Friedrich Von Amerling (1803-1887), Aus dem Umkreis von - Autorretrato






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AUTORRETRATO VON FRIEDRICH VON AMERLING-CÍRCULO DE.
Biografía
Friedrich von Amerling (Wien, 14. April 1803 – Wien, 14. Januar 1887) war der bedeutendste und einflussreichste Porträtist des österreichischen Großbürgertums des 19. Jahrhunderts [1]. Zusammen mit Ferdinand Georg Waldmüller prägte er das malerische Panorama der Biedermeier-Periode und festigte einen eleganten Stil, der das Bild des kaiserlichen Hofes von Wien definierte.
Beschreibung der Partie:
Ausgezeichnetes Ölbild auf Leinwand, das ein Autoporträt „zugeschrieben“ dem österreichischen Meister Friedrich von Amerling (Wien, 1803 – 1887) darstellt, dem herausragenden Vertreter des höfischen Porträts der Biedermeier-Periode. Das Werk ist vorn signiert und datiert: „Fr. Amerling 1860“. Die Signatur ist nicht über dem Firnis retuschiert worden. Die Pigmentgebung der Signatur wurde gleichzeitig mit dem Rest des Bildes aufgetragen (zeitgleich). Optisch stimmt das physische Erscheinungsbild des Malers mit seinem Erscheinungsbild im Alter von 57 Jahren überein. Das Jahr unter der Signatur ist etwas abgetragen und nicht sehr deutlich zu sehen.
Beschreibung der Werkanalyse
Das Werk ist ein Brustporträt eines Mannes in vertikalem Format, gelöst in einer mittleren kurzen Ebene, die den Subjekt in einem feinen Drei-Viertel-Profil nach links des Betrachters einrahmt. Der Hintergrund ist in einer Palette neutraler, dunkler und in Dämmerung verweilender Töne gearbeitet, eine plastische Lösung, die jegliche räumliche Ablenkung eliminiert, um die ganze expressive Kraft auf die Mimik der Figur zu konzentrieren.
Das Gesicht, entsprechend der Reifephase des Künstlers, zeichnet sich durch eine feste und präzise anatomische Modellierung aus. Das Licht trifft eindeutig von oben links, trifft die glatte Stirn, den Nasenrücken und die freiliegende Wange. Dieser markante Hell-Dunkel-Kontrast betont Volumen, die Linien der Gesichtsausdrücke und den festen, strengen Blick, der ins Leere außerhalb des Rahmens gerichtet ist und der Komposition eine tiefe psychologische und introspektive Ladung verleiht.
Im unteren Bereich verlieren sich die Gewänder absichtlich in der Dunkelheit des Hintergrunds; angedeutet wird eine dunkle Jacke oder Weste mit hochstehendem Kragen, aus der nur zwei metallene Knöpfe am unteren linken Rand hervorragen. Die Behandlung des Gesichtshaar zeigt eine große technische Fertigkeit; der Bart und der üppige Schnurrbart, in dunklen braunen Tönen mit grauem Verlauf, sind durch lockere aber strenge Pinselstriche ausgeführt, die Textur, Dichte und einen realistischen und nüchternen Charakter der Darstellung des Malers vermitteln.
Dieses Gemälde, signiert und 1860 datiert, gehört zur Reifephase von Amerling. Mit 57 Jahren entfernt sich der Künstler von den üppigen aristokratischen Inszenierungen, die seine imperialen Auftraggeber prägten, um sich auf eine schlichte und intime Selbstdarstellung zu konzentrieren. In einem feinen Drei-Viertel-Profil vor einem neutralen Hintergrund in Dämmerung richtet der Maler einen nachdenklichen, strengen Blick nach außen des Bildausschnitts, wobei er eine bemerkenswerte psychologische Tragweite durch eine formale tardoromantische Beleuchtung einfängt.
Mit einer präzisen technischen Ausführung, die sich durch das sorgfältige Modellieren von Bart und geschädigten Zügen auszeichnet, verzichtet das Werk absichtlich auf traditionelle Merkmale des Malerhandwerks — wie Paletten oder Pinsel — und präsentiert sich in einem strengen, intellektuellen Kabinettformat. Das vorliegende Stück ist ein bemerkenswertes Zeugnis der mittelosteuropäischen Portraitkunst des 19. Jahrhunderts und hält die hohen ästhetischen Qualitäten sowie das Hell-Dunkel-Spiel aufrecht, die Amerling in den Sammlungen der Österreichischen Galerie Belvedere in Wien festigten.
Bestätigung und Begründung des Datums (1860)
Das Datum 1860 ist sowohl biografisch als auch stilistisch völlig konsistent:
.Età des Künstlers: Geboren 1803 wäre Amerling 57 Jahre alt im Jahr 1860. Das Porträt zeigt genau einen Mann am Rand des Alters, mit zurückgehendem Haar und dezenten grauen Anteilen im Bart, was perfekt in die Chronologie seiner Autoporträts passt (zwischen dem berühmten und idealisierten Jugend-Autoporträt von 1834 und seinen späteren Stücken der 1870er Jahre).
.Evolution des Stils: Bis 1860 hatte Amerling die detaillierten Hintergründe durch Kompositionen in Dämmerung mit stark rembrandtischem Erbe aufgegeben, bei denen das fokussierte Licht das Gesicht modelliert; diese Technik ist in diesem Gemälde deutlich zu erkennen.
.Zustand der Erhaltung: Das Bild befindet sich in gutem allgemeinem Erhaltungszustand und wurde historisch fachgerecht behandelt: Es weist eine alte Neuh Spiegelung auf, um die Leinwand des Ursprungs zu konsolidieren, sowie eine vorherige Oberflächenreinigung, die die Lebendigkeit der ursprünglichen Pigmente wiederherstellte und oxidierte Firnisse entfernte.
.Provenienz: Direkter Erwerb von einem privaten Sammler in Österreich.
Rahmen: Das Werk wird in einem prachtvollen Dachbodenrahmen des 19. Jahrhunderts präsentiert, aus Holz geschnitzt und vergoldet mit reliefverzierter Verzierung. Der Rahmen ist etwas beschädigt, gehört aber zum Lieferumfang.
Technische Daten des Werks
.Autor: Friedrich von Amerling (Wien, 1803 – 1887) - círculo de.
.Titel: Selbstbildnis (Autorretrato)
.Jahr: 1860
.Stil/Schule: Mitteleuropäische Malerei / Spätr Realismus der Biedermeier-Periode
.Teknik: Öl auf Leinwand (neu gespannte Leinwand)
.Abmessungen des Porträts: 39 x 31 cm
.Abmessungen mit Rahmen: 52 x 44 cm
.Gewicht: 1,5 kg mit Rahmen.
.Inschriften: Signiert und datiert vorn „Fr. Amerling 1860“
.Zustand der Erhaltung: Restauriert (Neu-Umspannen, restauriert und gereinigt; antiker Holzrahmen vergoldet und geschnitzt).
.Dokumentation: Keine offizielle Zertifizierung oder Katalogisierung zum jetzigen Zeitpunkt
.Provenienz: Österreich
1. Formale und ikonografische Beschreibung
„Brustporträt in Drei-Viertel-Position, das den Maler Friedrich von Amerling im Alter von 57 Jahren zeigt. Die Komposition gehört zur späten psychologischen Realismus-Periode und entfernt sich vom idealistischen Biedermeier der frühen Jahre. Die Figur präsentiert sich mit einem introspektiven Blick, der den Betrachter meidet und einen nachdenklichen, reifen Charakter betont. Hervorzuheben ist die strenge Lichtsstudie des Hell-Dunkel, konzentriert auf die Volumen der glatten Stirn und die dichte Struktur des grauen Bartes, behandelt mit einer nüchternen Erdtönen- und Ockertonpalette. Der Pinselstrich ist fest, aber verschmolzen, typisch für den Wiener Akademismus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts."
2. Provenienz und Konservierungsverlauf
„Private Sammlung. Direkt von einem privaten Sammler in Österreich erworben. Der frühere Provenienzverlauf ist unbekannt wegen fehlender offizieller Katalogisierung in den Inventaren des Künstlers. Das Werk zeigt eine zeitgenössische Signatur und Datum auf der Vorderseite (Fr. Amerling 1860). Strukturell wurde das Stück einer historischen Restaurierung unterzogen, die das ursprüngliche Gewebe durch Neuzeinigung des Leinwandträgers konsolidierte, sowie eine Oberflächenreinigung, die oxidierte Firnisse entfernte. Es wird im Rahmen des 19. Jahrhunderts belassen, aus geschnitztem und vergoldetem Holz mit reliefverzierter Verzierung hergestellt."
ANHANG: BIOGRAPHISCHER REZENSION DES AUTORS
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Friedrich von Amerling (Wien, 1803 – 1887) war der herausragendste Porträtist des kaiserlichen Hofes von Wien und der österreichischen Oberschicht des 19. Jahrhunderts, der das malerische Panorama der Biedermeier-Periode zusammen mit Ferdinand Georg Waldmüller prägte. Ausgebildet an der Kunstakademie Wien festigte er seinen feinen Stil dank Aufenthalten in London — wo er die technische Flüssigkeit des Meisters Thomas Lawrence aufnahm —, Paris und Italien. Nachdem er 1832 erfolgreich den Kaiser Franz I. gemalt hatte, wurde er zum bevorzugten Maler des aristokratischen Mitteleuropas. Im Verlauf seiner produktiven Karriere schuf er mehr als tausend Werke und erreichte eine außergewöhnliche Virtuosität in der Lichtführung und der Wiedergabe komplexer Texturen. Während seine berühmten weiblichen und kindlichen Porträts durch ihren Liedsinn und ihre Idealisierung auffallen, ragen seine reife, männliche Produktion — wie das Autoporträt von 1870 — durch tiefe Introspektion und psychologische Ehrlichkeit hervor. Vom Kaiser Franz Joseph I formal anerkannt, der ihm 1878 den Adelstitel „von Amerling“ verlieh, gehören seine Werke heute zu den renommiertesten Staatensammlungen der Welt, besonders dem Belvedere Museum in Wien.
Technische und historische Analyse
.Autorität und Datum: Die Signatur „Fr. Amerling 1860“ platziert das Werk in der Reifephase des Künstlers (mit 57 Jahren). Amerling zeichnete sich wesentlich dadurch aus, sein eigenes Altern durch eine produktive Serie von Selbstporträts im Laufe seiner Karriere zu dokumentieren.
.Abmessungen und Präsentation: Mit Maßen von 39 x 31 cm (52 x 44 cm inklusive des vergoldeten Rahmens aus der Epoche) präsentiert sich das Stück in einem Kabinett- oder Studiorahmen, der sehr typisch für private Porträts der oberen Bourgeoisie und der Wiener Aristokratie des 19. Jahrhunderts ist.
Der Stil des Gemäldes offenbart seine Meisterschaft darin, die Psychologie des Porträtierten durch eine selektive Beleuchtung des Gesichts festzuhalten, ein Merkmal, das ihn zusammen mit Ferdinand Georg Waldmüller zu einem der führenden Referenzgrößen des mitteleuropäischen Porträts gemacht hat.
AUTORRETRATO VON FRIEDRICH VON AMERLING-CÍRCULO DE.
Biografía
Friedrich von Amerling (Wien, 14. April 1803 – Wien, 14. Januar 1887) war der bedeutendste und einflussreichste Porträtist des österreichischen Großbürgertums des 19. Jahrhunderts [1]. Zusammen mit Ferdinand Georg Waldmüller prägte er das malerische Panorama der Biedermeier-Periode und festigte einen eleganten Stil, der das Bild des kaiserlichen Hofes von Wien definierte.
Beschreibung der Partie:
Ausgezeichnetes Ölbild auf Leinwand, das ein Autoporträt „zugeschrieben“ dem österreichischen Meister Friedrich von Amerling (Wien, 1803 – 1887) darstellt, dem herausragenden Vertreter des höfischen Porträts der Biedermeier-Periode. Das Werk ist vorn signiert und datiert: „Fr. Amerling 1860“. Die Signatur ist nicht über dem Firnis retuschiert worden. Die Pigmentgebung der Signatur wurde gleichzeitig mit dem Rest des Bildes aufgetragen (zeitgleich). Optisch stimmt das physische Erscheinungsbild des Malers mit seinem Erscheinungsbild im Alter von 57 Jahren überein. Das Jahr unter der Signatur ist etwas abgetragen und nicht sehr deutlich zu sehen.
Beschreibung der Werkanalyse
Das Werk ist ein Brustporträt eines Mannes in vertikalem Format, gelöst in einer mittleren kurzen Ebene, die den Subjekt in einem feinen Drei-Viertel-Profil nach links des Betrachters einrahmt. Der Hintergrund ist in einer Palette neutraler, dunkler und in Dämmerung verweilender Töne gearbeitet, eine plastische Lösung, die jegliche räumliche Ablenkung eliminiert, um die ganze expressive Kraft auf die Mimik der Figur zu konzentrieren.
Das Gesicht, entsprechend der Reifephase des Künstlers, zeichnet sich durch eine feste und präzise anatomische Modellierung aus. Das Licht trifft eindeutig von oben links, trifft die glatte Stirn, den Nasenrücken und die freiliegende Wange. Dieser markante Hell-Dunkel-Kontrast betont Volumen, die Linien der Gesichtsausdrücke und den festen, strengen Blick, der ins Leere außerhalb des Rahmens gerichtet ist und der Komposition eine tiefe psychologische und introspektive Ladung verleiht.
Im unteren Bereich verlieren sich die Gewänder absichtlich in der Dunkelheit des Hintergrunds; angedeutet wird eine dunkle Jacke oder Weste mit hochstehendem Kragen, aus der nur zwei metallene Knöpfe am unteren linken Rand hervorragen. Die Behandlung des Gesichtshaar zeigt eine große technische Fertigkeit; der Bart und der üppige Schnurrbart, in dunklen braunen Tönen mit grauem Verlauf, sind durch lockere aber strenge Pinselstriche ausgeführt, die Textur, Dichte und einen realistischen und nüchternen Charakter der Darstellung des Malers vermitteln.
Dieses Gemälde, signiert und 1860 datiert, gehört zur Reifephase von Amerling. Mit 57 Jahren entfernt sich der Künstler von den üppigen aristokratischen Inszenierungen, die seine imperialen Auftraggeber prägten, um sich auf eine schlichte und intime Selbstdarstellung zu konzentrieren. In einem feinen Drei-Viertel-Profil vor einem neutralen Hintergrund in Dämmerung richtet der Maler einen nachdenklichen, strengen Blick nach außen des Bildausschnitts, wobei er eine bemerkenswerte psychologische Tragweite durch eine formale tardoromantische Beleuchtung einfängt.
Mit einer präzisen technischen Ausführung, die sich durch das sorgfältige Modellieren von Bart und geschädigten Zügen auszeichnet, verzichtet das Werk absichtlich auf traditionelle Merkmale des Malerhandwerks — wie Paletten oder Pinsel — und präsentiert sich in einem strengen, intellektuellen Kabinettformat. Das vorliegende Stück ist ein bemerkenswertes Zeugnis der mittelosteuropäischen Portraitkunst des 19. Jahrhunderts und hält die hohen ästhetischen Qualitäten sowie das Hell-Dunkel-Spiel aufrecht, die Amerling in den Sammlungen der Österreichischen Galerie Belvedere in Wien festigten.
Bestätigung und Begründung des Datums (1860)
Das Datum 1860 ist sowohl biografisch als auch stilistisch völlig konsistent:
.Età des Künstlers: Geboren 1803 wäre Amerling 57 Jahre alt im Jahr 1860. Das Porträt zeigt genau einen Mann am Rand des Alters, mit zurückgehendem Haar und dezenten grauen Anteilen im Bart, was perfekt in die Chronologie seiner Autoporträts passt (zwischen dem berühmten und idealisierten Jugend-Autoporträt von 1834 und seinen späteren Stücken der 1870er Jahre).
.Evolution des Stils: Bis 1860 hatte Amerling die detaillierten Hintergründe durch Kompositionen in Dämmerung mit stark rembrandtischem Erbe aufgegeben, bei denen das fokussierte Licht das Gesicht modelliert; diese Technik ist in diesem Gemälde deutlich zu erkennen.
.Zustand der Erhaltung: Das Bild befindet sich in gutem allgemeinem Erhaltungszustand und wurde historisch fachgerecht behandelt: Es weist eine alte Neuh Spiegelung auf, um die Leinwand des Ursprungs zu konsolidieren, sowie eine vorherige Oberflächenreinigung, die die Lebendigkeit der ursprünglichen Pigmente wiederherstellte und oxidierte Firnisse entfernte.
.Provenienz: Direkter Erwerb von einem privaten Sammler in Österreich.
Rahmen: Das Werk wird in einem prachtvollen Dachbodenrahmen des 19. Jahrhunderts präsentiert, aus Holz geschnitzt und vergoldet mit reliefverzierter Verzierung. Der Rahmen ist etwas beschädigt, gehört aber zum Lieferumfang.
Technische Daten des Werks
.Autor: Friedrich von Amerling (Wien, 1803 – 1887) - círculo de.
.Titel: Selbstbildnis (Autorretrato)
.Jahr: 1860
.Stil/Schule: Mitteleuropäische Malerei / Spätr Realismus der Biedermeier-Periode
.Teknik: Öl auf Leinwand (neu gespannte Leinwand)
.Abmessungen des Porträts: 39 x 31 cm
.Abmessungen mit Rahmen: 52 x 44 cm
.Gewicht: 1,5 kg mit Rahmen.
.Inschriften: Signiert und datiert vorn „Fr. Amerling 1860“
.Zustand der Erhaltung: Restauriert (Neu-Umspannen, restauriert und gereinigt; antiker Holzrahmen vergoldet und geschnitzt).
.Dokumentation: Keine offizielle Zertifizierung oder Katalogisierung zum jetzigen Zeitpunkt
.Provenienz: Österreich
1. Formale und ikonografische Beschreibung
„Brustporträt in Drei-Viertel-Position, das den Maler Friedrich von Amerling im Alter von 57 Jahren zeigt. Die Komposition gehört zur späten psychologischen Realismus-Periode und entfernt sich vom idealistischen Biedermeier der frühen Jahre. Die Figur präsentiert sich mit einem introspektiven Blick, der den Betrachter meidet und einen nachdenklichen, reifen Charakter betont. Hervorzuheben ist die strenge Lichtsstudie des Hell-Dunkel, konzentriert auf die Volumen der glatten Stirn und die dichte Struktur des grauen Bartes, behandelt mit einer nüchternen Erdtönen- und Ockertonpalette. Der Pinselstrich ist fest, aber verschmolzen, typisch für den Wiener Akademismus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts."
2. Provenienz und Konservierungsverlauf
„Private Sammlung. Direkt von einem privaten Sammler in Österreich erworben. Der frühere Provenienzverlauf ist unbekannt wegen fehlender offizieller Katalogisierung in den Inventaren des Künstlers. Das Werk zeigt eine zeitgenössische Signatur und Datum auf der Vorderseite (Fr. Amerling 1860). Strukturell wurde das Stück einer historischen Restaurierung unterzogen, die das ursprüngliche Gewebe durch Neuzeinigung des Leinwandträgers konsolidierte, sowie eine Oberflächenreinigung, die oxidierte Firnisse entfernte. Es wird im Rahmen des 19. Jahrhunderts belassen, aus geschnitztem und vergoldetem Holz mit reliefverzierter Verzierung hergestellt."
ANHANG: BIOGRAPHISCHER REZENSION DES AUTORS
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Friedrich von Amerling (Wien, 1803 – 1887) war der herausragendste Porträtist des kaiserlichen Hofes von Wien und der österreichischen Oberschicht des 19. Jahrhunderts, der das malerische Panorama der Biedermeier-Periode zusammen mit Ferdinand Georg Waldmüller prägte. Ausgebildet an der Kunstakademie Wien festigte er seinen feinen Stil dank Aufenthalten in London — wo er die technische Flüssigkeit des Meisters Thomas Lawrence aufnahm —, Paris und Italien. Nachdem er 1832 erfolgreich den Kaiser Franz I. gemalt hatte, wurde er zum bevorzugten Maler des aristokratischen Mitteleuropas. Im Verlauf seiner produktiven Karriere schuf er mehr als tausend Werke und erreichte eine außergewöhnliche Virtuosität in der Lichtführung und der Wiedergabe komplexer Texturen. Während seine berühmten weiblichen und kindlichen Porträts durch ihren Liedsinn und ihre Idealisierung auffallen, ragen seine reife, männliche Produktion — wie das Autoporträt von 1870 — durch tiefe Introspektion und psychologische Ehrlichkeit hervor. Vom Kaiser Franz Joseph I formal anerkannt, der ihm 1878 den Adelstitel „von Amerling“ verlieh, gehören seine Werke heute zu den renommiertesten Staatensammlungen der Welt, besonders dem Belvedere Museum in Wien.
Technische und historische Analyse
.Autorität und Datum: Die Signatur „Fr. Amerling 1860“ platziert das Werk in der Reifephase des Künstlers (mit 57 Jahren). Amerling zeichnete sich wesentlich dadurch aus, sein eigenes Altern durch eine produktive Serie von Selbstporträts im Laufe seiner Karriere zu dokumentieren.
.Abmessungen und Präsentation: Mit Maßen von 39 x 31 cm (52 x 44 cm inklusive des vergoldeten Rahmens aus der Epoche) präsentiert sich das Stück in einem Kabinett- oder Studiorahmen, der sehr typisch für private Porträts der oberen Bourgeoisie und der Wiener Aristokratie des 19. Jahrhunderts ist.
Der Stil des Gemäldes offenbart seine Meisterschaft darin, die Psychologie des Porträtierten durch eine selektive Beleuchtung des Gesichts festzuhalten, ein Merkmal, das ihn zusammen mit Ferdinand Georg Waldmüller zu einem der führenden Referenzgrößen des mitteleuropäischen Porträts gemacht hat.
