Gerd Arntz (1900-1988) - Bespiegelung I





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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Originallinolcut auf V wellpapier, handsigniert "G. Arntz" in Bleistift und datiert 1932. Auf Karton montiert, 32 × 32 cm.
Die Komposition entsteht aus einem deutlichen Kontrast von Schwarz und Weiß: Eine nackte weibliche Figur, feinsinnig mit weißer Kontur gezeichnet, steht vor einem breiten schwarzen diagonalen Feld, übersät mit kleinen Halbmondformen; ihr Körper und Schatten erstrecken sich in die dunkle Masse hinein. Figur und Grund werden als gleichwertige konstruktive Elemente behandelt – die menschliche Silhouette löst sich auf in das flache geometrische Feld und taucht daraus wieder auf. Diese Reduktion der Figur zu einem klaren, illusionsfreien Zeichen, eingebettet in eine streng geordnete Schwarz-Weiß-Oberfläche, ist charakteristisch für den Figurativen Konstruktivismus, der von den Kölner Progressiven entwickelt wurde, deren zentraler Repräsentant Arntz war.
Das kleine Museum ist eine der tragbaren Sammlungen, herausgegeben von dem in Basel ansässigen Verleger, Psychoanalytiker und Sammler Carl Laszlo (Pécs 1923 – Basel 2013) und von Edition Panderma, Basel, veröffentlicht. Laszlo versammelte in diesen Editionen die führenden Künstler seiner Zeit; viele der enthaltenen Arbeiten markieren eine Wende in ihren jeweiligen Karrieren und ihrer Produktion.
Gerd Arntz (1900–1988) war Mitglied der Kölner Gruppe progressiver Künstler (Cologne Progressives) und zählt zu den prägendsten Figuren des zwanzigsten Jahrhunderts im politischen Druckgrafik. In abstrahierten Figuren, die als Holzstiche und Linolschnitte wiedergegeben sind, zeigte er das Leben der Arbeiterklasse und den Kampf zwischen Arbeit und Kapital. Ab 1929 arbeitete er in Wien mit Otto Neurath am Gesellschafts- und Wirtschaftsmuseum, wo er zum Hauptgestalter der pictographischen Statistik wurde, die später als Isotype-System bekannt wurde. Sein künstlerisches Erbe wird vom Gemeentemuseum Den Haag verwaltet.
Provenienz: Edition Panderma, Carl Laszlo, Basel — Galerie von Bartha, Basel — Privatsammlung, Basel.
Der Verkäufer stellt sich vor
Originallinolcut auf V wellpapier, handsigniert "G. Arntz" in Bleistift und datiert 1932. Auf Karton montiert, 32 × 32 cm.
Die Komposition entsteht aus einem deutlichen Kontrast von Schwarz und Weiß: Eine nackte weibliche Figur, feinsinnig mit weißer Kontur gezeichnet, steht vor einem breiten schwarzen diagonalen Feld, übersät mit kleinen Halbmondformen; ihr Körper und Schatten erstrecken sich in die dunkle Masse hinein. Figur und Grund werden als gleichwertige konstruktive Elemente behandelt – die menschliche Silhouette löst sich auf in das flache geometrische Feld und taucht daraus wieder auf. Diese Reduktion der Figur zu einem klaren, illusionsfreien Zeichen, eingebettet in eine streng geordnete Schwarz-Weiß-Oberfläche, ist charakteristisch für den Figurativen Konstruktivismus, der von den Kölner Progressiven entwickelt wurde, deren zentraler Repräsentant Arntz war.
Das kleine Museum ist eine der tragbaren Sammlungen, herausgegeben von dem in Basel ansässigen Verleger, Psychoanalytiker und Sammler Carl Laszlo (Pécs 1923 – Basel 2013) und von Edition Panderma, Basel, veröffentlicht. Laszlo versammelte in diesen Editionen die führenden Künstler seiner Zeit; viele der enthaltenen Arbeiten markieren eine Wende in ihren jeweiligen Karrieren und ihrer Produktion.
Gerd Arntz (1900–1988) war Mitglied der Kölner Gruppe progressiver Künstler (Cologne Progressives) und zählt zu den prägendsten Figuren des zwanzigsten Jahrhunderts im politischen Druckgrafik. In abstrahierten Figuren, die als Holzstiche und Linolschnitte wiedergegeben sind, zeigte er das Leben der Arbeiterklasse und den Kampf zwischen Arbeit und Kapital. Ab 1929 arbeitete er in Wien mit Otto Neurath am Gesellschafts- und Wirtschaftsmuseum, wo er zum Hauptgestalter der pictographischen Statistik wurde, die später als Isotype-System bekannt wurde. Sein künstlerisches Erbe wird vom Gemeentemuseum Den Haag verwaltet.
Provenienz: Edition Panderma, Carl Laszlo, Basel — Galerie von Bartha, Basel — Privatsammlung, Basel.

