Klaus vom Bruch (1952) - Götterdämmerung





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Klaus vom Bruchs Götterdämmerung (1992) ist ein handunterschriebenes, limitierte Edition von 50 Kunstwerk, 13 cm hoch und 10 cm breit, wiegt 1 kg, hergestellt in Deutschland aus Gummi mit einer verchromten Messingantenne, konzeptuelle Kunst mit Mischtechnik, produziert in den 1990er Jahren, verkauft mit Rahmen durch Gallery und in exzellentem Zustand.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Klaus vom Bruch: Kleine Götterdämmerung, 1992
Gummiobjekt mit verchromter Messingantenne. Ca. 10 × 10 × 13 cm. Auflage von 50.
Eine handgroße Gummiblase mit einer polierten Messingantenne, die aus ihr herausragt. Das Objekt hat die Silhouette eines Senders — eine Basis und einen Mast, die elementare Form jedes Radios, jeder Radarstation, jedes Feldgeräts — reduziert auf den Punkt, an dem nichts mehr bleibt als die Geste der Übertragung. Woraus es besteht widerspricht dem, was es zu sein scheint: Gummi ist das Material der Isolierung und Dämpfung, die Substanz, die dazu dient, Signale zu absorbieren, statt sie auszusenden. Die Antenne sitzt in einem Körper, der nicht senden kann.
Der Titel trägt dieselbe doppelte Kante. Wagners Götterdämmerung ist das Brennen Valhallas, das Ende einer Ordnung, die sich selbst als ewig glaubte — und bis 1992 längst zum Standarddeutschkreuzer für jeden Zusammenbruch eines Systems geworden war. Klaus vom Bruch baute sein Werk aus der Bildsprache des Kalten Krieges: militärische Filmmaterialien, Flugzeuge, Radarschirme, die technologische Apparatur, durch die die beiden Blöcke einander beobachteten und ihre eigenen Bevölkerungen ansprachen. Seine Videoaufnahmen der späten 1970er und 1980er Jahre schneideten dieses gefundenes Material in kurze, obsessive Schleifen, oft mit dem Gesicht des Künstlers selbst in den Schnitt eingefügt, sodass der Betrachter die Übertragungstechnik zugleich mit der Übertragung selbst sieht.
Geboren drei Jahre nach dem Fall der Mauer und ein Jahr nach der Auflösung der Sowjetunion — und im unmittelbaren Nachklang der ersten Kriegsübertragung als radar- und kameraspektakuläre Live-Show — hält dieses kleine Objekt eben jene Gesamtausstattung in der Handfläche. Der Sender ist zu einem Briefbeschwerer geworden; der Abendstern der Götter ist zu einem Schreibtischobjekt geworden. Es ist ein Witz mit sehr kaltem Kern, der charakteristisch für vom Bruch ist: Der Punkt ist niemals Nostalgie für den Kalten Krieg, sondern die Beobachtung, dass die Medieninfrastruktur die Ideologien, denen sie diente, überlebt hat.
Klaus vom Bruch (geb. 1952 in Köln) studierte von 1975 bis 1976 am California Institute of the Arts bei John Baldessari und Bruce Nauman und studierte anschließend bis 1981 Philosophie, Kunstgeschichte und Egyptologie an der Universität zu Köln. Er produzierte seine ersten Videobänder 1975 und wurde neben Marcel Odenbach und Ulrike Rosenbach eine der maßgeblichen Figuren der ersten Generation German Video Art, deren Zentrum in jenen Jahren Köln war. [Füge hier zwei oder drei verifizierte Ausstellungen und Sammlungen hinzu — siehe Hinweis unten.]
Unterschrieben und nummeriert von innen aus einer Auflage von 50.
Zustand: gut
Provenienz: Edition Helga Maria Klosterfelde
Der Verkäufer stellt sich vor
Klaus vom Bruch: Kleine Götterdämmerung, 1992
Gummiobjekt mit verchromter Messingantenne. Ca. 10 × 10 × 13 cm. Auflage von 50.
Eine handgroße Gummiblase mit einer polierten Messingantenne, die aus ihr herausragt. Das Objekt hat die Silhouette eines Senders — eine Basis und einen Mast, die elementare Form jedes Radios, jeder Radarstation, jedes Feldgeräts — reduziert auf den Punkt, an dem nichts mehr bleibt als die Geste der Übertragung. Woraus es besteht widerspricht dem, was es zu sein scheint: Gummi ist das Material der Isolierung und Dämpfung, die Substanz, die dazu dient, Signale zu absorbieren, statt sie auszusenden. Die Antenne sitzt in einem Körper, der nicht senden kann.
Der Titel trägt dieselbe doppelte Kante. Wagners Götterdämmerung ist das Brennen Valhallas, das Ende einer Ordnung, die sich selbst als ewig glaubte — und bis 1992 längst zum Standarddeutschkreuzer für jeden Zusammenbruch eines Systems geworden war. Klaus vom Bruch baute sein Werk aus der Bildsprache des Kalten Krieges: militärische Filmmaterialien, Flugzeuge, Radarschirme, die technologische Apparatur, durch die die beiden Blöcke einander beobachteten und ihre eigenen Bevölkerungen ansprachen. Seine Videoaufnahmen der späten 1970er und 1980er Jahre schneideten dieses gefundenes Material in kurze, obsessive Schleifen, oft mit dem Gesicht des Künstlers selbst in den Schnitt eingefügt, sodass der Betrachter die Übertragungstechnik zugleich mit der Übertragung selbst sieht.
Geboren drei Jahre nach dem Fall der Mauer und ein Jahr nach der Auflösung der Sowjetunion — und im unmittelbaren Nachklang der ersten Kriegsübertragung als radar- und kameraspektakuläre Live-Show — hält dieses kleine Objekt eben jene Gesamtausstattung in der Handfläche. Der Sender ist zu einem Briefbeschwerer geworden; der Abendstern der Götter ist zu einem Schreibtischobjekt geworden. Es ist ein Witz mit sehr kaltem Kern, der charakteristisch für vom Bruch ist: Der Punkt ist niemals Nostalgie für den Kalten Krieg, sondern die Beobachtung, dass die Medieninfrastruktur die Ideologien, denen sie diente, überlebt hat.
Klaus vom Bruch (geb. 1952 in Köln) studierte von 1975 bis 1976 am California Institute of the Arts bei John Baldessari und Bruce Nauman und studierte anschließend bis 1981 Philosophie, Kunstgeschichte und Egyptologie an der Universität zu Köln. Er produzierte seine ersten Videobänder 1975 und wurde neben Marcel Odenbach und Ulrike Rosenbach eine der maßgeblichen Figuren der ersten Generation German Video Art, deren Zentrum in jenen Jahren Köln war. [Füge hier zwei oder drei verifizierte Ausstellungen und Sammlungen hinzu — siehe Hinweis unten.]
Unterschrieben und nummeriert von innen aus einer Auflage von 50.
Zustand: gut
Provenienz: Edition Helga Maria Klosterfelde

