Josef Kuba - Vase - Porzellan






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Eine Porzellanvase von Josef Kuba, Carlsbad, ca. 1930–1940, mit grünem Schulterband, zentrale polychrome Szene und reicher Goldverzierung, Höhe 28,5 cm, Durchmesser 24,5 cm, in gutem gebrauchten Zustand mit leichten Alters-spuren und Flecken.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Vase, der sich als eine große Schale oder als aufgeblähter Porzellankrug präsentiert, charakterisiert durch einen sehr geräumigen und runden Bauch, der zu einer stabilen kreisförmigen Basis verengt. Die Schulter ist weich und geht in einen kurzen Hals über, der mit einer sich nach außen bereitsenden goldgerandeten Öffnung endet. Der allgemeine Stil erinnert an die europäische Produktion der späten 19. Jahrhunderts oder des beginnenden 20. Jahrhunderts (z. B. Neoklassizismus, Historismus oder Porzellane im Wiener/deutschen Stil). Der Vase ist horizontal in drei Hauptzonen unterteilt: Der Hals ist in einem hellen/weißen Ton gehalten. Auf der Schulter läuft ein Band aus kräftigem Smaragdgrün oder Imperialgrün, verziert am oberen Rand mit stilisierten Blattmotiven in Gold und unten durch einen feinen Goldrand abgegrenzt. Der zentrale Streifen weist eine breite weiße Fläche auf, die eine figurale, mehrfarbige Szene in durchgehender Kontinuität bildet, mit großer Detailtreue und sanften Übergängen, die an akademische Malerei erinnern. Der Hintergrund der Szene zeigt einen leichten Hinweis auf Berge und einen Himmel, der in Rosa- und Blautönen verwischt ist. Die untere Hälfte des Vasen setzt das dunkle Smaragdgrün fort, verziert oben mit einer reichen, komplexen goldenen Spitze, die in filigranem Guß gearbeitet ist, mit geometrischen, floralen und herabhängenden Motiven (Girlanden). Die gemalte Szene stellt einen dionysischen Triumph (oder Bacchanale) dar, ein klassisches Motiv der griechischen und römischen Mythologie, verbunden mit dem Kult des Dionysos (Bacchus), dem Gott des Weins, des Festes und der Überschreitung. Von links nach rechts unterscheiden sich verschiedene Charaktere dieses Festzuges (der Tiaso): Silenos und die Menade auf dem Esel: Eine weibliche Gestalt (vielleicht eine Menade oder Bacchantin), mit Zweigen gekrönt, sitzt auf dem Rücken eines Esels, der mit Leopardenfell bedeckt ist. Die Frau hält eine Weinamphore (oinochoe) in der Hand. Das Tier wird von einem alten, bärtigen Mann geführt, wahrscheinlich Silenos, dem weisen, aber oft betrunkenen Beschützer Dionysos. In der Mitte schreiten zwei männliche Figuren fröhlich voran: Einer spielt ein langes, gekrümmtes Horn aus Messing, der andere, nackt, mit einer Fell über dem Leib und einer Efeu- oder Weinrebe Krone auf dem Kopf, tanzt und hält Tellerringe oder kleine Schellen in der Hand. Rechts eine weibliche Figur tanzt und schwenkt eine Tamburin (tympanum). Daneben befinden sich zwei kleine Satyrn (oder Faunen), Kreaturen mit Ziegenbeinen: Einer ist ein junger Satyr stehend, der andere ein kleiner Satyr flach auf dem Rücken, spielerisch. Das Werk zeichnet sich durch hohe handwerkliche Qualität aus, ersichtlich in der anatomischen Darstellung der Körper, dem fließenden Drapé der Gewänder und der Präzision der glänzenden Vergoldung, die deutlich gegen den dunklen grünen Hintergrund kontrastiert. Das Gesamtbild evoziert ein Gefühl von Bewegung, Festlichkeit und klassischer Eleganz. Im Hintergrund der Basis befindet sich das Label mit dem ovalen grünen und goldenen Wappen, der fünfzackigen Krone und den Buchstaben „J.K.“ (manchmal als J.K.W. oder J.W.K. angegeben), das zur berühmten Manufaktur und Dekorationswerkstatt von Josef Kuba gehört (Josef Kuba Porzellanmalerei / Werkstätte). Kuba war berühmt für die Dekoration hochwertiger Porzellane im „Wiener Stil“ (Alt Wien), oft mit intensiven Farbhintergründen (wie Smaragdgrün, Kobaltblau oder Bordeaux), reichhaltigem Gold in Zecchino-Gold und galanten oder mythologischen Szenen, die im Zentrum gestempelt oder gemalt waren (inspiriert von Jean-Honoré Fragonard). Die Bezeichnung „CARLSBAD“ ( Karlsbad, heute Karlovy Vary in der Tschechischen Republik) kennzeichnet die Herkunftsstadt, in der die Tätigkeit gegründet wurde und in der ersten Phase ihrer Geschichte tätig war. Zur damaligen Zeit gehörte das Gebiet zu Böhmen/Tschechoslowakei (mit starkem deutschen Einfluss und Bevölkerung). Hinweis zur Manufaktur: Josef Kuba kaufte oft rohes Porzellan („in Weiß“) von bedeutenden Herstellern aus Bayern (wie Hutschenreuther oder Rosenthal) oder aus Böhmen selbst, um es in seinem eigenen Atelier fein zu dekorieren. Aus diesem Grund findet man auf vielen Stücken dieses Herstellers sowohl das rohe Porzellan-Markenzeichen als auch den Dekorationsstempel von Kuba. Dieses spezifische grün-goldene runde/ovale Gütesiegel mit der Aufschrift „J.K. DECOR CARLSBAD“ stammt aus der Zeit zwischen 1930 und 1945. Die Tätigkeit begann in Carlsbad im Jahr 1930. Am Ende des Zweiten Weltkriegs (1945) musste Josef Kuba nach der Vertreibung der deutschsprachigen Bevölkerung aus den tschechoslowakischen Gebieten sein Labor nach Deutschland verlegen, nach Wiesau (in Bayern). Die Marken nach 1945/1947 behalten zwar oft den historischen Bezug zu Carlsbad, integrieren jedoch fast immer die Zuschriften „Bavaria“, „Germany“ oder „Western Germany“. Das Fehlen von Hinweisen zur Deutschland und das bloße Vorhandensein von Carlsbad verorten das Objekt in die früheste Produktionsphase der Manufaktur, ungefähr in den 1930er Jahren oder den frühesten Jahren der 1940er Jahre (Böhmen/Tschechoslowakei). Maßangaben: Höhe 28,5 x Durchmesser 24,5 cm.
Vase, der sich als eine große Schale oder als aufgeblähter Porzellankrug präsentiert, charakterisiert durch einen sehr geräumigen und runden Bauch, der zu einer stabilen kreisförmigen Basis verengt. Die Schulter ist weich und geht in einen kurzen Hals über, der mit einer sich nach außen bereitsenden goldgerandeten Öffnung endet. Der allgemeine Stil erinnert an die europäische Produktion der späten 19. Jahrhunderts oder des beginnenden 20. Jahrhunderts (z. B. Neoklassizismus, Historismus oder Porzellane im Wiener/deutschen Stil). Der Vase ist horizontal in drei Hauptzonen unterteilt: Der Hals ist in einem hellen/weißen Ton gehalten. Auf der Schulter läuft ein Band aus kräftigem Smaragdgrün oder Imperialgrün, verziert am oberen Rand mit stilisierten Blattmotiven in Gold und unten durch einen feinen Goldrand abgegrenzt. Der zentrale Streifen weist eine breite weiße Fläche auf, die eine figurale, mehrfarbige Szene in durchgehender Kontinuität bildet, mit großer Detailtreue und sanften Übergängen, die an akademische Malerei erinnern. Der Hintergrund der Szene zeigt einen leichten Hinweis auf Berge und einen Himmel, der in Rosa- und Blautönen verwischt ist. Die untere Hälfte des Vasen setzt das dunkle Smaragdgrün fort, verziert oben mit einer reichen, komplexen goldenen Spitze, die in filigranem Guß gearbeitet ist, mit geometrischen, floralen und herabhängenden Motiven (Girlanden). Die gemalte Szene stellt einen dionysischen Triumph (oder Bacchanale) dar, ein klassisches Motiv der griechischen und römischen Mythologie, verbunden mit dem Kult des Dionysos (Bacchus), dem Gott des Weins, des Festes und der Überschreitung. Von links nach rechts unterscheiden sich verschiedene Charaktere dieses Festzuges (der Tiaso): Silenos und die Menade auf dem Esel: Eine weibliche Gestalt (vielleicht eine Menade oder Bacchantin), mit Zweigen gekrönt, sitzt auf dem Rücken eines Esels, der mit Leopardenfell bedeckt ist. Die Frau hält eine Weinamphore (oinochoe) in der Hand. Das Tier wird von einem alten, bärtigen Mann geführt, wahrscheinlich Silenos, dem weisen, aber oft betrunkenen Beschützer Dionysos. In der Mitte schreiten zwei männliche Figuren fröhlich voran: Einer spielt ein langes, gekrümmtes Horn aus Messing, der andere, nackt, mit einer Fell über dem Leib und einer Efeu- oder Weinrebe Krone auf dem Kopf, tanzt und hält Tellerringe oder kleine Schellen in der Hand. Rechts eine weibliche Figur tanzt und schwenkt eine Tamburin (tympanum). Daneben befinden sich zwei kleine Satyrn (oder Faunen), Kreaturen mit Ziegenbeinen: Einer ist ein junger Satyr stehend, der andere ein kleiner Satyr flach auf dem Rücken, spielerisch. Das Werk zeichnet sich durch hohe handwerkliche Qualität aus, ersichtlich in der anatomischen Darstellung der Körper, dem fließenden Drapé der Gewänder und der Präzision der glänzenden Vergoldung, die deutlich gegen den dunklen grünen Hintergrund kontrastiert. Das Gesamtbild evoziert ein Gefühl von Bewegung, Festlichkeit und klassischer Eleganz. Im Hintergrund der Basis befindet sich das Label mit dem ovalen grünen und goldenen Wappen, der fünfzackigen Krone und den Buchstaben „J.K.“ (manchmal als J.K.W. oder J.W.K. angegeben), das zur berühmten Manufaktur und Dekorationswerkstatt von Josef Kuba gehört (Josef Kuba Porzellanmalerei / Werkstätte). Kuba war berühmt für die Dekoration hochwertiger Porzellane im „Wiener Stil“ (Alt Wien), oft mit intensiven Farbhintergründen (wie Smaragdgrün, Kobaltblau oder Bordeaux), reichhaltigem Gold in Zecchino-Gold und galanten oder mythologischen Szenen, die im Zentrum gestempelt oder gemalt waren (inspiriert von Jean-Honoré Fragonard). Die Bezeichnung „CARLSBAD“ ( Karlsbad, heute Karlovy Vary in der Tschechischen Republik) kennzeichnet die Herkunftsstadt, in der die Tätigkeit gegründet wurde und in der ersten Phase ihrer Geschichte tätig war. Zur damaligen Zeit gehörte das Gebiet zu Böhmen/Tschechoslowakei (mit starkem deutschen Einfluss und Bevölkerung). Hinweis zur Manufaktur: Josef Kuba kaufte oft rohes Porzellan („in Weiß“) von bedeutenden Herstellern aus Bayern (wie Hutschenreuther oder Rosenthal) oder aus Böhmen selbst, um es in seinem eigenen Atelier fein zu dekorieren. Aus diesem Grund findet man auf vielen Stücken dieses Herstellers sowohl das rohe Porzellan-Markenzeichen als auch den Dekorationsstempel von Kuba. Dieses spezifische grün-goldene runde/ovale Gütesiegel mit der Aufschrift „J.K. DECOR CARLSBAD“ stammt aus der Zeit zwischen 1930 und 1945. Die Tätigkeit begann in Carlsbad im Jahr 1930. Am Ende des Zweiten Weltkriegs (1945) musste Josef Kuba nach der Vertreibung der deutschsprachigen Bevölkerung aus den tschechoslowakischen Gebieten sein Labor nach Deutschland verlegen, nach Wiesau (in Bayern). Die Marken nach 1945/1947 behalten zwar oft den historischen Bezug zu Carlsbad, integrieren jedoch fast immer die Zuschriften „Bavaria“, „Germany“ oder „Western Germany“. Das Fehlen von Hinweisen zur Deutschland und das bloße Vorhandensein von Carlsbad verorten das Objekt in die früheste Produktionsphase der Manufaktur, ungefähr in den 1930er Jahren oder den frühesten Jahren der 1940er Jahre (Böhmen/Tschechoslowakei). Maßangaben: Höhe 28,5 x Durchmesser 24,5 cm.
