Araki Nobuyoshi - Yoishirete / Drunkenly Soaked - 1987





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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Nobuyoshi Araki’s *Yoishirete* ist ein zutiefst intimes, provokantes und emotional vielschichtiges Fotobuch, das Arakis charakteristische Mischung aus Erotismus, Melancholie und diaristischer Erzählung widerspiegelt. Bekannt dafür, die Grenzen der Fotografie zu verschieben, nutzt Araki dieses Werk, um die zerbrechlichen Schnittstellen zwischen Verlangen, Erinnerung und Sterblichkeit zu erforschen.
Im Kern wirkt *Yoishirete* (das grob mit „betrunken durchdrungen“ oder „inbetonnt vom Rausch“ übersetzt werden kann) wie ein visueller Bewusstseinsstrom. Die Sequenz der Bilder ist absichtlich lose und poetisch statt linear gestaltet, sodass der Betrachter durch Momente gleiten kann, die zwischen Zärtlichkeit und roher Offenbarung oszillieren. Araki dokumentiert die Subjekte nicht einfach; er taucht sie — und uns — in eine Atmosphäre ein, in der emotionale Verletzlichkeit und Körperlichkeit koexistieren.
Ein wiederkehrendes Thema im Buch ist die Spannung zwischen Intimität und Distanz. Viele Fotografien zeigen Frauen in privaten, oft erotischen Kontexten, doch gibt es eine unverkennbare Einsamkeit, die die Bilder durchdringt. Anstatt eine geradlinige Erotik zu präsentieren, verkompliziert Araki sie mit einer stillen Traurigkeit und deutet an, dass Verlangen niemals völlig von Einsamkeit oder Verlust trennbar ist.
Die ästhetische Sprache von *Yoishirete* ist unverkennbar Arakis eigen. Sein Einsatz von Hochkontrast-S/W-Bildern, verbunden mit gelegentlichen Farbakzenten, schafft einen Rhythmus, der sich chaotisch und absichtlich zugleich anfühlt. Das Korn, die Gestaltung und die Spontaneität vermitteln den Eindruck von Unmittelbarkeit — als würden diese Momente in einem flüchtigen, fast zufälligen Moment eingefangen — doch die dahinterstehende emotionale Präzision ist unausweichlich.
Was dieses Buch besonders fesselnd macht, ist sein autobiografischer Unterton. Arakis Arbeit verwischt oft die Grenze zwischen privatem Tagebuch und künstlerischem Ausdruck, und *Yoishirete* bildet da keine Ausnahme. Es gibt das Gefühl, dass die Bilder Fragmente gelebter Erfahrungen sind, geformt von den Obsessionen, Beziehungen und der Trauer des Photographen. Das verleiht dem Buch einen beichtenden Ton, als ob dem Betrachter Zugang zu etwas Privatem und Ungelöstem gewährt würde.
Gleichzeitig kann *Yoishirete* herausfordernd, ja sogar beunruhigend sein. Arakis Behandlung des weiblichen Körpers ist schon lange Gegenstand von Debatten, und dieses Werk scheut sich nicht vor Kontroversen. Mancher Betrachter könnte die Bildsprache als Objektivierung empfinden, andere wiederum als Erkundung von Macht, Verwundbarkeit und der performativen Seite von Intimität interpretieren. Diese Mehrdeutigkeit ist zentral für die Wirkung des Buches – es widersteht leichter Einordnung oder moralischer Klarheit.
Der Rhythmus des Fotobuchs trägt wesentlich zu seiner emotionalen Wirkung bei. Ruhige, fast meditative Bilder stehen im Kontrast zu expliziteren oder intensiveren Szenen, wodurch eine Dynamik von Vorspann und Rückkopplung entsteht, die den Betrachter aufmerksam hält. Dieser Rhythmus spiegelt die Unberechenbarkeit menschlicher Emotionen wider, in denen Momente der Ruhe schnell in Intensität umschlagen können.
Letztlich geht es *Yoishirete* weniger darum, Antworten zu geben, als einen Zustand des Gefühls hervorzurufen. Es lädt den Betrachter ein, mit Unbehagen, Schönheit und Widerspruch zugleich zu sitzen. Arakis Arbeit sucht nicht danach, diese Spannungen zu lösen; vielmehr verstärkt sie sie und verwandelt den Akt des Sehens in eine zutiefst persönliche und manchmal desorientierende Erfahrung.
Für diejenigen, die mit Arakis umfangreicherem Œuvre vertraut sind, wirkt *Yoishirete* wie eine Fortsetzung seiner lebenslangen Erkundung von Liebe, Sex und Tod — Themen, die in seinem künstlerischen Universum untrennbar miteinander verbunden sind. Für Neueinsteiger dient es als kraftvolle, wenn auch intensive Einführung zu einer der polarisierendsten Figuren der Fotografie.
Schließlich steht *Yoishirete* als Zeugnis für Arakis Fähigkeit, Alltägliches und Intimes in etwas Poethesisches, Hauchzartes zu verwandeln. Es ist kein einfaches Buch, und es war auch nicht so gedacht. Doch wer bereit ist, sich auf seine Komplexität einzulassen, erhält einen zutiefst eindringlichen Einblick in die emotionalen Tiefen menschlicher Erfahrung.
Der Verkäufer stellt sich vor
Nobuyoshi Araki’s *Yoishirete* ist ein zutiefst intimes, provokantes und emotional vielschichtiges Fotobuch, das Arakis charakteristische Mischung aus Erotismus, Melancholie und diaristischer Erzählung widerspiegelt. Bekannt dafür, die Grenzen der Fotografie zu verschieben, nutzt Araki dieses Werk, um die zerbrechlichen Schnittstellen zwischen Verlangen, Erinnerung und Sterblichkeit zu erforschen.
Im Kern wirkt *Yoishirete* (das grob mit „betrunken durchdrungen“ oder „inbetonnt vom Rausch“ übersetzt werden kann) wie ein visueller Bewusstseinsstrom. Die Sequenz der Bilder ist absichtlich lose und poetisch statt linear gestaltet, sodass der Betrachter durch Momente gleiten kann, die zwischen Zärtlichkeit und roher Offenbarung oszillieren. Araki dokumentiert die Subjekte nicht einfach; er taucht sie — und uns — in eine Atmosphäre ein, in der emotionale Verletzlichkeit und Körperlichkeit koexistieren.
Ein wiederkehrendes Thema im Buch ist die Spannung zwischen Intimität und Distanz. Viele Fotografien zeigen Frauen in privaten, oft erotischen Kontexten, doch gibt es eine unverkennbare Einsamkeit, die die Bilder durchdringt. Anstatt eine geradlinige Erotik zu präsentieren, verkompliziert Araki sie mit einer stillen Traurigkeit und deutet an, dass Verlangen niemals völlig von Einsamkeit oder Verlust trennbar ist.
Die ästhetische Sprache von *Yoishirete* ist unverkennbar Arakis eigen. Sein Einsatz von Hochkontrast-S/W-Bildern, verbunden mit gelegentlichen Farbakzenten, schafft einen Rhythmus, der sich chaotisch und absichtlich zugleich anfühlt. Das Korn, die Gestaltung und die Spontaneität vermitteln den Eindruck von Unmittelbarkeit — als würden diese Momente in einem flüchtigen, fast zufälligen Moment eingefangen — doch die dahinterstehende emotionale Präzision ist unausweichlich.
Was dieses Buch besonders fesselnd macht, ist sein autobiografischer Unterton. Arakis Arbeit verwischt oft die Grenze zwischen privatem Tagebuch und künstlerischem Ausdruck, und *Yoishirete* bildet da keine Ausnahme. Es gibt das Gefühl, dass die Bilder Fragmente gelebter Erfahrungen sind, geformt von den Obsessionen, Beziehungen und der Trauer des Photographen. Das verleiht dem Buch einen beichtenden Ton, als ob dem Betrachter Zugang zu etwas Privatem und Ungelöstem gewährt würde.
Gleichzeitig kann *Yoishirete* herausfordernd, ja sogar beunruhigend sein. Arakis Behandlung des weiblichen Körpers ist schon lange Gegenstand von Debatten, und dieses Werk scheut sich nicht vor Kontroversen. Mancher Betrachter könnte die Bildsprache als Objektivierung empfinden, andere wiederum als Erkundung von Macht, Verwundbarkeit und der performativen Seite von Intimität interpretieren. Diese Mehrdeutigkeit ist zentral für die Wirkung des Buches – es widersteht leichter Einordnung oder moralischer Klarheit.
Der Rhythmus des Fotobuchs trägt wesentlich zu seiner emotionalen Wirkung bei. Ruhige, fast meditative Bilder stehen im Kontrast zu expliziteren oder intensiveren Szenen, wodurch eine Dynamik von Vorspann und Rückkopplung entsteht, die den Betrachter aufmerksam hält. Dieser Rhythmus spiegelt die Unberechenbarkeit menschlicher Emotionen wider, in denen Momente der Ruhe schnell in Intensität umschlagen können.
Letztlich geht es *Yoishirete* weniger darum, Antworten zu geben, als einen Zustand des Gefühls hervorzurufen. Es lädt den Betrachter ein, mit Unbehagen, Schönheit und Widerspruch zugleich zu sitzen. Arakis Arbeit sucht nicht danach, diese Spannungen zu lösen; vielmehr verstärkt sie sie und verwandelt den Akt des Sehens in eine zutiefst persönliche und manchmal desorientierende Erfahrung.
Für diejenigen, die mit Arakis umfangreicherem Œuvre vertraut sind, wirkt *Yoishirete* wie eine Fortsetzung seiner lebenslangen Erkundung von Liebe, Sex und Tod — Themen, die in seinem künstlerischen Universum untrennbar miteinander verbunden sind. Für Neueinsteiger dient es als kraftvolle, wenn auch intensive Einführung zu einer der polarisierendsten Figuren der Fotografie.
Schließlich steht *Yoishirete* als Zeugnis für Arakis Fähigkeit, Alltägliches und Intimes in etwas Poethesisches, Hauchzartes zu verwandeln. Es ist kein einfaches Buch, und es war auch nicht so gedacht. Doch wer bereit ist, sich auf seine Komplexität einzulassen, erhält einen zutiefst eindringlichen Einblick in die emotionalen Tiefen menschlicher Erfahrung.

