Susan Lipper - Grapevine - 1994





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Grapevine von Susan Lipper, Erstausgabe 1994, CornerHouse, Hardcover mit Schutzumschlag, 112 Seiten, Englisch, Format 33 × 28,5 cm, in sehr gutem Zustand.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Susan Lippers Grapevine (1994) steht heute als eines der begehrtesten und am meisten verehrten Fotobücher unter Sammlern da, weithin anerkannt als ein seltener und kompromissloser Meisterwerk, das in der Geschichte der zeitgenössischen Fotografie weiterhin an Mythos und Wert zunimmt.
Entstanden über mehrere Jahre in einer kleinen Appalachen-Gemeinde in West Virginia, bewegt sich Grapevine über die Konventionen der traditionellen Dokumentarfotografie hinaus. Anstatt Distanz zu wahren, taucht Lipper in das Leben ihrer Subjekte ein und konstruiert so etwas, das als subjektive Form des Dokumentarischen verstanden werden kann, in der Realität und Fiktion zu etwas deutlich Psychologisch Schichtalem verschmelzen.
Die Fotos sind roh, intim und oft verstörend. In Schwarzweiß arbeitend, fängt Lipper Momente ein, die zwischen Zärtlichkeit und Spannung oszillieren und eine Welt offenbaren, geformt von Armut, Isolation und tief verwurzelten sozialen Dynamiken. Was die Arbeit besonders kraftvoll macht, ist die aktive Rolle der Subjekte, die zu scheinen, in die Entstehung ihres eigenen Bildes zu kooperieren. Sie existieren nicht einfach vor der Kamera, sondern performen Versionen von sich selbst, die sich gleichzeitig authentisch und inszeniert anfühlen.
Die Sequenzierung des Buches schafft eine dichte und teils klaustrophobische Atmosphäre. Innenräume, Außenszenen und symbolische Gesten summieren sich zu einer fragmentierten, doch emotional kohärenten Erzählung. Das Ergebnis ist weniger eine lineare Geschichte als eine psychologische Landschaft, geprägt von Mehrdeutigkeit, Verletzlichkeit und einem Unterton von Unruhe. Lipper widersteht einfachen Stereotypen und bietet stattdessen eine komplexe und zutiefst menschliche Darstellung, die konventionelle Darstellungen des ländlichen Amerikas in Frage stellt.
Als Fotobuch-Objekt hat Grapevine einen beinahe legendären Status erreicht. Seine Knappheit, insbesondere in frühen und limitierten Ausgaben, hat es unter Sammlern außerordentlich begehrt gemacht und es auf das Niveau eines Kultobjekts innerhalb der Fotobuch-Welt gehoben. Diese Seltenheit, verbunden mit seinem künstlerischen Anspruch und seinem nachhaltigen Einfluss, bestärkt seine Stellung als Fundament der zeitgenössischen fotografischen Praxis.
Letztlich ist Grapevine nicht nur ein Dokument eines bestimmten Ortes und einer bestimmten Zeit, sondern eine tiefgreifende Reflexion über Repräsentation, Autorenschaft und die fragilen Grenzen zwischen Wahrheit und Fiktion. Seine Intensität, Originalität und bleibende Wirkung festigen es als Meisterwerk der Fotobuch-Form.
Der Verkäufer stellt sich vor
Susan Lippers Grapevine (1994) steht heute als eines der begehrtesten und am meisten verehrten Fotobücher unter Sammlern da, weithin anerkannt als ein seltener und kompromissloser Meisterwerk, das in der Geschichte der zeitgenössischen Fotografie weiterhin an Mythos und Wert zunimmt.
Entstanden über mehrere Jahre in einer kleinen Appalachen-Gemeinde in West Virginia, bewegt sich Grapevine über die Konventionen der traditionellen Dokumentarfotografie hinaus. Anstatt Distanz zu wahren, taucht Lipper in das Leben ihrer Subjekte ein und konstruiert so etwas, das als subjektive Form des Dokumentarischen verstanden werden kann, in der Realität und Fiktion zu etwas deutlich Psychologisch Schichtalem verschmelzen.
Die Fotos sind roh, intim und oft verstörend. In Schwarzweiß arbeitend, fängt Lipper Momente ein, die zwischen Zärtlichkeit und Spannung oszillieren und eine Welt offenbaren, geformt von Armut, Isolation und tief verwurzelten sozialen Dynamiken. Was die Arbeit besonders kraftvoll macht, ist die aktive Rolle der Subjekte, die zu scheinen, in die Entstehung ihres eigenen Bildes zu kooperieren. Sie existieren nicht einfach vor der Kamera, sondern performen Versionen von sich selbst, die sich gleichzeitig authentisch und inszeniert anfühlen.
Die Sequenzierung des Buches schafft eine dichte und teils klaustrophobische Atmosphäre. Innenräume, Außenszenen und symbolische Gesten summieren sich zu einer fragmentierten, doch emotional kohärenten Erzählung. Das Ergebnis ist weniger eine lineare Geschichte als eine psychologische Landschaft, geprägt von Mehrdeutigkeit, Verletzlichkeit und einem Unterton von Unruhe. Lipper widersteht einfachen Stereotypen und bietet stattdessen eine komplexe und zutiefst menschliche Darstellung, die konventionelle Darstellungen des ländlichen Amerikas in Frage stellt.
Als Fotobuch-Objekt hat Grapevine einen beinahe legendären Status erreicht. Seine Knappheit, insbesondere in frühen und limitierten Ausgaben, hat es unter Sammlern außerordentlich begehrt gemacht und es auf das Niveau eines Kultobjekts innerhalb der Fotobuch-Welt gehoben. Diese Seltenheit, verbunden mit seinem künstlerischen Anspruch und seinem nachhaltigen Einfluss, bestärkt seine Stellung als Fundament der zeitgenössischen fotografischen Praxis.
Letztlich ist Grapevine nicht nur ein Dokument eines bestimmten Ortes und einer bestimmten Zeit, sondern eine tiefgreifende Reflexion über Repräsentation, Autorenschaft und die fragilen Grenzen zwischen Wahrheit und Fiktion. Seine Intensität, Originalität und bleibende Wirkung festigen es als Meisterwerk der Fotobuch-Form.

