durch die Akademie
Wer die europäische Meeresmalerei des späten 19. Jahrhunderts studiert, erkennt sofort die Lichtstruktur dieses Bildes: ein intensiver Sonnenuntergang, der den Himmel von rechts zerschneidet, Wolken in mürbe-bleiartigen Farben in leuchtende Massen aus Orange und Gold verwandelt.
Dies ist das große Erbe Turners, des englischen Malers, der das Konzept der Marine selbst revolutioniert hatte, indem er den Himmel vom Hintergrund zum absoluten Protagonisten machte. Turner starb 1851, doch seine Einflüsse hatten die Kanäle der Nordsee und die Alpen überquert und drangen mit wachsender Kraft durch die Jahre 60 und 70 in die Akademien von Wien, München und Prag.
Doch Hauser ist nicht Turner. Er ist etwas anderes und Ergänzendes: Seine Palette ist bodenständiger, matter, dunkler. Das Grau-Braun der Wolken oben hat eine fast physische Konsistenz. Die Wellen im Vordergrund werden mit kurzen, übereinander gesetzten Pinselstrichen gebaut — nicht Illusion, sondern Farbarchitektur. Das verrät eine streng akademische Ausbildung, vermutlich an Kunstschulen Zentraleuropas, wo die flämische und holländische Tradition des 17. Jahrhunderts noch lebendig war und als Fundament gelehrt wurde.
Das Ergebnis ist eine seltene Synthese: die dramatische Lichtführung Turnerings mit der technischen Solidität der Kontinentalen Schule.

DIE ZWEITE SCHIFF · Das Detail, das Meister vom Maler unterscheidet
Fast unsichtbar, verschluckt vom grellen Licht des Sonnenuntergangs, am Horizont sieht man eine zweite Schiffslinie.
Dies ist in der hochwertigen Marinemalerei kein Zufall.
In der visuellen Grammatik des Genres hat das zweite Schiff immer eine klare narratologische Funktion: Es ist der Zeuge, die Distanz, die Maßstab. Es schafft eine atmosphärische Tiefe, die keine geometrische Perspektive mit gleicher Natürlichkeit erreichen könnte, weil sie nicht nach Regeln, sondern nach Ton gebaut ist. Das entfernte Schiff wird fast mit denselben Farben wie der Himmel gemalt: Die Unterscheidung ergibt sich nur aus einer geringfügigen Variation des Farbwerts.
Diese Technik verwenden mittelmäßige Maler nicht, weil sie bereit ist, Klarheit zugunsten atmosferischer Wahrheit zu opfern. Hauser tut dies lässig.

DIE LEINWAND IN DER LEHNE · Das stille Archiv
Die Rückseite der Leinwand verdient eine separate Analyse, denn sie erzählt eine parallel Geschichte mit der gleichen Ausdrückskraft wie die Vorderseite.
Das grobes Leinwandgewebe ist gespannt auf einem Originalrahmen aus Nadelholz, vermutlich Fichte, das Holz das in der Werkstatt Europas der Zentralregion im dritten Viertel des 19. Jahrhunderts am häufigsten verwendet wurde. Die Verbindungen sind Zapfen- und Dübelverbindungen, nicht industriell verleimt. Die Nägel sind von Hand eingeschlagen, mit dem typischen unregelmäßigen Kopf der Vorindustriellen Herstellung: Keine Maschine hat sie produziert. Die gleichmäßige Oxidation und die Patina des Holzes belegen 150 Jahre ununterbrochene Geschichte.
Der supreme Detail: Die handgeschnittenen römischen Zahlen in der Holzröhre an den inneren Eckenverbindungen. Es war Praxis der Tischler jener Zeit sicherzustellen, dass die Bretter beim Zusammenbau exakt in der richtigen Reihenfolge ineinander greifen. Es ist kein nebensächliches Detail, es ist ein Echtheitszertifikat, das kein moderner Fälscher reproduziert haben dürfte.

DER ECKSPALT · Eine Biografie im Gold
Der vordere Rahmen — vergoldeter Stuck mit Blattdekor, Muscheln und Zähnchenprofil — ist eine hochwertige Produktion des späten 19. Jahrhunderts, zeitgleich mit dem Werk oder nur wenig später.
Das aussagekräftigste Detail ist die natürliche Craquelure des Rückens: Die Mikrostiche des Goldes an den Holzverbindungen offenbaren, dass Leinwand und Rahmen zusammen die gleichen jahreszeitlichen Expansions- und Kontraktionszyklen durchlaufen haben. Sie wurden nie getrennt, nie ersetzt, nicht modern restauriert. Sie haben die gleiche Luft seit anderthalb Jahrhunderten eingeatmet.

MAßE OHNE RAHMEN: HÖHE: 30X38 CM
MAßE MIT RAHMEN: HÖHE 38X46 CM

WARUM DIESES GEMÄLDE NOCH SPRECHT
Im Jahr 1875, als Hauser diese Leinwand unterzeichnete, dokumentierte er etwas, das für immer zu verschwinden drohte: den exakten Moment, in dem Wind und Dampf auf dem gleichen Rumpf koexistierten. Wenige Jahre später würde die Schornsteine den Mast endgültig ersetzen. Die See, die er malte, existiert nicht mehr — nicht in dieser Form, nicht mit jener Spannung zwischen Alter und Neu.
Kunstexperten suchen genau dies: nicht die generische Schönheit des sturmgepeitschten Meeres, sondern die historische Spezifizität eines bestimmten Moments, festgehalten von jemandem, der es aus erster Hand erlebte.
Hauser wusste nicht, dass er eine epochale Transition dokumentierte. Er malte einfach die Welt, die ihm vor Augen lag.
Und deshalb spricht dieses Bild auch 150 Jahre später noch zu uns.

Einige Marinen schmücken eine Wand.
Diese hier bewahrt einen zweiten Moment von 1875, der nicht zurückkehrt."

Details

Künstler
Austrian School (XIX), signed "Hauser"
Angeboten mit Rahmen
Ja
Verkauft von
Eigentümer oder Wiederverkäufer
Titel des Kunstwerks
La Tempesta e il Tempo Firmato
Technik
Ölgemälde
Signatur
Handsigniert
Herkunftsland
Österreich
Jahr
1875
Zustand
Angemessener Zustand
Höhe
38 cm
Breite
46 cm
Darstellung/Thema
Meereslandschaft
Stil
Romantik
Periode
19. Jahrhundert
ItalienVerifiziert
Privat

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