Abbas - Iran Diary 1971-2002 - 2002





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Abbas, Iran Diary 1971–2002, erste Ausgabe (2002), französische Softcover-Ausgabe von Autrement, 236 Seiten, 25 × 19 cm, in sehr gutem Zustand mit einem Bibliothekstempel am Rand des Textblocks.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Das Buch befindet sich in sehr gutem Zustand. Der einzige Makel ist ein „withdrawn“ Bibliotheksstempel am Rand des Textblocks, wie auf dem letzten Foto zu sehen ist.
Wenige Fotografen haben die turbulente Geschichte einer Nation mit der Tiefe, Geduld und menschlicher Sensibilität dokumentiert, wie Abbas es getan hat. In *Iran Diary 1971–2002* kehrt er in das Land seiner Geburt zurück, um eine visuelle Chronik zu schaffen, die mehr als drei Jahrzehnte tiefgreifender politischer, religiöser und sozialer Transformation umfasst. Anstatt Geschichte als eine Abfolge isolierter Ereignisse darzustellen, zeigt Abbas ihren bleibenden Eindruck auf das Alltagsleben und schafft so eines der eindrucksvollsten fotografischen Zeugnisse über den modernen Iran.
Beginnend in den letzten Jahren der Herrschaft von Mohammad Reza Shah Pahlavi verfolgt das Buch die Nation durch die Islamische Revolution, den Aufstieg von Ayatollah Khomeini, den verheerenden Iran-Irak-Krieg und die unsicheren Jahrzehnte danach. Doch diese historischen Meilensteine werden nie als ferne politische Episoden behandelt. Abbas holt die Geschichte auf eine zutiefst menschliche Ebene; er beobachtet Gesichter, Straßen, Rituale und Emotionen einer Gesellschaft, die sich ständig neu definiert. Seine Fotografien sprechen nicht nur von Revolution, sondern von Gedächtnis, Glauben, Widerstand und der komplexen Beziehung zwischen persönlicher Identität und nationalem Schicksal.
Abbas besaß eine seltene Fähigkeit, mühelos zwischen dem Monumentalen und dem Intimen zu wechseln. Eine gewaltige Demonstration kann von dem stillen Ausdruck eines Kindes gefolgt sein. Die Feierlichkeit einer religiösen Prozession kann dem zerbrechlichen Schweigen einer leeren, durch Konflikte gezeichneten Straße weichen. Dieses bemerkenswerte Gleichgewicht erlaubt *Iran Diary*, den konventionellen Photojournalismus zu transzendieren. Die Bilder suchen nie nach Spektakel oder Sensationslust; stattdessen laden sie zur Reflexion ein und ermutigen den Betrachter, die unsichtbaren Kräfte zu bedenken, die das Alltagsleben formen.
Die Anordnung des Buches entfaltet sich wie ein visueller Memoir. Jedes Foto wird zu einem Fragment einer viel größeren Erzählung, das dem Leser ermöglicht, die allmähliche Transformation einer Nation über dreißig Jahre hinweg zu beobachten. Zeit wird selbst zu einem der Hauptthemen des Buches. Gesichter werden älter, Städte entwickeln sich, Symbole erhalten neue Bedeutungen und Generationen treten unter der Last der Geschichte hervor. Das Ergebnis ist nicht nur eine dokumentarische Aufnahme, sondern eine außergewöhnliche Meditation über Kontinuität, Wandel und das Durchhalten menschlicher Erfahrungen.
Abbas' visuelle Sprache zeichnet sich durch bemerkenswerte Klarheit und emotionale Zurückhaltung aus. Seine Kompositionen sind elegant, ohne formell zu wirken, kraftvoll, ohne auf dramatische Effekte angewiesen zu sein. Fast ausschließlich in Schwarz-Weiß arbeitend, reduziert er jede Szene auf ihre emotionale Essenz, sodass Gestik, Licht und Ausdruck die Erzählung tragen. Jedes Bild spiegelt seine außergewöhnliche Geduld und sein tiefes Verständnis der Menschen und Orte wider, die vor seiner Kamera stehen.
Mehr als eine Retrospektive eines renommierten Magnum-Fotografen ist *Iran Diary 1971–2002* eines der wichtigsten Fotobücher über den modernen Nahen Osten. Es bietet eine beispiellose visuelle Geschichte Irans, bleibt dabei aber zutiefst universell in seiner Erkundung von Revolution, Glauben, Verlust und Hoffnung. Nur wenige fotografische Werke gelingen es, historische Bedeutung mit solch emotionaler Intimität zu verbinden, wodurch dieses Werk zu einem dauerhaften Meisterwerk der Dokumentarfotografie wird.
Mehr als zwei Jahrzehnte nach seiner Veröffentlichung halliert *Iran Diary* weiterhin mit außergewöhnlicher Relevanz. Es erinnert uns daran, dass Geschichte nicht nur von politischen Führern geschrieben oder in offiziellen Archiven festgehalten wird, sondern auch in der ruhigen Würde gewöhnlicher Menschen bewahrt wird. Durch Abbas' mitfühlenden und unbeirrbaren Blick wird Iran zu weit mehr als einem geografischen Ort – er wird zu einer lebendigen Erinnerung, einer Landschaft, die durch Überzeugung, Opferbereitschaft und die nachhaltige Komplexität der menschlichen Bedingung geformt wird.
Der Verkäufer stellt sich vor
Das Buch befindet sich in sehr gutem Zustand. Der einzige Makel ist ein „withdrawn“ Bibliotheksstempel am Rand des Textblocks, wie auf dem letzten Foto zu sehen ist.
Wenige Fotografen haben die turbulente Geschichte einer Nation mit der Tiefe, Geduld und menschlicher Sensibilität dokumentiert, wie Abbas es getan hat. In *Iran Diary 1971–2002* kehrt er in das Land seiner Geburt zurück, um eine visuelle Chronik zu schaffen, die mehr als drei Jahrzehnte tiefgreifender politischer, religiöser und sozialer Transformation umfasst. Anstatt Geschichte als eine Abfolge isolierter Ereignisse darzustellen, zeigt Abbas ihren bleibenden Eindruck auf das Alltagsleben und schafft so eines der eindrucksvollsten fotografischen Zeugnisse über den modernen Iran.
Beginnend in den letzten Jahren der Herrschaft von Mohammad Reza Shah Pahlavi verfolgt das Buch die Nation durch die Islamische Revolution, den Aufstieg von Ayatollah Khomeini, den verheerenden Iran-Irak-Krieg und die unsicheren Jahrzehnte danach. Doch diese historischen Meilensteine werden nie als ferne politische Episoden behandelt. Abbas holt die Geschichte auf eine zutiefst menschliche Ebene; er beobachtet Gesichter, Straßen, Rituale und Emotionen einer Gesellschaft, die sich ständig neu definiert. Seine Fotografien sprechen nicht nur von Revolution, sondern von Gedächtnis, Glauben, Widerstand und der komplexen Beziehung zwischen persönlicher Identität und nationalem Schicksal.
Abbas besaß eine seltene Fähigkeit, mühelos zwischen dem Monumentalen und dem Intimen zu wechseln. Eine gewaltige Demonstration kann von dem stillen Ausdruck eines Kindes gefolgt sein. Die Feierlichkeit einer religiösen Prozession kann dem zerbrechlichen Schweigen einer leeren, durch Konflikte gezeichneten Straße weichen. Dieses bemerkenswerte Gleichgewicht erlaubt *Iran Diary*, den konventionellen Photojournalismus zu transzendieren. Die Bilder suchen nie nach Spektakel oder Sensationslust; stattdessen laden sie zur Reflexion ein und ermutigen den Betrachter, die unsichtbaren Kräfte zu bedenken, die das Alltagsleben formen.
Die Anordnung des Buches entfaltet sich wie ein visueller Memoir. Jedes Foto wird zu einem Fragment einer viel größeren Erzählung, das dem Leser ermöglicht, die allmähliche Transformation einer Nation über dreißig Jahre hinweg zu beobachten. Zeit wird selbst zu einem der Hauptthemen des Buches. Gesichter werden älter, Städte entwickeln sich, Symbole erhalten neue Bedeutungen und Generationen treten unter der Last der Geschichte hervor. Das Ergebnis ist nicht nur eine dokumentarische Aufnahme, sondern eine außergewöhnliche Meditation über Kontinuität, Wandel und das Durchhalten menschlicher Erfahrungen.
Abbas' visuelle Sprache zeichnet sich durch bemerkenswerte Klarheit und emotionale Zurückhaltung aus. Seine Kompositionen sind elegant, ohne formell zu wirken, kraftvoll, ohne auf dramatische Effekte angewiesen zu sein. Fast ausschließlich in Schwarz-Weiß arbeitend, reduziert er jede Szene auf ihre emotionale Essenz, sodass Gestik, Licht und Ausdruck die Erzählung tragen. Jedes Bild spiegelt seine außergewöhnliche Geduld und sein tiefes Verständnis der Menschen und Orte wider, die vor seiner Kamera stehen.
Mehr als eine Retrospektive eines renommierten Magnum-Fotografen ist *Iran Diary 1971–2002* eines der wichtigsten Fotobücher über den modernen Nahen Osten. Es bietet eine beispiellose visuelle Geschichte Irans, bleibt dabei aber zutiefst universell in seiner Erkundung von Revolution, Glauben, Verlust und Hoffnung. Nur wenige fotografische Werke gelingen es, historische Bedeutung mit solch emotionaler Intimität zu verbinden, wodurch dieses Werk zu einem dauerhaften Meisterwerk der Dokumentarfotografie wird.
Mehr als zwei Jahrzehnte nach seiner Veröffentlichung halliert *Iran Diary* weiterhin mit außergewöhnlicher Relevanz. Es erinnert uns daran, dass Geschichte nicht nur von politischen Führern geschrieben oder in offiziellen Archiven festgehalten wird, sondern auch in der ruhigen Würde gewöhnlicher Menschen bewahrt wird. Durch Abbas' mitfühlenden und unbeirrbaren Blick wird Iran zu weit mehr als einem geografischen Ort – er wird zu einer lebendigen Erinnerung, einer Landschaft, die durch Überzeugung, Opferbereitschaft und die nachhaltige Komplexität der menschlichen Bedingung geformt wird.

