Chargesheimer - Im Ruhegebiet - 1958





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Im Ruhegebiet von Chargesheimer ist eine erste Auflage Hardcover-Druck in deutscher Sprache, veröffentlicht 1958 von Verlag Kiepenheuer und Witsch, Köln, mit 150 Seiten, Format 30,5 × 24 cm, mit Schutzumschlag, in sehr gutem Zustand.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Gemeinsam mit Unter Krahenbaumen und Koln 5Uhr 30 (siehe Martin Parr und Gerry Badger, The Photobook, Band 1, S. 223) ist Im Ruhrgebeit eines der einflussreichsten photobooks von Chargesheimer. Dokumentierend das Ruhrgebiet in den 1950er Jahren, stießen Chargesheimer und Heinrich Bölls Darstellung der Region und ihrer Menschen bei der Erstveröffentlichung auf heftige politische und öffentliche Kritik, weil sie sich nicht in das vorherrschende Bild einer florierenden Westdeutschen Wirtschaft einfügte, die nach dem Krieg ihre industrielle Macht wieder aufbauen sollte.
Wie Weigand und Heiting festhalten: „Neben Unter Krahenenbaumen gab dieses Buch einem weiteren Motiv für eine Zusammenarbeit von Chargesheimer und Heinrich Böll. Nach der Veröffentlichung des Buches wurden sowohl der Text als auch der Autor der Bilder von Politikern heftig attackiert, weil die Darstellung – Portrait- oder Passbild mit einer subjektivistischen Tendenz zur Hässlichkeit – unverziert war. Der Klappentext der Verlagsausgabe lautet wie folgt: ‚Das Resultat ist ein Buch, das die Menschen und die Landschaft dieses riesigen Schmelztiegels ohne Pathos und falsches Heldentum darstellt.‘ Chargeheimers Fotografen und Heinrich Bölls Text suchen Authentizität und Einzigartigkeit für ihn. „In einem offenen Brief, der auf Anschuldigungen des Oberbürgermeisters von Essen reagierte, erklärte der Verlag Witsch: „Wir wollten weder den Touristenbüros noch den Büros für Wirtschaftsförderung dienen. Wir wollten ein Buch aus dem Ruhrgebiet. Nicht ein schönes Buch, in dem das dunkle Gebiet ins Grüne umgeschrieben wird, garniert mit Seen und Stauseen. Andere sollen das tun. Wir wollten ein Buch von Leuten und kein Buch der Bau- und Siedler-Werke, und nichts anderes, was man bewerten könnte.“
Dies ist ein herausragendes Beispiel dokumentarischer Fotografie in ihrer besten Form. Sehr empfohlenes Werk. 149 Schwarz-Weiß-Fotografien mit 28 Seiten Text des Nobelpreisträgers Heinrich Böll.
In Thomas Weigand und Manfred Heiting: Deutschland im Fotobuch, S. 436–439
Bedingung:
Sehr gutes Exemplar der ersten Auflage im originalen Schutzumschlag. Kleine Beule in der Ecke, aber Seiten unversehrt. Kleines Loch in der Mitte des Schutzumschlags. Allgemeiner Randabrieb am Schutzumschlag, besonders oben und unten am Buchrücken. Innerer Zustand sauber und frisch. Bitte die Listing-Fotos sorgfältig prüfen.
Gemeinsam mit Unter Krahenbaumen und Koln 5Uhr 30 (siehe Martin Parr und Gerry Badger, The Photobook, Band 1, S. 223) ist Im Ruhrgebeit eines der einflussreichsten photobooks von Chargesheimer. Dokumentierend das Ruhrgebiet in den 1950er Jahren, stießen Chargesheimer und Heinrich Bölls Darstellung der Region und ihrer Menschen bei der Erstveröffentlichung auf heftige politische und öffentliche Kritik, weil sie sich nicht in das vorherrschende Bild einer florierenden Westdeutschen Wirtschaft einfügte, die nach dem Krieg ihre industrielle Macht wieder aufbauen sollte.
Wie Weigand und Heiting festhalten: „Neben Unter Krahenenbaumen gab dieses Buch einem weiteren Motiv für eine Zusammenarbeit von Chargesheimer und Heinrich Böll. Nach der Veröffentlichung des Buches wurden sowohl der Text als auch der Autor der Bilder von Politikern heftig attackiert, weil die Darstellung – Portrait- oder Passbild mit einer subjektivistischen Tendenz zur Hässlichkeit – unverziert war. Der Klappentext der Verlagsausgabe lautet wie folgt: ‚Das Resultat ist ein Buch, das die Menschen und die Landschaft dieses riesigen Schmelztiegels ohne Pathos und falsches Heldentum darstellt.‘ Chargeheimers Fotografen und Heinrich Bölls Text suchen Authentizität und Einzigartigkeit für ihn. „In einem offenen Brief, der auf Anschuldigungen des Oberbürgermeisters von Essen reagierte, erklärte der Verlag Witsch: „Wir wollten weder den Touristenbüros noch den Büros für Wirtschaftsförderung dienen. Wir wollten ein Buch aus dem Ruhrgebiet. Nicht ein schönes Buch, in dem das dunkle Gebiet ins Grüne umgeschrieben wird, garniert mit Seen und Stauseen. Andere sollen das tun. Wir wollten ein Buch von Leuten und kein Buch der Bau- und Siedler-Werke, und nichts anderes, was man bewerten könnte.“
Dies ist ein herausragendes Beispiel dokumentarischer Fotografie in ihrer besten Form. Sehr empfohlenes Werk. 149 Schwarz-Weiß-Fotografien mit 28 Seiten Text des Nobelpreisträgers Heinrich Böll.
In Thomas Weigand und Manfred Heiting: Deutschland im Fotobuch, S. 436–439
Bedingung:
Sehr gutes Exemplar der ersten Auflage im originalen Schutzumschlag. Kleine Beule in der Ecke, aber Seiten unversehrt. Kleines Loch in der Mitte des Schutzumschlags. Allgemeiner Randabrieb am Schutzumschlag, besonders oben und unten am Buchrücken. Innerer Zustand sauber und frisch. Bitte die Listing-Fotos sorgfältig prüfen.

