Italienische Schule (XVIII) - Deposizione






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Ölgemälde mit dem Titel Deposizione aus der frühen 18. Jahrhundert-italienischen Schule, Pietà mit Johannes Evangelist und Maria Magdalena, un-signiert, 86 mal 77 cm, Herkunft Italien, verkauft mit Rahmen und 2023 restauriert mit vollständiger Bescheinigung.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Das Werk religiösen Inhalts zeigt Christus Deposto, ruhend auf dem Schoß der am Fuß der Kreuzes sitzenden Mutter. Die zentrale Gruppe wird von San Giovanni Evangelista rechts und Maria Magdalena links flankiert. Der Erste steht aufrecht in einer chiasmischen Haltung, öffnet den Mund und blickt dem Beobachter entgegen, wobei er das Entsetzen seines Leidens durch eine gestische Stille ausdrückt. Die zweite ist spiegelbildlich positioniert, die linke Hand auf dem Herzen, der Blick abgewandt. Der Ausdruck ihres Schmerzes ist der leiseste. In der Mitte trägt die Madonna reich fallende Gewänder, fast wie eine weiche, einladende Lagerstätte für das Kind, das darauf mit Kopf und Körper, wieder zusammengesetzt und ausgestreckt, nach rechts gerichtet ruhen. Maria stützt es mit einer Hand, während die andere offen in einer Offering-Geste ist, um anzuzeigen, wie das Kind sich für die Welt geopfert hat. Die Augen der Mutter sind glänzend, zum Himmel gerichtet, mit Ausdruck von schmerzlicher Mitgefühl. Der Mantel des Kleides ist kompakt gearbeitet, um keinen leeren Raum unter der Figur Jesu zu lassen. Der Arm Christi hängt an der Seite, während er in anderen Darstellungen im Drapé der Mutter verfangen ist. Auffällig ist, dass es keinen Bruch in der Kontinuität zwischen Jesu Leichentuch und dem weißen Schleier der Madonna gibt, der gewöhnlich farbig ist. Das Kreuz im Hintergrund ist ein Element des 18. Jahrhunderts, eine Innovation gegenüber der traditionellen Ikonografie. Die Komposition der zentralen Gruppe erinnert an eine perfekte Pyramide und ist realistisch, jedoch durch die seitlichen Figuren blockiert. San Giovanni Evangelista und Maria Magdalena, obwohl symmetrisch, fügen sich auf einer anderen Perspektivebene hinter die Madonna ein, statt sich im Halbkreis um den Beobachter zu versammeln. Magdalena wirkt noch weiter entfernt, doch die warmen und leuchtenden Farben ihres Gewandes lassen sie näher erscheinen. Es sei darauf hingewiesen, dass die Hand, die den Mantel hält, beinahe die offeringende der Jungfrau berührt – eine ungewöhnliche Proxemik für das traditionelle Distanzhalten zwischen den beiden Maria-Figuren. Aus diesen Elementen ergibt sich der Schluss, dass die beiden seitlichen Figuren in einem zweiten Schritt vom Künstler selbst gemalt wurden und dass daher deren Posen und ihre Mimik, ähnlich wie in byzantinischen Ikonen, im engen verbleibenden Raum komprimiert wurden. Daraus die These, dass das zu untersuchende Gemälde eine jener seltenen Pietà ist, die von Heiligen begleitet wird. Insgesamt ist das Werk von großem Pathos, wobei der Schmerz nicht Verzweiflung, sondern beherrschte depressive Stille ist, ausgedrückt durch eine gefasste Haltung.
Zuordnung: Schule Neapel. Datierung: Anfang des 18. Jahrhunderts. Restauriert im Jahr 2023, vollständige Zertifizierung verfügbar. Provenienz: Online-Auktion von privat.
Das Werk religiösen Inhalts zeigt Christus Deposto, ruhend auf dem Schoß der am Fuß der Kreuzes sitzenden Mutter. Die zentrale Gruppe wird von San Giovanni Evangelista rechts und Maria Magdalena links flankiert. Der Erste steht aufrecht in einer chiasmischen Haltung, öffnet den Mund und blickt dem Beobachter entgegen, wobei er das Entsetzen seines Leidens durch eine gestische Stille ausdrückt. Die zweite ist spiegelbildlich positioniert, die linke Hand auf dem Herzen, der Blick abgewandt. Der Ausdruck ihres Schmerzes ist der leiseste. In der Mitte trägt die Madonna reich fallende Gewänder, fast wie eine weiche, einladende Lagerstätte für das Kind, das darauf mit Kopf und Körper, wieder zusammengesetzt und ausgestreckt, nach rechts gerichtet ruhen. Maria stützt es mit einer Hand, während die andere offen in einer Offering-Geste ist, um anzuzeigen, wie das Kind sich für die Welt geopfert hat. Die Augen der Mutter sind glänzend, zum Himmel gerichtet, mit Ausdruck von schmerzlicher Mitgefühl. Der Mantel des Kleides ist kompakt gearbeitet, um keinen leeren Raum unter der Figur Jesu zu lassen. Der Arm Christi hängt an der Seite, während er in anderen Darstellungen im Drapé der Mutter verfangen ist. Auffällig ist, dass es keinen Bruch in der Kontinuität zwischen Jesu Leichentuch und dem weißen Schleier der Madonna gibt, der gewöhnlich farbig ist. Das Kreuz im Hintergrund ist ein Element des 18. Jahrhunderts, eine Innovation gegenüber der traditionellen Ikonografie. Die Komposition der zentralen Gruppe erinnert an eine perfekte Pyramide und ist realistisch, jedoch durch die seitlichen Figuren blockiert. San Giovanni Evangelista und Maria Magdalena, obwohl symmetrisch, fügen sich auf einer anderen Perspektivebene hinter die Madonna ein, statt sich im Halbkreis um den Beobachter zu versammeln. Magdalena wirkt noch weiter entfernt, doch die warmen und leuchtenden Farben ihres Gewandes lassen sie näher erscheinen. Es sei darauf hingewiesen, dass die Hand, die den Mantel hält, beinahe die offeringende der Jungfrau berührt – eine ungewöhnliche Proxemik für das traditionelle Distanzhalten zwischen den beiden Maria-Figuren. Aus diesen Elementen ergibt sich der Schluss, dass die beiden seitlichen Figuren in einem zweiten Schritt vom Künstler selbst gemalt wurden und dass daher deren Posen und ihre Mimik, ähnlich wie in byzantinischen Ikonen, im engen verbleibenden Raum komprimiert wurden. Daraus die These, dass das zu untersuchende Gemälde eine jener seltenen Pietà ist, die von Heiligen begleitet wird. Insgesamt ist das Werk von großem Pathos, wobei der Schmerz nicht Verzweiflung, sondern beherrschte depressive Stille ist, ausgedrückt durch eine gefasste Haltung.
Zuordnung: Schule Neapel. Datierung: Anfang des 18. Jahrhunderts. Restauriert im Jahr 2023, vollständige Zertifizierung verfügbar. Provenienz: Online-Auktion von privat.
