Simone Cantarini (1612-1648) - Venere e Adone

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David Elberg
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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung

VENUS UND ADONIS

"Venere e Adone", Aquatintagravur auf ragiertem Papier, 11,8 x 17,4 cm, dünne Ränder über dem Kreuz, ca. 1639, Spuren von Wasserzeichen.

Das Werk inszeniert den gleichnamigen mythologischen Epik, indem es in eine Atmosphäre von rührender Zartheit getaucht wird. Im Zentrum der Komposition, eingehüllt in eine waldbestimmte Landschaft, gezeichnet durch geschwungene Stämme, wird die Göttin Venus fast von hinten dargestellt, sanft auf einem Abhang ruhend. Mit einer von Leidenschaft getragenen Geste streckt sich die Frau aus, um ihren Geliebten Adonis zu umklammern, als wolle sie ihn vor seinem unausweichlichen und tragischen Schicksal festhalten. Der junge Mann, von einem skulpturalen Körper, aber mit einer melancholischen und nachgiebigen Haltung, stimmt die Umarmung zu, während ein kleiner geflügelter Amor unten rechts dynamisch eingreift und sich an sein Bein klammert. Die Szene, die trotz eines epischen Themas einen Moment tiefer Intimität und affektiven Schwebezustandes einfängt.

Aus technischer und kompositorischer Sicht drückt die Platte die maximale Innovationskraft der Cantarinische Grafik aus. Indem er die strengen und schweren formalen Gravuren seines Zeitgenossen ablegt, wählt der Künstler hier eine fließende, nervöse und außerordentlich freie Signatur. Die Strichelung, teils versehen, teils gedrängt, dient nicht nur dazu, die Volumen der Figuren hervorzuheben, sondern vor allem dazu, das Licht zum Schwingen zu bringen und die Szene zu überfluten. Den Weißraum des Papiers mit unübertroffener Eleganz nutzend, gelingt es Cantarini, die Körper und die Landschaft mit einer unglaublichen Sparsamkeit der Mittel zu modellieren und dem Betrachter die Unmittelbarkeit, Frische und Energie eines Freihandskizzen zu vermitteln.

Dieses Werk repräsentiert einen absoluten Höhepunkt in der Produktion von Simone Cantarini, dem "Pesarese", und verkörpert exakt seine eigenständige Poetik. Ausgehend vom in der Bologna-Werkstatt von Guido Reni erlernten Klassizismus entkleidet der Künstler seine Götter der kalten akademischen Perfektion, um ihnen einen intimen, doméstik und von zärtlicher Melancholie geprägten Naturalismus zu verleihen. Die Protagonisten des Mythos werden so zu zutiefst menschlichen und verletzlichen Figuren. Gerade diese bemerkenswerte Synthese aus emotionaler Erfindung und technischer Genialität, deutlich zu sehen auf diesem außerordentlich begehrten Blatt, hat Cantarini zu einem der größten Aquatintisten des europäischen 17. Jahrhunderts gemacht, dessen Werke heute Stolz der exklusivsten privaten Sammlungen und renommierter internationaler Institutionen wie dem Metropolitan, dem Louvre und den Uffizien sind.

AUTOR

Simone Cantarini, bekannt als der "Pesarese" (1612–1648), bildete sich in den Marken aus, bevor er in Bologna in Guido Rennis Werkstatt aufgenommen wurde. Obwohl er den Klassizismus des Meisters aufnahm, entwickelte er eine völlig eigenständige Poetik, die seine subjects von der kalten Perfektion befreite und einen intimen, domestischen Naturalismus mit zarter Melancholie hervorbrachte, der seine Motive zutiefst menschlich erscheinen ließ.

Der absolute Höhepunkt seiner Kunst liegt dennoch im Kupferstich, ein Bereich, in dem er sich als einer der größten und innovativsten Aquatinter des europäischen 17. Jahrhunderts durchsetzte. Seine grafische Technik verwarf die strengen Formalismen der Epoche zugunsten eines fließenden, nervösen Zeichens mit außergewöhnlicher Freiheit. Mit einem leichten, vibrierenden Strich vermochte Cantarini, das Licht auf dem weißen Blatt zum Erzittern zu bringen und die Unmittelbarkeit und Frische des Freihandskizzen mit einer unvergleichlichen Eleganz und sparsamer Mittel darzustellen.

Die Genialität seiner Platten und Gemälde macht ihn heute zum Protagonisten der weltweit renommiertesten Kunstsammlungen. Seine Werke und seine äußerst begehrten Blätter sind in Institutionen wie dem Louvre, dem Prado, dem Metropolitan, den Uffizien, der Albertina in Wien und dem British Museum bewahrt und ebenso in den exklusivsten internationalen Privatsammlungen sorgfältig aufbewahrt.

ZUSTANDSBEZEICHNUNG

Guter Allgemeinzustand. Frische Abdrücke, dünne Ränder über dem Profil.

Der Druck wird mit Passepartout angeboten, an dessen Oberrand mit kleinen Stücken Klebeband (professionell für Gravuren und leicht entfernbar) befestigt ist.

Verfolgte und versicherte Versendung mit angemessenem Verpackungsmaterial.

VENUS UND ADONIS

"Venere e Adone", Aquatintagravur auf ragiertem Papier, 11,8 x 17,4 cm, dünne Ränder über dem Kreuz, ca. 1639, Spuren von Wasserzeichen.

Das Werk inszeniert den gleichnamigen mythologischen Epik, indem es in eine Atmosphäre von rührender Zartheit getaucht wird. Im Zentrum der Komposition, eingehüllt in eine waldbestimmte Landschaft, gezeichnet durch geschwungene Stämme, wird die Göttin Venus fast von hinten dargestellt, sanft auf einem Abhang ruhend. Mit einer von Leidenschaft getragenen Geste streckt sich die Frau aus, um ihren Geliebten Adonis zu umklammern, als wolle sie ihn vor seinem unausweichlichen und tragischen Schicksal festhalten. Der junge Mann, von einem skulpturalen Körper, aber mit einer melancholischen und nachgiebigen Haltung, stimmt die Umarmung zu, während ein kleiner geflügelter Amor unten rechts dynamisch eingreift und sich an sein Bein klammert. Die Szene, die trotz eines epischen Themas einen Moment tiefer Intimität und affektiven Schwebezustandes einfängt.

Aus technischer und kompositorischer Sicht drückt die Platte die maximale Innovationskraft der Cantarinische Grafik aus. Indem er die strengen und schweren formalen Gravuren seines Zeitgenossen ablegt, wählt der Künstler hier eine fließende, nervöse und außerordentlich freie Signatur. Die Strichelung, teils versehen, teils gedrängt, dient nicht nur dazu, die Volumen der Figuren hervorzuheben, sondern vor allem dazu, das Licht zum Schwingen zu bringen und die Szene zu überfluten. Den Weißraum des Papiers mit unübertroffener Eleganz nutzend, gelingt es Cantarini, die Körper und die Landschaft mit einer unglaublichen Sparsamkeit der Mittel zu modellieren und dem Betrachter die Unmittelbarkeit, Frische und Energie eines Freihandskizzen zu vermitteln.

Dieses Werk repräsentiert einen absoluten Höhepunkt in der Produktion von Simone Cantarini, dem "Pesarese", und verkörpert exakt seine eigenständige Poetik. Ausgehend vom in der Bologna-Werkstatt von Guido Reni erlernten Klassizismus entkleidet der Künstler seine Götter der kalten akademischen Perfektion, um ihnen einen intimen, doméstik und von zärtlicher Melancholie geprägten Naturalismus zu verleihen. Die Protagonisten des Mythos werden so zu zutiefst menschlichen und verletzlichen Figuren. Gerade diese bemerkenswerte Synthese aus emotionaler Erfindung und technischer Genialität, deutlich zu sehen auf diesem außerordentlich begehrten Blatt, hat Cantarini zu einem der größten Aquatintisten des europäischen 17. Jahrhunderts gemacht, dessen Werke heute Stolz der exklusivsten privaten Sammlungen und renommierter internationaler Institutionen wie dem Metropolitan, dem Louvre und den Uffizien sind.

AUTOR

Simone Cantarini, bekannt als der "Pesarese" (1612–1648), bildete sich in den Marken aus, bevor er in Bologna in Guido Rennis Werkstatt aufgenommen wurde. Obwohl er den Klassizismus des Meisters aufnahm, entwickelte er eine völlig eigenständige Poetik, die seine subjects von der kalten Perfektion befreite und einen intimen, domestischen Naturalismus mit zarter Melancholie hervorbrachte, der seine Motive zutiefst menschlich erscheinen ließ.

Der absolute Höhepunkt seiner Kunst liegt dennoch im Kupferstich, ein Bereich, in dem er sich als einer der größten und innovativsten Aquatinter des europäischen 17. Jahrhunderts durchsetzte. Seine grafische Technik verwarf die strengen Formalismen der Epoche zugunsten eines fließenden, nervösen Zeichens mit außergewöhnlicher Freiheit. Mit einem leichten, vibrierenden Strich vermochte Cantarini, das Licht auf dem weißen Blatt zum Erzittern zu bringen und die Unmittelbarkeit und Frische des Freihandskizzen mit einer unvergleichlichen Eleganz und sparsamer Mittel darzustellen.

Die Genialität seiner Platten und Gemälde macht ihn heute zum Protagonisten der weltweit renommiertesten Kunstsammlungen. Seine Werke und seine äußerst begehrten Blätter sind in Institutionen wie dem Louvre, dem Prado, dem Metropolitan, den Uffizien, der Albertina in Wien und dem British Museum bewahrt und ebenso in den exklusivsten internationalen Privatsammlungen sorgfältig aufbewahrt.

ZUSTANDSBEZEICHNUNG

Guter Allgemeinzustand. Frische Abdrücke, dünne Ränder über dem Profil.

Der Druck wird mit Passepartout angeboten, an dessen Oberrand mit kleinen Stücken Klebeband (professionell für Gravuren und leicht entfernbar) befestigt ist.

Verfolgte und versicherte Versendung mit angemessenem Verpackungsmaterial.

Details

Künstler
Simone Cantarini (1612-1648)
Verkauft von
Galerie
Titel des Kunstwerks
Venere e Adone
Technik
Radierung
Signatur
Nicht signiert
Herkunftsland
Italien
Zustand
Guter Zustand
Höhe
11,8 cm
Breite
17,4 cm
Darstellung/Thema
Mythologie
Stil
Barock
Periode
17. Jahrhundert
Angeboten mit Rahmen
Nein
Verkauft von
ItalienVerifiziert
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Verkaufte Objekte
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