Antoine d'Agata - Position(s) - 2012





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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Ein Tagebuch, das in der dritten Person geschrieben ist und den unaufhaltsamen Weg der Leere von der Leere zur Leere in Antoine d’Agatas künstlerischer Arbeit nachzeichnet. Eine literarische und fotografische Erfahrung, in der das Schreiben, mal beschreibend, mal poetisch, sich mit dem Bild zu einer narrativen Kontinuität verwebt. Eine Form des Widerstands des Fotografen, der durch eine intime Teilnahme an seinem Material, eine totale Superposition von Kunst und Leben, sich seiner Verschwindung nähert und der Auslöschung des Subjekts im Neutralen des Bildes zustreibt.
Antoine d’Agata wurde am 19. November 1961 in Marseille geboren. Schon mit 17 Jahren unterbricht er sein Studium, um in der Welt der Nacht zu leben. Zwölf Jahre lang lebt und reist er durch rund zwanzig Länder. Als er 1991 in New York zu Gast ist und ohne fotografische Vorkenntnisse, meldet er sich am International Center of Photography an, wo er bei Nan Goldin und Larry Clark studiert. 1993 lässt er sich in Frankreich nieder, arbeitet als Maurer und unterbricht seine fotografische Praxis bis 1997. 1998 erscheint sein erster Band Mala Noche. Im folgenden Jahr tritt er der Galerie Vu bei, die von Christian Caujolle gerade gegründet wurde. 2001 erhält er den Niépce-Preis. Im September 2003 wird in Paris die Ausstellung 1001 Nuits eröffnet, begleitet von der Veröffentlichung zweier Bände, Vortex und Insomnia. 2004 tritt er der Magnum-Agentur bei, veröffentlicht sein fünftes Buch Stigma und dreht seinen ersten Kurzfilm El Cielo del muerto. 2006 dreht der Fotograf seinen zweiten Film Aka Ana in Tokio, sein letzter Langfilm von vier Stunden, White Noise, der die Stimmen von 24 Frauen sammelt. Antoine d’Agata hat unter anderem 2013 den Preis für das Fotobuch der Rencontres Internationales de la Photographie d’Arles für das Werk Anticorps gewonnen, das im selben Jahr im Rahmen einer bedeutenden Ausstellung im Bal in Paris veröffentlicht wurde. Das Werk von Antoine d’Agata lässt sich lesen als Erkundung der zeitgenössischen Gewalt in zwei unterschiedlichen Perspektiven: Die Gewalt des Tages bzw. wirtschaftliche und politische Gewalt (Migration, Flüchtlinge, Armut und Krieg) und die Gewalt der Nacht bzw. Gewalt, die von durch Armut marginalisierten sozialen Gruppen erzeugt wird (Überleben durch Kriminalität, Drogenabhängigkeit, sexueller Exzess).
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Ein Tagebuch, das in der dritten Person geschrieben ist und den unaufhaltsamen Weg der Leere von der Leere zur Leere in Antoine d’Agatas künstlerischer Arbeit nachzeichnet. Eine literarische und fotografische Erfahrung, in der das Schreiben, mal beschreibend, mal poetisch, sich mit dem Bild zu einer narrativen Kontinuität verwebt. Eine Form des Widerstands des Fotografen, der durch eine intime Teilnahme an seinem Material, eine totale Superposition von Kunst und Leben, sich seiner Verschwindung nähert und der Auslöschung des Subjekts im Neutralen des Bildes zustreibt.
Antoine d’Agata wurde am 19. November 1961 in Marseille geboren. Schon mit 17 Jahren unterbricht er sein Studium, um in der Welt der Nacht zu leben. Zwölf Jahre lang lebt und reist er durch rund zwanzig Länder. Als er 1991 in New York zu Gast ist und ohne fotografische Vorkenntnisse, meldet er sich am International Center of Photography an, wo er bei Nan Goldin und Larry Clark studiert. 1993 lässt er sich in Frankreich nieder, arbeitet als Maurer und unterbricht seine fotografische Praxis bis 1997. 1998 erscheint sein erster Band Mala Noche. Im folgenden Jahr tritt er der Galerie Vu bei, die von Christian Caujolle gerade gegründet wurde. 2001 erhält er den Niépce-Preis. Im September 2003 wird in Paris die Ausstellung 1001 Nuits eröffnet, begleitet von der Veröffentlichung zweier Bände, Vortex und Insomnia. 2004 tritt er der Magnum-Agentur bei, veröffentlicht sein fünftes Buch Stigma und dreht seinen ersten Kurzfilm El Cielo del muerto. 2006 dreht der Fotograf seinen zweiten Film Aka Ana in Tokio, sein letzter Langfilm von vier Stunden, White Noise, der die Stimmen von 24 Frauen sammelt. Antoine d’Agata hat unter anderem 2013 den Preis für das Fotobuch der Rencontres Internationales de la Photographie d’Arles für das Werk Anticorps gewonnen, das im selben Jahr im Rahmen einer bedeutenden Ausstellung im Bal in Paris veröffentlicht wurde. Das Werk von Antoine d’Agata lässt sich lesen als Erkundung der zeitgenössischen Gewalt in zwei unterschiedlichen Perspektiven: Die Gewalt des Tages bzw. wirtschaftliche und politische Gewalt (Migration, Flüchtlinge, Armut und Krieg) und die Gewalt der Nacht bzw. Gewalt, die von durch Armut marginalisierten sozialen Gruppen erzeugt wird (Überleben durch Kriminalität, Drogenabhängigkeit, sexueller Exzess).
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