Guido Pignato (1910-?) - Scena Selvaggia - XL format






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Scena Selvaggia XL-Format, Öl auf Holztafel von Guido Pignato (Italien), 1932, Futurismus, mit Rahmen.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
AUTORE
Guido Pignato (1910-?) italienischer Maler. Geboren in Palermo, ist er eine Nischenfigur im sicilianischen Mal- und Grafikpanorama des zwanzigsten Jahrhunderts, dessen Todedatum bislang nicht sicher feststeht. Obwohl die Details seiner ersten formalen künstlerischen Ausbildung bis heute größtenteils fragmentarisch bleiben und von der offiziellen Kunsthistoriografie nicht dokumentiert werden, fiel seine öffentliche Tätigkeit schon in den Dreißigerjahren auf. Neben der Malerei betrieb Pignato auch eine produktive Karriere als Illustrator und Karikaturist, gelegentlich signierend als Guido Pignato Orestano für einige Verlagsveröffentlichungen. Eine der lebhaftesten Zeugnissen seiner künstlerischen Seite ist das „Humoristische Palermo‑Führerbuch“ von 1947, ein Band, den er vollständig mit 235 Skizzen, Zeichnungen und Karikaturen bereichert hat, die eine starke satirische und erzählerische Ader deutlich machen.
Technisch und stilistisch beruhte seine Produktion hauptsächlich auf Aquarell auf Papier sowie Öl auf Leinwand oder Sperrholz. Seine malerische Poetik verbindet eine gewisse expressiv unruhige Dynamik mit einem durchdringenden, stellenweise dramatischen Bewegungsdrang, besonders bei den Motiven der frühen Dreißigerjahre. Neben diesen emotional und tierisch stark wirkenden Motiven widmete sich Pignato auch dem Porträt und der landschaftlichen Darstellung seiner Heimat, wie seine Ansichten des Palastensembles von San Giovanni degli Eremiti in Palermo zeigen.
Da er Künstler weitgehend innerhalb des regionalen, sizilianischen Kulturmilieus blieb, befindet sich der größte Teil seines bekannten Werks heute in privaten Sammlungen.
BESCHREIBUNG
„Scena Selvaggia“, Öl auf Platte, 84x129 cm mit Rahmen, 80x125 cm nur die Platte, 1932, Datum und Unterschrift unten rechts. Rückseitig Titel und Unterschrift.
Das Werk zeigt einen Moment brutaler und primitiver Auseinandersetzung: Ein mächtiger weißer Hengst, eingefangen im Moment des Sich-Einlesens in Schmerz und Schrecken, wird am Hals heftig von einem Raubtier angegriffen. In dieser dramatischen Darstellung lässt sich eine fesselnde Synthese von Einflüssen erkennen, die auf die wichtigsten avantgardistischen Strömungen des frühen italienischen zwanzigsten Jahrhunderts verweisen. Einerseits dringt das Echo des Futurismus mit Nachdruck in die plastische Dynamik der Szene, in die Muskelspannung der Tiere und in die Kraftlinien, die den Himmel im Hintergrund spalten und das Gefühl einer gewaltsamen, blitzschnellen Bewegung vermitteln. Andererseits offenbart das Gemälde eine klare Faszination für die Metaphysische Kunst: Die umgebende Landschaft, bevölkert von dicht gelappen, geometrisch stilisierten Baumkronen, scheint in einer traumhaften, zeitlosen Dimension zu schweben. Die theatralische, unnatürliche Beleuchtung friert das Drama in eine fremde Atmosphäre ein, in der die formstarken, fast architektonischen Formen der Natur einen stillen Kontrapunkt zur Wildheit der Handlung bilden.
Aus compositiver Sicht dominiert der Auftrieb des Riesenpferdes den Bildraum; dessen im Drang verdrehter Körper fungiert als visueller und erzählerischer Mittelpunkt, um den sich die gesamte Szene dreht. Pignatos Pinselstrich moduliert sich, um klare, skulpturale Volumen zu formen und die anatomischen und botanischen Massen in einer scharf gezogenen formalen Synthese zu definieren. Der farbliche Gesamtklang ist geschickt komponiert, um die Pathos des Ereignisses zu betonen: Die leuchtend weiße, stoffliche Färbung des Pferdefells hebt sich heftig von den warmen, erdigen Tönen des kahlen Bodens ab. Im Hintergrund entfacht die Palette durch den kühnen Kontrast zwischen den dunklen Grünen der Vegetation links und den feuerroten Blattmassen rechts, während ein Himmel mit dunklen Blitzen von oben herab drohend hereinhängt und das Gefühl einer unmittelbar bevorstehenden Tragödie verstärkt.
Diese vitale Komposition passt perfekt in Guido Pignatos jugendliche Poetik. Anfänglich in den Dreißigerjahren entstanden, verkörpert das Werk exemplarisch jene expressive Unruhe und jenen dynamischen, teils dramatischen Schwung, die seine Motive mit dem größten emotionalen und tierischen Einfluss kennzeichnen. Durch die geschickte Nutzung der Farbe entfernt sich Pignato zeitweise von jenem illustrativen und satirischen Drang, der seine anderen bekannten Arbeiten kennzeichnen wird, um den tieferen und wilden Trieben der Natur nachzugehen. Obwohl er ein Nischenmeister war, dessen Werk heute in privaten Sammlungen sorgsam aufbewahrt wird, demonstriert „Scena Selvaggia“ eine tiefe Aufnahmebereitschaft gegenüber modernen Sprachen, die mit einer kraftvollen und ganz persönlichen Sensibilität neu interpretiert wurden.
CONDITION REPORT
Geringfügig im Allgemeinen. Das Werk verfügt über lebendige, gut lesbare Farben und Pinselstriche; leichte, sekundäre Defekte (siehe Foto). Der Rahmen ist als Gratisleistung zu verstehen.
Das Foto des instruierten Gemäldes in einem Umfeld wurde KI-unterstützt erzeugt und ist als rein illustrativ zu betrachten. Nur die übrigen Fotos, die das Objekt und seine Merkmale, sowohl allgemein als auch im Detail, treu wiedergeben, sind maßgeblich.
Der Versand erfolgt nachvollziehbar und versichert mit angemessener Verpackung.
AUTORE
Guido Pignato (1910-?) italienischer Maler. Geboren in Palermo, ist er eine Nischenfigur im sicilianischen Mal- und Grafikpanorama des zwanzigsten Jahrhunderts, dessen Todedatum bislang nicht sicher feststeht. Obwohl die Details seiner ersten formalen künstlerischen Ausbildung bis heute größtenteils fragmentarisch bleiben und von der offiziellen Kunsthistoriografie nicht dokumentiert werden, fiel seine öffentliche Tätigkeit schon in den Dreißigerjahren auf. Neben der Malerei betrieb Pignato auch eine produktive Karriere als Illustrator und Karikaturist, gelegentlich signierend als Guido Pignato Orestano für einige Verlagsveröffentlichungen. Eine der lebhaftesten Zeugnissen seiner künstlerischen Seite ist das „Humoristische Palermo‑Führerbuch“ von 1947, ein Band, den er vollständig mit 235 Skizzen, Zeichnungen und Karikaturen bereichert hat, die eine starke satirische und erzählerische Ader deutlich machen.
Technisch und stilistisch beruhte seine Produktion hauptsächlich auf Aquarell auf Papier sowie Öl auf Leinwand oder Sperrholz. Seine malerische Poetik verbindet eine gewisse expressiv unruhige Dynamik mit einem durchdringenden, stellenweise dramatischen Bewegungsdrang, besonders bei den Motiven der frühen Dreißigerjahre. Neben diesen emotional und tierisch stark wirkenden Motiven widmete sich Pignato auch dem Porträt und der landschaftlichen Darstellung seiner Heimat, wie seine Ansichten des Palastensembles von San Giovanni degli Eremiti in Palermo zeigen.
Da er Künstler weitgehend innerhalb des regionalen, sizilianischen Kulturmilieus blieb, befindet sich der größte Teil seines bekannten Werks heute in privaten Sammlungen.
BESCHREIBUNG
„Scena Selvaggia“, Öl auf Platte, 84x129 cm mit Rahmen, 80x125 cm nur die Platte, 1932, Datum und Unterschrift unten rechts. Rückseitig Titel und Unterschrift.
Das Werk zeigt einen Moment brutaler und primitiver Auseinandersetzung: Ein mächtiger weißer Hengst, eingefangen im Moment des Sich-Einlesens in Schmerz und Schrecken, wird am Hals heftig von einem Raubtier angegriffen. In dieser dramatischen Darstellung lässt sich eine fesselnde Synthese von Einflüssen erkennen, die auf die wichtigsten avantgardistischen Strömungen des frühen italienischen zwanzigsten Jahrhunderts verweisen. Einerseits dringt das Echo des Futurismus mit Nachdruck in die plastische Dynamik der Szene, in die Muskelspannung der Tiere und in die Kraftlinien, die den Himmel im Hintergrund spalten und das Gefühl einer gewaltsamen, blitzschnellen Bewegung vermitteln. Andererseits offenbart das Gemälde eine klare Faszination für die Metaphysische Kunst: Die umgebende Landschaft, bevölkert von dicht gelappen, geometrisch stilisierten Baumkronen, scheint in einer traumhaften, zeitlosen Dimension zu schweben. Die theatralische, unnatürliche Beleuchtung friert das Drama in eine fremde Atmosphäre ein, in der die formstarken, fast architektonischen Formen der Natur einen stillen Kontrapunkt zur Wildheit der Handlung bilden.
Aus compositiver Sicht dominiert der Auftrieb des Riesenpferdes den Bildraum; dessen im Drang verdrehter Körper fungiert als visueller und erzählerischer Mittelpunkt, um den sich die gesamte Szene dreht. Pignatos Pinselstrich moduliert sich, um klare, skulpturale Volumen zu formen und die anatomischen und botanischen Massen in einer scharf gezogenen formalen Synthese zu definieren. Der farbliche Gesamtklang ist geschickt komponiert, um die Pathos des Ereignisses zu betonen: Die leuchtend weiße, stoffliche Färbung des Pferdefells hebt sich heftig von den warmen, erdigen Tönen des kahlen Bodens ab. Im Hintergrund entfacht die Palette durch den kühnen Kontrast zwischen den dunklen Grünen der Vegetation links und den feuerroten Blattmassen rechts, während ein Himmel mit dunklen Blitzen von oben herab drohend hereinhängt und das Gefühl einer unmittelbar bevorstehenden Tragödie verstärkt.
Diese vitale Komposition passt perfekt in Guido Pignatos jugendliche Poetik. Anfänglich in den Dreißigerjahren entstanden, verkörpert das Werk exemplarisch jene expressive Unruhe und jenen dynamischen, teils dramatischen Schwung, die seine Motive mit dem größten emotionalen und tierischen Einfluss kennzeichnen. Durch die geschickte Nutzung der Farbe entfernt sich Pignato zeitweise von jenem illustrativen und satirischen Drang, der seine anderen bekannten Arbeiten kennzeichnen wird, um den tieferen und wilden Trieben der Natur nachzugehen. Obwohl er ein Nischenmeister war, dessen Werk heute in privaten Sammlungen sorgsam aufbewahrt wird, demonstriert „Scena Selvaggia“ eine tiefe Aufnahmebereitschaft gegenüber modernen Sprachen, die mit einer kraftvollen und ganz persönlichen Sensibilität neu interpretiert wurden.
CONDITION REPORT
Geringfügig im Allgemeinen. Das Werk verfügt über lebendige, gut lesbare Farben und Pinselstriche; leichte, sekundäre Defekte (siehe Foto). Der Rahmen ist als Gratisleistung zu verstehen.
Das Foto des instruierten Gemäldes in einem Umfeld wurde KI-unterstützt erzeugt und ist als rein illustrativ zu betrachten. Nur die übrigen Fotos, die das Objekt und seine Merkmale, sowohl allgemein als auch im Detail, treu wiedergeben, sind maßgeblich.
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