Italien - Seltenes Kanoniers-Quadrant aus graviertem Messing – Artillerie-Abteilung, zweite Hälfte des XVII. - Militärausrüstung






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Originales Messinstrument aus Italien, aus Messing graviert, datiert auf die zweite Hälfte des 17. Jahrhunderts, 46 cm hoch, 17,5 cm breit, 0,2 cm tief, in guten Zustand.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Außergewöhnliches und extrem seltenes Kanonierquadrant aus Messing, balistisch graviert, vollständig von Hand gestickt/graviert, datiert auf die zweite Hälfte des 17. Jahrhunderts (ca. 1650–1690).
Dieses außergewöhnliche wissenschaftliche Instrument der Renaissance/Barockzeit wurde von Meister-Bombadiers genutzt, um den Höhenwinkel der Kanonen, den Kaliber der Murmeln und das Verhältnis der Projektilmasse zu bestimmen.
Objekt von museumwürdigem Anspruch, vermutlich für einen Offizier der Artillerie hohen Ranges oder einen Militäringenieur bestimmt.
Analyse der Gravuren und geometrischen Skalen: Das Quadrant ist eine Meisterleistung, die Ballistik-Wissenschaft und dekorative Zeitkunst vereint:
Zentrale Platte (Seite A): Wunderschöne spätmanieristische/barocke Gravur mit lockere, blattwerkartige Voluten und einer anthropomorphen grotesken Maske. Entlang der Ränder verläuft eine proportionale Skala, von 1 bis 12 nummeriert, mit Bruchteilen, die als Umrechnungstabelle für das Projektilgewicht je nach Material (Eisen, Blei, Stein) dient.
Zentrale Platte (Seite B): Fein gearbeitete, elegante Tiefenrelief-Gravur des Merkur-Caduceus (der geflügelte Stab mit verschlungenen Schlangen, klassisches Symbol für Geometrie, Astronomie und Verstand), flankiert von floralen Motiven.
Die Lange Leiste (Auge-Balken): Enthält eine antike graduierte Skala von 100 bis über 300 Einheiten. Diese Skala diente dazu, den Kaliber des Geschützes zu bestimmen, indem die Leiste direkt in die Mündung eingesetzt wurde. Sie entspricht nicht dem modernen metrischen System, da sie vor der Dezimalsystem-Einführung datiert ist und auf vor-individuellen regionalen Einheiten des vor-19. Jahrhunderts beruht (z. B. Militärpfund oder Braccio Fiorentino/Venetiano).
Der Bogen (Quadrant): Doppelte Leseskala. Enthält die klassische sexagesimale Gradteilung von 0 bis 90 Grad und parallel dazu die empirische Skala der „Geschützpunkte“, markiert durch klare Gruppen von gelochten Punkten.
Zustand und Details: Das Instrument ist strukturell vollständig und intakt in allen Hauptteilen aus Messing. Es besitzt eine prachtvolle, unversehrte Patina der Zeit. Wie bei solchen Manufakten üblich, fehlt lediglich der originale Faden-/Schnur-Plumbum. Seitlich betrachtet zeigt die Platte eine leichte, charmante Verformung (manuelle Wölbung), typisch für die antike Verarbeitung von Messingblechen, die damals mit Hammer geschlagen wurden und anschließend plan wurden. Es sind keine modernen Restaurierungen oder Schweißungen erkennbar.
Außergewöhnliches und extrem seltenes Kanonierquadrant aus Messing, balistisch graviert, vollständig von Hand gestickt/graviert, datiert auf die zweite Hälfte des 17. Jahrhunderts (ca. 1650–1690).
Dieses außergewöhnliche wissenschaftliche Instrument der Renaissance/Barockzeit wurde von Meister-Bombadiers genutzt, um den Höhenwinkel der Kanonen, den Kaliber der Murmeln und das Verhältnis der Projektilmasse zu bestimmen.
Objekt von museumwürdigem Anspruch, vermutlich für einen Offizier der Artillerie hohen Ranges oder einen Militäringenieur bestimmt.
Analyse der Gravuren und geometrischen Skalen: Das Quadrant ist eine Meisterleistung, die Ballistik-Wissenschaft und dekorative Zeitkunst vereint:
Zentrale Platte (Seite A): Wunderschöne spätmanieristische/barocke Gravur mit lockere, blattwerkartige Voluten und einer anthropomorphen grotesken Maske. Entlang der Ränder verläuft eine proportionale Skala, von 1 bis 12 nummeriert, mit Bruchteilen, die als Umrechnungstabelle für das Projektilgewicht je nach Material (Eisen, Blei, Stein) dient.
Zentrale Platte (Seite B): Fein gearbeitete, elegante Tiefenrelief-Gravur des Merkur-Caduceus (der geflügelte Stab mit verschlungenen Schlangen, klassisches Symbol für Geometrie, Astronomie und Verstand), flankiert von floralen Motiven.
Die Lange Leiste (Auge-Balken): Enthält eine antike graduierte Skala von 100 bis über 300 Einheiten. Diese Skala diente dazu, den Kaliber des Geschützes zu bestimmen, indem die Leiste direkt in die Mündung eingesetzt wurde. Sie entspricht nicht dem modernen metrischen System, da sie vor der Dezimalsystem-Einführung datiert ist und auf vor-individuellen regionalen Einheiten des vor-19. Jahrhunderts beruht (z. B. Militärpfund oder Braccio Fiorentino/Venetiano).
Der Bogen (Quadrant): Doppelte Leseskala. Enthält die klassische sexagesimale Gradteilung von 0 bis 90 Grad und parallel dazu die empirische Skala der „Geschützpunkte“, markiert durch klare Gruppen von gelochten Punkten.
Zustand und Details: Das Instrument ist strukturell vollständig und intakt in allen Hauptteilen aus Messing. Es besitzt eine prachtvolle, unversehrte Patina der Zeit. Wie bei solchen Manufakten üblich, fehlt lediglich der originale Faden-/Schnur-Plumbum. Seitlich betrachtet zeigt die Platte eine leichte, charmante Verformung (manuelle Wölbung), typisch für die antike Verarbeitung von Messingblechen, die damals mit Hammer geschlagen wurden und anschließend plan wurden. Es sind keine modernen Restaurierungen oder Schweißungen erkennbar.
