Vase - Steinzeug - KRUG UND BECHERVASE 1938

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Michel Karis
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Eine bauhaus-typische Steinzeugkrug und Bechervase aus Deutschland (Hannover), zeitlich 1930–1940, signiert mit dem Werkstättensiegel der gekreuzten Pferdeköpfe, Krug mit Zinkreduktionsglasur (21 cm hoch, 12 cm Durchmesser) und Bechervase mit Kupferreduktionsglasur (14,5 cm hoch, 9 cm Durchmesser) in neuwertigem Zustand.

KI-gestützte Zusammenfassung

Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung

Um 1920 Besuch der Kunstgewerbeschule Hannover, später Ausbildung zum Bildhauer bei Ludwig Vierthaler. Er modellierte im Göttinger und Hannoveraner Raum eine Reihe von Fassaden aus Ton an Neubauten. Absicherung des Lebensunterhalts durch Gründung einer Handelsgesellschaft für Tonkunst, die er auch nach der Gründung seiner eigenen Werkstatt 1935 weiter betrieb. Dieser Handelsbetrieb florierte und wurde Anfang der Dreißiger zu einem Großhandel umgewidmet. Uhlemeyer hatte dadurch Kontakte zu sehr vielen Keramikfirmen. Sein größtes Interesse galt den Erzeugnissen Friedrich (Fritz) Hudlers, die er als Generalvertreter vertrieb. Er schrieb auch für verschiedene Fachorgane. Sein interessantester Aufsatz erschien 1924 in der Keramischen Rundschau, wo er einen Überblick über die seiner Meinung nach besten deutschen Töpferstandorte gibt. Diese Orientierung diente ihm auch als Wegweiser in die eigene Produktion. Bei ihm arbeiteten zwei Töpfer, Neumann und Hödl, wobei Letzterer auf der Fachschule Landshut die extrem schwierigen Glasuren in Theodor Keerls Laboratorium mitentwickelt hatte. Und dort lag auch der Schwerpunkt von Uhlemeyer für seine Tätigkeit in der eigenen Werkstatt: die haarrissigen Netzstrukturen und leuchtenden Malfarben, wie wir sie aus seiner entwickelteren Produktion kennen. Die geringen Anteile von Bleioxyd in der Glasur tragen zur Scherbenspannung und den letztendlich zu sehenden Reduktionslinien auf den fertigen Produkten bei. Einen Großteil der Uhlemeyergefäße erkennt man an diesem Merkmal. Es führt auch manchmal zu Verwechselungen mit den Erzeugnissen von Paul Dresler,, der ähnlich arbeitete. Als politisch Unbelasteter wurde er 1945 Präsident der Handwerkskammer Hannover und 1949 sogar Chef des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks.
Leider setzte sein früher Tod seinen Plänen für die eigene Firma ein Ende. Es wurden noch bis Oktober 1961 die vorhandenen Modelle weiter ausgeführt.

KRUG: ZINKREDUKTIONSGLASUR 21 CM HÖHE. 12 CM DURCHMESSE

BECHERVASE: KUPFERREDUKTIONSGLASUR 14,5 CM HÖHE 9CM DURCHMESSER

BEIDE SIND SIGNIERT MIT DEM WERKSTATTZEICHEN DEN GEKREUZTEN PFERDEKÖPFEN


Um 1920 Besuch der Kunstgewerbeschule Hannover, später Ausbildung zum Bildhauer bei Ludwig Vierthaler. Er modellierte im Göttinger und Hannoveraner Raum eine Reihe von Fassaden aus Ton an Neubauten. Absicherung des Lebensunterhalts durch Gründung einer Handelsgesellschaft für Tonkunst, die er auch nach der Gründung seiner eigenen Werkstatt 1935 weiter betrieb. Dieser Handelsbetrieb florierte und wurde Anfang der Dreißiger zu einem Großhandel umgewidmet. Uhlemeyer hatte dadurch Kontakte zu sehr vielen Keramikfirmen. Sein größtes Interesse galt den Erzeugnissen Friedrich (Fritz) Hudlers, die er als Generalvertreter vertrieb. Er schrieb auch für verschiedene Fachorgane. Sein interessantester Aufsatz erschien 1924 in der Keramischen Rundschau, wo er einen Überblick über die seiner Meinung nach besten deutschen Töpferstandorte gibt. Diese Orientierung diente ihm auch als Wegweiser in die eigene Produktion. Bei ihm arbeiteten zwei Töpfer, Neumann und Hödl, wobei Letzterer auf der Fachschule Landshut die extrem schwierigen Glasuren in Theodor Keerls Laboratorium mitentwickelt hatte. Und dort lag auch der Schwerpunkt von Uhlemeyer für seine Tätigkeit in der eigenen Werkstatt: die haarrissigen Netzstrukturen und leuchtenden Malfarben, wie wir sie aus seiner entwickelteren Produktion kennen. Die geringen Anteile von Bleioxyd in der Glasur tragen zur Scherbenspannung und den letztendlich zu sehenden Reduktionslinien auf den fertigen Produkten bei. Einen Großteil der Uhlemeyergefäße erkennt man an diesem Merkmal. Es führt auch manchmal zu Verwechselungen mit den Erzeugnissen von Paul Dresler,, der ähnlich arbeitete. Als politisch Unbelasteter wurde er 1945 Präsident der Handwerkskammer Hannover und 1949 sogar Chef des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks.
Leider setzte sein früher Tod seinen Plänen für die eigene Firma ein Ende. Es wurden noch bis Oktober 1961 die vorhandenen Modelle weiter ausgeführt.

KRUG: ZINKREDUKTIONSGLASUR 21 CM HÖHE. 12 CM DURCHMESSE

BECHERVASE: KUPFERREDUKTIONSGLASUR 14,5 CM HÖHE 9CM DURCHMESSER

BEIDE SIND SIGNIERT MIT DEM WERKSTATTZEICHEN DEN GEKREUZTEN PFERDEKÖPFEN


Details

Epoche
1900-2000
Keramikart
Steinzeug
Spezifische Herkunftsregion
HANNOVER
Zusätzliche Informationen zum Titel
Pitcher and Beaker Vase 1938
Herkunftsland
Deutschland
Material
Keramik
Stil
Bauhaus
Zustand
Wie neu - unbenutzt
Höhe
21 cm
Breite
12 cm
Tiefe
12 cm
Geschätzter Zeitraum
1930-1940
Verkauft von
DeutschlandVerifiziert
Privat

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